Fazit
Mit der Nikon D3s hat Nikon endlich eine videofähige DSLR im Programm, die manuelle Videofunktionen (Blende, ISO, Verschlußzeit) ermöglicht. Trotzdem ist die Nikon D3s nach wie vor deutlich zu Gunsten von Fotografie ausgerichtet, Video läuft immer noch eher nebenher. Dies ist an vielen Stellen ersichtlich: Geringe Datenrate, etwas komplizierte manuelle Videoaktivierung, 5 Min (2GB) Videolimit in 720p, kein 1080er Format. Dafür bietet die Nikon D3s im Lowlight-Bereich Aufnahmen, die mit minimalstem Rauschen bei extrem hoher Lichtempfindlichkeit glänzen. Keine andere HD-CAM bietet derzeit ein besseres Lowlight-Verhalten – auch nicht für sehr viel mehr Geld. Wir sehen die Nikon D3s im Videobereich deshalb eher als Lowlight-Spezialisten denn als Low-Budget-Filmlook Cam. In Sachen Photographie zählt sie mit ihrem fantastischen Autofokusmodul und sehr gutem Schalter-Layout sowieso zur Top-Class. Die Relevanz des Videobereichs scheint Nikon so langsam ernster zu nehmen- s. hierzu auch dieses Statement von Nikon. Die Nikon D3s ist insofern eine Entwicklung in die richtige Richtung. Wir freuen uns bereits auf weitere Nikon DSLRs mit manueller Videofunktion und vielleicht ein wenig mehr aufgebohrten Video-Specs.