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/// Test : Videoschnittkarten

Test : Canopus EZDV
von rudi Sa, 6.Mai 2000    

  Einleitung
  Fazit:

Mit der Einführung der EZ(Easy)DV-Schnittkarte will Canopus wohl der drohenden Gefahr von billigen Firewirekarten entgegenwirken. Schließlich berichten immer mehr User von einer funktionierenden Kombination aus Windows 2000 und diversen No-Name Karten. Warum sollte also der Käufer rund 700,- DM auf den Tisch legen, wenn er auch schon für 200,- DM eine Schnittkarte mit Software erhalten kann?

Im Gegensatz zur DV-Raptor, welche Canopus auch weiterhin als Luxus-Soft-DV-Karte im Angebot behalten will, ist als erstes die fehlende Durchschleif-Möglichkeit des analogen Videosignals weggefallen. Ich muß dazu sagen, daß ich diese Möglichkeit nicht besonders vermisse. Der Soft-DV-Codec von Canopus ist mittlerweile so schnell, daß er auf aktuellen Systemen sogar eine subjektiv bessere Vorschau auf dem Computermonitor erlaubt, als wenn das Signal über ein analoges OverlayOverlay im Glossar erklärt erzeugt wird.

Besonders praktisch ist dabei, daß das Signal beim Schnitt nach wie vor am digitalen Ausgang der Firewire-Karte anliegt, so daß man nach wie vor einen Video-Kontrollmonitor über einen Camcoder mit DV-In anschließen kann.

Weiterhin bietet Canopus (um das Produkt von der Raptor abzugrenzen) keinerlei Treiberunterstützung für Premiere oder Media Studio Pro an. Als Schnittapplikation mit Timeline-Player steht einzig und allein das mitgelieferte EZEdit zur Verfügung. Dieses entspricht praktisch dem schon auf dieser Seite getesteten Raptor Edit. Das bedeutet aber nicht, daß man mit der EZDV nicht unter Premiere arbeiten könnte. Da der mitgelieferte CodecCodec im Glossar erklärt nach wie vor VideoforWindows-kompatibel ist, lassen die Clips der EZDV natürlich auch in andere Schnittapplikationen importieren.

Wer schon im Besitz einer "großen" Videoschnittapplikation ist, kann mit dieser durchaus seine Spezialeffekte erzeugen. Nur zum Aneinanderhängen und Herausspielen der einzelnen Clips muß EZEdit bemüht werden. Um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: EZEdit ist ein durchaus beachtenswertes, besonders schnelles und stabiles Editing-Programm. Für meine Anwendungsfälle ist der Funktionsumfang jedoch etwas zu limitiert (keine mehrfachen Superimpose-Spuren, wenige Filter). Wer jedoch nicht gerade auf Special Effekts aus ist, sondern nur einen Urlaubs oder Industriefilm sauber und schnell schneiden will, dürfte an dieser Applikation nichts vermissen.

Ebenfalls dem Rotstift zum Opfer gefallen ist die 16:9 Unterstützung. Wer mit diesem FormatFormat im Glossar erklärt arbeiten will, soll nach dem willen von Canopus zu einer größeren Schnittkarte greifen.

In den übrigen Bereichen ist die Karte mit der DV-Raptor identisch, d.h. sie besitzt ebenfalls den äußerst schnellen DV-Codec von Canopus und auch einen Ram-Puffer auf der Platine, der Dropped FramesDropped Frames im Glossar erklärt wirkungsvoll zu verhindern weiß.

Weiters findet sich im Paket noch SoftExplode, eine Plugin-Erweiterung, welche 3D-Effekte ohne VGA-Karten Unterstützung berechnet. Wie schon öfters erwähnt, würde ich diese Effekte (wenn überhaupt) nur spärlich einsetzen. Wer aber Gefallen an herumwirbelnden Bildern hat, dürfte in diesem Paket eine geeignete Spielwiese finden.

Zuletzt hat Canopus auch noch Smart-Sound ins Paket gepackt, womit sich auch ohne musikalische Grundkenntnisse schnell eine passende Sound-Untermalung zum eigenen Video kreieren läßt.


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Fazit:
   



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