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/// Test : Videoschnitt

Test : Sony Vegas Pro 9
von rudi Mi, 17.Juni 2009 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen    

  Einleitung
  Flexibilität hat ihren Preis
  Audio
  Neue Formate
  Saubere Berechnungen
  Ist die Zeit reif für 64 Bit?
  Keyframes
  Fazit



Saubere Berechnungen



Bei Vegas ging Qualität schon immer über Performance. Egal, ob man seinen Video-Normpegel auf RGB16-235 legen will, zwischen diversen Videofarbräumen wechselt oder dass die Aspect-Ratio bis auf die vierte Nachkomma-Stelle stimmt: Jede Funktion in Vegas erscheint immer mathematisch absolut korrekt implementiert worden zu sein. Geschwindigkeits-Trickerseien, die auf ungenaueren Festkomma-Berechnungen basieren, sucht man vergeblich. Alle Bildberechnungen finden mit Fließkomma-Genauigkeit und oft sogar im Subpixelbereich statt. Dies schlägt sich direkt in einer markellosen Effekt-Qualität nieder. Allerdings bemerken solche Qualitäts-Nuancen meist nur Messtechniker in den Kellern der Sendeanstalten. Der Preis für diese Exaktheit war in vorhergehenden Versionen immer eine deutlich schlechtere Echtzeit-Performance, als man sie von der Konkurrenz kannte. Dabei blieb es am Anwender hängen, die Einbußen bei der Vorschauqualität in zahlreichen Parametern selbst zu bestimmen.

Letzteres ist nach wie vor der Fall, jedoch hat mit der neuen Version die Vorschau-Geschwindigkeit deutlich zugelegt. Erstmals konnte Vegas auf unserem Quad-Core-System eine AVCHD-Vorschau in voller Auflösung ruckelfrei wiedergeben. An den „Schnittstellen“ kommt es dennoch gelegentlich zu kleinen Aussetzern und richtig rund läuft es erst, wenn die TimelineTimeline im Glossar erklärt schon ein paar mal durchgelaufen ist. Neben dem Cachen einzelner Frames im Ram scheint das Programm bei der Wiedergabe jetzt aber sehr gut auf Mehrkern-Prozessoren ausgelegt zu sein. Während des Schnitts sind jetzt meistens alle Prozessor-Kerne sehr gleichmäßig ausgelastet. Neuerdings kann das Programm die Auflösung der Vorschau auch adaptiv anpassen, falls das System durch Effekte überlastet ist. Dies kommt besonders den frisch hinzugekommenen Effekten wie Glint, Rays, Defocus, Starburst, Soft Contrast und Fill Light zu gute, die sehr aufwändig Linseneffekte und Halos simulieren. Hierbei handelt es sich übrigens um die bisher für 130 Dollar separate erhältlichen Velvetmatter-Effekte, die Sony kurzerhand für die neue Version aufgekauft hat.

Auf dem Papier beherrscht Vegas jetzt sogar das SmartRendering mit AVCHD-Dateien. Dabei werden nur die Teile eines Clips neu gerendertgerendert im Glossar erklärt, bei denen sich der Bildinhalt verändert hat. Bei uns wollte dieses Feature jedoch nur bedingt funktionieren. So vergaß Vegas gerne mal einen Titel oder einen Effekt in das Video miteinzuberechnen. Wir persönlich sehen jedoch für Smart-Rendering sowieso kaum echte Anwendungsfälle, da wir meistens Clips durchgängig farbkorrigieren und ein Rückexport nach AVCHDAVCHD im Glossar erklärt in den seltensten Fällen praktikabel ist.

Was die Hardwareseite angeht, scheint nur noch AJA im Boot zu sein, deren Karten preislich jedoch schon in einer sehr anspruchsvollen Liga spielen. Die früher einmal zumindest experimentell vorhandene Unterstützung von Blackmagic Design Karten gibt es bei der neuen Version nicht mehr.

Das DVD- und BluRay-Autoring Tool DVD Architekt Pro 5 liegt auch Vegas 9 kostenlos bei und war ja schon etwas früher eingeführt worden. Hierbei handelt es sich um eine der wenigen, bereits erhältlichen semiprofessionellen BluRay-Authoring-Lösungen auf dem Markt. Diesem Programm werden wir uns allerdings zu einem späteren Zeitpunkt mal etwas genauer ansehen.



Inhaltsverzeichnis:
Einleitung
Flexibilität hat ihren Preis
Audio / Neue Formate
Saubere Berechnungen
Ist die Zeit reif für 64 Bit? / Keyframes / Fazit
   

[9 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Marco   16:27   19.06.
Meine Antworten bezogen sich allein auf die 10-Bit-Thematik. Das "Nein" ist lediglich auf die letzte Frage die korrekte Antwort. Die vorletz...weiterlesen
WoWu   16:19   19.06.
Vielen Dank, für die ausführlichen technischen Daten, aber ein schlichtes "nein" hätte die Frage auch beantwortet.
Vielleicht erklär...weiterlesen
Marco   08:01   19.06.
Vegas Pro nutzt das 32-Bit Gleitkomma-Prozessing. 10-Bit-Signalverarbeitung ist daher eine Teilmenge davon. Das 32-Bit Gleitkomma-Prozessing ist eine ...weiterlesen
WoWu   01:50   19.06.
Das ist eine gute Nachricht .... wäre schön gewesen, wenn sie in der Produktbesprechung Berücksichtigung gefunden hätte.

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