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Infoseite // Zehn Jahre ARRI ALEXA - Ohne 4K zum Erfolg



Newsmeldung von slashCAM:





Vor 10 Jahren kam die ARRI ALEXA auf den Markt und definierte damit die professionelle, digitale Kinofilmproduktion. Dynamik statt Auflösung war die Erfolgsformel, die nun zunehmend durch 4K-Anforderungen gefährdet wird...



Hier geht es zum slashCAM Artikel:
Editorials: Zehn Jahre ARRI ALEXA - Ohne 4K zum Erfolg


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Antwort von radneuerfinder:

Plan B muss noch bis nächstes Jahr warten:
viewtopic.php?f=1&t=144987&p=1047018#p1047018

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Antwort von Paralkar:

https://www.arri.com/en/learn-help/tech ... ev-sensors

Die Alexa (XT, SXT, W)/ Amira, Alexa Mini haben ein 3,4K Sensor, nicht 2,8k,

2,8k ist eins der Raw Formate (16x9) die aufgezeichnet werden können, neben Open Gate kann die SXT beispielsweise auch 3,2k ArriRaw

Arri hatte bis jetzt den Standpunkt, keine 4k Kamera rauszubringen, wenn die Bildqualität und Dynamikumfang nicht gleich oder besser sind als bei den Alexas

Bis jetzt sind sie sich treu geblieben mit der Alexa 65, LF & MIni LF, die allesamt die selbe Qualität abliefern, ich hoffe sie bleiben sich auch bei der Super 35 4k Kamera treu, auch wenn die pixel kleiner sind.

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Antwort von iasi:

Es wird zwar immer von der hohen Bildqualität gesprochen, aber es spielen doch auch noch andere Faktoren eine sehr wichtige Rolle.

1. Einarbeitung. Warum sollte jemand auf ein neues System umsteigen, wenn er doch in ein bestehendes System eingearbeitet ist. Da siegt dann die Gewohnheit.
Wenn z.B. ein DP vom Negativ kommt und das erste Mal eine Digi-Cine-Cam nutzt, dann ist er ETTR und/oder das Schützen der Highlights nicht gewohnt. Die Alexa erleichterte es ihm, da sie es eben eher verzeiht, wenn der DP aus alter Negativ-Gewohnheit um 1 Blende reichlicher belichtet. (Den Fall gab es wirklich.)

2. Markenbindung. Arri hatte schon vor der Alexa einen guten Ruf.

3. System. Arri bietet schließlich von der Kamera bis hin zu Stabi-System und Licht, alles, was man braucht.

4. Service.

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Antwort von roki100:

Da siegt dann die Gewohnheit. gekrönte best Cinema Camera hat den Preis auch im Jahr 2019 gewonnen, dank Gewohnheit...? ;)

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Antwort von rudi:

radneuerfinder hat geschrieben:
Plan B muss noch bis nächstes Jahr warten:
viewtopic.php?f=1&t=144987&p=1047018#p1047018
Ah interessant, war tatsächlich bis jetzt unter meinem Radar...

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Antwort von rudi:

Paralkar hat geschrieben:
https://www.arri.com/en/learn-help/tech ... ev-sensors

Die Alexa (XT, SXT, W)/ Amira, Alexa Mini haben ein 3,4K Sensor, nicht 2,8k,
2,8k ist eins der Raw Formate (16x9) die aufgezeichnet werden können, neben Open Gate kann die SXT beispielsweise auch 3,2k ArriRaw
Stimmt schon, aber ch wollte Open Gate jetzt nicht in den Artikel nehmen, weil es streng genommen auch kein S35 mehr ist. Die erste Alexa hatte aber IMHO auch noch kein Open Gate.
https://www.arri.com/resource/blob/3190 ... 0-data.pdf
Paralkar hat geschrieben:
Arri hatte bis jetzt den Standpunkt, keine 4k Kamera rauszubringen, wenn die Bildqualität und Dynamikumfang nicht gleich oder besser sind als bei den Alexas

Bis jetzt sind sie sich treu geblieben mit der Alexa 65, LF & MIni LF, die allesamt die selbe Qualität abliefern, ich hoffe sie bleiben sich auch bei der Super 35 4k Kamera treu, auch wenn die pixel kleiner sind.
Die Physik setzt da halt vielleicht Grenzen, die auch die treuesten ARRI-Absichten nicht überwinden können;)
ARRI hat schon immer Dual Gain und Canon hats jetzt erstmalig auch in der C300 MkIII bei einem 4K S35 Sensor, den ARRI erst 2021 bringt. Dann wird sich zeigen, ob ARRI sich davon noch signifikant absetzen kann.

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Antwort von rudi:

iasi hat geschrieben:
Es wird zwar immer von der hohen Bildqualität gesprochen, aber es spielen doch auch noch andere Faktoren eine sehr wichtige Rolle.

1. Einarbeitung. Warum sollte jemand auf ein neues System umsteigen, wenn er doch in ein bestehendes System eingearbeitet ist. Da siegt dann die Gewohnheit.
Wenn z.B. ein DP vom Negativ kommt und das erste Mal eine Digi-Cine-Cam nutzt, dann ist er ETTR und/oder das Schützen der Highlights nicht gewohnt. Die Alexa erleichterte es ihm, da sie es eben eher verzeiht, wenn der DP aus alter Negativ-Gewohnheit um 1 Blende reichlicher belichtet. (Den Fall gab es wirklich.)

2. Markenbindung. Arri hatte schon vor der Alexa einen guten Ruf.

3. System. Arri bietet schließlich von der Kamera bis hin zu Stabi-System und Licht, alles, was man braucht.

4. Service.
Klar, das stimmt alles auch. Aber es ist schon bemerkenswert, dass sich Hersteller seit einem Jahrzehnt abmühen gegen ARRI anzustinken, und trotzdem einfach keiner größere Sensel verbaut hat.
Und nun kommen Netflix & Co und zwingen ARRI zu mehr Auflösung und damit in die Ecke der Konkurrenz und zu schärferen Sehgewohnheiten.

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Antwort von ruessel:

Und kaum zu glauben, dass in München (soviel zu deutschen Lohnkosten) montiert wird.

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Antwort von rideck:

@ rudi
Unter diesem Licht sollte man auch Canons neue C300 MkIII betrachten: Diese liegt in der Dynamik wahrscheinlich auf einem ähnlichen Niveau wie die kommende ARRI S35-4K und ist von Canon vielleicht sogar als direkte Konkurrenz zu ARRIs S35-4K-Plänen entwickelt worden. Wie die übrigen Hersteller auf ARRIs kleine 4K reagieren, dürfte ebenfalls noch spannend werden. Also Rudi, das ist schon arg spekulativ. Bisher weiß man noch gar nichts zu dem Sensor, außer dass er S35 mit 4k sein wird. Spanned wird es allemal. Bisher hat Arri was die Color-Science und die DR angeht fast alle im Regen stehen lassen,
vielleicht schaffen sie es erneut...

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Antwort von Pianist:

ruessel hat geschrieben:
Und kaum zu glauben, dass in München (soviel zu deutschen Lohnkosten) montiert wird.
Ich fand das wirklich total super, dort mal einen Blick in die Fertigung werfen zu können, als ich meine Amira abgeliefert habe. Da wird wirklich höchste Qualität gebaut, und die gehen bei der gesamten Konstruktion davon aus, dass sie höchsten Belastungen standhalten muss. Dafür haben die sogar eine Rüttelplatte im Keller.

Trotzdem muss ich zugeben, dass ich heute lieber mit einer 6-Kilo-Kamera als mit einer 11-Kilo-Kamera unterwegs bin. Und wenn man mal ehrlich ist, war das Rauschverhalten nicht besonders gut. Die gehen eben davon aus, dass jemand, der mit einer Arri dreht, auch genug Licht setzt. Kann ja keiner ahnen, dass ich nachts auf Bahnbaustellen oder im U-Bahntunnel drehe. Und vermutlich bin ich einer der Wenigen, die ständig Leute mit orangefarbener Warnkleidung im Bild haben. Auch damit hatte sie so ihre Probleme.

Wenn Arri mal eine kleine leichte Kamera im FS5-Format mit E-Mount baut, denke ich aber wieder drüber nach!

Matthias

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Antwort von dosaris:

ruessel hat geschrieben:
Und kaum zu glauben, dass in München (soviel zu deutschen Lohnkosten) montiert wird.
genau.
Das bedeutet aber eben nicht, dass auch alle Baugruppen/Komponenten in München produziert werden.

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Antwort von Pianist:

dosaris hat geschrieben:
Das bedeutet aber eben nicht, dass auch alle Baugruppen/Komponenten in München produziert werden.
Die Fertigungstiefe dort ist wirklich extrem. Ich habe sogar die Frau kennengelernt, die dort die Sensoren auseinandersägt. Von sieben Nutzen ist übrigens durchschnittlich nur einer tauglich.

Matthias

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Antwort von dosaris:

Pianist hat geschrieben:

... dort die Sensoren auseinandersägt. Von sieben Nutzen ist übrigens durchschnittlich nur einer tauglich.
erstaunlich.
Konntest Du auch erfahren, wieviele blind-spots je Sensor-Chip noch als tolerierbar gelten?

wirklich NULL?

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Antwort von Pianist:

Das hat mir der Leiter der Qualitätssicherung alles erzählt, aber ich habe es mir nicht gemerkt, weil ich ja aus eigenem Interesse dort war, und nicht etwa, um einen Artikel darüber zu schreiben. Dann hätte ich es mir zitierfähig notiert. Wir waren jedenfalls auch an dem Arbeitsplatz, an dem genau diese Feststellung getroffen wird, ob ein Sensor verwendbar ist oder nicht. Da stehen wirklich beeindruckende Maschinen rum, teilweise auch im Reinraum.

Matthias

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Antwort von Frank Glencairn:

dosaris hat geschrieben:

Das bedeutet aber eben nicht, dass auch alle Baugruppen/Komponenten in München produziert werden.
Der Sensor schon mal nicht, der kommt von ON Semiconductor (nachdem sie Cypress - von denen der ALEV ursprünglich stammt - aufgekauft hatten).
ON gehört seit 2016 unter anderem auch Fairchild Semiconductor.

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Antwort von medienonkel:

Ja ARRI ist schon ein sehr spezieller Laden.

Vor allem die Verfügbarkeit der Waren ist ein absolutes Killerkriterium. Wenn du bei RED, Canon oder sonstwem Lieferzeiten von oft 3-4 Wochen hast, bestellst du bei ARRI am Vormittag, hüpfst in dein Fortbewegungsmittel und hast kurz nach Mittag eine drehfertige Kamera auf dem Tisch liegen. Klappt natürlich nur, wenn man in München ist. Aber auch von Berlin aus sinds ja nur 5 Stunden mit dem Auto.

Wenn man schon einmal eine ARRI Dovetail oder anderes Anbaumaterial in der Hand hatte und sich auch nur ein wenig mit Maschinenbau auskennt weiß man einfach, dass da kein Euro zu viel bezahlt wurde. Vor allem mit Hinblick auf das schon angesprochene deutsche Lohnniveau.

Ein anderes Beispiel:
Du willst Kindern erklären, wie eine Stufenlinse funktioniert. Du fragst bei ARRI an, ob man zufällig ein Schnittmodell eines Scheinwerfers hat.
Die Anwort: "Nö, haben wir nicht, aber klingt interessant...." Eine Woche später hast du eine wassergeschnittene Stufenlinse. Mit dem feixenden Hinweis, dass man erst beim dritten zerschnittenen Scheinwerfer zufrieden war...

Das Ganze mündet dann in einer Marke, die ein ganz eigener Mythos umweht. Der teilweise auch irrationale Züge annimmt.
Ich hatte mal einen Kameramann, der hätte sehr günstig eine 120 Stunden "alte" drehfertige Varicam LT haben können, hat sich aber dann doch für eine gebrauchte Alexa für das Doppelte entschieden...

Weil?
Wegen dem Gefühl. Bei der Panasonic hätte er ein schlechtes Gefühl. Wegen der Zuverlässigkeit.
Bei ARRI weiß er einfach, dass die immer funktioniert und da nie etwas schief laufen wird.
Und Panasonic kommt auch nicht so gut beim Kunden. Kennt man ja eher ausm Saturn.

In dem Moment habe ich realisiert, dass Vertrieb nichts für mich ist. Was willste gegen Gefühle machen? ;-)

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Antwort von Frank Glencairn:

medienonkel hat geschrieben:

Bei ARRI weiß er einfach, dass die immer funktioniert und da nie etwas schief laufen wird.
Das ist aber auch wirklich nur ein Gefühl. Die Realität sieht da anders aus.

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Antwort von Pianist:

Angeblich gibt es in Hollywood den Spruch: "Wenn Du mit einer Arri drehst, und es geht was schief, dann war es Schicksal".

Ist doch toll, wenn die Produkte aus München auf der ganzen Welt so einen guten Ruf haben. Und das mit dem Gefühl ist wirklich ein ganz wichtiger Aspekt, den darf man keinesfalls unterschätzen. Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich es durchaus genossen habe, wenn meine Amira irgendwo stand und ich merkte, wie sich andere Medienleute darüber anerkennend unterhalten haben... :-)

Matthias

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Antwort von Frank Glencairn:

Pianist hat geschrieben:
Angeblich gibt es in Hollywood den Spruch: "Wenn Du mit einer Arri drehst, und es geht was schief, dann war es Schicksal".
Ich kenn nur: Niemand wurde jemals gefeuert, weil er ne Alexa gemietet hat. - aber deiner ist auch nicht schlecht.
Pianist hat geschrieben:
.. dass ich es durchaus genossen habe, wenn meine Amira irgendwo stand und ich merkte, wie sich andere Medienleute darüber anerkennend unterhalten haben... :-)
Stell dir mal was los wäre, wenn du das selbe über deinen Wagen sagen würdest :-)

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Antwort von Pianist:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Stell dir mal was los wäre, wenn du das selbe über deinen Wagen sagen würdest :-)
Ja, genau so ist es! :-)

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Antwort von andieymi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Pianist hat geschrieben:
Angeblich gibt es in Hollywood den Spruch: "Wenn Du mit einer Arri drehst, und es geht was schief, dann war es Schicksal".
Ich kenn nur: Niemand wurde jemals gefeuert, weil er ne Alexa gemietet hat. - aber deiner ist auch nicht schlecht.
Beides trifft ja insofern zu, als niemand die Entscheidung für Arri hinterfragen würde. Was allerdings automatisch passieren würde, wäre es eine Red gewesen.
Kann man für irrational halten, ist es gewissermaßen auch, aber ist einfach Praxis.

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Antwort von pillepalle:

Ich hatte da jetzt mit Guido Knopp gerechnet... Alexa History :)

https://www.youtube.com/watch?v=AAGhiQvHhPM

VG

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Antwort von Darth Schneider:

So als Komodo Alternative...;-)
https://www.ebay.de/itm/Arri-Alexa-Kame ... 4259994533
Auch nett.
https://www.ebay.de/itm/ARRI-16S-STANDA ... 3828724635

Was zu, Teufel ist das denn für ein Teil ?
https://www.ebay.de/itm/Lens-Anamorphic ... 3475595583
Was auch immer, faszinierend....
Was macht das Ding und passt das auf meine Pocket ?

Gruss Boris

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Antwort von dosaris:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
dosaris hat geschrieben:

Das bedeutet aber eben nicht, dass auch alle Baugruppen/Komponenten in München produziert werden.
Der Sensor schon mal nicht, der kommt von ON Semiconductor .../... Fairchild Semiconductor.
so macht das mE schon eher Sinn.

Chip-Produktion ist heutzutage so aufwändig, dass sich dies für ARRI mit ihren einigen hundert/Tausend Stückzahl sicher kaum lohnen kann.

Mit Baugruppen/Komponenten meinte ich vorwiegend Platinen, die vermutlich irgendwo weit hinter dem Ural als Auftragsproduktion
erstellt u einbaufertig zugeliefert werden.

Bleibt die Frage, was pianist dort für (nackte?) waver gesehen hatte?

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Antwort von Frank Glencairn:

ON liefert die nackten Waver an Arri, keine "Fertigsensoren", die machen tatsächlich sehr viel im Haus.

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Antwort von Frank Glencairn:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
So als Komodo Alternative...;-)
https://www.ebay.de/itm/Arri-Alexa-Kame ... 4259994533
Ja, mittlerweile sind gebrauchte Alexas tatsächlich extrem erschwinglich - wobei man ja mittlerweile auch ne Epic Mysterium X für den selben Preis haben kann.

Wenn man denkt was man sonst für das selbe Geld neu bekommt.

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Antwort von Jott:

dosaris hat geschrieben:
Bleibt die Frage, was pianist dort für (nackte?) waver gesehen hatte?
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
ON liefert die nackten Waver an Arri, keine "Fertigsensoren", die machen tatsächlich sehr viel im Haus.
Vielleicht waren's auch Wafer.

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Antwort von Valentino:

Ein kleiner Fakt am Rande, die ersten Aufnahmen des Alexa Prototyps sind Innenaufnahmen des Petersdom, die in der Dokumentation Francesco und der Papst zu sehen sind und im Jahr 2009 entstanden sind.
Es gab bis vor ein paar Jahren auch immer entsprechende Hochglanz Magazine von ARRI in denen ein entsprechendes Making-Of zu sehen war. Leider finde ich das gerade nicht mehr online, einscannen und hochladen ist mir an der Stelle etwas zu heikel. War am Ende auch nur ein Alu-Block mit SDI-Ausgängen, Stromanschluss und einem PL-Mount.

In einem dieser Hefte aus den Ende der 90ziger Jahren ist sogar mal der sehr frühe Prototyp einer ARRI 3 Chips HD Kamera vorgestellt worden.
Die erste ARRI Digitalkamera, die D20 wurde auch schon 2004 vorgestellt und somit sind sie schon über 20 Jahre an der Thematik dran. Nach der D21 sind sie nur mal kurz für 3 Jahre "eingeschlafen" um dann Ende 2007 mit der Entwicklung der Alexa anzufangen.
Abgesehen von der Tatsache, das die "schrecklichen" Bilder der damaligen Sony Cine-Kameras schon alleine durch StarWars1-3 für immer im Gedächtnis blieben und auch die Thomson Viper nicht ganz das Gelbe vom Ei war, hat ARRI schon den richtigen Riecher gehabt. Ein paar Jahre zuvor hätte ihnen ohne SxS auch das richtige Speichermedium für ProRes 4444 gefehlt.
Da war Red mit seiner "Bastelbude" und Zigarenbox zur richtigen Zeit am richtigen Ort und konnten der Welt recht erfolgreich einen Hitachi-PC in einem Ofenrohr für ein Bruchteil einer 35mm Kamera verkaufen.
Das es am Ende doch etwas teurer wurde und die erste Version mit einem 4K RAW Stream mit 28 bis 50Mbit und auch nur 10 nutzbare Blendenstufen lieferte, hat dabei keinen groß gestört.
Erst mit der FW15 bis 17 und dem 4,5K Mysterium-X Sensor wurde RED als ernsthafte Konkurrenz wahrgenommen und die RED2 ist dazu auch erst 2010 parallel zur Alexa auf den Markt gekommen.
Im einem Testdreh lag sie trotzdem bei Low-Light und Dynamik deutlich hinter der ARRI. Dazu waren die Hauttöne und das Rauschen der Alexa sehr nahe am klassischen Film.
Weil sich zu der Zeit im Kino 2K sich so langsame zum Standard etablierte und TV gerade erst mit 720p um die Ecke kam, hat die FullHD-Auflösung eigentlich keinen gekratzt.

@Frank
Klar bekommt man für weniger Geld mehr, aber schon alleine weil mich die Alexa von 2010 bis 2018 bei unzähligen Dreharbeiten begleitet hat, spiele ich nach dem Ausstieg aus der Branche mit dem Gedanken aus reiner Nostalgie in ein paar Jahren einen gebrauchte Alexa Classic zu kaufen :-)

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Antwort von iasi:

rudi hat geschrieben:

Aber es ist schon bemerkenswert, dass sich Hersteller seit einem Jahrzehnt abmühen gegen ARRI anzustinken, und trotzdem einfach keiner größere Sensel verbaut hat.
Und nun kommen Netflix & Co und zwingen ARRI zu mehr Auflösung und damit in die Ecke der Konkurrenz und zu schärferen Sehgewohnheiten.
Ich denke nicht, dass es nur an den größeren Sensel liegt. Die neue Canon C300 zeigt doch, dass es noch weitere technische Merkmale sind, die die Alexa noch immer zu einer herausragenden Kamera machen.

Wobei die Unterschiede bei der Bildqualität mittlerweile eben doch so gering geworden sind, dass Dinge wie Empfindlichkeiten und Auflösungsvermögen eine größere Rolle spielen.

Selbst im Red-Forum zollen die Red-User der Alexa immer wieder Respekt. Aber wenn es dann eben nur um Nuancen z.B. bei der Farbtreue über den gesamten DR geht, kommt eben die Frage nach eine 4k-Alexa mehr in den Mittelpunkt.

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Antwort von Paralkar:

rudi hat geschrieben:
Paralkar hat geschrieben:
https://www.arri.com/en/learn-help/tech ... ev-sensors

Die Alexa (XT, SXT, W)/ Amira, Alexa Mini haben ein 3,4K Sensor, nicht 2,8k,
2,8k ist eins der Raw Formate (16x9) die aufgezeichnet werden können, neben Open Gate kann die SXT beispielsweise auch 3,2k ArriRaw
Stimmt schon, aber ch wollte Open Gate jetzt nicht in den Artikel nehmen, weil es streng genommen auch kein S35 mehr ist. Die erste Alexa hatte aber IMHO auch noch kein Open Gate.
https://www.arri.com/resource/blob/3190 ... 0-data.pdf
Paralkar hat geschrieben:
Arri hatte bis jetzt den Standpunkt, keine 4k Kamera rauszubringen, wenn die Bildqualität und Dynamikumfang nicht gleich oder besser sind als bei den Alexas

Bis jetzt sind sie sich treu geblieben mit der Alexa 65, LF & MIni LF, die allesamt die selbe Qualität abliefern, ich hoffe sie bleiben sich auch bei der Super 35 4k Kamera treu, auch wenn die pixel kleiner sind.
Die Physik setzt da halt vielleicht Grenzen, die auch die treuesten ARRI-Absichten nicht überwinden können;)
ARRI hat schon immer Dual Gain und Canon hats jetzt erstmalig auch in der C300 MkIII bei einem 4K S35 Sensor, den ARRI erst 2021 bringt. Dann wird sich zeigen, ob ARRI sich davon noch signifikant absetzen kann.
Ja aber auch in der Sensor Entwicklung hat sich einiges getan, wenn man sich Sony Fotokameras mit den BSI Stacked Sensoren anschaut, die durch die Bank n sehr hohen Dynamik Umfang trotz kleiner Pixel erreichen.

Wir dürfen gespannt sein

@Valentino kann ich komplett verstehen, die kommt irgendwann in ne Vitrine im kleinen privaten Kameramuseum

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Antwort von Frank Glencairn:

Valentino hat geschrieben:


@Frank
Klar bekommt man für weniger Geld mehr, aber schon alleine weil mich die Alexa von 2010 bis 2018 bei unzähligen Dreharbeiten begleitet hat, spiele ich nach dem Ausstieg aus der Branche mit dem Gedanken aus reiner Nostalgie in ein paar Jahren einen gebrauchte Alexa Classic zu kaufen :-)
Das hab ich ja gemeint - für den Preis einer besseren DSLR bekommt man mittlerweile ne Alexa.

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Antwort von freezer:

Die Kameras sind ja nun schon wirklich lange nicht mehr der limitierende Faktor wenn es darum geht seinen Film zu verwirklichen.

Unseren ersten Kinofilm drehten wir 2004/2005 auf einer Canon XM-2 mit einem Anamorphoten in 50i (+ Post Deinterlacing) auf MiniDV. Da kam dann kurz danach grad erst die Canon XL-2 mit echtem 16:9 Progressivmodus und der Beginn der ganzen 35mm-Vorsätze.

Den nächsten Kinofilm 2007/2008 drehte unser Team dann mit der neuen Canon XH-A1 auf HDV in 50i mit Cineform-Workflow, da ging grad der Hype um die RED ONE los - mit der wir 2008 einen 30min Kurzfilm drehten. Da gabs noch keinen richtigen Workflow für RED-RAW, war alles sehr mühselig und ich musste eine Pipeline für die Post entwickeln.

Danach kam ein neuer Kinofilmdreh 2010/2011, da kam Anfangs diese Consumer-Sony VG10 mit dem großen Sensor zum Einsatz, grauenhaftes Lineskipping, dann eine Canon DSLR, eine Sony FS100 und noch ein paar andere Kameras an die ich mich nicht erinnere.

2014/2015 dann der nächsten Kinofilmdreh, nun durchgehend mit der Canon EOS-C100 - das Material hat sich wacker geschlagen, trotz AVCHD Kompression.

2019/2020 im Kleinteam Dreh für den neuesten Film auf einer Canon EOS-R.

Ein befreundetes Team hat 2019 einen Kurzfilm (Adaption einer HP Lovecraft-Erzählung) auf einer Alexa gedreht, die Jungs hatten wir 2006 als Statisten bei einem Dreh für einen Kurzfilm von uns kennengelernt, die begannen dann auch zuerst mit Mini-DV zu arbeiten...

Die Werkzeuge machen immer mehr Spaß :-)

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Antwort von iasi:

freezer hat geschrieben:
Die Kameras sind ja nun schon wirklich lange nicht mehr der limitierende Faktor wenn es darum geht seinen Film zu verwirklichen.

Wobei Arri eben doch für das letzte Quentchen Perfektion steht.

Zumindest versucht Arri dem guten Ruf gerecht zu werden, den sich die Firma aufgebaut hat, wenn sie ein neues Produkt auf den Markt bringen.
z.B. aktuell bei der neuen Objektivserie oder dem Stabi-System

Bei Produktionen, bei denen die maximal mögliche Qualität angestrebt wird, ist daher Arri eben oft die erste Wahl.

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Antwort von roki100:

https://www.youtube.com/watch?v=ez3nvoXKlr4

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Antwort von Valentino:

Noch ein Hinweis zu dem Satz von Marc im Video (2:32), der Prototypc "Valencia", eine 3Perf 250fps MOS HS-Kamera war im Grund die Weiterentwicklung der ARRIFLEX 435 in der Baugröße und Design einer 235. Das Grunddesign und auch die Anordnung der Assistentenseite der Alexa-Serie stammt damit schon von 2003 von der 235 und wurde dann 3 Jahre später für die ARRIFLEX 416 auf der Operater-Seite entsprechend übernommen.
Noch ein anderer "Fun-Fact", die "Aufnahmeknöpfe" sind bei analogen Filmkameras grün und wurden mit "RUN" bezeichnet. Wenn dieser betätigt wurde, dann leuchtet eine Statusleuchte die erste Sekunde rot und wechselt bei Erreichen der Bildgeschwindigkeit dann auf grün. Das ist auch einer der Gründe, das bei älteren LCS-Systemen aka. funkferngesteuerten Followfocus-Einheiten der Knopf und auch die "REC" Statusleuchte im Aufnahmemodus von rot auf eben grün wechseln.
Hierzu gibt es auch die Legende das ein Kameraassistent aus dem EB/Sportbereich versehentlich ein volles 300 Meter 35mm Magazin durch eine Kamera gejagt hat, weil er dachte das diese wegen der roten Statuleuchte laufen würde.

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