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Capturing mit 24 frames in AVID




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Frage von Vince:


Liebes Forum,

in ca. einem Monat beginnt für mich die Arbeit an einem Langfilm, der auf 35mm und mit 24 Bildern/Sekunde gedreht wird. Den möchte ich gerne auf AVID schneiden und habe nur jetzt in den letzten Tagen entsetzt festgestellt, dass AVID Xpress Pro das trotz aller wischi-waschi-Andeutungen auf ihrer Homepage (;"24p film tools" etc) nicht digitalisieren kann. Man kann damit scheinbar nur importiertes Material bearbeiten.

Den Film mit 25 Bildern zu schneiden, kommt nicht in Frage (;Sounddepartment ist dagegen). Weiß jemand, ob man mit einer der bestehenden Software-Only-Lösungen (;also nicht Adrenaline oder so) irgendwie ein 24 Bild-Projekt wirklich bearbeiten kann, also auch Bild einspielen und Bild mit Ton wieder ausspielen?

Oder muss man dafür noch auf die Media Composer Version warten, die im Juni erscheinen soll? Und weiß jemand, ob es damit dann wirklich geht, oder ist das dann am Ende wieder abhängig von dieser neuen Mojo Box?
Und zuletzt: hat das schonmal jemand gemacht?

Vielen Dank und beste Grüße,
Vince




Antwort von Schleichmichel:

In Final Cut Pro ginge das. Vielleicht hast Du dafür einen Schnittplatz zur Verfügung.

Das Material wird in 25fps abgetastet und auf den Rechner eingespielt. Dann legst Du in den Sequenzeinstellungen eine Bildrate von 24fps fest und importierst das Material.

Bevor Du nun dieses in die Sequenz ziehst, musst Du die FramerateFramerate im Glossar erklärt mit dem entsprechenden Menüpunkt von 25 auf 24 fps umwandeln.



Antwort von Vince:

Hi Schleichmichel,

auch hier vielen Dank für Deine Antwort, allerdings möchte ich in diesem Fall auf keinen Fall mit Final Cut arbeiten. Die sind im Vergleich zu Avid Xpress Pro zwar weiter, was die 24/25-Problematik angeht, aber da ich Avid viel besser beherrsche und ich bei dem Projekt keine Minute mit Rumsuchen und Probieren verlieren darf, möchte ich in der mir gewohnten Umgebung bleiben.
Mich wundert nur, dass eine professionelle SOftware wie Avid dieses 24-Frames-Feature bisher überhaupt nicht berücksichtigt hat in den billigeren Versionen. Ich nehme an, ich werde das Material in ein 25er Projekt digitalisieren, dann eine Einzelbildsequenz exportieren und die dann wieder in ein 24er-Projekt zurückimportieren. Aber das dauert natürlich alles und kostet Nerven.
Hat jemand noch eine bessere Idee?

Gruss,

Vince



Antwort von Schleichmichel:

Klar, verstehe ich gut, dass Du dann nicht auf FCP arbeiten willst. Ich kenne AVID kaum, und würde auch nicht kurz vor 12 mal eben umsatteln.

Dann wäre mein einziger Rat, vielleicht doch mal abzuklopfen, ob und wie das jeweilige Kopierwerk abtastet und ob man vielleicht die Datei als Avi oder Quicktime (;je nach Kompatiblität) in 24fps auf Festplatte sichern kann.

Dann wäre wohl die Anschaffung von mindestens 2 Festplatten zum hin und herschicken angebracht. Der zusätzliche Vorteil hierbei ist, dass die Files rattenschnell auf Deiner Kiste zum schneiden liegen.

Auch denkbar wäre ein Datentransfer via DLT-Bandstreamer. Aber das ist nun wirklich nicht mehr Zeitgemäß (;und recht langsam).

Diese Methoden (;wie auch jede andere) würde ich für so ein Projekt auf JEDEN FALL testen. Schliess Dich mit dem Kopierwerk vorher kurz. Es gibt auf jeden Fall mindestens einen Menschen dort, der JEDE Online/Offlineschnitt-Methode und ALLE Systeme mit allen Vor- und Nachteilen kennt. Wenn NICHT, sollte man mißtrauisch werden.

Nicht verzweifeln :)



Antwort von Schleichmichel:

Übrigens... Kopierwerk Baden-Baden? Etwa das vom SWR? Berichte mal nachher von Deinen Erfahrungen! Ich weiss nur, dass die da alle ganz nett sind.



Antwort von PowerMac:

Wie hast du denn vor zu schneiden? Offline oder DI?
Ich persönlich würde direkt in 1080psf schneiden. Das kriegen die vom Kopierwerk hin. Die müssen nur in HD abtasten und speichern gleich auf ne HD. Importieren in Xpress Pro und fertig.
Ansonsten lass dir eben Quicktime Dateien mit 24p in PALPAL im Glossar erklärt geben. Mit dem TimecodeTimecode im Glossar erklärt, das müsst ihr abstimmen. Ist für die eigentlich einfach als mit den Bändern. Das geht auch sofort in Xpress Pro rein.



Antwort von Vince:

Hi Powermac und Schleichmichel,

vielen Dank für die Antworten. Das Kopierwerk ist tatsächlich das vom SWR und ich hab von denen bisher nur gehört, dass sie bei Kino-Produktionen nicht so routiniert sind, wie beispielsweise Geyer oder Arri. Aber mal gucken, ist vielleicht auch nur Gossip von den Leuten hier in Berlin.
Ich hätte nie zu fragen gewagt, ob die mir das Filmmaterial in irgendeiner digitalen Datenform (;auf Festplatte o.Ä.) schicken können, sondern hatte mir schon Sorgen gemacht, ob das Kopieren auf Mini-DV vielleicht schon zu kompliziert für sie ist. Es muss ja ein großer Aufwand für das Kopierwerk sein, die Daten zu Digitalisieren und dann auch noch im richtigen FormatFormat im Glossar erklärt, so dass ich sie dann öffnen kann - ich kann mir das fast nicht vorstellen.
Den Film schneide ich auf jeden Fall in PALPAL im Glossar erklärt Auflösung, ich sehe auch den Vorteil von HD nicht. Da ich permantent Rohschnitte auf DVD und VHS verschicken werden muss, müßte ich dafür ja immer runterkonvertieren und die Bildqualität vom Rohschnitt interessiert eh niemanden, so lange man die Lippen (;synchron) und die Augen (;Blinzeln) erkennen kann.
Außerdem wird da 2 Monate lang jeden Tag neues Material anfallen, das wird in HD sicher einfach ein zu großer Datenberg.
Der Film wird am Ende dann in HD oder 2K abgetastet, farbkorrigiert etc und dann wieder auf 35mm ausbelichtet, eine höhere Qualität beim Schnitt ist also für die Katz, wenn ich das richtig sehe, am Ende interessiert davon nur noch die EDL.
Wahrscheinlich wird bei der ganzen Sache auch der Preis eine Rolle spielen, wenn ein Abtasten direkt ins Quicktime-Format oder sowas sehr viel teurer ist, wird die Produktion vermutlich mit dem Zeigefinger fuchteln, hehe.
Mal gucken.

Nochmal vielen Dank für die Tips. Ich erzähl dann meine Erlbnisse mit den Leuten vom SWR, ich hoffe da kennt sich wirklich einer aus.
Gruss,

Vince



Antwort von PowerMac:

Frag mal die Helga…
http://www.swr-media.de/inhalt_produktion02.htm

Der Vorteil von DI ist, dass man direkt mit Originalmaterial arbeitet. Sowas wie EDLEDL im Glossar erklärt oder Negativ-Schnittliste entfällt dann. Einmal abtasten (;z. B. in 2k oder HD) und nur einmal fazen. Das ist billiger als Schnittliste.

Klar braucht man dafür Speicher. Ich würde echt in 2k schneiden. Dann kann man abends mit Regie, Kamera und Produktion die dailys anschauen. Live von HD mit nem guten Projektor. So erfreut man den Kameramann wesentlich mehr als mit ner DVD… Und ne HD-DVD oder DVCPROHD auf DVD geht ja auch. (;Wenn nicht alle können). In Zukunft wird das nur noch so sein…



Antwort von Schleichmichel:

Es ist auch keine schlechte Idee (;und auch üblich), von der sich aus Deinem Schnitt resultierenden EDL-Schnittliste ein Pos-Conform aus den Arbeitskopien anzufertigen, sofern Ihr welche macht.

Ich glaube, es ist auch schonender für das Original-Negativ, wenn von der (;eventuell sogar Lichtbestimmten) Arbeitskopie abgetastet wird. Ausserdem kann man auf der Arbeitskopie in jeder Hinsicht besser das Material beurteilen (;was den/der Kameramann/frau interessieren wird. Die stören sich ja zurecht daran, dass heutzutage kaum noch Arbeitskopien aus kostengründen angefertigt werden).

Jedenfalls...wenn dieser "Sicherheits"-Schnitt dann so abgenommen wird, sind für den Negativschnitt so gut wie alle potentiellen Fehlerquellen eliminiert.

@ PowerMac:

Warum ärgerst Du mich immer (;oder warum LASSE ich mich immer ärgern)!? :)
Quote:

Der Vorteil von DI ist, dass man direkt mit Originalmaterial arbeitet.


Naja. Original? :)
Quote:

Einmal abtasten (;z. B. in 2k oder HD) und nur einmal fazen.


4K sollten schon drin sein, selbst wenn hinterher in 2K ausbelichtet wird.

Quote:
Klar braucht man dafür Speicher.


Nicht nur das, Freundchen!!!

Quote:
Live von HD mit nem guten Projektor.


Ich glaube, dann würde Vince hier gar kein Thread eröffnet haben. Dann hätte die Produktion ihm vermutlich eine AVID-Suite mit goldenen Scrubbingwheels und ein paar leckere Torten in Hotpants als Assistentinnen gestellt.

Quote:
So erfreut man den Kameramann wesentlich mehr als mit ner DVD…


Aber weniger, als mit einer Arbeitskopie.

Quote:
In Zukunft wird das nur noch so sein…


Das ist was dran...



Antwort von Vince:

Mal wieder danke Ihr beiden für die Antworten.

Inzwischen hab ich mit denen Kontakt aufgenommen und es hat sich rausgestellt: das Kopierwerk in Baden-Baden kann nur Abtasten auf DigiBeta, BetaSP oder VHS (;!) Also leider nix mit DI etc.
Und was das Erfreuen des Kameramannes angeht: der Dreh findet in Azerbaijan statt, dass heißt Regisseur und Kameramann sind die ganze Zeit in weiter Ferne und ich bin im Schneideraum ganz allein. Zum Schneiden reicht mir wiegesagt ein scharfes SD-Bild (;das ist ja schon Luxus, wenn man sich mal an "AVR-3" Zeiten zurückerinnert) und am Set haben die vermutlich nicht die Infrastruktur, um sich da HD-Material anzusehen (;in Azerbaijan ist angeblich seit Ewigkeiten kein Spielfilm mehr gedreht worden).

Ich bin nicht sicher, ob das Arbeiten in 2K oder 4K wirklich billiger ist, als offline und dann gibts ne SchnittlisteSchnittliste im Glossar erklärt, sooo billig sind schnelle Festplatten ja nun auch noch nicht. Und ich glaube nach wie vor, das die Bildqualität in der Schnittphase niemanden wirklich interessiert, solange man alles erkennen kann. Vor allem, wenn dann auch noch dieses irritierende 24-Bilder-simulierende Stop-Frame einmal pro Sekunde auftaucht.

Aber eins steht fest: bei der nächsten Produktion lasse ich mir auf alle Fälle eine AVID-Suite mit goldenen Scrubbingwheels und ein paar leckere Torten in Hotpants als Assistentinnen vertraglich zusichern! Hehe.

Nochmal Danke für die Infos und Gruss,

Vince

PS: Nochmal zum grundsätzlichen Problem: ich habe jetzt von einem Avid-Reseller in HH gehört, dass Xpress Pro ab Version 5 in Verbindung mit dem Mojo auch in einem 24p Projekt capturen kann, wenn auch nur in 14:1s. Kann das jemand bestätigen?
Avid dagegen hat mir zurückgeschrieben, dass weder Xpress noch die neue Media Composer Software in 24p-Projekten digitaliseren können, was mir aber sehr komisch vorkommt. Ich habe den Verdacht, dass die Ihre eigenen Programme nicht richtig können. Wenn das wirklich so wäre, käme das ja einer Bankrott-Erklärung gleich. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber wahrscheinlich kann inzwischen sogar iMovie 24p.



Antwort von andjana:

Wer solche dämlichen Fragen stellt wird nie Schnittassistentinnen in Hotpants bekommen... Torten ins Gesicht vielleicht. [beleidigung vom mod gelöscht]



Antwort von PowerMac:

Ich musste lachen!




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