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Infoseite // Weiter gereift: Magic Lantern auf der EOS-M



Newsmeldung von slashCAM:



Wir haben ja bereits schon zweimal in diesem Jahr über die Fortschritte von Magic Lantern im Zusammenspiel mit der -gebaucht besonders günstig erhätlichen- EOS-M berich...



Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Weiter gereift: Magic Lantern auf der EOS-M


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Antwort von roki100:

gefällt mir besser als BMPCC4K/6K. Aber besser als die originale BMPCC, das niemals. Der tolle geliebte BMPCC Look, bleibt für den Preis weiterhin unschlagbar. :)

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Antwort von cantsin:

Das Problem bleibt weiterhin, dass es nirgendwo offizielle Downloads oder gar Dokumentation gibt. Auf der MagicLantern-Website steht als letzte Version für die EOS-M die "Nightly Build" vom 3. Juli. Das ist aber nicht die MagicLantern-Version, über die Slashcam hier schreibt.

Stattdessen handelt es sich um eine inoffizielle Entwicklerversion, für die es keine Website gibt, sondern nur Postings auf dem MagicLantern-Forum. So funktioniert schon seit Jahren das ganze Projekt: Man findet die tollen neuen Features hauptsächlichen in inoffiziellen Hacks von pseudonymen Entwicklern - früher "TragicLantern", jetzt "Danne" und "Jip-Hop" - irgendwo verborgen auf den Forenseiten, hier auf Seite 133 des EOS-M-Subforums. Deren Anwendung/Gebrauch versteht man nicht oder kaum, wenn man nicht den Forenthreads folgt.

Das ist natürlich völlig verständlich und in Ordnung, wenn man dies vor allem als Hacker-Projekt sieht, mit Spaß an der Technik: ähnlich wie die Demo Scene, die aus alten Homecomputern und Spielekonsolen auch grafische Fähigkeiten herauskitzelt, die für unmöglich gehalten wurden. Als Filmer kann man sich natürlich nur darüber freuen, dass es so eine Hackerkultur auch für Kameras gibt. Aber es ist keine gebrauchsfertige Lösung.

Daher finde ich die Slashcam-Überschrift "Weiter gereift" etwas irreführend.

Zum Beispielvideo: Man sieht, dass bei den neuen Modi, die den Sensor nicht mehr 1:1, sondern eine größere Sensorfläche auslesen, teilweise heftige Moiré-Probleme entstehen, und dass der Sensor der alten EOS-M nach heutigen Maßstäben einen bescheidenen Dynamikumfang abbildet. Dass im Video O-Ton fehlt, hängt wahrscheinlich auch damit zusammen, dass bei den höheren Auflösungen (wegen der begrenzten Speicherbandbreite) keine Tonaufzeichnung mehr drin ist. Meistens ist in diesen Modi auch keine Real-Time-Displayanzeige mehr möglich, so dass man im halben Blindflug filmt.

Insofern ist der Verweis der Slashcam-Redaktion auf die alte BM Pocket praxisnah. Nicht vergessen sollte man, dass das RAW-Material der gehackten EOS-M Fokuspixel enthält, die man in der Nachbearbeitung herausinterpolieren muss. Bei der gehackten EOS-M fallen z.T. auch höhere Datenraten als bei der BM Pocket an, weshalb der Preisvorteil (ca. 100 Euro für einen gebrauchten EOS-M-Body, ca. 350 Euro für eine gebrauchte BM Pocket 1080p) sich durch höhere Medienkosten u.U. aufheben kann.

Allerdings: In meiner Stadt steht schon seit Jahr und Tag ein EOS-M-Body für 70 Euro im Regal eines Elektronik-Pfandleihers...

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Antwort von Bruno Peter:

cantsin hat geschrieben:

Zum Beispielvideo: Man sieht, dass bei den neuen Modi, die den Sensor nicht mehr 1:1, sondern eine größere Sensorfläche auslesen, teilweise heftige Moiré-Probleme entstehen,
Mein Gott, immer noch...
Bin froh von Canon weg zu sein.

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Antwort von rideck:

@ roki 100
Ernsthaft? Mit was schaust Du dir das denn an? Wo bei der BMPCC4K/6K eine eher organische Struktur im Bild ist, hast Du hier eine Kantenanhebung dass es kracht.
Für mich sieht das auf einem kalibrierten 5k-Display aus wie Matsch. Da hat trotz 8-Bit eine C100 eine höhere Dynamik und das weichere, detailliertere Bild und das bei 1080p
Da war ML bei älteren Kameras schon deutlich weiter.

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Antwort von Clemens Schiesko:

"Bruno Peter" hat geschrieben:

Mein Gott, immer noch...
Bin froh von Canon weg zu sein.
Immer noch? Die EOS M ist 7 Jahre alt.

Btw. bin ich dem Magic Lantern Team ziemlich dankbar. Wir haben diesen Sommer einen ca. 30-minütigen Kurzfilm komplett in ML RAW 14bit abgedreht und ich bin doch ziemlich beeindruckt, was da aus der 5D Mark III (einer ebenfalls 7 Jahre alten Kamera) noch so rauszuholen war/ist.

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Antwort von Hayos:

Danke an das Slashcam-Team, dass ihr da dranbleibt! So langsam könnte ich wohl auch mal starten...Ich fotografiere und filme ja weiterhin auschließlich mit einer alten EOS-M und 50mm Altglas - die Farben out-of-the-Box zusammen mit der unkomplizierten Bedienung begeistern mich immer noch - quasi reduziert auf den kreativen Prozess hinter und vor der Kamera :)

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Antwort von rudi:

cantsin hat geschrieben:

Zum Beispielvideo: Man sieht, dass bei den neuen Modi, die den Sensor nicht mehr 1:1, sondern eine größere Sensorfläche auslesen, teilweise heftige Moiré-Probleme entstehen,
Hm, jein. Wir haben auch mal kurz den 2,5K Modus ausprobiert, und der macht natürlich keine Moirees, weil der den Sensor 1:1 ausliest. Ich habs jetzt nicht genau im Kopf, aber das 2,5K Sensorfenster müsste ja dann so um die 12cm breit sein, also auch ungefähr auf dem Niveau der ersten Blackmagic Pocket, nur eben mit 2,5K Auflösung und nicht HD. Die FokusPixel bekommt man mit der MLV-App rausgerechnet und speedboostern kann man das Dingens auch noch (allerdings dann auch gleich wieder +100 Euro). Die Audio war auch ohne Unterbrechungen mit drauf, wobei wir auch eine der schnellstmöglichen Sandisk Extreme Karten drinnen hatten.

Da schon wirklich was, aber es bleibt halt viel frickelei.

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Antwort von cantsin:

rudi hat geschrieben:
cantsin hat geschrieben:

Zum Beispielvideo: Man sieht, dass bei den neuen Modi, die den Sensor nicht mehr 1:1, sondern eine größere Sensorfläche auslesen, teilweise heftige Moiré-Probleme entstehen,
Hm, jein. Wir haben auch mal kurz den 2,5K Modus ausprobiert, und der macht natürlich keine Moirees, weil der den Sensor 1:1 ausliest.
Ich bezog mich auf das YouTube-Video, das Ihr in die Meldung eingebettet hattet und das laut seinem Macher mit 1736x976 Pixeln aufgenommen und dann auf die doppelte Auflösung hochskaliert wurde. Hier mal ein paar 1:1-Screengrabs - die Moiré-Artefakte müssen dabei schon im unskalierten Ausgangsmaterial gesteckt haben:

mpv-shot0004-crop.jpg mpv-shot0003-crop.jpg mpv-shot0002-crop.jpg
Selbst bei Haar treten die Moirés auf, was mir ungewöhnlich scheint: mpv-shot0001-crop.jpg (Wenn man die Bilder wieder auf 50% zurückskaliert, bleiben die Moirés und auch die allgemeine Abbildungs-/Auflösungsschwäche - wobei die Frage bleibt, wie genau das Material bearbeitet und ob hier nicht zu stark nachgeschärft/kantenaufgesteilt wurde.)


Dass es auch bei 1:1-Sensorauslesung zu Moirés kommen kann, zeigt übrigens die Blackmagic Pocket 1080p....

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Antwort von Bruno Peter:

Das ist wohl eine Kamera für Bastler und das in der heutigen Zeit.
Niemals würde diese Kamera anfassen nach dem was "cantsin" hier dankenswerter Weise berichtet.

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Antwort von Hayos:

"Bruno Peter" hat geschrieben:
Das ist wohl eine Kamera für Bastler und das in der heutigen Zeit.
Niemals würde diese Kamera anfassen nach dem was "cantsin" hier dankenswerter Weise berichtet.
Als wär die EOS-M jetzt ein kaputtes Produkt :D Das sind doch nur Effekte die bei gewissen Einstellungen mit dem Magic Lantern-Hack auftauchen. Man kann sie auch weiterhin "ganz normal" benutzen, so wie sie gedacht war.

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Antwort von roki100:

Moirè ist so eine Sache, es lässt sich ein bisschen in DaVinci entfernen (siehe unten Beispiel). Ich denke aber, wer es besser haben möchte, dann gilt das selbe auch für EOS-M wie für BMPCC (4K): OLPF Filter drauf und gut ist.

Es ist auch von der Linse abhängig. So habe ich z.b. mit BMPCC+Olympus Linse keine moiré, doch mit Tamron Canon EF & Co. schon. Frank meint, es hat was mit MTF (oderso) zu tun. Was das genau ist, keine Ahnung. :)

Bildschirmfoto 2019-09-03 um 19.41.50.png Bildschirmfoto 2019-09-03 um 19.42.41.png Bildschirmfoto 2019-09-03 um 19.39.16.png Bildschirmfoto 2019-09-03 um 19.39.00.png

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Antwort von cantsin:

roki100 hat geschrieben:
OLPF Filter drauf und gut ist.
Dann erklär uns mal, wie das gehen soll.

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Antwort von roki100:

Ok, hab gerade erfahren, es gibt gar kein OLPF für EOS M oder P4K?

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Antwort von cantsin:

roki100 hat geschrieben:
Ok, hab gerade erfahren, es gibt gar kein OLPF für EOS M oder P4K?
Ja. Und vor allem kann man OLPF nicht "draufsetzen" wie einen ND-Filter. Die müssen im Kameragehäuse direkt vor den Sensor montiert werden.

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Antwort von roki100:

Vielleicht gibt es hier etwas passendes http://www.optics-online.com/lpf.asp bzw. fragen ob die speziell für Sensor X/Y anfertigen können?

Naja... ich brauche OLPF nicht, weil ich sehr selten moiré habe und wenn, dann lässt sich ein bisschen in DaVinci korrigieren.... Auch das mit der EOSM, stört mich nicht wirklich. Das ist ähnlich wie das mit BRAW im verglich zu CDNG, da sieht man die unscharfe nur bei hochskalierten deutlicher...Als ganzes betrachtet ist es doch gut genug.

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Antwort von Frank Glencairn:

roki100 hat geschrieben:
... bzw. fragen ob die speziell für Sensor X/Y anfertigen können?
.
Machen die sicher, dürfte nur in etwa das 100fache deiner Kamera kosten - wenn's reicht.

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Antwort von Cinealta 81:

roki100 hat geschrieben:
Vielleicht gibt es hier etwas passendes http://www.optics-online.com/lpf.asp bzw. fragen ob die speziell für Sensor X/Y anfertigen können?
"Passend" aus dem Regal sicherlich nicht. OLPF werden speziell für einen bestimmten Sensor / Kameramodell entwickelt und angefertigt und erfordern profundes Detailwissen (insbesondere hinsichtlich Sensor- und Verarbeitungscharakteristiken), über das meistens nur die Kamerahersteller verfügen.

Kurzer und guter Einstieg zu diesem Thema:
--> https://www.nikonimgsupport.com/eu/BV_a ... 77&lang=de

Ganz netter Artikel, der etwas mehr in die Tiefe geht:
--> https://www.dkamera.de/news/dkamerade-g ... assfilter/

Und sehr gute Grafiken dazu:
https://www.dkamera.de/news/dkamerade-g ... efakte.jpg

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Antwort von mash_gh4:

cantsin hat geschrieben:
Ja. Und vor allem kann man OLPF nicht "draufsetzen" wie einen ND-Filter. Die müssen im Kameragehäuse direkt vor den Sensor montiert werden.
natürlich ist das die zweckmäßigste art, die entsprechenden probleme sehr gezielt in den griff zu bekommen, ohne übermäßige abstriche im hinblick auf die restliche bildqualität in kauf zu nehmen, trotzdem lässt sich das problem natürlich auch durch filter vor dem objektiv od. die verwendung ungewöhnlich auflösungsschwacher optiken verhindern.

frank hat erst kürzlich ein ziemlich eindrucksvolles beispiel dazu in einem seiner blogbeiträge gepostet:





wenn du nostalgisches altglas, wie das dortige angenieux, verwendest, verschwinden diese bildstörungen fast gänzlich. dafür bleibt dann halt auch nur mehr ein bruchteil der ursprünglichen sensorauflösung praktisch nutrzbar...

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