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Test : ARRI ALEXA Mini LF - Sensor-Qualität, Debayering und Rolling Shutter

von Mo, 25.Juli 2022 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Einleitung
 Rolling Shutter

Nun hat auch einmal eine ALEXA Mini LF einen kurzen Abstecher in unsere Redaktion machen können - und uns damit die Möglichkeit eröffnet, einmal eine echte 4K Kamera aus dem Hause ARRI unseren Sensor Betrachtungen zu unterziehen.



Zur Erinnerung: Obwohl ARRI seit einem Jahrzehnt den Markt für professionelle Cinekameras klar dominiert, handelt es sich bei der immer noch aktuellen ALEXA um eine Kamera mit S35-Sensor, der eine maximale horizontale Auflösung von 3,2K ausgeben kann. Erst die bald ausgelieferte ALEXA35 wird einen neuen S35 Sensor mitbringen, der wirklich native 4K-Aufnahmen ermöglicht, da dieser Sensor eine horizontale Auflösung von 4,6K besitzt.

Wer also mit einer ARRI Kamera "echtes 4K" aufzeichnen wollte, musste bislang zu den großformatigen LF-Modellen greifen, die zwei nahtlos nebeneinander platzierte Sensoren nutzen und die Chipfläche damit auch nahezu verdoppeln.

Möglich ist dies beim ARRI ALEV 3 Sensor, weil dieser aus zwei getrennten Schichten besteht: Einem Sensor-Board mit den Senseln/Photosites und ein zweites Board, auf dem die Analog/Digital Wandler sitzen.



Rolling Shutter



Gerade weil der Sensor ja aus zwei Sensor-Boards zusammen"gesticht" wird, hat uns das Rolling Shutter Verhalten der Arri Mini LF ganz besonders interessiert. Denn zu unserer Überraschung ändert sich die Auslese-Richtung über die zwei Sensorflächen nicht, obwohl die zwei Sensorboards ja um 90 Grad gedreht sind. Der Sensor verhält sich trotz seiner zwei Oberflächen unauffällig wie aus einem Guss, auch eine Sprungstelle zwischen den beiden Komponenten ist in der Messung nicht erkennbar.



Im Open Gate Modus (4.448 x 3.096 Sensel) kann die gesamte Sensorfläche in 10,6 Millisekunden ausgelesen werden. Bei typischen nicht anamorphen 4K-Auflösungen kann man mit entsprechend verkürzten Zeiten rechnen. Beispielsweise in LF 4,3K 16:9 UHD mit 2.430 Zeilen landet man bei ca. 8 Millisekunden. Dies war bis vor kurzem noch einer der bestmöglichen Werte für einen Large Format / Vollformat Sensor. Im Consumer Bereich fand man vergleichbare Werte bisher nur bei einer Sony A7SIII oder einer Canon EOS R3, im professionellen Bereich sahen wir ähnliche Werte bisher bei einer Sony FX3 und FX6.

Allerdings hat sich Sony mit der 8K Venice 2 mit 2,1 bis 3,9ms -je nach ausgelesenen Zeilen- kürzlich die aktuelle Performance Krone geangelt. Gerade für die Postproduktion können besonders kurze Auslesezeiten wichtig sein, da hiermit das Tracking zuverlässiger arbeiten kann.

4K Debayering / Sonstiges / Fazit


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[1 Leserkommentar] [Kommentar schreiben]   Letzter Kommentar:
-paleface-    16:38 am 25.7.2022
Dann haben wir ja bald einen neuen Platz 1 in der Slashcam Datenbank. Die Ursa 12K ist eh schon viel zu lange da oben :-D
[Kommentar ganz lesen]

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