Logo
///  >

Ratgeber : Der optimale PC für den Videoschnitt - Teil 1: CPU, Mainboard und RAM

von Mi, 26.Juni 2013 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Die CPU
  Das Mainboard
  Das Kurzzeitgedächtnis: RAM

Die Arbeit mit Video - sei es der Videoschnitt als auch Compositing oder Grading - kann zum sinnvollen Einsatz sehr viel Rechenleistung benötigen - je mehr davon vorhandenen ist, desto verzögerungsfreier gelingt die Arbeit. Gerade Funktionen wie die Komprimierung von Video oder der Einsatz von diversen Filtern und mehreren Videospuren erfordert viel Rechenpower, wenn ohne Wartezeiten gearbeitet werden soll. Deswegen ist die richtige Hardware-Auswahl für einen PC, der für die Arbeit mit Video eingesetzt werden soll, extrem wichtig - vor allem wenn professionell und aufwendig gearbeitet werden soll. Wartezeiten kosten Geld und Aussetzer in der Arbeit kosten Nerven. Viele momentan noch von der Performance ausreichende PCs werden in Zukunft mit 4K Videomaterial Probleme bekommen.

Wir wollen deswegen in diesem Text einige grundsätzliche Tips zu geben, worauf man bei der Konfiguration (oder dem Kauf) eines neuen Video-PCs achten sollte, um die optimale Performance zu bekommen und keinen Flaschenhals das System ausbremsen zu lassen - und einige Grundlagen erklären, also was die verschiedenen Systembestandteile ausmacht und welche Wahlmöglichkeiten es gibt. Unsere Tips werden dabei recht allgemein gehalten sein, da zur Arbeit mit Video verschiedenste Programme mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen eingesetzt werden - die meisten Tips werden aber für die überwiegende Anzahl von Programmen gelten.

Mehr und schnellere CPUs (und GPUs) beschleunigen die meisten Funktionen der meisten Programme, zu wenig RAM bremst die meisten Programme. Und je nach verwendeten Videoformaten/Codecs werden unterschiedliche Ansprüche an das System gestellt: die Arbeit mit Videomaterial das eine hohe Auflösung besitzt und hochkomprimiert ist benötigt viel Rechenleistung, die Arbeit mit unkomprimierten hoch aufgelöstem Material (z.B. RAW-Video) benötigt schnelle Speichermedien.

In vielen Aspekten ähneln PCs für Videobearbeitung denen von Gamern - gerade weil die GPU-Beschleunigung bei vielen Programmen immer wichtiger wird - den Hauptunterschied machen die für die Arbeit mit Video notwendigen zusätzlichen I/O-Möglichkeiten und die Anforderungen an den Speicherplatz und die Anzahl und Geschwindigkeit von Festplatten aus. Es lohnt sich natürlich auch immer, vor dem System-zusammenstellen sich die (Mindest-)Hardware-Anforderungen seiner genutzten Software genauer anzuschauen.

Im Anschluss an diesen Artikel werden wir auch (hoffentlich unter Eurer regen Mithilfe) mehrere Beispielkonfigurationen mit aktueller Hardware vorschlagen für alle, die sich einen eigenen optimalen PC basteln (bzw. basteln lassen) wollen. Da sich mit der Verfügbarkeit neuer Hardware das beste Preis-Leistungs-Verhältnis immer wieder verschiebt, werden wir versuchen, diese Konfigurationen regelmäßig auf dem neuesten Stand zu setzen.

Danke an dieser Stelle auch unsere Forenmitglieder (Valentino, CedricRotherwood, B.DeKid, iasi, sqywalka und Reiner M und viele andere) für ihre hilfreichen Tips, von denen wir hier einige mitaufgenommen haben! Über weitere Tips / Erfahrungen / Verbesserungen würden wir uns freuen und diese ggf. auch noch in den Artikel einbauen.


Vorab-Überlegung: Den alten PC aufrüsten?
Eine Alternative zum Neukauf ist es, den alten PC upzugraden um mehr Leistung zu erhalten. Ob sich das lohnt, sollte man jedoch genau durchrechnen: welche neuen Komponenten wieviel kosten und wieviel Leistung bringen - und welcher Faktor im aktuellen Rechner begrenzt die Geschwindigkeit am meisten (der aktuelle Flaschenhals). Vielleicht reicht eine Aufrüstung der CPU (wenn das Mainboard das zulässt, sonst samt Mainboard), vielleicht eine des Speichers, der Festplatte oder der Grafikkarte oder eine Kombination mehrerer.

Ansonsten kann auch bei der Zusammenstellung eines neuen Rechners überlegt werden, ob der alte bestehen bleiben soll, oder ob um Kosten zu sparen Komponenten des alten PCs im neuen weiter verwendet werden sollen, wie etwa die HD, das Gehäuse, das Netzteil oder der DVD-Brenner.

Im folgenden gehen wir die einzelnen Bestandteile eines PCs durch, um darzustellen, worauf man für einen PC für den Videoschnitt-, bzw Compositing und Grading achten sollte.


Die CPU


5 Seiten:
Einleitung
Die CPU
Das Mainboard
Das Kurzzeitgedächtnis: RAM
    

[140 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
mannamanna    21:51 am 19.7.2013
@novomotion: Danke, gut gesagt. manama
dienstag_01    21:30 am 19.7.2013
Mit dem Auto Color Effekt in PPro habe ich es ja schon geschafft, aber nur gerade so ;) Und das ist kein CUDA-Effekt. Und beim Rendern werden dann wieder nur ca. 3 GB genutzt...weiterlesen
holger_p    20:53 am 19.7.2013
Mit Hilfe des einen oder anderen Plugins sollte es kein Problem sein, nur mit Videoschnitt die 8GB Ram zu füllen. Für die RAW-Junkies sind schon jetzt 8GB garantiert zu wenig...weiterlesen
[ Alle Kommentare ganz lesen]

Artikel zum selben Thema:

Ratgeber: Der optimale PC für den Videoschnitt - Teil 3: HDDs, SSDs, Netzteil und Gehäuse Mi, 31.Juli 2013
Ratgeber: Der optimale PC für den Videoschnitt - Teil 2: Die Grafikkarte - GPU Beschleunigung per CUDA und OpenCL Mo, 15.Juli 2013

Weitere Artikel:


Ratgeber: Grafikkarten Entwicklungen für die Videobearbeitung in 2018 Do, 18.Januar 2018
Wer eine schnelle GPU für den Videoschnitt suchte hatte 2017 mit einer äußerst unübersichtlichen Marktsituation zu kämpfen. Was steht nun für 2018 an?
Ratgeber: Meltdown und Spectre Sicherheitslücken: Was tun? Fr, 12.Januar 2018
Das Sicherheitsproblem durch den grundlegenden Fehler in der Prozessorarchitektur ist so groß und kompliziert, dass sich verschiedene Aspekte erst im Lauf der Zeit klären - wer wie stark betroffen ist und ob die Patches womöglich selbst auch wieder neuee Probleme verursachen. Die Uhr aber tickt: sehr wahrscheinlich gibt es bald entsprechende Malwareprogramme. Und wie wirken sich die Patches auf die Leistung bei der Arbeit mit Video aus? Gibt es spürbare Performance-Einbußen?
Ratgeber: Hardware zur 4K-Videobearbeitung - Teil 1: CPU und Co. Do, 27.August 2015
Wenn man Editing, Compositing und Color-Grading nicht als ruckeliges Daumenkino betreiben will, gibt es bei der Komponentenwahl für ein geeignetes 4K-Schnittsystem doch ein paar Dinge zu beachten… (Sponsored by SAE)
Ratgeber: Was bringt Sandy Bridge für den Videoschnitt? Di, 4.Januar 2011
Intel hat ja heute auf der CES seine neue Prozessor-Generation "Sandy Bridge" offiziell vom Stapel gelassen. Hierbei dürfte vor allem für Videoschneider die neue Desktop-Serie der Core i5 und Core i7-Reihe von Interesse sein.
Ratgeber: Erste Einschätzung: QuadCore mit AMD und Intel Fr, 10.November 2006
Ratgeber: Nachgerechnet - Mac Pro Mi, 9.August 2006
Ratgeber: Was für einen PC brauche ich für den Videoschnitt? Fr, 13.Januar 2006
Ratgeber: Das optimale Schnittsystem Teil 4: Massen-Backup Di, 29.November 2005
Test: Apple iMac Pro im 4K/5K Performance Test mit ARRI, RED, Canon, Panasonic, Blackmagic u. Sony Mo, 9.April 2018


[nach oben]


[nach oben]
















passende Forenbeiträge zum Thema
Computer:
Golem testet Intels Hades Canyon
Erster Apple ProRes RAW Shoot: Panasonic EVA1, Shogun Inferno und Final Cut Pro X 10.4.1
Blackmagic ATEM Television Studio Pro 4K, neuer Cintel 2 Filmscanner und mehr // NAB 2018
Händleranfrage zur BLACKMAGIC PCC4K
Panasonic NV-GS330 MiniDV auf PC
Kunterbuntes zur BLACKMAGIC PCC4K
Apple iMac Pro im 4K/5K Performance Test mit ARRI, RED, Canon, Panasonic, Blackmagic u. Sony
mehr Beiträge zum Thema Computer

PC:
Neue Dell Alienware Laptops mit auf 5 GHz übertakteten i9 CPUs
wie codiere ich 4K videos sinnvoll (qualität/dateigröße/bitrate)?
Golem testet Intels Hades Canyon
Sony a7III - Firmwareupdate v1.01
Preise für Videoschnitt
Adobe Premiere: Sprecher ausblenden
Nylonstrumpf in Glasfassung: True-Net Diffusionsfilter von Schneider-Kreuznach // NAB 2018
mehr Beiträge zum Thema PC




update am 22.April 2018 - 15:00
slashCAM
ist ein Projekt der channelunit GmbH
*Datenschutzhinweis*