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/// Test : Camcorder

Test : Canon XF300 und XF305
von rudi Mo, 26.April 2010 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen    

  Einleitung
  Haptik
  Display und Sucher
  Aufzeichungs-Formate
  Einstellungs-Sache(n)
  Aus dem Messlabor
  Fazit



Einstellungs-Sache(n)



Die Einstellmöglichkeiten der Kamera lassen nichts zu wünschen übrig. Es gibt praktisch nichts, was man an dieser Kamera nicht feintunen kann. Es sind sogar neben den üblichen Standardwerkzeugen ein WaveformmonitorWaveformmonitor im Glossar erklärt sowie ein Vektorskop zur Bildkontrolle integriert worden. Diese werden mit sehr hoher Bildrate upgedated, was einen sehr flüssigen Messeindruck verschafft. Leider fanden sich an den Achsen keinerlei numerische Werte, weshalb man hier erst einmal lernen muss, an welcher Linie beispielsweise der echte Weißpunkt letztendlich liegt und wo das Superweiß beginnt.

Wer einmal den Status-Display Button drückt, wird quasi von einer Informationsflut erschlagen: So werden die wichtigsten Parameter der Kamera auf nicht weniger als 7 Info-Seiten dargestellt. Der Sinn der Taste, alles auf einen Blick zu sehen, ist damit sehr relativ, wenn sich alle Informationen auf „sieben Blicke“ verteilen.

Die üppigen Einstellmöglichkeiten der Kamera wollen natürlich auch irgendwie in Zaum gehalten werden. Das Menü-Rädchen ist hierbei zur Bedienung oft etwas umständlich, da einzelne Menüpunkte durch einen Drucktaster „nebenan“ ausgelöst werden. Dies erschwert das das Rücknavigieren aus tiefen Menüs heraus. Zum Glück gibt es an der Oberseite noch einen Mini-Joystick mit dem sich deutlich besser durch die Tiefen der Menüs surfen lässt. Persönliche Einstellungen lassen sich übrigens auf einer separaten SD-Karte abspeichern und so von Kamera zu Kamera portieren.




Aus dem Messlabor



Der SweepSweep im Glossar erklärt zeigt einen sehr guten Schärfeverlauf der sich sehr linear ohne auffälligen Bauch fast über das gesamte Messspektrum erstreckt. Er endet nur knapp unter dem praktisch erzielbaren Maximum.

Luminanzauflösung




Die gemessene, sehr natürliche Schärfe bestätigt auch der Blick auf das ISO-Chart. Aliasing-Artefakte des Bildsensors sind praktisch nicht vorhanden. Den optimalen Schärfepunkt des Objektivs sahen wir übrigens zwischen BlendeBlende im Glossar erklärt 3,6 und 4.

ISO-Testbild




Bei der sehr gleichmäßigen Farbauflösung gibt es nichts zu bemängeln. Der Farbpegel ist in der Werkseinstellung nicht übertrieben stark eingestellt.

Chrominanz-Auflösung




Die Verzeichnung des Objektives ist dagegen relativ stark, was in Anbetracht des mächtigen Weitwinkels jedoch immer noch als sehr gut einzustufen ist.

Objektiv-Verzeichnung




Die Farbgebung in der Werkseinstellung ist ziemlich neutral, wobei unsere lila Rose eher rosa wiedergegeben wurde.

1200 Lux




Bei wenig Licht zeigt die XF300 zwar kein schlechtes Bild, wird jedoch von vielen aktuellen Consumer-Kameras oder auch von Sonys EX1 mit 1/2-Zoll Chip deutlich übertrumpft.

12 Lux Automatik




Auch beim „optimierten“ Low-Light-Test legt die XF300 zwar ein sehr helles, jedoch auch deutlich verrauschtes Low-Light-Verhalten an den Tag.

12 Lux mit 1/25 Sek und manuellem Weißabgleich.




Unser „optimiertes“ Testbild haben wir übrigens mit 18 dB Gain aufgenommen. Die Kamera kann zwar sogar 33 dB Gain zuschalten aber das Rauschen macht diese Option unserer Meinung nach praktisch unbrauchbar.

Low-Light bei 33dB Gain.




Die nächste schaltbare Gainstufe liegt dagegen bei 21dB, die auch in der Praxis einsetzbar ist. Das Rauschen bei 21 dB gegenüber 18dB ist jedoch noch viel grobkörniger. Die Kamera macht faktisch einen Schärfesprung zwischen diesen zwei Einstellungen.

Rauschverhalten 21dB vs. 18 dB




Summa-Summarum: Schwachlicht ist trotz F1,6-Objektiv keine echte Stärke der neuen Canon XF300.

Sehr ausgeglichen ist dagegen der Ton: Das eingebaute Mikrofon rauscht wenig und liefert einen sehr gleichmäßigen Verlauf mit praktisch nicht beschnittenen Höhen.

Störgeräusche





Canon XF300
Plus Minus Derzeit niedrigster Preis (ohne Gewähr) :  6744 Euro Listenpreis: 6933 Euro (inklusive Mwst.)

MEHR INFO:
Alle technische Daten sowie Testbilder und Testergebnisse in unserer Datenbank
- 13 frei belegbare Buttons
- hohe Schärfe
- 4:2:2 Codec
- keine Shot Transition

Canon XF305
Plus Minus Derzeit niedrigster Preis (ohne Gewähr) :  6999 Euro Listenpreis: 7923 Euro (inklusive Mwst.)

MEHR INFO:
Alle technische Daten sowie Testbilder und Testergebnisse in unserer Datenbank
- 13 frei belegbare Buttons
- hohe Schärfe
- 4:2:2 Codec
- keine Shot Transition


Die Canon XF300 und Canon XF305 im Vergleich in unserer Camcorder Test Datenbank
Inhaltsverzeichnis:
Einleitung / Haptik
Display und Sucher / Aufzeichungs-Formate
Einstellungs-Sache(n) / Aus dem Messlabor
Fazit
   

[24 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
deti   16:04   28.07.
XHA1owner hat folgendes geschrieben: kann ich also für den EB-Bereich (Unfälle, etc) auch eine Panasonic SD 707 nehmen??
Klar kannst ...weiterlesen
XHA1owner   15:13   28.07.
aus dem XF300/305-TEst "Bei wenig Licht zeigt die XF300 zwar kein schlechtes Bild, wird jedoch von vielen aktuellen Consumer-Kameras oder auch vo...weiterlesen
rk-film   22:19   28.04.
Das Einzige was für die XF spricht ist - abgesehen vom hochauflösenden Sucher/Display - 4:2:2, denn genau das wird inzwischen von immer mehr Sendern v...weiterlesen
r.p.television   11:33   28.04.
Ja, aber gerade im Reportagebereich kommt es sehr oft vor dass das Licht schlecht ist. Öfter zumindest als dass "schnell aus der Hand gedreht&quo...weiterlesen
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