| Test : Der stille Klassiker - Combustion 2008 von rudi Di, 4.März 2008 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen
Nachdem Autodesk überall seine Compositing-Neuentwicklung Toxic groß herausstellt, kam die Ankündigung eines Combustion-Updates für viele Anwender doch recht unerwartet. Viele (auch treue) Anwender kehrten dem Programm mittlerweile schon den Rücken, weil sie davon ausgingen, dass Autodesk wohl still und heimlich das Ende des Combustion-Lebenszyklus beschlossen hatte.
Die Oberfläche von Combustion ist tatsächlich schon ziemlich betagt, denn sie ist ein direkter Ableger der großen Compositingsystem-Veteranen Inferno oder Flame, die immer noch in vielen Fernsehanstalten und Produktionshäusern eingesetzt werden und dort treue Dienste leisten. (Schließlich müssen viele solcher Systeme auch über viele Jahre eingesetzt werden, damit sich eine Abschreibung lohnt.) Allerdings koste(te)n solche Komplettsysteme schnell mehr als 100.000 Euro. Combustion läuft dagegen auf beinahe jedem handelsüblichen PC oder Mac. Und während die erste Version von Combustion noch 5000 Euro kostete, beträgt der Listenpreis für Version 2008 gerade einmal 1428 Euro. Das klingt doch fast geschenkt, oder?
Optimiert für Stiftbedienung
Die Benutzeroberfläche orientiert sich hauptsächlich an den professionellen Studiosystemen von Autodesk und hat mit der klassischen Bedienung eines Windows Programms wenig gemein. Nicht zuletzt, weil Combustion gar keine Fenster benutzt. Stattdessen finden sich in Combustion für jede Funktion große Einstell-Flächen, die einem schlüssigen Gesamtkonzept folgen.
 | | Die Bedienung von Combustion ist wie gehabt auch mit einem Grafiktablett möglich. | |
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Wer gewohnt ist, mit einem Grafiktablett zu arbeiten, wird sich über diese Art der Bedienung besonders freuen. Unter After Effects ist eine solche Bedienung schlichtweg unmöglich, weil viele Parameter unter winzigen Schiebereglern versteckt sind, die man ohne Übung nur schwer trifft. Doch auch mit der Maus lässt sich Combustion natürlich bequem und effektiv benutzen. Hat man sich in das Bedienkonzept eingearbeitet, so findet man in diesem Programm praktisch alles, was man von einem Composting-System erwarten kann. Die Programmphilosophie liegt dabei irgendwo zwischen Timeline-basiert und Nodes. Man stapelt seine Effekte in so genannten Bäumen die Unterzweige besitzen, während man über diverse Reiter zu den einzelnen Effektparametern gelangt. Nicht unbedingt modern, aber dafür bewährt.
Herausragend sind neben dem Tracker und dem Keyer vor allem das Partikelsystem, das schneller als bei der Konkurrenz dank guter Vorlagen zu sehenswerten Ergebnissen führt. Ziemlich glaubwürdiges Feuer, Rauch oder Explosionen gelingen somit ohne großen Aufwand. Allerdings sind die Partikel im 3D-Raum nur eine 2D-Fläche. Das kann mittlerweile Apples Motion deutlich besser.
[3 Leserkommentare] [Kommentar schreiben] Letzte Kommentare:
 | PowerMac 18:26 04.03. | | Ich nehme an, der Shake-Nachfolger wird immer noch mit Nodes arbeiten… Alternativ auch mit Ebenen. Ich wüsste daher nicht, wieso Shake eine Einbahnstr...weiterlesen |  | emu 18:08 04.03. | | Ist von Toxik eigentlich eine Mac Version geplant ? Hat da jemand etwas gehört ?
Ansonsten würde ich dem, was geschrieben wurde zusti...weiterlesen |  | [ Alle Kommentare lesen]
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