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Wie wird man "freier" Cutter



Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen
Zum Original-Thread / Zum Postproduktion allgemein-Forum

Frage von J3llyfi5h:


Hallo zusammen,

Ich könnte Hilfe gebrauchen. Bin gelernte Film und Videoeditorin und auf der Suche nach ner neuen Arbeitsstelle. Nun ist es ja so das es kaum noch feste Stellen sondern nur noch freie gibt. So weit so gut, aber wir wird man frei ? Worauf muss man achten? Für welche Art von frei soll man sich entscheiden. Gbr oder ksk? Wäre schön wenn man mir helfen könnte.

LG Jelly



Antwort von Jott:

Steuerberater mit Medienerfahrung (der dir vorrechnet, was du pro Tag nehmen musst, um zu überleben), Existenzgründer-Seminare etc. - aber doch kein Forenwissen. Ich bitte dich, hier geht es um Weichenstellungen für deine Zukunft.



Antwort von merlinmage:

Erfolgreiche Freelancer zeichnen sich auch meistens dadurch aus, selbstständig zu denken. Damit wäre der Thread hinfällig.





Antwort von klusterdegenerierung:

Cutten und frei sein!



Antwort von Rudolf Max:

@: Erfolgreiche Freelancer zeichnen sich auch meistens dadurch aus, selbstständig zu denken...

Das ist eine gute Aussage... gefällt mir... bringt es auf den Punkt...



Antwort von Alf_300:

.. J3... hat gedacht zund sich u.a.an ein ihrer Meinung nach kompetentes Forum gewandt ;-))



Antwort von soan:

Jelly...wenn du den Beruf erlernt hast kommst du doch sicherlich aus dem entsprechenden Umfeld? Hast mal im Sender gearbeitet, warst bei einigen Firmen um Kundenaufträge zu erledigen etc pp??

Jeder Sender hat seine eigenen Vorgaben: der eine nimmt zb nur Leute per Arbeitnehmerüberlassung, der andere auf Honorbasis. Der dritte auf Karte als geringfügig Beschäftigte und und und.

Kleingewerbe, KSK, Freelancer...das ist ein so umfassendes Feld, da müssen wir schon wissen für WEN du arbeiten möchtest. Mit eigenem Schnittplatz?? Ohne?? Extern bei Firmen sitzen und schneiden??

Deine Anfrage ist sehr allgemein formuliert, da wird es schwer Tipps zu geben ohne sich die Finger wund zu tippen...



Antwort von Kranich:

Das hört sich grad so an, als würdest du direkt nach dem Studium oder Lehre auf die freie Wildbahn gehen. Da kann ich dir aus Erfahrung sagen, das wird sehr schwierig! Da bekommt man vielleicht Low Budget Jobs aber mehr auch nicht.
Heutzutage fragt mich keine sau mehr, was ich gelernt habe, sondern jeder fragt, was habe ich denn schon so geschnitten.
Erfahrung ist alles und (falls das so ist) kann ich dir nur raten, viel Erfahrung zu sammeln, arbeite lieber ein Jahr im Praktikum und schneide was das Zeug hält, am besten viele unterschiedliche Formate.
Mehr Erfahrung + hohe Belastbarkeit + schnelles aber kreatives arbeiten = mehr Kohle :) so ist es zumindest im TV, imagefilm bereich.

Falls das nicht so ist, sorry für die Tipps :)



Antwort von soahC:

Gbr oder KSK ist schonmal eine ziemlich seltsame Frage, die sich so auch eigentlich garnicht stellt. Eine Gbr brauchst du nicht als Freiberuflerin. Ich habe mir meinen Freiberuflerstatus über ein Formular vom Finanzamt einmalig erteilen lassen. Ich weiß nicht wie die anderen das hier machen die auf Rechnung arbeiten. Ich habe da auf jeden Fall vom Finanzamt eine neue Steuernummer bekommen und quasi die "Erlaubnis", ohne eine Gewerbe auf Rechnung arbeiten zu drüfen.

KSK ist eine ganz andere Geschichte, nämlich die der Krankenversicherung. Und ob du zur KSK gehst entscheidest weniger du, als die KSK. Soll heißen, die suchen sich die Leute die Sie aufnehmen gut aus. Du musst Rechnungen, Kontoauszüge etc. vorweisen bei der KSK, damit die die abkaufen auch wirklich erfolgreich freiberuflich tätig zu sein.

Ich weiß auch nicht was du mit "welche Art von frei" meinst? Entweder man ist Freiberufler, Selbstständig mit Gewerbe, Angestellt oder Arbeitslos. Mehr fällt mir da nicht ein.

In München gibt wüsste Ich übrigens eineiges an freien Stellen, je nach Spezialisierung. Allgemein wirst du aber ohne Kontake um Praktika wohl nicht drum rum kommen.



Antwort von J3llyfi5h:

Danke für die hilfreichen Antworten :)

Wozu Praktika wenn ich diese mit 18 schon absolviert hab. Kann ich doch nichts dafür das ich zuvor immer nur fest in Postproduktionen gearbeitet hab. Nun hab ich halt n neues Angebot und dies halt nur auf "freie" Basis.
Der eine erzählt mir er hat ne gbr gegründet, der nächste er arbeitet auf Künstlerbasis. Also tschuldigung das ist ganz schön verwirrend Vorallem wenn der zukünftige Arbeitgeber es einem frei lässt.

Tut mir ja echt leid wenn ich einigen hier auf dem Schlips trete, aber Ihr habt auch mal so angefangen.

Und nein ich musste vorher noch nie zwischen durch bei anderen Firmen schneiden ....



Antwort von soahC:

Wie gesagt, wenn die Kontakte schon da sind, kannst du dir die Praktika natürlich sparen.
Ich persönlich würde kein Gewerbe anmelden, solange Ich es aus irgendeinem Grund nicht zwingend muss. Man hat da einfach keine (mir bekannten) Vorteile gegenüber der klassischen freien Tätigkeit.
Du solltest allerdings deine Überlegung auch nicht auf den einen Arbeitgeber ausrichten, von dem du das Angebot hast. Denn nur für einen Auftraggeber arbeiten wäre ja schon wieder eine Scheinselbstständigkeit.



Antwort von Pianist:

Man muss sich sowieso fragen, ob ein Cutter / eine Cutterin überhaupt selbständig tätig sein kann, oder ob da die Weisungsgebundenheit im Vordergrund steht. Vermutlich wird es sich in den meisten Fällen um eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit handeln.

Matthias



Antwort von kmw:

http://www.mediengestalter.info/forum/4 ... 136-1.html

Lies Dir vielleicht das hier mal durch...



Antwort von soan:

Danke für die hilfreichen Antworten :)

Wozu Praktika wenn ich diese mit 18 schon absolviert hab. Kann ich doch nichts dafür das ich zuvor immer nur fest in Postproduktionen gearbeitet hab. Nun hab ich halt n neues Angebot und dies halt nur auf "freie" Basis.
Der eine erzählt mir er hat ne gbr gegründet, der nächste er arbeitet auf Künstlerbasis. Also tschuldigung das ist ganz schön verwirrend Vorallem wenn der zukünftige Arbeitgeber es einem frei lässt.

Tut mir ja echt leid wenn ich einigen hier auf dem Schlips trete, aber Ihr habt auch mal so angefangen.

Und nein ich musste vorher noch nie zwischen durch bei anderen Firmen schneiden ....

...und noch immer kommen keine dataillierten Informationen über deine Vorhaben. Frag doch einfach die beiden Personen über ihren Werdegang und warum sie sich für dieses Modell entschieden haben.

Woher sollen wir wissen das du mit 18 Praktika gemacht hast?? Woher sollen wir deine Referenzen kennen?? Woher sollen wir wissen das du in Produktionsfirmen geschnitten hast??? Einfach mal so ne Frage ins Forum werfen ohne Hintergrund-Infos...wie soll man da bitte sinnvolle Hinweise geben??



Antwort von J3llyfi5h:

Ich denke nicht, dass es unbedingt von Nöten ist, dass hier jeder jedem seine Vita aufs Brot schmiert. Nur damit man endlich einen Durchblick durch diesen komplexen "freien Cutter" Dshungel bekommt.

Das ist genauso wie beim Gehalt - über Geld spricht man nicht.

Da mir ja durchaus bereits weiter geholfen wurde, sehe ich auch keinen Grund mehr hier unnötig weiter zu diskutieren wieso man nicht alle Infos öffentlich preisgibt. ...



Antwort von BigBen:

Also mir stellt sich das eher so dar, das du gerade aus dem Praktikum kommst, deine "feste" Beschäftigung war eben genau diese.
Jetzt willste auch mal Geld, und das geht bei deiner jetzigen Firma nicht, warum auch immer.
Für nen ahnunglosen Anfänger riskierst du, vor allem auf der Suche nach Hilfe, schon ne dicke Lippe. Ob du mit der dreisten Taktik gut fahren wirst, wird sich zeigen.



Antwort von Jens1967:


Tut mir ja echt leid wenn ich einigen hier auf dem Schlips trete, aber Ihr habt auch mal so angefangen.

Nein, ich habe mir meine berufliche Zukunft nicht gegoogelt oder in Foren zusammengestümpert.



Antwort von zwiebel:

Mir gehen diese vollkommen überflüssigen (klusterdegenerierung), pampigen (merlinmage) und teilweise auch noch falschen (Pianist) Antworten in diesem Forum hier manchmal so dermaßen auf den Wecker.
Sie hat höflich um Hilfe gebeten. Warum halten die, die (aufgrund offensichtlich mangelnden Wissens) nicht helfen können, nicht einfach den Rand? Weniger Spam im Forum wäre toll. Und vielleicht lernen sie ja auch noch was, wenn sie leise mitlesen. Ich würde es ihnen wünschen.

Da stehen aber auch, Gott sei Dank, ein paar sehr gute und wichtige Tipps in den Antworten unten.
Die meisten Cutter arbeiten natürlich nicht weisungsgebunden. Sonst gäbe es keinen so riesigen Pool an freien Editoren. Arbeitsplatz und Zeit werden in der Praxis natürlich oft vorgegeben, aber wie weit man sich daran hält ist Verhandlungssache.
Eine GbR (oder gar GmbH) musst Du hoffentlich nicht direkt gründen. Ich arbeite seit 2001 auch als freier Cutter, hauptsächlich fürs Fernsehen, und bin bisher auch als "gewöhnlicher Freiberufler" sehr gut durchgekommen. Ohne KSK-Mitgliedschaft wird es schwer. Vermutlich unmöglich. Projekte bei denen der Auftraggeber will, dass ich eine Berufshaftpflicht oder GmbH habe, sage ich einfach ab. Oder lasse mich für einige Wochen auf Lohnsteuerkarte anstellen, sofern das Gehalt stimmt.

Über Geld sollte man übrigens sehr wohl sprechen! Gerade für Dich, als "neue" freie Cutterin sollte es enorm wichtig sein zu wissen, was Du in Deiner Stadt und Branche auf die Rechnung schreiben kannst. Es ist nicht nur in Deinem Interesse, dass Du hoch genug ansetzt, sondern auch für alle Deine freien Kollegen. Ich bin regelmäßig schockiert, wenn ich höre, für welch Schleuderpreise sich neue Cutter auf dem Markt anbieten. Es sind immer die gelernten Mediengestalter, die glauben, dass 2000€ im Monat (Festanstellung) oder 180€ am Tag (Rechnung) ein angemessenes Gehalt wären. Das wäre jeweils die Hälfte von dem, was ich als absolutes Minimum berechne. Für 8 bis max 9 Stunden pro Tag. Als Freiberufler MUSST Du von Deiner Gage GEWINNE erwirtschaften. Nicht nur ein Einkommen, von dem Du den aktuellen Monat leben kannst. Das vergessen viele junge Kollegen.

Lade wirklich mal einen Cutterkollegen/kollegin auf ein paar Kaffees oder Bier ein, um in Ruhe all Deine Fragen zu klären und Dich in Dingen beraten zu lassen, an die Du vielleicht noch gar nicht gedacht hast. Das Thema ist wirklich komplex und zu wichtig, als dass Dir da Forenwissen genügen darf.
Falls Du tatsächlich noch keine verlässlichen Kontakte zu anderen freien Cuttern haben solltest, würde ich es vielleicht mal über http://www.bfs-filmeditor.de/ probieren. Viel Erfolg!



Antwort von cantsin:

Nein, ich habe mir meine berufliche Zukunft nicht gegoogelt oder in Foren zusammengestümpert.

Und wenn Du immer noch ***XXX von admin gelöscht, bitte nicht persönlich werden*** würde ich mich mit solchen Aussagen nicht aus dem Fenster lehnen.



Antwort von kundesbanzler:

Die meisten Cutter arbeiten natürlich nicht weisungsgebunden. Sonst gäbe es keinen so riesigen Pool an freien Editoren.
Dass die alle"natürlich nicht weisungsgebunden" arbeiten ist eine mögliche Erklärung, dass allesamt scheinselbstständig sind die andere und evtl. plausiblere. Gleitzeit und Telearbeit o.ä. gibts auch bei abhängigen Beschäftigten, das macht noch keine Selbstständigkeit. Wenn du anderen falsche Aussagen vorwirfst, solltest du dir erstmal Mühe geben, nicht zwei widersprüchliche Sätze direkt aneinanderzureihen.

Man kann sich definitiv darüber streiten, ob die Sozialgesetzgebung überholungsbedürftig ist, aber wenn ein Cutter an einem zugewiesenen Arbeitsplatz ein festgelegtes Zeitpensum abarbeitet - sei es auch flexibel einteilbar, dann ist nach aktueller Gesetzeslage kaum zu argumentieren, dass er dabei einer selbstständigen Tätigkeit nachgeht. Irgendwelche Feigenblatt-Formulierungen in den Verträgen, die sowieso nicht der Wahrheit entsprechen, ändern daran auch nichts.



Antwort von soahC:

Also Ich kann nur sagen dass bei mr sowohl das Finanzamt, als auch die KSK der Meinung waren, dass ich eine selbstständige Tätigkeit ausübe. Kommt vielleicht auch darauf an was man schneidet, bzw. wie man seinen Beruf angibt. Cutter dürfte wohl schwerer angenommen werden als Videoproduzent oder ähnliches. Probleme dürfte man damit nicht bekommen, denn ein Cutter produziert ja Videos. Und wirklich ausschließlich schneiden tut ja auch kaum jemand. Sobald du Grafiken einfügst ist das ja schon wieder eine zusätzliche Tätigkeit.

Ausserdem kommt es ja eher darauf an, wieviel von dem fertigen Produkt die eigene geisitge Leistung des Cutters ist, und nicht, wo oder wie lange jemand sitzt. Wenn du nur neben einem Regisseur sitzt und das tust was er sagt, ist deine eigene Leistung geringer, als wenn du dir Material und ein Briefing abholst und den Rest selbst erledigst.



Antwort von kundesbanzler:

Weder das Finanzamt noch die KSK überprüfen (jeweils bei der Anmeldung), ob du tatsächlich selbstständig arbeitest, das können sie anhand der wenigen Informationen auch gar nicht feststellen. Die Überprüfung macht die Rentenversicherung, und zwar in langwierigen Feststellungsverfahren - was durchaus auch fragwürdige Züge hat.



Antwort von Jott:

Korrekt.

Folgendes ist unbedingt zu klären, und zwar beim kompetenten Steuerberater:

- Gefahr der Scheinselbständigkeit
- Gefahr der Wertung als weisungsgebundene Tätigkeit
- Anerkennung als Freiberufler vs. Gewerbeanmeldung
- Krankenversicherung: Abwägung Kasse gegen privat
- Notwendigkeit anderer Versicherungen
- Planung Altersvorsorge, auch unter steuerlichen Gesichtspunkten
- KSK: Vor- und Nachteile erläutern lassen, auch auf lange Sicht (vom Fachmann!!!)
- Auflagen Buchhaltung, korrektes Ausstellen von Rechnungen
- Steuerliche Aspekte zum Thema Mobilität (Auto)

Das alles lässt sich nicht ohne den exakten persönlichen Hintergrund klären. Deswegen ist der Versuch, sich im Web/in Foren schlau zu machen, komplett daneben und ggf. sogar brandgefährlich. Selbständige haben es in Deutschland mit einem unscharfen Regel- und Gesetzeswust und bürokratischem Dickicht zu tun, das ohne fachliche Hilfe eigentlich nicht zu meistern ist.

Derzeit wird bei Betriebsprüfungen besonders intensiv nach Scheinselbständigen und/oder weisungsgebundenen "Freien" in der Medienbranche gesucht.



Antwort von kundesbanzler:

Bevor man anfängt, irgendwem das Geld in den Rachen zu werfen, das man noch gar nicht verdient hat, gibt es zum Glück noch andere Anlaufpunkte für Informationen als irgendwelche Webforen. Die örtliche IHK wäre zum Beispiel eine Idee.

Ist auch ein Stück weit die Frage, ob man die Profiteure und Begünstiger der rechtsunsicheren Strukturen von vorneherein befeuern will.



Antwort von soahC:

Weder das Finanzamt noch die KSK überprüfen (jeweils bei der Anmeldung), ob du tatsächlich selbstständig arbeitest, das können sie anhand der wenigen Informationen auch gar nicht feststellen. Die Überprüfung macht die Rentenversicherung, und zwar in langwierigen Feststellungsverfahren - was durchaus auch fragwürdige Züge hat.

Also Ich spreche von diesem Formular hier:
https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form ... DD46FD0FA6

Und wenn das Finazamt den Fragebogen positiv prüft, heißt das für mich, dass der Beruf des Cutters grundsätzlich für eine freiberufliche Tätigkeit qualifiziert ist. Ob du danach dann Scheinselbstständig arbeitest oder nicht, ist ja unerheblich. Es ging ja darum ob ein Cutter grundsätzlich überhaupt Freiberufler sein kann.



Antwort von kundesbanzler:

Es ging ja darum ob ein Cutter grundsätzlich überhaupt Freiberufler sein kann.
Das hat auch niemand hier angezweifelt.

Wenn jemand einen eigenen Schnittplatz hat, dort Material angeliefert bekommt und geschnittene Filme abgibt, dann kann man dabei sicherlich von einer selbstständigen Tätigkeit ausgehen. Anders ist es aber im oben skizzierten Szenario.

Auch Pianist hat lediglich von den "meisten Fällen" geredet und liegt damit erfahrungsgemäß nicht falsch.



Antwort von soahC:

Ich bezog mich da auf diesen Satz von dir:
"Dass die alle"natürlich nicht weisungsgebunden" arbeiten ist eine mögliche Erklärung, dass allesamt scheinselbstständig sind die andere und evtl. plausiblere."
Ich habe das so verstanden, dass du gernerell bezweifelst dass ein Cutter tatsächlich Freiberufler (im rechtrlichen Sinne) sein kann.



Antwort von kundesbanzler:

Der Satz steht aber im Kontext: "Arbeitsplatz und Zeit werden in der Praxis natürlich oft vorgegeben "

Wenn das der Fall ist kann man mit recht großer Sicherheit von Scheinselbstständigkeit ausgehen.



Antwort von soahC:

Finde Ich trotzdem nicht. Agenturen buchen doch ständig Leute hinzu, um Projektspitzen abzufangen. Dann wird eventuell auch mal vor Ort geschnitten, aber die Leute sind doch deswegen nicht Weisungsgebundener als wenn Sie zu Hause sitzen würden.
Und was heißt eigentlich Zeit vorgeben? Ab wann ist es denn zu viel Anweisung für eine Selbstständigkeit? Wenn man sagt es muss bis morgen fertig sein, oder in einer Woche, oder man hat 8 Stunden Anwesenheitszeit?

Glaubt ihr es gibt wirklich mehr Freiberufliche Editoren, die ständig nur für den selben Kunden gebucht sind (was ja dann für die Scheinselbstständigkeit sprechen würde), oder eher mehr die die Kunden wechseln?



Antwort von kundesbanzler:

Leider ist es mit Gesetzen in aller Regel so, dass recht egal ist, wie man persönlich etwas findet.

Und nur weil es viele Scheinselbstständige gibt, macht die das nicht weniger scheinselbstständig. Aber es ist evtl. ein Hinweis darauf, dass die Gesetzgebung kaputt ist.



Antwort von soahC:

Du hast damit angefangen etwas zu "finden", indem du pauschal behauptest dass die allesamt Scheinselbstständig wären. Gibt es dafür eine Quelle?
Vielleicht definieren wir erstmal Scheinselbstständigkeit. Auf Wiki stehen dazu folgende Punkte:

- im Wesentlichen und auf Dauer – rund fünf Sechstel des Umsatzes – wird für einen Auftraggeber gehandelt

- der Selbständige beschäftigt keine sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter

- der Auftraggeber lässt entsprechende Tätigkeiten regelmäßig durch seine nichtselbständigen Arbeitnehmer verrichten

- der Selbständige lässt keine unternehmertypischen Merkmale erkennen

- die Tätigkeit entspricht ihrem äußeren Erscheinungsbild nach der Tätigkeit, die vorher für denselben Auftraggeber in einem Beschäftigungsverhältnis ausgeübt wurde

https://de.wikipedia.org/wiki/Scheinsel ... A4ndigkeit

Jetzt muss man auch nochmal zwischen Selbstständiglkeit und Freiberufler entscheiden. Kann ein Freiberufler überhaupt sozialversicherungspflichtig Mitarbeiter anstellen?

Ausschlaggebend ist für mich hier ohnehin der Erste Punkt. Wer fünf Sechstel seines Umsatzes bei einem Auftraggeber macht, ist vermutlich tatsächlich eher ein Angestellter des Auftraggebers. Passieren kann sowas allerdings trotzdem mal.

Wenn man jetzt noch bedenkt dass dieses Gesetzt eigentlich den Freiberufler schützen soll, wird es noch absurder.



Antwort von Jott:

Kann ein Freiberufler überhaupt sozialversicherungspflichtig Mitarbeiter anstellen?

Klar, so viel er will. Typische Freiberufler sind Anwälte, Ingenieure, Ärzte ... die füllen gerne mal ganze Stockwerke mit Mitarbeitern. Ich selbst laufe auch unter Freiberufler und habe Angestellte.



Antwort von soahC:

Ah ja, das stimmt natürlich.Danke für den Hinweis



Antwort von thsbln:

Hallo zusammen,

Ich könnte Hilfe gebrauchen. Bin gelernte Film und Videoeditorin und auf der Suche nach ner neuen Arbeitsstelle. Nun ist es ja so das es kaum noch feste Stellen sondern nur noch freie gibt. So weit so gut, aber wir wird man frei ? Worauf muss man achten? Für welche Art von frei soll man sich entscheiden. Gbr oder ksk? Wäre schön wenn man mir helfen könnte.

LG Jelly

http://forum.slashcam.de/suche-guten-fr ... bfa#813875



Antwort von Pianist:

Mir gehen diese vollkommen überflüssigen (klusterdegenerierung), pampigen (merlinmage) und teilweise auch noch falschen (Pianist) Antworten in diesem Forum hier manchmal so dermaßen auf den Wecker.
Was genau findest Du denn an meiner Antwort falsch? Du hast doch selbst beschrieben, wie es sich bei Dir verhält, und dass Du teilweise auch "auf Produktionsdauer beschäftigt" wirst. Bei Arbeit auf Rechnung hätte übrigens nie der Cutter (der vielleicht in Wirklichkeit Arbeitnehmer wäre) das Problem, sondern einzig und allein der Auftraggeber, der möglicherweise Sozialabgaben hinterzieht.

Cutter dürfte wohl schwerer angenommen werden als Videoproduzent oder ähnliches.
Mein Finanzamt ist zum Beispiel der Meinung, dass es sich bei der Produktion von Filmen um eine gewerbliche Tätigkeit handelt, auch wenn man selbst dreht, schneidet, textet und spricht. Meine Auftraggeber halten das für eine künstlerische Leistung und führen daher die Künstlersozialabgabe für mich ab. Ich dagegen zahle seit 20 Jahren Gewerbesteuer und IHK-Beitrag.

Matthias

Matthias



Antwort von zwiebel:

Bei Arbeit auf Rechnung hätte übrigens nie der Cutter (der vielleicht in Wirklichkeit Arbeitnehmer wäre) das Problem, sondern einzig und allein der Auftraggeber, der möglicherweise Sozialabgaben hinterzieht.
Absolut. Aus dem Grund werden auch in den letzten Jahren selbst mittelständische und kleine Produktionsfirmen bei dem Thema sehr sensibel. Auch sie werden vermehrt von der Rentenversicherung geprüft. Deshalb ist der Nachweis der KSK-Mitgliedschaft auch schon einige Zeit Voraussetzung, um überhaupt noch als Cutter auf Rechnung gebucht zu werden. Oder natürlich eine Statusfeststellung (V027) der Rentenversicherung des Bundes, womit ich mich aber null auskenne.

Cutter dürfte wohl schwerer angenommen werden als Videoproduzent oder ähnliches.
Videoproduzent ist natürlich ein sehr schwammiger Begriff. Cutter dagegen schon klarer definiert. Auch wenn die Tätigkeiten da natürlich enorm unterschiedlich sind. Von ganz klar weisungsgebundener Arbeit bis zu völligen Kreativen Verantwortung ist da ja alles dabei.
Davon abgesehen werden, so weit ich weiß, Cutter seit einiger Zeit explizit auf der Liste der Berufe geführt, welche in die KSK kommen können.



Antwort von soan:

Der Auftraggeber muss auch KSK-Beiträge zahlen wenn der Auftragnehmer NICHT in der KSK ist. Verrückt oder? Hab ich mal gelesen.

Davon abgesehen werden, so weit ich weiß, Cutter seit einiger Zeit explizit auf der Liste der Berufe geführt, welche in die KSK kommen können.

Leider falsch, für "uns" in Frage käme:

darstellend
D07 Regisseur, Filmemacher, Choreograph
D11 künstlerisch - technischer Mitarbeiter in der darstellenden Kunst
D19 ähnliche selbstständige künsterlische Tätigkeit im Bereich darstellende Kunst

bildend/ Design
B06 Videokünstler
B19 ähnliche selbstständige künsterlische Tätigkeit im Bereich bildende Kunst

Wort
W02 Autor für Bühne, Film, Funk und Fernsehen



Antwort von Jott:

Der Auftraggeber muss auch KSK-Beiträge zahlen wenn der Auftragnehmer NICHT in der KSK ist. Verrückt oder? Hab ich mal gelesen

Klar ist das so, außer wenn der Auftragnehmer eine Kapitelgesellschaft ist (dazu gab es schon schöne Threads). Und das mit den Berufen und alles andere ist fein säuberlich auf der einzigen verlässlichen Quelle gelistet: www.kuenstlersozialkasse.de

Wer mit denen etwas zu tun haben will oder muss, ist dort bestens aufgehoben.



Antwort von kundesbanzler:

Mir ist unbegreiflich, wie hier einige Leute sich als die größten Experten in einem Gebiet aufspielen und in den Folgeposts durchscheinen lassen, dass ihr Wissen selbst in den elementarsten Details nur aus Mutmaßungen und Hörensagen besteht und nie die fünf Minuten Zeit investiert wurden, die entsprechenden Sachverhalte auf den offiziellen Informationsquellen nachzulesen.



Antwort von soan:

Mir ist unbegreiflich, wie hier einige Leute sich als die größten Experten in einem Gebiet aufspielen und in den Folgeposts durchscheinen lassen, dass ihr Wissen selbst in den elementarsten Details nur aus Mutmaßungen und Hörensagen besteht und nie die fünf Minuten Zeit investiert wurden, die entsprechenden Sachverhalte auf den offiziellen Informationsquellen nachzulesen.

Ist das eine formulierte Standard-Antwort?? Die passt nämlich in jedes X-beliebige Forum zu jedem Thread und ist das direkte Gegenteil von "konkret" :-) . Welche Aussagen welcher User sprichst du an?



Antwort von kundesbanzler:

Um mal zu dem Punkt zurückzukehren, wo ich hier ausgestiegen bin. Ich hätte mich gern noch ein wenig über die (Schein)-Selbstständigkeit von Cuttern unterhalten, aber der Post von soahC hat eine derart eklatante Unkenntnis bzw. ein Fehlverständnis der Unterscheidung von selbstständiger und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung offenbart und auch den Unwillen, sich diesbezüglich bei den Primärquellen zu informieren, dass es mir zu mühsam ist, die Wissenslücken aufzuarbeiten.

Dementsprechend wurde auch der Wikipedia-Eintrag und vor allem die zitierte Liste grundlegend missverstanden. Anders als angenommen handelt sich hier nicht um die Definition von Scheinselbstständigkeit oder Unterscheidungskriterien von selbstständig und abhängig Beschäftigten, sondern es war eine Aufzählung von Hinweisen, die eine Scheinselbstständigkeit vermuten lassen. Dementsprechend sind es eher oberflächliche, von den Behörden von außen recht einfach einzuschätzenden Einteilungen, etwa um eine Prüfung der tatsächlichen Arbeitsverhältnisse zu veranlassen. Die zwingenden Kriterien sind aber ganz andere und kann man vereinfacht auf der Seite der Rentenversicherung nachlesen, wenn man nicht in die Gesetzestexte schauen will: http://www.deutsche-rentenversicherung. ... geber.html

Folglich ist auch die als Wissen getarnte Vermutung, dass die Menge bzw. der Wechsel der Auftrag- (bzw. letztlich Arbeit)geber für Selbstständigkeit entscheidend ist, vollkommen falsch. Es kann sein, dass eine Person im Jahr für einen Auftraggeber tätig ist und gesetzlich als selbstständig durchgeht, während eine andere für fünfzig verschiedene tätig ist und dabei aufgrund der Arbeitsverhältnisse als scheinselbstständig anzusehen ist.

Aber darüber hinaus trifft man in fast jedem Post auf Sätze, die jeden mit dem Kopf schütteln lassen, der sich mal einen halben Tag mit der Thematik beschäftigt hat.
"zwischen Selbstständiglkeit und Freiberufler entscheiden"
"Kann ein Freiberufler überhaupt sozialversicherungspflichtig Mitarbeiter anstellen? "
"Deshalb ist der Nachweis der KSK-Mitgliedschaft auch schon einige Zeit Voraussetzung, um überhaupt noch als Cutter auf Rechnung gebucht zu werden."
"Davon abgesehen werden, so weit ich weiß, Cutter seit einiger Zeit explizit auf der Liste der Berufe geführt, welche in die KSK kommen können."
"Der Auftraggeber muss auch KSK-Beiträge zahlen wenn der Auftragnehmer NICHT in der KSK ist. Verrückt oder?"



Antwort von TaoTao:

Um mal zu dem Punkt zurückzukehren, wo ich hier ausgestiegen bin. Ich hätte mich gern noch ein wenig über die (Schein)-Selbstständigkeit von Cuttern unterhalten, aber der Post von soahC hat eine derart eklatante Unkenntnis bzw. ein Fehlverständnis der Unterscheidung von selbstständiger und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung offenbart und auch den Unwillen, sich diesbezüglich bei den Primärquellen zu informieren, dass es mir zu mühsam ist, die Wissenslücken aufzuarbeiten.

Dementsprechend wurde auch der Wikipedia-Eintrag und vor allem die zitierte Liste grundlegend missverstanden. Anders als angenommen handelt sich hier nicht um die Definition von Scheinselbstständigkeit oder Unterscheidungskriterien von selbstständig und abhängig Beschäftigten, sondern es war eine Aufzählung von Hinweisen, die eine Scheinselbstständigkeit vermuten lassen. Dementsprechend sind es eher oberflächliche, von den Behörden von außen recht einfach einzuschätzenden Einteilungen, etwa um eine Prüfung der tatsächlichen Arbeitsverhältnisse zu veranlassen. Die zwingenden Kriterien sind aber ganz andere und kann man vereinfacht auf der Seite der Rentenversicherung nachlesen, wenn man nicht in die Gesetzestexte schauen will: http://www.deutsche-rentenversicherung. ... geber.html

Folglich ist auch die als Wissen getarnte Vermutung, dass die Menge bzw. der Wechsel der Auftrag- (bzw. letztlich Arbeit)geber für Selbstständigkeit entscheidend ist, vollkommen falsch. Es kann sein, dass eine Person im Jahr für einen Auftraggeber tätig ist und gesetzlich als selbstständig durchgeht, während eine andere für fünfzig verschiedene tätig ist und dabei aufgrund der Arbeitsverhältnisse als scheinselbstständig anzusehen ist.

Aber darüber hinaus trifft man in fast jedem Post auf Sätze, die jeden mit dem Kopf schütteln lassen, der sich mal einen halben Tag mit der Thematik beschäftigt hat.
"zwischen Selbstständiglkeit und Freiberufler entscheiden"
"Kann ein Freiberufler überhaupt sozialversicherungspflichtig Mitarbeiter anstellen? "
"Deshalb ist der Nachweis der KSK-Mitgliedschaft auch schon einige Zeit Voraussetzung, um überhaupt noch als Cutter auf Rechnung gebucht zu werden."
"Davon abgesehen werden, so weit ich weiß, Cutter seit einiger Zeit explizit auf der Liste der Berufe geführt, welche in die KSK kommen können."
"Der Auftraggeber muss auch KSK-Beiträge zahlen wenn der Auftragnehmer NICHT in der KSK ist. Verrückt oder?"

Mir ist unbegreiflich, wie hier einige Leute sich als die größten Experten in einem Gebiet aufspielen und in den Folgeposts durchscheinen lassen, dass ihr Wissen selbst in den elementarsten Details nur aus Mutmaßungen und Hörensagen besteht und nie die fünf Minuten Zeit investiert wurden, die entsprechenden Sachverhalte auf den offiziellen Informationsquellen nachzulesen.



Antwort von kundesbanzler:

Mir ist unbegreiflich, wie hier einige Leute sich als die größten Experten in einem Gebiet aufspielen und in den Folgeposts durchscheinen lassen, dass ihr Wissen selbst in den elementarsten Details nur aus Mutmaßungen und Hörensagen besteht und nie die fünf Minuten Zeit investiert wurden, die entsprechenden Sachverhalte auf den offiziellen Informationsquellen nachzulesen.
Ist das eine formulierte Standard-Antwort?? Die passt nämlich in jedes X-beliebige Forum zu jedem Thread und ist das direkte Gegenteil von "konkret" :-) . Welche Aussagen welcher User sprichst du an?



Antwort von soan:

Komplett einverstanden...

bis auf :-)

"Der Auftraggeber muss auch KSK-Beiträge zahlen wenn der Auftragnehmer NICHT in der KSK ist. Verrückt oder?"

Ich finde es geradezu grotesk das ein Auftraggeber (zb eine Schule, sofern nach Prüfung KSK-Abgabepflichtig) für einen freischaffenden Künstler (zb Bildhauer) KSK-Abgaben zahlen MUSS obwohl dieser NICHT in der KSK ist.

Denn er
- geht einer selbstständigen künstlerischen Tätigkeit nach
- macht dieses im Beispiel regelmässig (zb einmal im Monat etwas umgestalten)

Beispiel:
Du bist freiberuflicher Filmschaffender, freiwillig privat krankenversichert. Ein Autohaus bucht dich regelmässig (einmal pro Monat) um aktuelle Fahrzeug-Clips zu erstellen. Dieses Autohaus MUSS KSK Abgaben leisten.

Ich finde das ist durchaus erwähnenswert...was genau an meiner Aussage (s.o.) stört dich also???



Antwort von soan:

Mir ist unbegreiflich, wie hier einige Leute sich als die größten Experten in einem Gebiet aufspielen und in den Folgeposts durchscheinen lassen, dass ihr Wissen selbst in den elementarsten Details nur aus Mutmaßungen und Hörensagen besteht und nie die fünf Minuten Zeit investiert wurden, die entsprechenden Sachverhalte auf den offiziellen Informationsquellen nachzulesen.
Ist das eine formulierte Standard-Antwort?? Die passt nämlich in jedes X-beliebige Forum zu jedem Thread und ist das direkte Gegenteil von "konkret" :-) . Welche Aussagen welcher User sprichst du an?

Ich würde sagen er hat DICH ganz vorblidlich angesprochen, mit entsprechendem Zitat. So ist recht :-)



Antwort von Rick SSon:

Komplett einverstanden...

bis auf :-)

"Der Auftraggeber muss auch KSK-Beiträge zahlen wenn der Auftragnehmer NICHT in der KSK ist. Verrückt oder?"

Ich finde es geradezu grotesk das ein Auftraggeber (zb eine Schule, sofern nach Prüfung KSK-Abgabepflichtig) für einen freischaffenden Künstler (zb Bildhauer) KSK-Abgaben zahlen MUSS obwohl dieser NICHT in der KSK ist.

Denn er
- geht einer selbstständigen künstlerischen Tätigkeit nach
- macht dieses im Beispiel regelmässig (zb einmal im Monat etwas umgestalten)

Beispiel:
Du bist freiberuflicher Filmschaffender, freiwillig privat krankenversichert. Ein Autohaus bucht dich regelmässig (einmal pro Monat) um aktuelle Fahrzeug-Clips zu erstellen. Dieses Autohaus MUSS KSK Abgaben leisten.

Ich finde das ist durchaus erwähnenswert...was genau an meiner Aussage (s.o.) stört dich also???

So finanziert sich die KSK. Aus den Freiberuflern, die nicht drin sind ;-)



Antwort von kundesbanzler:

Ich würde sagen er hat DICH ganz vorblidlich angesprochen, mit entsprechendem Zitat. So ist recht :-)
Ich würde sagen, er hat gar nichts konkret angesprochen, sondern lediglich ein TaoTao typisches Trollkunstwerk angelegt und ich habe versucht, im Rahmen der vorgegebenen Ästhetik darauf einzugehen. :-)



Antwort von TaoTao:

soan hatte absolut recht, der Satz liest sich so als wenn Du ihn in Word abgespeichert hast und ihn einfach bei passender Gelegenheit rausknallst, denn tatsächlich passt er, vor allem hier, ziemlich oft.

Wie ein goldener Dietrich, schön anzusehen und passt überall....und der gehört nun mir <3



Antwort von kundesbanzler:

Du machst mich ganz verlegen. Wenn das in der Forenkommunikation des 21. Jhds keine hohe Ehre ist, dann weiß ich nicht was sonst.



Antwort von Pianist:

Ich finde es geradezu grotesk das ein Auftraggeber (zb eine Schule, sofern nach Prüfung KSK-Abgabepflichtig) für einen freischaffenden Künstler (zb Bildhauer) KSK-Abgaben zahlen MUSS obwohl dieser NICHT in der KSK ist.
Ursprünglich war es so, dass die Abgabepflicht an die Mitgliedschaft gekoppelt war. Bereits Anfang der 80er Jahre hat das BVerfG aber entschieden, dass dadurch die Mitglieder benachteiligt werden, weil sie vielleicht deshalb weniger Aufträge bekommen. Damit wäre die Berufsfreiheit verletzt. Seitdem ist die Abgabepflicht von der Mitgliedschaft abgekoppelt.

Matthias



Antwort von soan:

Ich finde es geradezu grotesk das ein Auftraggeber (zb eine Schule, sofern nach Prüfung KSK-Abgabepflichtig) für einen freischaffenden Künstler (zb Bildhauer) KSK-Abgaben zahlen MUSS obwohl dieser NICHT in der KSK ist.
Ursprünglich war es so, dass die Abgabepflicht an die Mitgliedschaft gekoppelt war. Bereits Anfang der 80er Jahre hat das BVerfG aber entschieden, dass dadurch die Mitglieder benachteiligt werden, weil sie vielleicht deshalb weniger Aufträge bekommen. Damit wäre die Berufsfreiheit verletzt. Seitdem ist die Abgabepflicht von der Mitgliedschaft abgekoppelt.

Matthias

DAS ist mal eine interessante Info. Leuchtet ein. Danke.



Antwort von zwiebel:

Der Auftraggeber muss auch KSK-Beiträge zahlen wenn der Auftragnehmer NICHT in der KSK ist. Verrückt oder? Hab ich mal gelesen.

Davon abgesehen werden, so weit ich weiß, Cutter seit einiger Zeit explizit auf der Liste der Berufe geführt, welche in die KSK kommen können.

Leider falsch, ...

Schau bitte mal unter C wie Cutter ;)
http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeu ... e_2015.pdf

"Deshalb ist der Nachweis der KSK-Mitgliedschaft auch schon einige Zeit Voraussetzung, um überhaupt noch als Cutter auf Rechnung gebucht zu werden."
Das habe ich in der Tat nicht eindeutig formuliert. Selbstverständlich ist sie KEINE offizielle Voraussetzung.
Es ist nur meine persönliche (!) Erfahrung, aber ich habe seit Jahren keinen Job mehr angenommen, in dem ich den KSK-Nachweis nicht erbringen musste. Die "Angst" vor Nachzahlungen bei einer Prüfung durch die Rentenkasse ist inzwischen einfach zu groß.
Bei vielen Arbeitgebern reicht dieser allein aber auch schon nicht mehr aus. ZB bei: Mediengruppe RTL, Studio Berlin oder Pro7Sat1.

Wenn jemand meint, dass Aussagen hier im Forum falsch seien, sollte man sie auch (richtig) widerlegen. Ich bin ja genau so froh etwas dazuzulernen, falls mein Wissen falsch oder überholt ist. Es geht hier doch um Informationsaustausch und nicht ums Profilieren, dachte ich.



Antwort von Jott:

Was du verlinkt hast, sind die Berufe und Tätigkeiten, für die AUFTRAGGEBER Abgaben zahlen müssen. Also die andere Seite der Medaille, die sich nicht unbedingt damit deckt, wer bei der KSK aufgenommen wird.

Die KSK ist doppelköpfig. Wenn es um Einnahmen geht, wird jeder als "Künstler" definiert, der nicht bei drei auf den Bäumen ist. Selbst wenn es sich zum Beispiel um eine GbR-Werbeagentur mit sechsstelligen Umsätzen handelt.

Ausgaben/Versicherte aufnehmen: wenn irgend möglich, nicht. Aus dieser Warte ist die Künstler-Definition eine ganz andere. Die Inhaber der Beispiel-Agentur würden nie im Leben aufgenommen werden, obwohl sie an anderer Stelle im Haus bombensicher als Künstler laufen. Cool, nicht?



Antwort von kundesbanzler:

Das habe ich in der Tat nicht eindeutig formuliert. Selbstverständlich ist sie KEINE offizielle Voraussetzung.
Es ist nur meine persönliche (!) Erfahrung, aber ich habe seit Jahren keinen Job mehr angenommen, in dem ich den KSK-Nachweis nicht erbringen musste. Die "Angst" vor Nachzahlungen bei einer Prüfung durch die Rentenkasse ist inzwischen einfach zu groß.
So macht es schon ein wenig mehr Sinn, ich finde die Aussage aber nach wie vor schwierig, da sie immer noch eine Sicherheit vortäuscht, die es so nicht gibt. Die Mitgliedschaft in der KSK sagt gar nichts über die Einordnung eines konkreten Arbeitsverhältnisses aus. Schon allein weil man in einer Woche sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein kann während man die Woche danach und davor noch selbstständig tätig war, geschweigedenn vor etlichen Jahren als die KSK-Prüfung stattgefunden hat, die ohnehin nur auf Eigendarstellung des Mitglieds basiert.

Mag sein, dass es Erfahrungswerte bzgl. KSK-Mitgliedschaft der Auftragnehmer und Häufigkeit von Prüfungen gibt, aber ebenso kann es auch Unwissenheit der zuständigen Producer sein.

Aus meiner persönlichen Erfahrung ist der Umgang mit Scheinselbstständigkeit bzw. KSK höchst wechselhaft. Die einen fangen vom einen aufs andere Jahr an, ausschließlich sozialversicherungspflichtig anzuheuern, während zuvor noch 30 von 60 Mitarbeitern pro Standort scheinsselbstständig beschäftigt waren. Mal wird vorsichtig die KSK-Mitgliedschaft erfragt und dann in den Vertrag geschrieben, wo anders wird wo möglich nach eher technischen Formulierungen für die Rechnungen gerungen, um dem Beitrag zu entgehen.




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