| Erfahrungsberichte : Panasonic DMC-GH3 – Gedanken und Fakten zu All-Intra von rudi Do, 27.Dezember 2012 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

Wenn man das erste mal von All-Intra Kompression hört, klingt das ganze doch wirklich nach Fortschritt: Hohe Datenraten bei der Aufzeichnung sowie butterweicher Schnitt dank fehlender Zwischenbildberechnung sind auf den ersten Blick erst einmal tolle Vorteile, die man gerne mitnimmt. Wenn man die Sache jedoch näher betrachtet dann sollten jedem Anwender zumindest ein paar kritische Fragen in den Sinn kommen, wieso und weshalb All-Intra überhaupt ein Vorteil sein soll.
Die Geschichte
Zuallererst ist All-Intra nicht neu, sondern vielmehr ein alter Hut. Die ersten Schnitt- und Kompressionsformate wie DV oder M-JPEG waren allesamt All-Intra. Aber nicht aus Qualitätsgründen, sondern es fehlte schlichtweg die Rechenpower, um auch noch die Unterschiede zwischen den Bildern (also Inter-Frame) für eine effektive Kompression zu nutzen. Das war zu dieser Zeit auch nicht verkehrt, jedoch lief man damit in eine Encoding-Sackgasse. Denn um einzelne Bilder praktisch artefaktfrei zu komprimieren, galten Kompressionsraten von gerade mal 1:3 noch als akzeptabel. So machte man seinerzeit aus einem 20 MB/s Rohdatenstrom ungefähr eine Datenrate von 7 MB/s oder wie man heute sagen würde rund 50 Mbit/s. Wohl gemerkt für SD-Auflösungen. Auch wenn sich die Intraframe-Algorithmen noch seitdem verbessert haben, gibt es (wie beispielsweise bei JPGs auch) einfach eine natürliche Datenraten-Grenze, ab der Artefakte auftauchen müssen.
Um seinerzeit Herr über die enormen Datenraten von hochaufgelöstem Video zu werden, ging man von den intraframe-basierten Aufzeichnungsformaten wie DV auf die INTERframe-Kompression bei Camcordern über. Diese Kompression zwischen einzelnen Bildern war in der Distribution schon durch die DVD und die dahinter stehenden MPEG-Algorithmen bewährt. Und auch wenn es die Skeptiker (allen voran slashCAM selbst) nicht wahrhaben wollten: Durch die Zusammenfassung von Informationen zwischen einzelnen Bildern war mit HDV und später AVCHD plötzlich die 4-5fache Bildinformation in der bisherigen PAL-Datenrate von DV (beides ca 24 Mbit/s) möglich. Und das bei einer Qualität, die kaum mehr Artefakte zeigte als DV. Offensichtlich war die Interframe-Kompression von MPEG2/4 gegenüber der normalen DCT-Einzelbild Kompression also signifikant effizienter. Wir haben seinerzeit Tests gesehen, die zeigten, dass eine FullHD-Aufzeichnung mit M-JPEG 4:2:0 ungefähr eine Datenrate von 20 MB/s ( oder ca. 150 Mbit/s) erforderten um die Qualität von HDV/AVCHD zu treffen.
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 | marcszeglat 14:42 29.03. | | ich erwarte von der cam keine wunder, nur das sie fehlerfrei funktioniert! kann ich von jedem produkt, für das ich geld bezahle, erwarten. wenn eine e...weiterlesen |  | rush 14:38 29.03. | | marcszeglat hat folgendes geschrieben: bei der gh2 war nur der 24p modus vollwertig (sprich mit einigermaßen akzeptablen datenraten) ausgesta...weiterlesen |  | marcszeglat 14:28 29.03. | | stimmt, das mit dem aufwand, spich teuer hard- und software war gestern... heute schneidet man terra x ja schon mit premiere und berechnet dafür dann ...weiterlesen |  | Jott 14:21 29.03. | | marcszeglat hat folgendes geschrieben: sendeanstalten wollen entweder 50i, oder 50p. kinofilme werden entsprechend aufwendig umkodiert.
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