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Tonproblem nach MPEG-Schnitt mit Cuttermaran u. anschl. Authoring in Encore




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Frage von ChristianCG80:


Ich habe folgendes Problem in Adobe Encore 2.0 und hoffe hier in diesem Forum-Thread an der richtigen Stelle zu sein. Ich wünsche mir umgehend auf Hilfe von euch:

Ich habe über meine an den Laptop angeschlossene D-Box II mit Linux Neutrino und der Streaming-Software "Jack The Grabber" einen Film aufgenommen, den ich nun gern in Adobe Encore 2.0 authoren und auf DVD brennen möchte. Da ich gern die Inhalte vor und nach dem Film (;z.B., Rest des vorhergehenden Filmes, Vorschau von weiteren Filmen auf Premiere, etc.) entfernt haben möchte, um wirklich nur den kompletten, sauber geschnittenen Film samt den drei gesendeten und aufgenommenen Tonspuren (;deutsch, englisch und Dolby Digital 5.1) auf die DVD zu brennen, habe ich die vier Dateien in das MPEG-Schnittprogramm "Cuttermaran" geladen und dort entsprechend durch Setzen des In-Points am Anfang des Filmes und des Out-Pointes am Ende des Filmes geschnitten (;natürlich schneide ich immer nur an I-Frames). Das funktioniert bisher auch alles tadellos und ohne eine Fehlermeldung. Mir liegen nun die geschnittenen vier Dateien (;1x *.mpv, 2x *.mp2 und 1x *.ac3) vor.
Natürlich liegen mir die Videospur (;*.mpv) und die drei Tonspuren (;*.mp2 und 1x *.ac3) als Elementary Stream von, das heißt Bild und Ton sind voneinander getrennt, so wie es das Authoring-Programm Adobe Encore 2.0 auch verlangt. Der Film und damit auch die vier Spuren sind insgesamt 1 Stunde und 45 Minuten lang.

Nun zu meinem eigentlichen Problem: Das Importieren der Videospur (;*.mpv) und der AC3-Tonspur (;*.ac3) Adobe Encore 2.0 funktionieren problemlos – ich sehe das Bild und höre synchron dazu auch den Dolby Digital-Ton. Das Importieren der beiden deutsch- und englisch-Tonspuren (;*.mp2) klappt auch, allerdings tritt hier folgendes Problem auf: Erstens werden diese beiden Audio-Dateien nicht, wie bei Adobe üblich, durch das Encore-Programm angeglichen und zweitens höre ich keinen Ton, wenn ich das Video in der Zeitleiste abspiele. Die DVD-Vorschaufunktion von Encore liefert das gleiche Problem – es ist kein Ton bei den beiden deutsch/englisch-Spuren (;*.mp2) zu hören, nur die AC3-Datei (;Dolby Digital 5.1) liefert einen Ton.

Kurios: Wenn ich nur ein kurzes Stückchen des Filmes (;3 Minuten) aus Cuttermaran heraus exportiere, funktioniert alles, d.h. ich höre auch etwas bei den beiden *.mp2-Tonspuren (;deutsch, englisch). Wenn ich allerdings den ganzen Film von Anfang bis Ende exportiere und in Adobe Encore 2.0 importiere, tritt das eben geschilderte Problem auf (;kein Ton bei *.mp2).

Und zweitens kurios: Öffne ich die exportierte mp2-Audio-Datei (;deutsch, englisch) beispielsweise mit dem VLC-Media-Player von Videolan, dann höre ich den Ton; nur eben in der Vorschau in Encore nicht. Also kann es schon einmal nicht an einem fehlenden CodecCodec im Glossar erklärt oder ähnlichem liegen.

Kann mir jemand sagen, wo das Problem liegen kann, bzw. was das Problem ist???

Ich wäre über jede Hilfe und über jeden Tipp dankbar.





Antwort von PowerMac:

"ChristianCG80" wrote:
(;…) VLC-Media-Player von Videolan, dann höre ich den Ton; nur eben in der Vorschau in Encore nicht. Also kann es schon einmal nicht an einem fehlenden CodecCodec im Glossar erklärt oder ähnlichem liegen. (;…)


Das ist ein Fehlschluss. VLC hat eingebaute Codecs, mit denen er abspielt. Wieso sollte Encore auch auf VLC-Codecs zugreifen?
Ich denke, dein Problem ist schlicht, dass eine DVD nur entweder Dolby Digital oder nur mp2-komprimiertes Audio enthalten darf. So wie ich das sehe, versuchst du beides zu kombinieren - verboten laut DVD-Standard. Ich habe keine Ahnung, was dein Encore kann; vielleicht konvertiert es das mp2-Zeug auch. Versuch die beiden mp2-Audiospuren zuvor in einem anderen Programm in Dolby Digital zu wandeln und dann neu zu importieren.
EDIT: Ich weiß nicht ob das stimmt. Ausserdem habe ich PCM und MP2 verwechselt. Langer Tag - Sorry.



Antwort von ChristianCG80:

Danke zu erst einmal für deine ausführliche Antwort.

Meiner Meinung ist es so, dass, wenn ein CodecCodec im Glossar erklärt auf dem Rechner installiert ist, der eigentlich für alle Programme zur Verfügung steht. Oder liege ich da falsch? Bloß mit MPEG-Audio sollte Encore eigentlich zurecht kommen, da es doch der Standard ist.

Viele handelsübliche DVDs enthalten Stereospuren im MPEG-Format und Dolby Digital 5.1 Sound zugleich. Wieso sollte man beides nicht kombinieren dürfen? Das wäre doch nicht Sinn und Zweck der Sache bzw. der DVD. Und meiner Meinung nach ist beides, also MPEGMPEG im Glossar erklärt UND AC3AC3 im Glossar erklärt, komprimiert. Unkomprimiertes Audio kommt auf einer DVD nicht vor. Da würde niemals ein ganzer Spielfilm drauf passen.

Und außerdem funktioniert die Kombination ja bei kurzen Sequenzen, wie ich es in meiner Beschreibung geschrieben habe. Also das kann - so denke ich - nicht die Ursache sein.

Ich hoffe und freue mich auf weitere Meinungen und Hilfen von Euch.



Antwort von PowerMac:

Übrigens haben viele DVDs eine unkomprimierte Tonspur - PCM. Und das belegt in der Tat viel Speicher.
Ich verwechselte aber MP2 mit PCM. Eigentlich sollten MP2 und AC3AC3 im Glossar erklärt auf einer DVD möglich sein. Aber für parallele Spuren denke ich, dass das nicht geht. Auf einer DVD ja, aber nicht parallel. Das ist aber nur Spekulation. Ich hatte mit MP2 aber noch nie etwas am Hut - nur Dolby Digital. Und Dolby Digital darf nicht mit PCM kombiniert werden.

Mein Tipp alles in AC3AC3 im Glossar erklärt zu wandeln, steht aber noch.

PS: VLC nutzt Codecs, die in ihm drin sind und installiert kein großes Codecpack. Deshalb kann nur VLC auf einem PC alles abspielen. Die integrierten Codecs sind mitnichten weiter von anderen Programmen zu nutzen. VLC nutzt aber afaik zusätzlich installierte Codecs unter Windows (;*schauer*).



Antwort von Axel:

"ChristianCG80" wrote:
Bloß mit MPEG-Audio sollte Encore eigentlich zurecht kommen, da es doch der Standard ist.


Das war einmal. PAL-Player mussten Mpeg1 Layer2 abspielen können, NTSCNTSC im Glossar erklärt Geräte noch nie. Bei asiatischen Billigprodukten, die sonst alles "können", beginnt der Ton zu stottern. Zuverlässige Standarts sind - de facto - PCM und AC3.



Antwort von ChristianCG80:

Danke zu allererst einmal für eure Antworten:

Ich glaube, ich habe die Ursache für mein geschildertes Problem gefunden.

Es liegt scheinbar an der Adobe-Funktion "Angleichen von Audio", die Encore und übrigens auch jedes andere Adobe-Programm, welches mit Audiodateien arbeitet (;Premiere, Audition, Encore, After Effects, etc.), automatisch nach dem Import in das Projektfenster durchführt. Dieser Vorgang nimmt je nach Größe der Audiodatei (;*.mp2) einige Zeit in Anspruch. Bei meinem Film (;1h 45 min) dauert das ca. zwei bis drei Minuten. Während dessen sollte man nichts weiter machen, sondern warten, bis das Angleichen beendet ist. Zu erkennen ist der Fortschritt des Vorgangs in Adobe Encore 2.0 auf der rechten Seite im "Status"-Fenster – wie gesagt, direkt nachdem man eine Audiodatei in das Projekt importiert hat. Dort sieht man dann einen Balken, der von links nach rechts wandert. Der Vorgang startet automatisch und kann auch nicht abgebrochen werden.

Ich bin nun immer folgendermaßen vorgegangen: Ich habe beim Import in Encore zumeist gleich alle vier Dateien auf einmal markiert und in das Projekt eingefügt. Dabei wurde die ERSTE ausgewählte Datei (;die *.ac3) korrekt angeglichen, was an dem Balken auf der rechten Seite erkennbar war. Die NÄCHSTE und alle weiteren folgenden Audiodateien wurden nun aber nicht angeglichen – und genau da liegt das Problem. Um eine Audiodatei in Adobe Encore, oder wie gesagt, beispielsweise auch in Adobe Premiere, korrekt über die Lautsprecher wiedergeben zu können, ist eine "Adobe-typische" Angleichung notwendig. Nun habe ich mich gefragt, wieso das Angleichen immer nur bei einer Datei – der ersten ausgewählten und importierten – funktioniert? Auch wenn ich die Dateien einzeln importiert habe, ging der Ton und das Angleichen immer nur bei der ersten; bei allen folgenden blieb das Angleichen aus und somit blieben auch die Boxen stumm.

Nach einigem Überlegen fiel mir da ein, dass manche Audioprogramme einen Cache- oder Temp-Speicher benötigen. Vielleicht ist der ja voll oder es steht nach dem Import der ersten *.mp2-Datei zu wenig temporärer Speicherplatz zur Verfügung (;oder der Cache ist voll). Daraufhin suchte ich in den Optionen von Adobe Encore 2.0 nach einer ähnlichen oder vergleichbaren Funktion und wurde unter "Bearbeiten – Voreinstellungen – Audio/Video Out-Point…" auch fündig. Dort findet man ganz unten die Option "Mediencache-Datenbank" und daneben die beiden Schaltflächen "Aufräumen" und "Löschen". Ich klickte testweise auf "Aufräumen" und auf "Löschen" und importierte die zweite *.mp2-Datei – und siehe da: das Angleichen der zweiten Datei funktionierte auf einmal und logischerweise kam plötzlich auch Ton von der zweiten Spur (;*.mp2-Datei). So ging ich bei der dritten Audiodatei auch vor. Nun funktioniert alles einwandfrei und ich kann alles ordentlich authoren und auf DVD brennen.

Dieser Zusammenhang erklärt auch die Tatsache, dass kurze Sequenzen über beispielsweise drei, vier Minuten funktionierten, also Ton da war. Für kürzere Sequenzen wird logischerweise nicht soviel "temporärer" Speicherplatz oder "Cache-Speicher" benötigt, als bei meinem Film über 1h 45min. Somit konnten auch alle Dateien angeglichen werden, was ich aber auf den ersten Blick gar nicht mitbekommen habe.

Auch wenn man auf "Löschen" klickt, funktionieren die zuvor angeglichenen Audiodateien danach noch. Laut wenig aussagekräftiger Encore-Hilfe (;unter "Mediencache-Datenbank") ist das Angleichen scheinbar nur dafür da, eine Referenzdatei zur einfacheren, weiteren Verwendung in anderen Adobe Programmen zu erstellen.

Wozu die Funktion "Angleichen von Audio" allerdings wirklich da ist, habe ich trotz Suche im Internet noch nicht hundertprozentig herausgefunden. Ich wäre deshalb für jede weiterführende Information diesbezüglich dankbar.



Antwort von Axel:

Chapeau!

"ChristianCG80" wrote:
Wozu die Funktion "Angleichen von Audio" allerdings wirklich da ist, habe ich trotz Suche im Internet noch nicht hundertprozentig herausgefunden. Ich wäre deshalb für jede weiterführende Information diesbezüglich dankbar.


Möglicherweise wird die DatenrateDatenrate im Glossar erklärt angepaßt. Diese beträgt (;gerade ergoogelt) für AC3AC3 im Glossar erklärt maximal 448 KBit/s, für Mpeg aber 912 KBit/s, um der DVD-Spezifikation zu entsprechen. Ich glaube, es ist die gleiche DatenrateDatenrate im Glossar erklärt, die Audiospuren kompatibel macht. Bin nicht sicher, aber vielleicht kannst du sogar AC3AC3 im Glossar erklärt und Mpeg in einem Stream verwenden, wenn die DatenrateDatenrate im Glossar erklärt gleich ist. Auch, wenn das für mich akademisch bleibt (;s.o., nur PCM für Musik-Mitschnitte, für alles andere AC3), würde das mein Wissen vermehren. Da du ohnehin gerade dabei bist, teste das doch mal kurz.



Antwort von ChristianCG80:

Das mit der DatenrateDatenrate im Glossar erklärt anpassen kann natürlich sein und wäre nach deinen ergoogelten Erkenntnissen durchaus auch sinnvoll, damit den DVD-Spezifikationen entsprochen werden kann.

Ich weiss jetzt allerdings nicht genau, was du meinst mit "Audiospuren kompatibel machen"?
Meinst du damit, dass ich probieren soll, sozusagen den AC3-Stream und die MPEG-Streams in einem Transportstream zusammen zu multiplexen?

Ich arbeite grundsätzlich - bereits bei der Aufnahme - nur mit Elementary Streams, also getrennte Audio- und Videodateien. Da man das beim Authoring sowieso so braucht, finde ich den Weg über Transportstream aufnehmen, Demultiplexen und dann Authoring viel zu umständlich.



Antwort von Axel:

"ChristianCG80" wrote:
Ich arbeite grundsätzlich - bereits bei der Aufnahme - nur mit Elementary Streams, also getrennte Audio- und Videodateien. Da man das beim Authoring sowieso so braucht, finde ich den Weg über Transportstream aufnehmen, Demultiplexen und dann Authoring viel zu umständlich.


Natürlich nur Elementary Streams. Der andere Workflow ist (;so ähnlich, wenn man "aufnehmen" durch "rippen" ersetzt) allenfalls nötig, wenn du mal ein feature aus einer deiner DVDs rasch extrahieren willst, um es in einer neuen zu verwenden.
Ja, ich meinte mit kompatibel die Möglichkeit, z.B. eine alternative Sprachversion oder einen Audiokommentar, einmal in AC3AC3 im Glossar erklärt und einmal in Mpeg Audio, zu derselben Videospur (;also demselben VOB) hinzuzufügen. Es ist albern. Warum sollte man so etwas tun? Vergiß es.



Antwort von ChristianCG80:

Trotzdem danke für deine Antworten. Das Problem hat sich ja mittlerweile gelöst und wir sind wieder etwas schlauer.



Antwort von grovel:

"PowerMac" wrote:
Eigentlich sollten MP2 und AC3AC3 im Glossar erklärt auf einer DVD möglich sein. Aber für parallele Spuren denke ich, dass das nicht geht. Auf einer DVD ja, aber nicht parallel. Das ist aber nur Spekulation. Ich hatte mit MP2 aber noch nie etwas am Hut - nur Dolby Digital. Und Dolby Digital darf nicht mit PCM kombiniert werden.


Häh?

Also entweder verstehe ich dich falsch, oder ich muss dir ausnahmsweise mal widersprechen.
Meinst du wirklich, dass auf einer DVD nicht eine Spur, PCM und eine DolbyDigital sein kann? (;Parallel, zum selben Video, also wie zwei Sprachspuren)
Das wäre ja totaler Blödsinn. Parallele Audiotracks sind im FormatFormat im Glossar erklärt beliebig kombinierbar.
Ist bei meinen Projekten sogar jeweils Standard, dass die normale Tonspur PCM ist und Audiokommentare Dolby-komprimiert.

SeeYa grovel



Antwort von PowerMac:

Nun, ich habe das so gelernt. Nie verschiedene Audio-Formate (;AC3 oder PCM) in einer gleichen Spur und auf der gleichen DVD.



Antwort von ChristianCG80:

Zwei verschiedene Audioformate (;PCM und AC3) in EINER gemeinsamen Tonspur - das kann schon sein, dass das nicht geht. Das habe ich noch nicht ausprobiert.

Aber wenn ich die zwei verschiedenen Audioformate auf zwei verschiedene Audiospuren lege, dann müsste es doch eigentlich gehen.

Wäre wirklich mal überlegenswert, dies zu testen.




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