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Tips : Sekundäre Farbkorrektur mit Edius

von Fr, 12.Mai 2006 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Einleitung
 Los geht’s...
 Sekundäre Farbkorrektur

Wer HDV (aber natürlich auch DV) farbkorrigieren will, kann Echtzeitleistung gut gebrauchen. Premiere Pro besitzt beispielsweise eine komplette Filterausstattung. Jedoch ist bei hochauflösendem Videomaterial an Echtzeit nicht zu denken. Auch auf potenten Systemen ruckelt und zuckelt es, wodurch eine Farbkontrolle am Bewegtbild deutlich erschwert wird.

Edius Pro ist dagegen bekanntlich bestens optimiert und bietet Echtzeitleistung satt, jedoch gilt die Filterausttatung des Programms eher als mager. In der aktuellen Version 3.61 findet sich jedoch ein mächtiges Farbkorrektur-Werkzeug, das auch bei hochauflösenden Videos noch in Echtzeit funktioniert. Damit werden Farbkorrekturen möglich, für die man andernorts Studios mit teurer Spezialhardware anmietet. Allerdings will die Bedienung erst einmal erschlossen sein.




Los geht’s...



Die Nomenklatur bei Edius ist ja manchmal etwas eigenwillig. So darf man sich auch nicht darüber wundern, dass sich hinter dem Filter „Weißabgleich“ eine komplette Farbkorrektur mit sekundärem Bereichsfilter findet. Gegenüber vielen anderen Tools wurde dabei sogar an eine halbwegs praktische Bedienung gedacht, die jedoch nicht sonderlich gut dokumentiert ist. Darum wollen wir einmal Schritt für Schritt zeigen, wie sich dieser Filter professionell einsetzen lässt.

Legen Sie als erstes den Clip den Sie farbkorrigieren wollen auf die Timeline und ziehen Sie den Filter „Weißabgleich“ auf den Clip. Besonders praktisch ist es, wenn sie den Clip gleichzeitig auch im Source-Fenster anzeigen lassen, indem Sie ihn auf der Timeline doppelklicken.
Um den Einstellungsdialog des Filters aufzurufen, klicken Sie den Filter anschließend im Informationsfenster doppelt.




Sekundäre Farbkorrektur



Wir wollen in der Folge eine Farbkorrektur anwenden, die nur einen Farbbereich des Bildes betrifft. Diesen Vorgang nennt man meistens auch sekundäre Farbkorrektur. Hierfür müssen wir den Bereich auswählen, den wir farblich ändern wollen. Hierfür klicken wir unter Farbaufnehmer auf „Farbraum“ (1).

Wenn wir nun mit der Maus in eines der beiden Vorschaufenster klicken, können wir dort einen Farbbereich bestimmen, den wir bearbeiten wollen. Je nachdem, wodurch der Bereich eingeschränkt werden soll, müssen Sie Luminanz, Sättigung oder Farbton anhaken (2). Wählen Sie zu Beginn eher alle drei, um erst einmal ein Gespür für die Farbbereiche zu bekommen. Schalten Sie später einzelne Einschränkungen ab, um zu sehen, wie sich dies auf Ihre Auswahl auswirkt. Es empfiehlt sich außerdem, das Key-Display zu aktivieren (3), welches im Programm-Monitor dann die maskierten Bereiche anzeigt. Die Farben selbst können Sie nun im Quell/Source-Fenster auswählen, während sie die Maske im Programmfenster sehen.


Source und Programm-Fenster






Wenn Sie nun mit der Maus in das Source-Fenster klicken, sehen Sie, wie sich Ihre Maske dadurch verändert. Meistens werden Sie jedoch mit einem Mausklick nicht den kompletten Bereich „erwischen“, den Sie ändern wollen. Doch das lässt sich ändern: Wenn Sie die Shift/Umstell-Taste beim Auswählen gedrückt halten gelangen mehrere Bereiche in die Auswahl. Sie lässt sich dadurch also ausweiten.


Manuelle Selektion


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