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Workstation PC in einem anderen Raum nutzen. Geht das?



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Frage von Fassbrause:


Hallo allerseits, ich habe da eine Frage.

Ich arbeite vorwiegend mit DaVinci Resolve, betreibe Editing und Color Grading damit und habe dafür einen sehr
guten Workstation PC zusammengebaut. Im Raum neben mir möchte ich hin und wieder auch arbeiten und suche nun nach einem Weg, die "Leistung" meiner Workstation an dem schwächeren Computer nebenan vollständig ausnutzen zu können. Der Computer nebenan im Raum ist nämlich viel zu schwach um damit ordentlich arbeiten zu können.

Für das Bild dachte ich an einen HDMIHDMI im Glossar erklärt Wireless Sender und Empfänger, ich weiss nicht ob ich den Ton, die Eingaben über Tastatur und Maus auch übertragen kann. Ich habe eine Bluetooth Tastatur und eine Wireless Maus, deren Sendekraft wird aber wohl nicht ausreichen.

Der Raum ist praktisch direkt nebenan, aber es sind Wände dazwischen. Gibt es da vielleicht eine Möglichkeit alles irgendwie zusammen zu übertragen? Sozusagen einen Multitalent Sender / Empfänger?

Vielleicht gibt es auch eine Direkt Übertragung durch den Internet Router? Das gibt es, das weiss ich. Ob das in der Praxis aber so funktioniert wie ich mir das vorstelle.... Hat jemand Erfahrungen mit diesem Problem und einen Lösungsvorschlag? Eine Softwareempfehlung?

Habt ihr eine Idee?

Viele Grüße



Antwort von mash_gh4:

es gibt ja jede menge fernsteuersoftware, mit der man rechner in der ferne vollständig kontrolieren kann, sofern nicht ohnehin die betreffenden betribssysteme bereits derartige fähigkeiten von haus aus mitbringen.
aber gerade videoschnitt und grading sind dinge, die sich ganz besonders schlecht mit solchen ansätzen vertragen. die fast unvermeidlichen latenzen und bandbreitenanforderungen wirken sich ausgeprochen einengend aus. nichts desto trotz gibt es ein paar speziallösungen (hw/sw), die genau für diesen einsatzzweck geschaffen wurden. da wird es aber gleicheinmal so teuer, dass du dir besser einen schnellen rechner für nebenan besorgst.



Antwort von dienstag_01:

Oder eben lange Kabel. Eins für Monitor, eins für Tastatur und eins für die Maus ;)





Antwort von thos-berlin:

Ich würde VNC ausprobieren. Da kann man die Oberfläche eines entfernten Rechners per LAN/WLAN steuern. Allerdings weiß ich nicht, wie es mit der Videovorschau aussieht. Vieleicht müsste man da tatsächlich eien HDMI-Sender ausprobieren....



Antwort von mash_gh4:


Ich würde VNC ausprobieren. Da kann man die Oberfläche eines entfernten Rechners per LAN/WLAN steuern. Allerdings weiß ich nicht, wie es mit der Videovorschau aussieht. Vieleicht müsste man da tatsächlich eien HDMI-Sender ausprobieren....

ja VNC ist ein tolle lösung, die sehr einafch funktioniert und tatsächlich auf praktisch allen verschiedenen rechnern funktioniert. es gibt davon auch ein paar erweiterte und beschleunigte ausgaben, die das ganze wesentlich optimierter abwickeln und auch den zugriff auf div. externe ein- und ausgabegeräte (usb, audio...) erlauben. trotzdem, für befriedigenden videoschnitt taugt das eher nicht.

das windows typische RDP, wie es ohnehin vom betriebssystem bereitsgestellt wird, ist hier leider auch nicht wesentlich besser. in der praxis gibt's im zusammenhang mit videobearbeitungsprogrammen auch oft das problem, dass diese ihre grafikausgabe via hardwarebeschleunigtem OpenGL u.ä. auf den schirm malen, was sich im headless betriebsmodus nicht nutzen lässt bzw. auf diese weise nicht getunnelt werden kann. wie gesagt, es gibt jede menge speziallösungen, die all diese hindernisse umgehen bzw. auch dafür umwege anbieten, trotzdem wird's damit schnell einmal sehr kompliziert und auch die einhergehenden clientseitigen anforderungen nehmen damit rasch ausmaße an, dass man dann auch dort wieder ziemliche rechenkapazitäten vorsehen muss.

wirklich interessant finde ich weiterhin NDI, was jetzt weniger eine fernsteuersoftware im sinne der oben genannten beispiele darstellt, sondern vielmehr eine ganz brauchbare möglichkeit, videodatenströme in prores/dnxhr-ähnlicher qualität mit sehr kurzen verzögerungen ohne spezielle videoverkabelung über computernetzwerke zu transportieren. das ist definitiv bereits sehr nahe an dem dran, wohin sich entsprechende lösungen in der studiotechnik bzw. fließenderen übergängen zw. video- und computerinfrastruktur immer mehr entwickeln.



Antwort von markusG:

Hat nicht mal Adobe oder Autodesk sowas in der Entwicklung gehabt? Dass sogar Software a la Maya oder Premiere auf deren Servern läuft und man es nur noch wie ne Webapp ansprechen muss?

HP* hat scheinbar ne lokale Lösung für diesen Anwendungsfall:
https://en.wikipedia.org/wiki/Remote_Graphics_Software

Oder Nvidia mit Grid:
https://www.nvidia.de/grid/

Ob sich das alles lohnt oder ein KVM-Switch samt Verkabelung vlt reicht...hm...:D

*:



Antwort von mash_gh4:


Hat nicht mal Adobe oder Autodesk sowas in der Entwicklung gehabt? Dass sogar Software a la Maya oder Premiere auf deren Servern läuft und man es nur noch wie ne Webapp ansprechen muss?

das können die meisten dieser remote desktop lösungen...

eine ganz interessante, die u.a. natürlich auch derartigen html5 fernzugriff mit audio forwarding u.ä. bietet, ist xpra. das ganze ist zwar hauptsächlich dazu gedacht, grafische anwendungen auf linux servern aus der ferne zu benutzen, erlaubt aber prinzipell auch in die andere richtung den plattformübergreifenden zufgriff auf windows und mac os desktops. im gegensatz zu VNC ist hier auch bspw. indirektes OpenGL rendering, hardwareunterstützte bild- bzw. videokompression auf den nvidia karten und die nutzung von 10bit farbtiefe möglich...



Antwort von Bergspetzl:

ein KVM switch...



Antwort von Fassbrause:

Hey allerseits,

danke schonmal für die Tipps und die Beratung. Ich habe jetzt mal Teamviewer ausprobiert, aber leider ist Bild und Ton asynchron. Deswegen leider für Schnitt bei DaVinci nicht zu gebrauchen. Eigentlich wäre das perfekt. Hat da jemand eine Idee? Einen Tipp wie ich das hinbiegen kann?

xpra habe ich auch schon runtergeladen, kann es aber nicht ausprobieren, da ich nicht verstehe wie ich es einrichten muss oder wie das geht. Habe mir auf der Seite angeschaut, die Anleitung. Kriege es nicht hin. Kann mir das jemand erklären wie ich das einstellen muss?

Beste Grüße,



Antwort von MK:

Selbst wenn die Teamviewer-Verbindung über ein lokales Netzwerk läuft wird die Performance für Videobearbeitung nicht zufriedenstellend sein. Loch in die Wand und per Kabel an den Rechner ist da immer noch die beste Lösung.



Antwort von Valentino:

Die einfachste und wahrscheinlich schnellste Lösung ist es, das Bild über HD-SDI laufen zu lassen und die Maus/Tastatur über die 0815 USB/Cat5e-Wandler anbinden.

HDMI-zu-HDSDI Wandler (und umgekehrt) kosten nicht mehr die Welt und können meist sogar 1200x1920 wandeln. Die UHD-Wandler sind sogar noch ein Tick besser und können meist auch RGBRGB im Glossar erklärt 444@2K wandeln.
Verzögerung sollte knapp unter einem FrameFrame im Glossar erklärt liegen und mit einem SDI-Switch spart man sich auch den KVM-Switch. Gibt auch eine Lösung parallel USB zu switchen.

Bei zwei HD-Monitoren, benötigt man vier Wandler, 100m Koax-Kabel, BNC-Zange und die BNC-Kuplungen.
Sollte mit den MicroConverter von Blackmagic für um die 300 zu realisieren sein. Die brauchen nicht mal ein Netzteil, die USB-Anschlüsse an PC und Monitor sollten zur Stromversorgung völlig ausreichen.

Von den ganzen günstigen HDMI/DP über CAT5a Wandlern kann ich nur abraten, da diese das Bild zur Übertragung komprimieren (meist JPEG), was eine größere Verzögerung und geringe Bildqualität führt.
Dazu wird das Signal noch auf 8bit 420 reduziert, die MicroConverter von Blackmagic "komprimieren" nur auf 422 10Bit.
Erst die besseren bzw. teuren Wandler die über Cat6e oder Fibre laufen taugen was.

Teamview und VNC sind bei Videoschnitt-Software auch bei einem 10Gbit Netzwerk nicht zufriedenstellen, dazu kostet die Software ordentlich Performance, da das Bild meist in Echtzeit in ein sehr stark komprimiertes FormatFormat im Glossar erklärt gewandelt werden muss.



Antwort von Sammy D:


Die einfachste und wahrscheinlich schnellste Lösung ist es, das Bild über HD-SDI laufen zu lassen und die Maus/Tastatur über die 0815 USB/Cat5e-Wandler anbinden.

HDMI-zu-HDSDI Wandler (und umgekehrt) kosten nicht mehr die Welt und können meist sogar 1200x1920 wandeln. Die UHD-Wandler sind sogar noch ein Tick besser und können meist auch RGBRGB im Glossar erklärt 444@2K wandeln.
Verzögerung sollte knapp unter einem FrameFrame im Glossar erklärt liegen und mit einem SDI-Switch spart man sich auch den KVM-Switch. Gibt auch eine Lösung parallel USB zu switchen.

Bei zwei HD-Monitoren, benötigt man vier Wandler, 100m Koax-Kabel, BNC-Zange und die BNC-Kuplungen.
Sollte mit den MicroConverter von Blackmagic für um die 300 zu realisieren sein. Die brauchen nicht mal ein Netzteil, die USB-Anschlüsse an PC und Monitor sollten zur Stromversorgung völlig ausreichen.
...

Die Blackmagic-Teile kosten jetzt weniger als die Haelfte. Zudem gibt es noch den bidirektionalen Micro-Converter fuer um die 70 Euro.

Allerdings bin ich mir unsicher, ob diese zum Dauerbetrieb geeignet sind. Nach einiger Zeit werden die schon sehr heiss...



Antwort von MK:

Oder mit einem HDMI/DVI Repeater und USB Repeater arbeiten... oder halt doch einen KVM-Switch, was ich persönlich immer noch für die preiswerteste und technisch solideste Lösung halte. Um das Loch durch die Wand kommt man bei allen Lösungen wohl nicht drum herum.



Antwort von mash_gh4:


Teamview und VNC sind bei Videoschnitt-Software auch bei einem 10Gbit Netzwerk nicht zufriedenstellen, dazu kostet die Software ordentlich Performance, da das Bild meist in Echtzeit in ein sehr stark komprimiertes FormatFormat im Glossar erklärt gewandelt werden muss.

prinzipiell hast du damit recht, aber es gibt auch ein paar lösungen, die in dieser hinsicht ganz erstaunlich gut optimiert sind. im falle von looking glass, das man verwenden kann, um die videoausgabe virtueller windows maschinen umzuleiten, haben ein paar verrückte gaming-fetischisten das ziemlich weit getrieben. die verzögerungen sind wirklich unglaublich niedrig. allerdings wird dort shared memory zur kommunikation benutzt, was bei umsetzungen übers kabel od. faser, gleich wieder recht teuer wird. :)

https://youtu.be/qPiQR3e81w8?t=185

aber auch das bereits genannte NDI, das ja von grund auf für brauchbare echtzeit videoübertragung in studioqualität über gebräuchliche netzwerkinfrastruktur ausgelegt wurde, bleibt gewöhlich bei unter einem frame verzögerung!



und NDI kann man auch ganz gut benutzen um die darstellung auf computerbildschirmen zu übertragen bzw. auch als inhalt in liveproduktionen zu benutzen.

braucht man also nur noch eine feine lösung, um auch maus und tatstaur bequem übers netz zu sharen. dafür bietet sich synergie ganz wunderbar an!

ich kenn all diese sachen natürlich eher nur aus linux umgebungen bzw. der nutzung virtueller windows machinen, trotzdem könnte ja etwas brauchbares drunter sein...

wobei ich die sache eher so einschätze, dass es in der praxis nicht viel sinn macht, diesen weg zu beschreiten, sondern ein zweiter besserer rechner deutlich befriedigender funktionieren dürfte.




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