Mit Premiere Elements 1.0 bringt Adobe eine neue Videoschnittlösung auf den Markt, die es in sich hat. Für gerade einmal 99 Euro bekommt der Kunde die beliebte Premiere Pro Engine mit einigen Anpassungen für Anfänger. Wer sich nun an alte Premiere LE Versionen erinnert fühlt, die beinahe bis zur Unbrauchbarkeit beschnitten wurden liegt diesmal völlig falsch. Den Premiere Elements besitzt volle 99 Video- und 99 Audiospuren, hat die meisten Effekte von Premiere Pro geerbt, kann Plugins von Drittanbietern einbinden, captured mit automatischer Szenenerkennung direkt in die Timeline
, enthält den Premiere Pro Titelgenerator
und bietet eine Echtzeitvorschau
via FireWire. Sogar der Keyframe
Editor blieb voll erhalten. Die einzig schmerzliche Beschränkung liegt in der Grösse der Videos: das Programm begrenzt die Videoauflösung auf 720x576 Pixel
(also kein HDV), echtes 16:9 DV Editing bleibt aber möglich. Dazu gibt es ein integriertes DVD Authoring Tool samt Kapitelimport aus Timeline
Markern und die Oberfläche wurde um einige hilfreiche Buttons erweitert, damit auch Anfänger mit dem Programm schnell zurecht kommen, die ausserdem durch einen Assistenten begleitet werden der durch die einzelnen Arbeitsschritte führt. Mit diesem mutigen Schritt dürfte Adobe die direkte Konkurrenz wie Pinnacle Studio 9 oder Magix Video Deluxe in Zugzwang setzen. Soviel DV Videoschnitt für unter 100 Euro gabs bisher noch nie.
Zeitgleich hat Adobe auch eine neue Version von Photoshop Elements angekündigt, die ebenfalls 100 Euro kostet oder im Bundle mit Premiere Elements für 150 Euro zu haben sein wird. Beide Programme werden noch diesen Herbst im Handel erhältlich sein. Der Preis fuer die Photoshop Elements Macintosh-Version liegt bei ca. 90 Euro.