Hohe Lizenzgebühren Laptops von Dell und HP ohne H.265/HEVC-Unterstützung in Hardware?

// 10:14 Sa, 22. Nov 2025von

Käufer aktueller Laptops könnten bei der Videobearbeitung von einer unerwarteten Einschränkung überrascht werden: Wie unter anderem bei Computerbase berichtet wird, liefern die großen PC-Hersteller Dell und Hewlett-Packard (HP) ausgewählte Notebook-Modelle mittlerweile ohne die Fähigkeit aus, Hardware-Codecs für HEVC-Codierung und Decodierung zu nutzen.


Laptops von Dell und HP ohne H.265/HEVC-Unterstützung in Hardware?


Der Grund für diesen Schritt sind offenbar die Lizenzgebühren für den auch als H.265 bekannten Codec. Dieser Standard ist unter anderem für die Wiedergabe von hochauflösenden Videos in 4K- oder sogar 8K-Qualität relevant und kommt nicht nur beim Streamen von Video-Plattformen, sondern auch bei selbst aufgenommenen Videos mit modernen Kameras zum Einsatz. Um die immer noch weiter steigenden Lizenzkosten für HEVC/H.265 einzusparen, können Hersteller die eigentlich in der Hardware vorhandenen Codec-Funktionen offensichtlich deaktivieren.



Für Endkunden bedeutet dies, dass sie bestimmte Videos auf ihren Geräten möglicherweise nicht mehr flüssig abspielen können, weil die CPU dann die Wiedergabe per Software übernehmen muss - was zu ruckelnden Aufnahmen, einer höheren Prozessorauslastung und einem rascheren Akkuverbrauch führen kann. Auch beim Videoschnitt sorgen meistens Hardware-Codecs dafür, dass die Timeline flüssig und ruckelfrei wiedergegeben wird.


Als Anwender merkt man wahrscheinlich erst in der Praxis, ob die Hardware-Codec-Unterstützung deaktiviert wurde, denn die Hersteller machen vor dem Kauf nicht explizit auf das Fehlen der Funktion aufmerksam. Auch ist nicht klar, ob man die Hardware-Codecs eventuell gegen Zahlung einer Update-Gebühr nachträglich noch freischalten kann.



Die teilweise sehr undurchsichtigen Lizenzgebühren von H.264 und H.265 waren in den letzten Jahren immer wieder Thema für diverse Auseinandersetzungen zwischen Herstellern und Patentinhabern. Dies war unter anderem auch der Grund dafür, dass viele Firmen mittlerweile versuchen, H.265 ganz zu meiden und stattdessen auf lizenzfreie Formate wie VP9 oder AV1/AV2 zu setzen. Im Bereich der (semi)professionellen Videografie haben sich diese alternativen Codecs jedoch bis heute nicht etabliert. Als hochqualitativer Ersatz für H.265 10 Bit 4:2:2 lassen sich jedoch oft auch vergleichbare RAW-Formate oder ProRes nutzen.




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