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Ratgeber : Der optimale PC für den Videoschnitt - Teil 1: CPU, Mainboard und RAM

von Mi, 26.Juni 2013 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Die CPU
  Das Mainboard
  Das Kurzzeitgedächtnis: RAM

Die neueste 2018er Version unserer Tipps für den Zusammenbau des besten PCs für die FullHD/4K/6K Videobearbeitung findet sich hier!



Die Arbeit mit Video - sei es der Videoschnitt als auch Compositing oder Grading - kann zum sinnvollen Einsatz sehr viel Rechenleistung benötigen - je mehr davon vorhandenen ist, desto verzögerungsfreier gelingt die Arbeit. Gerade Funktionen wie die Komprimierung von Video oder der Einsatz von diversen Filtern und mehreren Videospuren erfordert viel Rechenpower, wenn ohne Wartezeiten gearbeitet werden soll. Deswegen ist die richtige Hardware-Auswahl für einen PC, der für die Arbeit mit Video eingesetzt werden soll, extrem wichtig - vor allem wenn professionell und aufwendig gearbeitet werden soll. Wartezeiten kosten Geld und Aussetzer in der Arbeit kosten Nerven. Viele momentan noch von der Performance ausreichende PCs werden in Zukunft mit 4K Videomaterial Probleme bekommen.

Wir wollen deswegen in diesem Text einige grundsätzliche Tips zu geben, worauf man bei der Konfiguration (oder dem Kauf) eines neuen Video-PCs achten sollte, um die optimale Performance zu bekommen und keinen Flaschenhals das System ausbremsen zu lassen - und einige Grundlagen erklären, also was die verschiedenen Systembestandteile ausmacht und welche Wahlmöglichkeiten es gibt. Unsere Tips werden dabei recht allgemein gehalten sein, da zur Arbeit mit Video verschiedenste Programme mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen eingesetzt werden - die meisten Tips werden aber für die überwiegende Anzahl von Programmen gelten.

Mehr und schnellere CPUs (und GPUs) beschleunigen die meisten Funktionen der meisten Programme, zu wenig RAM bremst die meisten Programme. Und je nach verwendeten Videoformaten/Codecs werden unterschiedliche Ansprüche an das System gestellt: die Arbeit mit Videomaterial das eine hohe Auflösung besitzt und hochkomprimiert ist benötigt viel Rechenleistung, die Arbeit mit unkomprimierten hoch aufgelöstem Material (z.B. RAW-Video) benötigt schnelle Speichermedien.

In vielen Aspekten ähneln PCs für Videobearbeitung denen von Gamern - gerade weil die GPU-Beschleunigung bei vielen Programmen immer wichtiger wird - den Hauptunterschied machen die für die Arbeit mit Video notwendigen zusätzlichen I/O-Möglichkeiten und die Anforderungen an den Speicherplatz und die Anzahl und Geschwindigkeit von Festplatten aus. Es lohnt sich natürlich auch immer, vor dem System-zusammenstellen sich die (Mindest-)Hardware-Anforderungen seiner genutzten Software genauer anzuschauen.

Im Anschluss an diesen Artikel werden wir auch (hoffentlich unter Eurer regen Mithilfe) mehrere Beispielkonfigurationen mit aktueller Hardware vorschlagen für alle, die sich einen eigenen optimalen PC basteln (bzw. basteln lassen) wollen. Da sich mit der Verfügbarkeit neuer Hardware das beste Preis-Leistungs-Verhältnis immer wieder verschiebt, werden wir versuchen, diese Konfigurationen regelmäßig auf dem neuesten Stand zu setzen.

Danke an dieser Stelle auch unsere Forenmitglieder (Valentino, CedricRotherwood, B.DeKid, iasi, sqywalka und Reiner M und viele andere) für ihre hilfreichen Tips, von denen wir hier einige mitaufgenommen haben! Über weitere Tips / Erfahrungen / Verbesserungen würden wir uns freuen und diese ggf. auch noch in den Artikel einbauen.


Vorab-Überlegung: Den alten PC aufrüsten?
Eine Alternative zum Neukauf ist es, den alten PC upzugraden um mehr Leistung zu erhalten. Ob sich das lohnt, sollte man jedoch genau durchrechnen: welche neuen Komponenten wieviel kosten und wieviel Leistung bringen - und welcher Faktor im aktuellen Rechner begrenzt die Geschwindigkeit am meisten (der aktuelle Flaschenhals). Vielleicht reicht eine Aufrüstung der CPU (wenn das Mainboard das zulässt, sonst samt Mainboard), vielleicht eine des Speichers, der Festplatte oder der Grafikkarte oder eine Kombination mehrerer.

Ansonsten kann auch bei der Zusammenstellung eines neuen Rechners überlegt werden, ob der alte bestehen bleiben soll, oder ob um Kosten zu sparen Komponenten des alten PCs im neuen weiter verwendet werden sollen, wie etwa die HD, das Gehäuse, das Netzteil oder der DVD-Brenner.

Im folgenden gehen wir die einzelnen Bestandteile eines PCs durch, um darzustellen, worauf man für einen PC für den Videoschnitt-, bzw Compositing und Grading achten sollte.


Die CPU


5 Seiten:
Einleitung
Die CPU
Das Mainboard
Das Kurzzeitgedächtnis: RAM
    

[140 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
mannamanna    21:51 am 19.7.2013
@novomotion: Danke, gut gesagt. manama
dienstag_01    21:30 am 19.7.2013
Mit dem Auto Color Effekt in PPro habe ich es ja schon geschafft, aber nur gerade so ;) Und das ist kein CUDA-Effekt. Und beim Rendern werden dann wieder nur ca. 3 GB genutzt...weiterlesen
holger_p    20:53 am 19.7.2013
Mit Hilfe des einen oder anderen Plugins sollte es kein Problem sein, nur mit Videoschnitt die 8GB Ram zu füllen. Für die RAW-Junkies sind schon jetzt 8GB garantiert zu wenig...weiterlesen
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