Die CodecBrücke für Kompatibilität
Oft kann man z.B. aus einem Programm nur unkomprimierte Bitmap-Sequenzen oder einen exotischen Codec exportieren, der Client (z.B. Schnitt- oder Compositing-Programm) kann diese aber nicht lesen. Der Frameserver stellt nun diese Bildersequenz oder Videodatei für das Schnittprogramm so dar, als ob es eine bekannte Videodatei ist. Ändert man etwas an der Bildsequenz, so wird diese Veränderung auch direkt im Schnittprogramm sichtbar, ohne dass man den Clip reimportieren muss.
Ein netter Seiteneffekt einer Bildsequenz: Nachdem der Client immer nur den Frame sieht, den er gerade angefordert hat, kann ein Video auch aus 1000 GB Einzelbilddateien bestehen, ohne dass es ein unpraktisches 2 oder 4GB Limit für diese Datei gibt. Bei 4K-Produktionen ist Frameserving daher eine gerne gesehene Technik. Und was für Hollywood gut ist, kann für den Heimuser bekanntlich nicht schlecht sein;)
Batch-Modifikationen
Mit manchen Frameservern lassen sich Files per Script noch so verändern, dass diese noch modifiziert werden, bevor sie im Schnittprogramm „ankommen“. So lassen sich ganze Clip-Ordner z.B. kollektiv deinterlacen oder farbkorrigieren, bevor sie in der Timeline landen. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die zwar etwas Script-Arbeit mit sich bringen, dafür aber ungeahnte Möglichkeiten in sich tragen.
Es gibt daneben noch viel mehr spezielle Anwendungsfälle für AVISynth und Konsorten, von denen wir die trickreichsten in dieser Artikelserie exemplarisch näher darstellen werden. Also dranbleiben...



















