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Deutsche Film- und Serien Katastrophe - woran liegt es?



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Frage von Chrompower:


Hallo!



Woran liegt es das so gut wie alle deutschen Filme und Serien billig wirken?

Warum erkennt man innerhalb weniger Sekunden beim herum-zappen im TV ob es sich um eine deutsche Produktionen handelt oder nicht?



Meine Vermutung: Es liegt an den Schauspielern. So wie die ihre Texte vortragen, so künstlich, unnatürlich, billig. Wie ein auswendig gelerntes Gedicht. Aus diesem Grund sind deutsche Dokumentationen auch so gut, weil genau dieses Problem weg fällt.



Aber warum klappt es beim Synchron-Sprechen von US Serien/Filmen meistens so gut? Ist vielleicht die Ton-Charakteristik beim Synchron-Sprechen anders und wirkt es dadurch natürlicher? Liegt es vielleicht nur daran?



Der Schnitt, das Farbmanagement könnten vielleicht auch noch was ausmachen.



Was ist eure Meinung dazu?

Was machen die Staaten (und auch Frankreich) besser als wir?



Schöne Grüße

Sven



Antwort von 7River:

Mit den Amerikanern können die Deutschen nicht mithalten, schon klar. Was mir aber aufgefallen ist, dass viele Zuschauer schon von vornherein sagen, einen deutschen Film schaue ich mir gar nicht erst an. Wo ran das jetzt genau liegt, weiß ich nicht.



Die deutsche TV-Serie "Broti & Pacek – Irgendwas ist immer" und den deutschen Film "Eine ganz heiße Nummer" fand ich gut, muss ich zugeben. Eine ganz heiße Nummer hatte was von britischen Komödien, wie etwa Grasgeflüster oder Kalendergirls.



Antwort von dirkus:

Die deutschen Serien sind in den letzten Jahren auf jeden Fall besser geworden.



Was wohl auch daran liegt, dass die Produzenten offenbar mehr Bedeutung auf Lichtsetzung und vor allen Dingen auf die Mimik/Gestik der Darsteller legen (der Böse darf endlich mal wirklich böse gucken und seinen Blick schweifen lassen)



Aber du hast Recht.

Synchronisierte Filme wirken auf uns irgendwie "professioneller", weil da viele Live Geräusche einfach unter den Tisch fallen und sich der Sound somit auf das Wesentliche beschränken kann. Wir haben auch - glaube ich - mit die besten Syncronstimmen. Stimmen sind ja auch ein ganz wichtiger Faktor, ob wir jemanden cool, sympathisch, respektvoll oder angsteinflössend finden.



Das die US Serien besser rüberkommen, liegt letztendlich auch daran, dass die Amerikaner alles sehr viel lockerer angehen und viele Figuren sehr exotisch aber dennoch glaubwürdig wirken. (Einem deutschen Cop kauft man die coole Art eben nicht so ab,wie einem Ami Cop der mit Glock 17 und Flinte im Kofferraum nen coolen Spruch ablässt). Die USA haben mit ihrer Vielfalt an Darstellern und exotischen Geschichten auch ständig neue Themen drauf.



Da werden wir wohl noch ne ganze Weile hinterherhinken.





Antwort von Frank Glencairn:

1. Schauspieler, bzw. deren Ausbildung.

Bei uns ist Method Acting (Strasberg/Stanislawski) nach einem zaghaften Versuch in den späten 70er Jahren immer noch ziemlich verpönt. Das ist aber die Schmiede durch die alle guten US/UK Schauspieler von Pachino bis Emma Thompson gegangen sind. Die Ergebnisse sind entsprechend. Ich hatte letzte Woche das Vergnügen mit einigen US/UK Schauspielern zu arbeiten, der Unterschied war Tag und Nacht - und bei uns wird immer noch rumgelabert warum MA angeblich mehr Nachteile hat.



Interessanterweise spielen deutsche Schauspieler sofort besser wen sie Englisch spielen müssen. Anscheinend ist ein Teil ihres Gehirns so mit Englisch beschäftigt, daß sie vergessen schlecht zu spielen. ;-)



2. Sprache

Englisch ist einfach prägnanter und griffiger, deshalb kommt selbst eine Deutsche Synchro besser als ein deutscher Originalfilm, obwohl es die selbe Sprache ist, aber eben eine andre Syntax. Ich hab mir mal den Spaß gemacht, bei einem Deutschen Drehbuch die Dialoge so zu schreiben, als wären sie ein Syncro - funktioniert überraschend gut.



3. Kamera.

Deutsche Krankheit: Immer zu hell, zu freundlich, zu kontrastarm, zu ängstlich geleuchtet, zu weit und zu hoch sowieso - wobei sich da in letzter Zeit einiges getan hat.



4. Story

Die meisten deutsche Autoren weigern sich immer noch hartnäckig, sich an internationale Standards zu halten - Writersroom ist natürlich auch nicht.



Antwort von DV_Chris:

Man sollte sich keinesfalls an dem orientieren, was die Privaten an Müll so über die Sat Schüssel kübeln.



Eine Serie wie Monace Franze etwa ist bis heute zeitlos. Nur orientieren sich heute alle nach unten.



Antwort von sgywalka:

Sing ein Lied!



Nimm die Gitarre und sing ein Lied in

E N G L I S H



D E U T S C H ( der immerwährende Sägezahngnerator in der Syntax

von Herr Lehrer Hinkelschwein und oder die Härte des Stahls...)



Dann bist wenn du nu zb Yello Submarine von den Käfern anlegst

im deutschen bei einem TOTAL-LACHKRAMPF..



----

interessant ich schreib meine Drehbücher in English und erst nachher

steige ich ins Deutsche ( was dann auch so ROMAN vs. SCRIPT wird)

----

MONACO FRANTZE / KOTTAN / MUNDEL / da gibt es einige..total geniale

----

ACTOR:: ich hätt für mein LEBEN gerne einmal mit GERD FRÖBE

oder halt his Mount Everest of Art... OSCAR WERNER..

----

Die guten freundinnen vom RT ääl Zwei mal ZD ääääf oder ORSCH -F

verz Ou ER EEF...



letzends eine 12 teilige Tv-Oper eingreicht... schön 12 x 72 seiten für die

TONNNE.. egal... war eh nur die Fingerübung für nexxt..

----



warum überhöhen wir genau das DEUTSCHE net und eine

ABSOLUTER BEAMTER springt im nächsten KULT-TV-KRIMI über den

selbigen... hört es wer von den schriftleren? wiriters guild?

writers Gewärkschaft? nix.

wurscht. ops. Fastenzeit.



latex-youghurt mit peitschen-soufflet in prou sieeben.



out



Antwort von raketenforscher:


Interessanterweise spielen deutsche Schauspieler sofort besser wen sie Englisch spielen müssen. Anscheinend ist ein Teil ihres Gehirns so mit Englisch beschäftigt, daß sie vergessen schlecht zu spielen. ;-)


Bei vielen deutschen Filmen habe ich mir manchmal gewünscht, dass die Schauspieler sich nochmal nachsynchronisieren müssten.



Auch stimmt der Rhythmus der Dialoge im deutschen Film oft nicht. Pausen kommen einen ewig vor.



Oft fehlt es den Dialogen auch einfach an Qualität. Sprache als Stilmittel.



Antwort von dirkus:




Interessanterweise spielen deutsche Schauspieler sofort besser wen sie Englisch spielen müssen. Anscheinend ist ein Teil ihres Gehirns so mit Englisch beschäftigt, daß sie vergessen schlecht zu spielen. ;-)

Da sagst du was;-)



Hab ich letztens selbst mal ausprobiert.



Einfach mal irgendeinen Blödsinn sprechen lassen und sich nur auf die Gesichtsmimik konzentrieren.



...man kann fast JEDEN Text darunter legen!





Lässt man dagegen den original Text sprechen, dann verzieht der Darsteller zuoft einfach nur das Gesicht, um die richtige Aussprache hinzubekommen. Beim englischen Text vergisst er das einfach und gestikuliert auch nicht mehr so exzessiv.



Antwort von dienstag_01:

1. Schauspieler, bzw. deren Ausbildung.

Bei uns ist Method Acting (Strasberg/Stanislawski) nach einem zaghaften Versuch in den späten 70er Jahren immer noch ziemlich verpönt. Das ist aber die Schmiede durch die alle guten US/UK Schauspieler von Pachino bis Emma Thompson gegangen sind. Die Ergebnisse sind entsprechend. Ich hatte letzte Woche das Vergnügen mit einigen US/UK Schauspielern zu arbeiten, der Unterschied war Tag und Nacht - und bei uns wird immer noch rumgelabert warum MA angeblich mehr Nachteile hat.
Du scheinst überaus viel über Schauspielausbildung zu wissen, vielleicht sagst du uns mal, auf welchen Methoden die Ausbildung an deutschsprachigen Schauspielschulen basiert ;)



Antwort von dirkus:

... vielleicht sagst du uns mal, auf welchen Methoden die Ausbildung an deutschsprachigen Schauspielschulen basiert ;)



Ohne das ich jetzt angesprochen wäre würde ich mal sagen:





Die deutschen Schauspielschulen versuchen viel zu oft vergeblich, die Menschen in ihrer Art zu verändern - also sie mit Gewalt zum Schauspieler zu machen.



Dabei ist dafür eigentlich garkein grosser Akt nötig.



Ein guter Schauspieler benötigt eigentlich nur 3 Grundeigenschaften, welche er von sich aus mitbringen muss.



Stimme, Aussehen und Charakter





Alles andere sind Mimik, Gestik und das Spiel mit den Augen welches trainiert werden muss.



Antwort von Frank Glencairn:


Du scheinst überaus viel über Schauspielausbildung zu wissen, vielleicht sagst du uns mal, auf welchen Methoden die Ausbildung an deutschsprachigen Schauspielschulen basiert ;)

Bei uns wird meistens irgendeine Variante des Integral Performing gemacht, die auf stereotypen/generellen Verhaltensmustern basiert - wie Storz das formuliert hat - die man nachstellt, und der Idee, daß nachvollziehbare Darstellung definierbaren Regeln folgen muß.



Storz hat diese Regeln Funktionskreise genannt. Jede Improvisation wird als unpassend empfunden, alles muß dem Raster der Funktionskreise folgen.



Im Prinzip das, was ein Beamter machen würde, sollte er eine Schauspiellehre gründen. Ein starres Regelwerk von Vorschriften, denen strikt zu folgen ist um ein vorhersehbares, erwünschtes und halt auch völlig langweiliges Ergebnis zu produzieren.



Im wahrsten Sinne des Wortes: Ein mechanisches Trauerspiel. Quasi das malen nach Zahlen der Schauspielkunst.



Ich hab letztes Jahr mit Marcel Iures (Pirates/Mission Impossible) gedreht, der mit seinen Augen in 10 Sekunden mehr sagt als die meisten deutschen Schauspieler mit ihrem Mund in einer Minute - das war wirklich beeindruckend. Letzte Woche mit Tanna Frederick und Gianin Loffler (der damals im Stargate Film mitgespielt hat) - die beiden haben eine Improvisation hingelegt, daß ich eine Gänsehaut bekommen habe.



Antwort von iasi:

Die deutschen Serien sind in den letzten Jahren auf jeden Fall besser geworden.


da kommt es immer darauf an, welchen Zeitraum man betrachtet - wenn man einen vergleich mit den letzten Jahrzehnten zieht, muss man zur gegenteiligen Einschätzung kommen.



Antwort von dienstag_01:

Bei uns wird meistens irgendeine Variante des Integral Performing gemacht,
Wer hat dir denn das wieder erzählt, das ist doch nun vollkommener Quatsch.



Antwort von iasi:

Die Deutschen haben keine Themen mehr ... es herrscht der Merkle-Stil vor ...



Dramen über eine Frau mit Nagelpilz interessieren eben nun mal nicht - zumal geschüttelt wird, bis einem vom zusehen übel wird und der dramatisierende Score die Gläser im Schrank erschüttert, wenn der kleine Zeh befallen wird.





Da kann dann die Darstellerin ihr bestes geben - aber ihr linker Fuß wird nicht das britische Niveau erreichen können.



Antwort von Frank Glencairn:

Bei uns wird meistens irgendeine Variante des Integral Performing gemacht,
Wer hat dir denn das wieder erzählt, das ist doch nun vollkommener Quatsch.

Ich hatte im laufe meiner Karriere die ein oder andere Gelegenheit mit Schauspielern zu darüber sprechen, aber wenn du auch was zum Thema beizutragen hast, bitte erleuchte uns.



Antwort von dienstag_01:

Ich hatte im laufe meiner Karriere die ein oder andere Gelegenheit mit Schauspielern zu darüber sprechen,
Das kann man fast nicht glauben, bei dem, was du hier zu besten gibst (oder du hast einfach immer die falschen Schauspieler getroffen) ;)

Aber im Ernst, das Thema ist natürlich sehr komplex (und Actors Studio steht nicht für DIE amerikanische Ausbildung), aber was man sicher sagen kann, dass professionelle deutsche Ausbildung, an staatlichen Schulen, selbstverständlich auf der Grundlage von Stanislawski erfolgt. Nicht nur, da kommt zum Beispiel noch Brecht dazu (u.a.), aber die Basis ist es.

Und das schon Jahrzehnte länger, als bei Strassberg.



Ich bin jetzt auch nicht der alleswissende Schauspielexperte, aber diese Algemeinplätze hier und dann noch so pauschal für alle deutschen Schauspieler zu sprechen oder von *meistens*, das lässt einfach vermuten, dass hier nur mal wieder jemand Schuldige für seine eigene Mittelmäßigkeit sucht.

Verstehst du das, lieber Frank, das ist unterste Schublade.

Oder anders ausgedrückt, deine Stärken liegen augenscheinlich woanders ;)



Antwort von macwalle:

Vorweg:

Ich habe vom Schauspielen überhaupt keine Ahnung –

lediglich als Zweitklässler stand ich mal bei der »Vogelhochzeit« auf der Schulbühne,

und das ist auch schon 45 Jahre her –,

daher eine vielleicht etwas naive Frage:



Was ist denn,

außer einer ausgefeilten Sprach- und Stimmtechnik und dem Sich-hinein-Versetzen in die jeweilige Rolle,

das so Komplizierte am Agieren vor der Kamera?



Just die Tatsache, dass ich vergessen muss, dass alles nur ein Spiel ist?

Oder gibt es da auch technische Umstände, die ein Schauspieler intuitiv berücksichtigen muss –

Bewegungstempo, Lautstärke, Intensität des Ausdrucks, das Ausblenden des Crew-Gesummses um einen herum o.ä.?



Diese Frage stelle ich aus zwei Gründen:

Erstens fällt mir das doch sehr verfremdete (und befremdende) Verhalten vieler Menschen auf,

die schlagartig anders agieren, sobald sie mitbekommen, dass eine Kamera auf sie gerichtet ist.



Zweitens bemerke ich bei mir selbst, dass ich im Kunden(verkaufs)gespräch dann am erfolgreichsten bin,

wenn ich mich gar nicht verstelle, d.h. entgegen der Ratschläge vieler (schlechter) Verkaufs-Ratgeber

einfach so gegenüber dem Kunden agiere, wie ich bin – also null »Show«.

Jede »Schauspielerei« würde dem jeweiligen Kunden (zumindest den meinigen) auch sofort übel aufstoßen –

so tumb sind die Menschen nun auch wieder nicht.



(Zur Erläuterung meines Erfahrungshintergrundes:

Ich verkaufe auch die Anzeigen für unser regionales Monatsblatt,

dessen Produktion und Redaktion mir ebenfalls obliegt.

Insofern sind mir die technischen Abläufe komplett geläufig,

und ich kann meine Kunden wirklich fachlich kompetent beraten,

was deren Anzeigengestaltung angeht,

etwa bei Beschränkungen des Farbraumes im Druck oder bei der Mindest-Schriftgröße.



Dennoch setze ich gewisse »Techniken« bei der Interaktion mit dem Kunden ein,

deren Wirksamkeit mir erst im Laufe der Jahre bewusst wurde –

etwa an kritischen Verhandlungspunkten einfach mal acht Sekunden zu schweigen –

fast jeder Kunde hält diesem stillen Druck nicht stand und kommt dann von sich aus der Reserve.



Das ist aber für mich kein Schauspielen, sondern eher Kommunikationstechnik.)



Bei einem Schauspieler stelle ich mir ein analoges Vorgehen so vor,

dass seine Person (er selbst also) die Grundlage für sein Spiel liefert,

er den Charakter seiner Figur lediglich durch seine Handlungen

und partiell durch sein Ausdrucksverhalten modelliert –

oder liege ich da grundlegend falsch?



John Malkovich etwa ist für mich immer John Malkovich,

aber er kann je nach Anforderung eine Figur entweder als harmlos-deppert

oder zynisch-bösartig aussehen lassen und dabei dennoch sehr wahrhaftig wirken –

worin genau besteht denn nun diese Kunst?



Und (um wieder zum Thema zu kommen und den Kreis zu schließen):

Hat die authentische Performance eines Schauspielers wirklich grundlegend mit der jeweiligen »Schule« zu tun,

also mit »Method Acting« oder »Integral Performing«?



Und, wenn dem so ist,

warum hat hier in Deutschland nicht das Method Acting die Lufthoheit an den Schauspielschulen?

Andere kulturelle Traditionen?



Im Gegenzuge hat der französische Film einige wunderbare Perlen hervorgebracht,

die, wären sie in Deutschland gefilmt worden,

ich mir nur schwer in einer ähnlichen Qualität vorstellen kann (»Chocolat« etwa)



Uups, Korrektur:

»Chocolat« war ein britisch-US-amerikanischer Film …

http://de.wikipedia.org/wiki/Chocolat_% ... en%C3%BCgt



Tja, so kann man danebenliegen …



Na gut, dann nehmen wir halt den dänischen Film –

etwa »In China essen sie Hunde« …



Natürlich weiß ich,

dass eine umfassende Antwort auf meine Fragen in diesem Forum nicht möglich ist –

aber vielleicht in den Grundzügen.

Für Fach-Literaturtipps bin ich daher auch sehr dankbar –

so in Richtung Basics des Schauspiels.



Im Übrigen ein sehr interessanter Thread,

ich bin gespannt auf die weitere Diskussion …



Antwort von Frank Glencairn:

,,, lässt einfach vermuten, dass hier nur mal wieder jemand Schuldige für seine eigene Mittelmäßigkeit sucht.

Was heißt hier "eigene Mittelmäßigkeit" ich hege A selbst keine Schauspiel Ambitionen, und B was kann ich für das, was der deutsche Durchschnittsschauspieler abliefert?



Antwort von dienstag_01:

Und (um wieder zum Thema zu kommen und den Kreis zu schließen):

Hat die authentische Performance eines Schauspielers wirklich grundlegend mit der jeweiligen »Schule« zu tun, also mit »Method Acting« oder »Integral Performing«?
Nein. Es sei denn, er hält sich sklavisch an eine Methode und ist im Ergebnis nicht authentisch ;)


Und, wenn dem so ist,

warum hat hier in Deutschland nicht das Method Acting die Lufthoheit an den Schauspielschulen?
Wie gesagt, da werden Unterschiede gemacht, die es gar nicht gibt. Hier wie dort ist die Grundlage Stanislawski.



Aber, man merkt es auch in diesem Thread, was meiner Meinung eher mal zu diskutieren wäre, ist das fehlende Verständnis für die Arbeit *des anderen*. Besonders beim Film, im Theater teilweise aber auch. Alle lernen *ihr* Handwerkszeug (mal schlechter, mal besser), aber das das ganze eine gemeinsame Arbeit ist, haben manche auch nach Jahren noch gar nicht bemerkt (Bestes Beispiel, die Szene, die Frank oben beschreibt, mit den Schauspielern, die improvisieren. Da merkt man doch gleich, dass er einfach gar nicht WEISS, dass Schauspieler das KÖNNEN - mal schlechter, mal besser - man muss mit ihnen ARBEITEN. Aber wenns keiner verlangt bzw. eh nur auffhällt, da müssen dann erst Schauspieler kommen, die es nicht anders gewöhnt sind und es einfach machen. Manches Regieteam sollte man mal befragen, was es eigentlich so vorhat...).



Antwort von Charlinsky:

Ich bin auch jemand, der ne deutsche Produktion meistens schon an den Trailern erkennt, ohne etwas über den Film bereits gehört zu haben.



Ich bin einfach der Meinung, das das Problem einfach darin liegt, das vieles versucht wird, es den Amis nachzumachen bzw. sogar zu uebetreffen - und das geht immer in die Hose!



Ne verrauchte Kneipe, unrasierte Darsteller, nen Haushalt, wo es nicht immer clean ist, ein alltaegliches reales leben...Das gibt es bei den deutschen Filmen schon mal garnicht, da wirkt alles steril, abgehackt und aufgesetzt, die Handlung vorhersehbar, einfach Pendantisch und sehr ordentlich...das sind einige gründe, ganz zu schweigen vom täglichen Müll der Serien bei den privaten...TV Kultur auf höchstem Niveau!



Antwort von dienstag_01:

Was heißt hier "eigene Mittelmäßigkeit" ich hege A selbst keine Schauspiel Ambitionen, und B was kann ich für das, was der deutsche Durchschnittsschauspieler abliefert?
Ich meinte das als Qualität.

Wer wie du mit deutschen Durchschnittsschauspielern arbeitet (so nennst du sie ja) und danach rummeckert, ist ja mit dem Ergebnis nicht so zufrieden. Vertsändlicherweise.

Also denke ich, dass du es wenigstens mit deinen Fähigkeiten noch auf die Stufe *mittelmäßig* gehoben hast. Bissel über Durchschnitt ;)



Antwort von handiro:

Bitte nicht vergessen: wir waren über 60 Jahre besetztes Land!



Wir haben immernoch kein Kultusministerium des Bundes



Wir sind nach über 60 Jahren Amerikanisierung einfach kulturell platt.



Und wie schon oben und in anderen threads erwähnt: es gibt und gab immer wieder absolute highlites.



Dieses ewige Ameristan-Hintergehumpele....ich bin es sowas von satt!



Dazu die ewig gestrigen Bedenkenträger in den Sendern, die politischen Parteien und ihre Wähler, die in den Kontrollgremien sitzen. Keine Eier in den Hosen, keiner traut sich was.



Wenn was gutes deutsches läuft, dann nach 23 Uhr so wie bei Graf und seinem Russenmafia-Berlin-Film.



Leider muss ich Frank widersprechen: gute Schauspieler sind auch bei uns selten, genauso selten wie in Ameristan. Wenn dann eher auffällig besser aus England, wo auch viele Vorlagen von den ach so gepriesenen Serien herkommen (siehe house of cards).



Aber zu allererst muss die Kultur gefördert werden!!! Wir bräuchten mal einen Jack Lang. Stattdessen entscheiden nur noch BWLler und Bankster.



Die so hoch gepriesenen Ami-Serien find ich allesamt voll Moppelkotze, ich hab keine davon mehr als ein paar Minuten länger ausgehalten als unsere Tatort Grütze.



Antwort von Chrompower:

Hallo,



@raketenforscher: Das habe ich auch gemerkt. Der Rhythmus stimmt überhaupt nicht. Es kommt einem vor wie in einer Kindervorführung. Person A sagt etwas, dann kommt eine kurze Pause bei der Person B anscheinend darüber nachdenkt das jetzt ihr Einsatz kommt, und dann sagt Person B was.



@dirkus: Wie meinst du das genau? Meinst du ich kann einfach irgendeinen englischen Text erzählen und dann deutsch synchronisieren?



@macwalle: Dieses befremdete Verhalten wenn eine Kamera auf jemanden gerichtet ist kenne ich. (Auch bei mir selbst...)

Ich denke es gibt da drei Unterschiede:

- Wenn man schauspielern muss wie beispielsweise in einer Serie - es macht Klick und plötzlich wirkt alles billig wie man bei den "professionellen" deutschen Schauspielern sieht.

- Wenn man zwar nicht schauspielern muss (z.B. bei einer Familienfeier) aber sich trotzdem ein bisschen steif verhält

- Wenn man bewusst aufgenommen wird und nicht schauspielern muss - z.B. bei einem Interview. Hier wirkt alles seltsamerweise meistens völlig natürlich.



@handiro: Egal ob man es mag oder nicht, Serien wie beispielsweise Lost oder Scrubs sind den momentanen deutschen Serien sternenweit voraus.

Macht es da nicht Sinn bei den Besten abzugucken?

Ich meine selbst durchschnittliche Ami-Serien sind Meisterwerke im Vergleich zu Rote Rosen oder Sturm der Liebe. Das schlimmste ist ja das man solche Katastrophen-Serien durch die GEZ mitfinanziert...



Antwort von dirkus:




@dirkus: Wie meinst du das genau? Meinst du ich kann einfach irgendeinen englischen Text erzählen und dann deutsch synchronisieren?


Du kannst ja einfach mal eine Puppe nehmen und sie vor der Kamera hin und her bewegen und ihr einen Text drüber syncronisieren.



Wenn Aussehen und Bewegungen der Puppe mit dem Text zusammenpassen, kannst du mit ihr nahezu jede Geschichte erzählen.



Warum finden wohl alle Leute Puppengeschichten wie zb die Mupped Show so gut?





Bei diesem etwas älteren Video von mir habe ich beide Rollen gespielt und mit meiner Stimme nachvertont. Im Original habe ich hier einfach nur "Bla, bla, bla gesagt;-)







Lichtsetzung und ein bischen Atmosphäre haben dann den Rest erledigt.



Antwort von dienstag_01:

Das ist eigentlich ein sehr schönes Beispiel, bei dem Gestus der Sprache und Gestus des Sprechenden nicht zusammenpassen. Und das sieht man trotz Mundschutz ;)



Antwort von dirkus:

War ja auch keine 100 000 Dollar Produktion, sondern ein 24h all in One Projekt;-)



Antwort von dienstag_01:

Das sollte auch keine Kritik an deinem Film sein, nur als Beispiel, dass man einfach blabla sagen kann, funktioniert er nicht. Der Gestus muss eben trotzdem stimmen.

Es gibt aber einige erfolgreiche Regisseure, die so gearbeitet haben (fragt mich jetzt bitte nicht nach Namen).



Antwort von dirkus:

Ich finde es manchmal eher schrecklich, wenn die Darsteller ihre Texte übermässig gestikulieren. Dann lieber nur mit den Mundwinkeln und Augen arbeiten lassen.



Was hier jetzt ja nicht rüberkam.



Antwort von raketenforscher:

@dirkus, der kleine Film gefällt mir. :D Ich habe erst einmal kurz verwundert die Augen und Ohren gerieben, als ich Waffen hörte. Dann war aber gleich die Intention klar.



Als Legalwaffenbesitzer und Jäger hat mich der Beitrag erfreut. :D



Antwort von raketenforscher:

Ich finde es manchmal eher schrecklich, wenn die Darsteller ihre Texte übermässig gestikulieren.



Was hier jetzt ja nicht rüberkam.

Krasse Beispiele dazu findet man bei Filmen und Darstellern beim Übergang von der Stummfilmzeit zum Tonfilm. Greta Garbo wurde dadurch ja berühmt.



Antwort von dirkus:

Hier ist mal auf die Schnelle noch ein Beispiel von mir, wie man mit Mimik und Gestik unterschiedliche Stimmungen erzeugen kann.







Je mehr man gestikuliert, desto aufdringlicher wirkt die Mimik und das gesprochene.



Antwort von dienstag_01:

So gehts natürlich genau nicht. Das nennt man chargieren.



Antwort von dirkus:

Die Gesten mit den Händen sieht man hier im Close Up natürlich nicht. Aber sie wirken sich auf die Gesichtszüge aus. Je mehr man spielt, desto weniger kontrolliert man seine Gesichtszüge.



Jedenfalls nicht, wenn man es nicht übt das zu unterdrücken.



Antwort von dienstag_01:

Man KONTROLLIERT überhaupt nicht seine Gesichtszüge, es sei denn, man ist ein Kontrollfreak ;)

Das was du hier zeigst, spricht für ein großes Missverständnis deinerseits. Jedenfalls wirkt es eher so, als wenn der Nachbar den Weihnachtsmann gibt. (Kann natürlich auch schön sein). Eine vollkommen formale Herangehensweise die sich in Posen erschöpft.



Antwort von ChillClip:

Was machen die Staaten (und auch Frankreich) besser als wir?
Gerade der größte Film- und Serienschrott kommt doch aus den USA.



Antwort von ChillClip:

Meine Vermutung: Es liegt an den Schauspielern. So wie die ihre Texte vortragen, so künstlich, unnatürlich, billig. Wie ein auswendig gelerntes Gedicht. Aus diesem Grund sind deutsche Dokumentationen auch so gut, weil genau dieses Problem weg fällt.



Aber warum klappt es beim Synchron-Sprechen von US Serien/Filmen meistens so gut? Ist vielleicht die Ton-Charakteristik beim Synchron-Sprechen anders und wirkt es dadurch natürlicher? Liegt es vielleicht nur daran?
Im Gegenteil: es dürfte sogar eher daran liegen, DASS deutsche Schauspieler natürlicher sprechen. Insbesondere bei Amiproduktionen übertreiben die Synchronsprecher ziemlich und reden, wie es ein normaler Mensch nie tun würde. Irgendwo hat das mal ne Synchronsprecherin in einer Fernsehsendung vorgemacht, wie man "normal" spricht und wie, wenn man eine US-Produktion bespricht. Wenn man das live sieht, lacht man sich kaputt dabei. In der US-Serie allerdings wirkt es dann "normal", weil wir uns einfach daran gewöhnt haben.



Ansonsten ist ne Synchrostimme klanglich auch hochwertiger, wie der O-Ton - auch wenn es eigentlich unnatürlich ist, wenn eine Stimme ohne Raumanteil direkt aufs Ohr klatscht. Ich finde immer, es hört sich dann tatsächlich billig an, wenn man bei synchronisierten Filmen (gut gemachte Synchro vorausgesetzt) in den O-Ton schaltet, wo die Stimmen dann einfach weit hinten und klanglich dünn sind (obwohl das eigentlich viel natürlicher ist).



Bei Geräuschen ist es doch derselbe Effekt: Je künstlicher und unrealistischer Geräusche gemacht sind, umso natürlicher empfinden wir Zuschauer das oft. Wenn man nur O-Ton-Geräusche nehmen würde, dann würde das total "unnatürlich" klingen, obwohl es realer ist ...



Antwort von dirkus:

Wir wollen beim Film ja möglichst keine Realität abbilden - wir wollen eine Illusion aufbauen!



Ansonsten können wir gleich das "Feeling" von Big Brother Shows als Kino Standard einführen.



Antwort von Frank Glencairn:



Nein das liegt an der unterschiedlichen Syntax. Der deutsche Satzbau muß ja dem Englischen angeglichen werden, und danach das ganze auch noch zusätzlich auf die Lippenbewegungen des original Schauspielers.

Wenn man da einen normalen deutschen Rhythmus und Satzaufbau verwenden würde, würde das niemals passen.



Und weil das bei jeder Sprache anders ist, kann man trotz deutscher Synchronisation immer sofort sagen ob man einen Englischen oder Französischen Film vor sich hat.



Antwort von iasi:

Ist ja schrecklich - das hört sich mal wieder nach "Schuldig sind immer die anderen" an.

Mal sind es die Produzenten oder Redakteure, mal sind es die Schauspieler.



Was soll man denn von Schauspielern ewarten, die im Kreis auf einem Hochhausdach stehen und ihren Dialog nach der Kamera timen müssen, die sie umkreist (gesehen bei einem Tatort).



Oder dieses weitwinklige Kamerageschüttel aus der Ferne - mit großen Gesten soll der Schauspieler natürlich nicht agieren, denn da wäre Theater, aber die Distanz muss er dennoch überbrücken - ja wie denn, wenn man seine Augen kaum erkennt.

Ach ja - und natürlich bekommt er auch von der Bildgestaltung kaum Unterstützung, da das Bild technische Perfektion verlangt und deshalb jeder Strauch im Hintergrund klar und deutlich herausstechen muss.



Und während des Drehs? Drehzeit ist knapp - und die nutzt man natürlich für hippe Fahrten, technisch perfekte Ausleuchtung usw ... für die Arbeit mit dem Schauspieler braucht man ja schließlich nicht so viel Zeit - der muss schließlich seinen Text gelernt haben.



Casting?

Mal ein paar Karteikarten anschauen, das muss genügen - ganz so, wie man die Datenblätter von Kamera und Rekorder vergleicht. Ja - so scheint man in D die Darsteller für Rollen zu finden. Und natürlich erwartet man, dass ein Schauspieler alles spielen kann.



Antwort von sgywalka:

Aber auf die CASTING-COUCH



willssd doch auch lieber ein junge fesche ab 20-zig-jährige

für den entsaftenden Bl-ou-w- job lassen..oder?



erzähl jetzt net.. bitte net



TU UNS DES NET AN------------------------->



DAS PUBLIKUM ist POST-59-AGED =



jetz stel dir die Actress es vor ( post 61-aged aber ge-bo-toxxt)



Pfui deifl--- satz ihr so per vers?



wähhhhhhhhhhhhh...



Antwort von iasi:

Aber auf die CASTING-COUCH



willssd doch auch lieber ein junge fesche ab 20-zig-jährige

für den entsaftenden Bl-ou-w- job lassen..oder?



erzähl jetzt net.. bitte net



TU UNS DES NET AN------------------------->



DAS PUBLIKUM ist POST-59-AGED =



jetz stel dir die Actress es vor ( post 61-aged aber ge-bo-toxxt)



Pfui deifl--- satz ihr so per vers?



wähhhhhhhhhhhhh...

ja ja - alle wollen den Schauspielern erzählen, sie mögen doch ihren Job richtig erlernen, aber dann selbst mit CASTING-COUCH kommen ... ooohhhh jeee ...



und manch einer ist eben nur bei seiner Schreibe revolutionär - immer schön dem Schönheitsideal und der aktuellen Moral folgen ... schon klar: blasbedürftiger Mann braucht fesches Jungfleisch ... ideal ist das, was man bei den Casting-shows zu sehen bekommt ... ja - da geht den Konfomierten schon beim zusehen einer ab ...



Antwort von Maximus63:

Das Problem am deutschen Film ist, er hat keines. Die Regisseure und Schauspieler unterliegen dem Diktum der Sender, Redakteure.

Die Sender sagen, wenn du das nicht machst, machst du gar nix mehr. Die Sender beteiligen sich an Kino Filmen und diktieren so das Geschehen. Dann gibt s noch Regisseure, welche ihre eigene, bescheuerte Version auf die Leinwand bringen und so dem deutschen Film erheblichen Schaden zufügen. Es gibt Regisseure, deren Credo lautet : Ich will meine Visionen auf die Leinwand bringen. Das Publikum interessiert mich nicht.

Dann haben wir das Monstrum Förderung und diesen unsäglichen Regional Effekt. Ein deutscher Film muss nichts einspielen, wegen der Förderung. In den Staaten wären diese Regisseure wo ? Weg !

Das nächste sind die Filmhochschulen. Oder die Drehbuchseminare. Immer wieder werden Regiestudenten ausgezeichnet, welche von den Schulen kommen. Aber, wo sind den ihre tollen Filme ? ( Siehe Diktum )

Drehbücher werden ausgezeichnet. Aber mit den Drehbüchern ist das so eine Sache. Ein gutes Drehbuch wird so lange zerredet von Redakteuren und Dramaturgen, bis es richtig Scheiße ist ( siehe ZDF, ARD ) und dann wird es verfilmt. Ich spreche aus Erfahrung, da ich 90 min. Drehbücher schreibe. Und was das angeht, könnte ich mich noch Seitenweise auslassen.

Wir hätten die Location, das Know How, Profis, die wissen, wie man richtig mit Technik umgeht. Aber, wie gesagt, SIE DÜRFEN NICHT. Und so dümpelt der deutsche Film dahin, gefördert mit Steuer - Millionen.



Antwort von iasi:

Also wenn wir die Leute haben, warum machen sie dann keine Film, sondern lassen sich von den bösen Redakteuren versklaven?



Man kann z.B. über einen wie Uwe Boll lästern, aber dennoch hat er die Energie unabhängig Filme zu machen.



Es ist wohl eher die deutsche Versicherungsmentalität: Nur kein eigenes Risiko!



Die Sender, die Filmförderung, die Produzenten - ja - die mögen doch bitte das Geld geben - meine Kohle will ic aber lieber nicht riskieren, denn ich trau ja schließlich mir selbst nicht und schon gar nicht dem finanziellen Erfolg meiner Werke ...



Es scheint auch gar kein Thema mehr zu geben, das die deutschen Filmschaffenden wirklich vorantreibt - mal abgesehen von persönlicher Nabelschau und klischierter Entrüstung ist da doch nichts. Mehr als oberflächliche Krimis und Schenkelklopfer gibt"s doch kaum noch.



Wir halten "s eben mit Merkle: Ist doch gut so wie es ist, also beständig weiter und bloß nicht an etwas rütteln, das möglicherweise echte Veränderungen verlagen würde.



Antwort von freezer:

Für mich ein interessantes Beispiel ist die österreichische Serie "Die Lottosieger". Sehr gute Darsteller (Reinhard Nowak, Brigitte Neumeister), tolle Kameraarbeit (Robert Dorner) und Lichtsetzung, die Regie (Leo Bauer) hat das Timing der humorigen Szenen perfekt im Griff. Sicher eine der besten Serien aus Österreich der letzten Jahre. Ein deutscher Sender kauft die Rechte für Deutschland und verfilmt das gleiche Drehbuch fast wortwörtlich (mit leichten Adaptierungen an den Markt) unter dem Titel "Die Lottokönige".



Die gleichen Szenen wirken in den deutschen Adaptierung einfach nur mies und unlustig. Ich war wirklich baff, wie man das so verhauen kann.



Die Lottosieger brachte es auf 3 Staffeln mit insgesamt 30 Folgen.

Die Lottokönige brachten es auf 6 Folgen.



Antwort von handiro:

Das Problem am deutschen Film ist, er hat keines. Die Regisseure und Schauspieler unterliegen dem Diktum der Sender, Redakteure.

*snip*

Wir hätten die Location, das Know How, Profis, die wissen, wie man richtig mit Technik umgeht. Aber, wie gesagt, SIE DÜRFEN NICHT. Und so dümpelt der deutsche Film dahin, gefördert mit Steuer - Millionen.

+1!

Absolut korrekt. Auch der Beitrag von freezer.



Ich bin mir auch sicher, dass dieses Hinterhergehechel nix Gutes bringen wird.

Da können alte BBC und HBO Hasen noch so viele Kurse an der DFFB anbieten.



Ich seh schon Breaking Bad vom ZDF produziert vor mir....oder wirds RTL?



oy vey



Zum Glück gibts noch Dokumentarfilme.



Antwort von iasi:

Das Problem am deutschen Film ist, er hat keines. Die Regisseure und Schauspieler unterliegen dem Diktum der Sender, Redakteure.

*snip*

Wir hätten die Location, das Know How, Profis, die wissen, wie man richtig mit Technik umgeht. Aber, wie gesagt, SIE DÜRFEN NICHT. Und so dümpelt der deutsche Film dahin, gefördert mit Steuer - Millionen.

+1!

Absolut korrekt. Auch der Beitrag von freezer.



Ich bin mir auch sicher, dass dieses Hinterhergehechel nix Gutes bringen wird.

Da können alte BBC und HBO Hasen noch so viele Kurse an der DFFB anbieten.



Ich seh schon Breaking Bad vom ZDF produziert vor mir....oder wirds RTL?



oy vey



Zum Glück gibts noch Dokumentarfilme.

Ach was - fragt euch doch mal zuerst, wer die Filme und Serien macht.

Da is doch kein Redakteur, der alles selbst macht.

Den Mist drehen die Film- und TV-Macher.

Weshalb drehen denn z.B. die Rumänen Filme, die in Deutschland ausgezeichnet werden, während deutsche Filme leer ausgehen.

Und die Rumänen drehen ihre Filme ohne die Förder- und Gebührenmillionen.

We etwas zu sagen hat, ist eben auch kreativ - alles andere ist eben Fließbandarbeit.

Immer diese Arbeitnehmermentalität.



Antwort von macwalle:

Ich bin grundsätzlich sehr erfreut,

dass hier mal eine lebendige Diskussion aufkommt,

die auch im Ton allgemeinen Anstandsregeln folgt;

das ist ja schon selten heutzutage im Netz …



Zwei Fragen hätte ich dennoch –

eine betrifft eher die Qualität des Schauspiels/Schauspielers

und deren Implikationen im bundesdeutschen Filmbetrieb,



die andere zielt eher auf Dokus ab:



1) Spielt eigentlich die Leidenschaft, also die künstlerische Ambition,

mit der ein Schauspieler seine Rolle wahrnimmt/wahrnehmen will,

gar keine Rolle beim Casting?



Sind es eher die Geldgeber, Regisseure und Produzenten,

die hier entscheiden, wer welche Figur besetzt?

Unabhängig von der künstlerischen Aussage/Qualität?



Ich denke da etwa an Nick Tschiller o.ä./Till Schweiger im »Tatort«.



2) Bei den Dokus sehe ich den deutschen Film gar nicht mal so weit hinten:



aus der ÖR-Mediathek habe ich mir neulich eine Doku über Ostfriesland heruntergeladen,

die meines Erachtens klasse gemacht ist und locker mit BBC-Produktionen mithalten kann:



http://programm.ard.de/TV/Programm/Jetz ... 1716629581



Auf jeden Fall war ich hell angetan von dieser filmischen Dokumentation.

Sehr aufwendig und sehr liebevoll umgesetzt, das Thema.

Besser geht es eigentlich kaum.



Meine Frage hier:

Ist es denn wirklich so,

dass zumindest bei Dokus die deutschen Filmer immer am Tropf des Auftraggebers hängen

und sich auf obskure Deals einlassen müssen?



Oder können sie auch mal mit eigenen Iden um die Ecke kommen und finden einen Finanzier?



Manfred Schulz (der Kopf hinter der Ostfriesland-Doku)

scheint es ja geschafft zu haben,

filmische Qualität und gestalterische Unabhängigkeit

unter einen Hut zu bekommen,

nebst eines auskömmlichen Honorares.



Er scheint aber auch (aufgrund jahrelanger guter Arbeit)

bestens vernetzt zu sein –

was ich als gerechten Lohn für saubere Arbeit empfinde.

Im Ergebnis lieferte er ein nahezu poetisches Werk.



Deshalb, generell gefragt,

wenn man sich mal das Ausland anschaut:



Sind deutsche Filmer zu abhängig vom öffentlichen (Förder-)-Topf?

Weil es Ihnen etwa an Leidenschaft und Ambition fehlt?

Und vielleicht auch an kaufmännischem Bewusstsein?



Und, wenn ja,

wäre es dann nicht nicht mal an der Zeit,

sich neue Finanzierungsmodelle zu überlegen,

über Crowd-Funding etwa?



Aber ich bin da nur blutiger Laie,

die (auch selbst involvierten) Fachleute hier wissen wahrscheinlich deutlich mehr …



Ich bin gespannt auf Eure Antworten –

und ich freue mich auf die Diskussion hier

und auf meinen Wissenszuwachs!



Gruß vom Elbdeich



Macwalle



Antwort von iasi:

ahh ... was will man denn von Schauspielern erwarten, wenn sie bei den Finanzposten immer an letzter Stelle auftauchen.

Da spielt man eben doch wieder bei "Rote Rosen" mit, weil man von anspruchsvoller Schauspielerei nicht leben kann.



Motivation und Seele legt man doch nicht in seichte Fließbandunterhaltung.

Und auch nicht in die Darstellung von Stereotypen, denen Klischees in den Mund gelegt werden.



Andererseits kostet ein Satz Leica-Cine-Objektive 125.000€ - und die braucht man natürlich, weil dem Techniker jeder glaubt.



Es gibt ja durchaus auch heute noch herausragende schauspielerische Leistungen in deutschen Produktionen - und die kumninieren eben immer sehr auffällig mit dem Charakter, der dargestellt wird.

Redakteure schreiben keine Drehbücher - Redakteure konzipieren keine Charaktere - Charaktere gestalten keine Konfiktsituationen, in denen sich Charaktere entwickeln (und die den Leuten eben nicht am Ar... vorbei gehen.)



Antwort von handiro:

Ich kann nur zu Dokus etwas sagen. Ich kenne persönlich mehrere Einzelkämpfer, die ihre Dokumentarfilme komplett allein und ohne Auftrag einer Redaktion, sendefertig herstellen und dann erfolgreich verkaufen.



Und ja: in der Sparte Dok spielt Deutschland vorne mit, wobei Österreich und Schweiz besonders hervorragen.



Es gibt auch noch gute Redakteure, die sind aber selten :-)



Mir bereitet schwere Sorgen, dass so Typen wie der Besitzer von ebay jetzt einen auf "Kämpfer für die Meinungsfreiheit" machen und so gute Dokumentarfilmer wie Laura Poitras auf den hereinfallen.



Antwort von iasi:

Wobei die Themen vieler Dokumentarfilme relativ leicht gewählt sind und dann leider auch nicht so behandelt werden, wie die Komplexität es verlangt.



Da sind dann z.B. oft irgendwelche nebulösen Konzerne schuld und man kann sich erhaben entrüstet als Zuschauer zurücklehnen.



Doch es gibt auch Dokus, die tiefer gehen und einen nachdenklich zurücklassen.



Antwort von Frank Glencairn:




Ich seh schon Breaking Bad vom ZDF produziert vor mir....oder wirds RTL?



.

Und der deutsche Titel ist dann "Zum Brechen schlecht"



Antwort von iasi:




Ich seh schon Breaking Bad vom ZDF produziert vor mir....oder wirds RTL?



.

Und der deutsche Titel ist dann "Zum Brechen schlecht"

Tja - abmalen ist natürlich die einfacherer Art - nur Kreatives kommt dabei nicht heraus.

Es ist natürlich schon richtig: In den USA gibt es viele Deutschstämmige, also passt das schon, wenn wir deren Themen übernehmen - uns fällt ja leider nichts mehr selber ein.



Antwort von Frank Glencairn:

Das ist nicht der Punkt, uns fällt jede Menge ein.



Eine Freundin von mir geht nach UK mit ihren Drehbüchern, weil ihr in Deutschland gesagt wurde, sowas wolle man hier nicht sehen.



Wenn das dann in UK ein Erfolg ist, kaufen die selben Leute das "was man in Deutschland nicht sehen will" und senden es - oder noch schlimmer - machen auf eigene Faust eine deutsche Adaption (was natürlich in die Hose geht), und das will dann wirklich keiner sehen.



völliger Wahnsinn das



Antwort von iasi:

... und wieder "diese Leute" ...



Solange man "diese Leute" hat, ist man natürlich fein raus, denn der Krug geht an einem vorbei ...

Was mich wundert: Drehen "diese Leute" den ganzen Mist, mit dem die Kanäle geflutet sind, eigentlich ganz alleine?



Kommen die alle aus dem Ausland, die für "diese Leute" diese vielen Haufen setzen? Das muss wohl so sein, denn wer in Deutschland würde sein Geschäft denn in aller Öffentlichkeit machen.



Wenn ich so manche Sendung im deutschen TV sehe, sticht es mir, bevor ich umschalten kann, in den Sinn:

Was sind das denn für geistige Sado-Huren, die sich an der Herstellung solcher kreativen Fäkal-Pornos beteiligen - man sollte ihnen helfen, aus diesem Sodom und Gomorra herauszufinden, denn selbst scheinen sie wohl nicht mehr in der Lage zu sein, sich aus der Anspruchs-Gülle zu erheben.



Antwort von Frank Glencairn:

Ist da jemand mit dem falschen Fuß aufgestanden?



Wieviel Drehbüchern/Produktionen hast du an deutsche Sender verkauft und was sind deine Erfahrungen dabei?



Antwort von iasi:

Ist da jemand mit dem falschen Fuß aufgestanden?



Wieviel Drehbüchern/Produktionen hast du an deutsche Sender verkauft und was sind deine Erfahrungen dabei?

Ich hab schon zu oft versehentlich in Sender reingezappt auf denen gerade etwas aus deutschen Landen lief.



Drehbücher verkauft? Meinst du etwas in der Art wie "Rote Rosen"?



Produktionen verkauft? Meinst du so etwas wie "Deutschland sucht ..."?



Oder denkst du vielleicht an so etwas wie z.B. "Helden - Wenn dein Land dich braucht" ...

Im Abspann findest du viele Namen - und eben nicht nur die von "diesen Leuten" ...

Und all die beteiligten Leute arbeiten weiter daran, uns und die Welt mit ähnlichen Qualitätsprodukten "Made in Germany" zu erfreuen.



"Made in Germany" hatten die Briten eingeführt, um ihre Bürger vor qualitativ schlechten Produkten aus Deutschland zu warnen - im TV-Sektor ist dies wohl noch heute gültig.

Übrigens: Die Briten haben ihre BBC - da sitzen ebenfalls Redakteure drin ...



Antwort von Frank Glencairn:

Ooo-kay...



Ich werte das dann mal als:



"Nein ich verfüge über keinerlei Erfahrung in diesem Geschäft"



Da du dich so darüber grämst, daß "die beteiligten Leute" - ich nehme an, das glit für alle - vom Kabelträger bs zum DP - es wagen können ihre Brötchen damit zu verdienen, indem sie Unterschichtenfernsehen machen, statt den Kram hinzuschmeißen und auf eigene Faust was vernünftiges zu produzieren würde ich gerne wissen welche hochkarätigen Serien/Filme du bisher produziert, bzw. mitgearbeitet hast.



Antwort von Tiefflieger:

Ganz ehrlich?

In US Serien geht es nur um Vampire, Geister, Verbrechen und Ärzte.

In Deutschland schemenhafte Kommissare, Liebesschnulzen mit gut und böse. Alles Richtung Kunst ist wegen Jugendschutz verboten.



Für meine Frau darf ich Rosamunde Pilcher, Inga Lindström aufnehmen. Spielt alles ausserhalb von D. Gilt auch für Traumschiff etc.



Warum meint jeder die Handlung muss einem (künstlich) vom Hocker hauen?

Lasst doch mal schwarz/weiss die 60er auferstehen (Englische Kommissare) mit realistischem Hintergrund.

Oder mit dem Trike (Motorisierter Flugdrachen) jemanden quer durch Deutschland fliegen (und ja nicht verkürtzt zusammenschnippeln) sondern alles detailliert zeigen. Auch die Geschichten für Zwischenstationen.

Oder begleitet Jugendliche die was können mit Perspektive (Mehrheit) und nicht sozial randständige die mit Hilfe anderer die Kurve kriegen (leichtgewichtig natürlich)



Gruss Tiefflieger



Antwort von iasi:

Ooo-kay...



Ich werte das dann mal als:



"Nein ich verfüge über keinerlei Erfahrung in diesem Geschäft"



Da du dich so darüber grämst, daß "die beteiligten Leute" - ich nehme an, das glit für alle - vom Kabelträger bs zum DP - es wagen können ihre Brötchen damit zu verdienen, indem sie Unterschichtenfernsehen machen, statt den Kram hinzuschmeißen und auf eigene Faust was vernünftiges zu produzieren würde ich gerne wissen welche hochkarätigen Serien/Filme du bisher produziert, bzw. mitgearbeitet hast.

Ich hab da neulich einen Vortrag gehört - über Verantwortung - wer sich in irgendeiner Form beteiligt, trägt Mitverantwortung - auch durch Kabelträger wird ja schließlich so etwas wie "Helden" überhaupt erst möglich gemacht.

Man kann sich schließlich aus schlicht weigern, an so etwas mitzuwirken.

Also ich würde mir einen anderen Job suchen, statt mit so etwas mein Geld zu verdienen ...

" dafür, dass niemals im Ausland jemand diesen sturzdummen, humorfreien und kraftmeiernden Pathos-Quatsch zu sehen bekommt."

http://www.spiegel.de/kultur/tv/helden- ... 25693.html

Und es gibt ja noch bedenklicheren Quatsch im deutschen TV ...



Wer "in diesem Geschäft Erfahrungen gesammelt hat" darf nicht über "diese Leute" klagen, sondern muss sich selbst erst mal vor dem Spiegel aufbauen.



Antwort von Frank Glencairn:




Ich hab da neulich einen Vortrag gehört - über Verantwortung - wer sich in irgendeiner Form beteiligt, trägt Mitverantwortung - auch durch Kabelträger wird ja schließlich so etwas wie "Helden" überhaupt erst möglich gemacht.

Man kann sich schließlich aus schlicht weigern, an so etwas mitzuwirken.

Also ich würde mir einen anderen Job suchen, statt mit so etwas mein Geld zu verdienen ...

" dafür, dass niemals im Ausland jemand diesen sturzdummen, humorfreien und kraftmeiernden Pathos-Quatsch zu sehen bekommt."

http://www.spiegel.de/kultur/tv/helden- ... 25693.html

Und es gibt ja noch bedenklicheren Quatsch im deutschen TV ...



Wer "in diesem Geschäft Erfahrungen gesammelt hat" darf nicht über "diese Leute" klagen, sondern muss sich selbst erst mal vor dem Spiegel aufbauen.

Ich fasse also zusammen:



1. Du verfügst über keinerlei Erfahrung in diesem Geschäft



2. Du hast aber mal einen Vortrag darüber gehört, und deshalb beschlossen bei sowas auch nicht mitzumachen.



3. Du hast selbst noch keine hochkarätige Produktion gemacht oder bei einer mitgearbeitet, sondern beschränkst dich lieber darauf, von anderen zu fordern, sie sollen ihren Job hinschmeißen und was produzieren, das dir zusagt.



Wovon die Leute in der Zwischenzeit leben sollen, und wer das deiner Meinung nach alles bezahlen soll, verrätst du uns nicht.

Gehe ich richtig in der Annahme, daß du zur Finanzierung dieser unabhängigen Projekte ebenfalls nicht zur Verfügung stehst?



Fazit: Du hast selbst bisher nichts gemacht, dafür aber eine ziemlich große Klappe ohne Backup. Sieht aus als hättest du eine große Zukunft als Berater, da du offenkundig sämtliche Qualifikationen mitbringst.



Was den Spiegel betrifft, da kann ich ganz entspannt reinschauen, da ich mit "sturzdummen, humorfreien und kraftmeiernden Pathos-Quatsch" und sogar mit Werbung das Geld (und die Zeit) verdiene um damit Independent Produktionen zu unterstützen, sowie meine eigenen Projekte an den Start zu bringen..



...und was machst du?



Antwort von handiro:

Das ist nicht der Punkt, uns fällt jede Menge ein.



Eine Freundin von mir geht nach UK mit ihren Drehbüchern, weil ihr in Deutschland gesagt wurde, sowas wolle man hier nicht sehen.



Wenn das dann in UK ein Erfolg ist, kaufen die selben Leute das "was man in Deutschland nicht sehen will" und senden es - oder noch schlimmer - machen auf eigene Faust eine deutsche Adaption (was natürlich in die Hose geht), und das will dann wirklich keiner sehen.



völliger Wahnsinn das

Ich glaube so könnte das klappen: mit dem hier Abgelehnten in uk Erfolg haben und dann wirds hier auf Bedenkenträger Niveau "umgeschrieben"

zum Brechen schlecht eben :-)



Zu Zeiten von Menge wurde das ja auch schon gemacht, oder denkt jemand, das Ekel Alfred ist ne deutsche Erfindung?



Aber sowas wie Black Adder traut sich hier keiner. Ausser die Ösis mit ihren Kaiserlichen Audienzen von Palfrader, das war klasse.



Antwort von Chrompower:

Alles in allem sehe ich also nicht wirklich eine Möglichkeit das ein Amateur-Filmer professionell wirkende bzw. keine "deutschen Filme" zu machen.



Das Einzige was mir einfällt ist einen Film zu drehen bei dem nicht gesprochen wird und nicht versucht wird so wenig wie möglich durch Mimik und Gestik zu schauspielern. Damit wären wir halt wieder in den 20er Jahren.



Was mich übrigens auch wundert das ältere deutsche Filme (50er Jahre) schauspielerisch deutlich natürlicher wirken als die heutigen. (zumindest für mich) Vielleicht hat damals auch noch die Amerikanisierung auf die Schauspielerei abgefärbt, was mit der Zeit dann offensichtlich verschwunden ist.



Antwort von domain:

Liegt wohl hauptsächlich an den Auftraggebern, denen dann die Drehbuchautoren und Regisseure Folge zu leisten haben.

Speziell die Regisseure erkennen offenbar gar nicht, dass viele Schauspieler sich wie im Theater mit unnatürlicher Stimme und übertriebenen Gesten produzieren. Wird man bei Michael Haneke z.B nie beobachten können.

So aber erkennt man innerhalb von 5 Sekunden beim TV-Zappen das unnatürliche Spiel, selbst wenn einem die Serie und die Schauspieler unbekannt sind.



Antwort von FixInPost:

In Deutschland werden was größere Produktionen angeht keine Risiken einggegangen.



Antwort von freezer:

So aber erkennt man innerhalb von 5 Sekunden beim TV-Zappen das unnatürliche Spiel, selbst wenn einem die Serie und die Schauspieler unbekannt sind.

Das sollte man riesig ausdrucken und plakatieren. Genauso empfinde ich es auch beim Durchzappen der deutschen Sender.



Antwort von dirkus:

Das Problem der meisten Filmemacher liegt an der fehlenden Entschlossenheit zur Umsetzung.



Alles, was länger als 5min wird, erfordert halt eine wirklich gute Planung und vor allen Dingen GELD!



Das wäre auch die Voraussetzung dafür, dass das Projekt überhaupt eine Chance auf Vermarktung bekommt.



Ich gebe selbst zu, dass ich da zur Zeit meine grössten Probleme mit habe (Gute Ideen sind da).





Im Moment sehe ich nur 2 Möglichkeiten.



Die Schweiger Methode

Alles im Alleingang durchziehen und auf die Kritiker und Bedenkenträger pfeiffen. (Allerdings müssen die Sachen dann irgendwie vermarktbar werden, damit man nicht schon mit dem ersten Film Pleite geht). Kapital muss auch da sein, denn niemand arbeitet umsonst - jedenfalls nicht über einen längeren Zeitraum.



oder die Vollkasko Methode

Alles richtig machen und selbst den inkompetentesten Leute in den Ars.. kriechen, damit man "geliebt" wird und somit Geld für seine Filme bekommt.



Beides hat seine Chancen und Risiken.



Antwort von sgywalka:

Des geht aber nur-Dirkus..! Und da hast Recht



wenn ein Schweiger in einer bereits ist-bekannt-erfasst-Sit. ist.



Ich seh Tv-bei uns nur noch als Ausgefüllter Zwischenraum in den

einzelnen WERBEBLÖCKEN, die von Instant-unterhaltung und möglichst

low-wide-Volks-casting-shows durchsetzt wird, und wenn dann ( es gibt die)

eine geniale Produktion ist, wird die auf 29 Uhr 99min geschoben.



Und die Cahange etwas zu entwickeln, eine Figur sacht und perfide aber

genial aufzubauen, nutzt man nicht. Wir haben einige sher sehr gute

Schauspieler, die fahren im Standgas.. die würden gerne..



Hast du gutes Drehbuch ( kann nur von mir reden/ gut bedeute ich selber

zerflesich mich schon genug beim schreiben/ aber ein Ansatz = absolte

Spannung weilletz/ in Deutschland abgelhent in Usa als Miniserie gemacht

/ was witzig is weil ich eine Klausel von wegen.." wenn später in deutschlandien etz..und so weiter..") dann sitz du mit sicher

12 POLITBÜRO-ROBOTTER an einem TISCH und die frigide Bossin, die das

Werz filletiert, verz BE WERTET.. versenkt dich.



Version 1 :: die props gibt mir eine schultüte und ich heul

Version 2:: im O-ton komentiert der orson Wells..und so weiter..



Die haben die Hosen gestrichen voll- es ist ein Machtkampf-und leider gilt

je exotischer im fremden land desto eher... und wehe net angepasst.



Frage: " esst ihr ( ja ich weiss ich bin zu fett) eine bereits gekautes Essen, oder eher doch net?"



Und wehe du denkst quer im ganzen und machst einen DIALOG der echt

schon KINO 1929-32 ist. Da prügelns dir den Gustav aus der Seele.



Und was ist die Botschaft, angepasst an, und, und wir brauchen einen

pädophielen regenwurm, und is des net zu..

aaargh..



nimm dei cam hau ab undmach es. rein ins web. back to netflix.up to

arte.rein ins zdf. holla orf..



und dann küsst dir die Babararett auf kultur-oerf-3 den.. Arsch....



genau das wollte ich.



ganz wichtig SEI ZIEL_GRUPEN-PSYCHOPHAT... des is echt der Schmäh.... weil trocken..weil du es im KOPF hast..ja net. ja nicht.

immer schön show. wie ich das hasse. out



wochenende und mal echt nix tun. Steak? verdammt..ich bin zu fett für

den ZUG!



Antwort von Gore:

Hallo,



ich bin auch ausgebildeter Mediengestalter und würde gerne etwas eigenes machen. Aber mir fehlt es am Geld, an der kompletten (zumindest semiprofessionellen) Ausrüstung und an Leuten, auf die man sich verlassen kann.



Leuten wie mir würde doch gar nichts anderes übrig bleiben, irgend welchen Etablierten in den ... zu kriechen, um überhaupt einmal einen Fuß in die Branche zu kriegen. Ist leider so. Und selbst, wenn man diesen Weg zu gehen versucht, wird man oft mit einem unbezahlten Praktikum abgespeist, der dann aber "immerhin gut im Lebenslauf aussieht". Ich habe mich wirklich schon bei vielen Produktionsfirmen und Tonstudios beworben. Überall das gleiche: Kostenloses Praktikum bis zu einem Jahr! Entweder annehmen und "diese Chance nutzen" oder es sein lassen. Genug andere Bewerber gäbe es ja!



Tja, damit beißt sich die Katze in den Schw*nz. Unter diesen Umständen kommt man nirgends hinein und man kann keine Erfahrungen sammeln. Ohne Erfahrungen ist es aber auch schwer, Geldgeber für eigene Sachen zu finden, weil man kein Reel hat, was man vorzeigen kann. "Was tun?" sprach Zeus? :/



Antwort von Jalue:

1. Geringere Budgets

2. Die Redakteure



Vor allem Punkt Nr.2. Wenn "Generation Romantic Comedy" in Rente geht, darf wieder Hoffnung keimen...




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