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Infoseite // Adobe - neue Nutzungsrechte: unbegrenzter Datenzugriff



Frage von stip:


Adobe räumt sich jetzt unbegrenzten Datenzugriff - und Nutzung dieser Daten - ein.
Es wird vermutet dass dies zur Fütterung der eigenen KI dient.

Darüber hinaus verleiht man Adobe eine Lizenz am eigenen Content:

section 2.2, "Our Access to Your Content ... may access, view, or listen to your Content through both automated and manual methods, but only in limited ways, and only as permitted by law."

The "Content," outlined in section 4.1, includes "any text, information, communication, or material, such as audio files, video files, electronic documents, or images, that you upload, import into, embed for use by, or create using the Services and Software."

Section 4.2 states that users grant a "non-exclusive, worldwide, royalty-free sublicensable, license, to use, reproduce, publicly display, distribute, modify, create derivative works based on, publicly perform, and translate the Content."


Dabei geht Adobe so weit dass man nicht einmal mehr Programme deinstallieren kann (bzw schwerer), ohne den neuen Bedingungen zuzustimmen.

Nach der erwartbaren öffentlichen Kritikwelle schickt Adobe Beschwichtigungen an alle gängigen Kanäle - die aber alle anstatt den Kern der Kritik zu entkräftigen oder gar eine Änderung der AGB in Aussicht stellen abzulenken versuchen (cloud Nutzung).

https://appleinsider.com/articles/24/06 ... s-for-free

https://tarnkappe.info/artikel/it-siche ... 97045.html

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Antwort von Alex:

Das ist recht heftiger Tobak, wie ich finde, alles davon.
Egal ob meine Daten durchsuchen, oder Eingriff ins Urheberrecht, oder die Deinstallationsroutine.

Wenn Adobe damit ohne großen Schaden davon kommen sollte, haben sie sich natürlich einen riesigen Markt-Vorsprung geschaffen, weil sie damit wohl auch die (zukünftigen) rechtlichen Bedenken des KI-Futters geklärt haben und unerschöpfliche Quellen eröffnen. Das Problem wird noch auf einige KI-Konkurrenten zukommen..

Microsoft ist auch eben bei nem verwandten Thema eingeknickt, weil das Vorgehen zu aggressiv war. Die Nutzer haben protestiert:
https://www.golem.de/news/microsoft-kni ... 85865.html

Aber was für ne Politik... Ist ja wie, wenn man nen Pinsel kauft und der Hersteller will dann die Nutzungsrechte vom fertigen Bild haben...

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Antwort von TheGadgetFilms:

Gilt das nicht nur für Sachen die man in die Cloud lädt?
Oder habe ich mich da verlesen.

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Antwort von ruessel:

Ist doch der Trend, Windows "Recall" ist noch heftiger in Sachen Privatdatenschutz.....
Seit der Ankündigung auf der diesjährigen Microsoft Build sorgt eine Funktion namens Recall für Aufsehen. Doch das Feature stellt offenbar ein Sicherheitsrisiko dar.
Problematisch daran ist zum einen, dass Recall standardmäßig auf den Geräten aktiviert ist und alle Aktivitäten dokumentiert, auch solche, die man explizit nicht oder nicht mehr festgehalten wissen möchte: etwa Webseitenbesuche im Inkognito-Modus oder gelöschte Dateien. Zum anderen kann die SQLite-Datenbank offenbar jeder Nutzer mit lokalem Zugriff ohne Probleme lesen und auf ein anderes System übertragen, Systemadminrechte sind dafür laut dem Sicherheitsforscher Kevin Beaumont nicht nötig. Auch ein Schädling, der sich auf dem PC eingenistet hat, könnte die Daten problemlos abgreifen.
https://www.heise.de/news/Microsofts-KI ... 49876.html

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Antwort von stip:

Anders als Microsoft, die Recall jetzt nur als Opt-in integrieren, reagiert Adobe aber nicht auf die Kritik.

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Antwort von stip:

TheGadgetFilms hat geschrieben:
Gilt das nicht nur für Sachen die man in die Cloud lädt?
Oder habe ich mich da verlesen.
"...any text, information, communication, or material, such as audio files, video files, electronic documents, or images, that you upload, import into, embed for use by, or create using the Services and Software."

The wording doesn't completely rule out the monitoring of locally-stored files used in the applications. It certainly does cover anything that is stored in its cloud infrastructure.

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Antwort von DKPost:

Damit wäre jedes Medienunternehmen raus bei Adobe. Solche Nutzingsbedingungen kann normalerweise kein Unternehmen unterschreiben. Es sei denn es gibt Ausnahmen für die großen Kunden.

Ich kann mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass das Datenschutzrechtlich in der EU durchsetzbar ist. Wäre ja nicht das erste Mal dass Konzerne ihre fantasy terms aufschreiben und die dann vor Gericht kassiert werden.

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Antwort von cantsin:

DKPost hat geschrieben:
Damit wäre jedes Medienunternehmen raus bei Adobe. Solche Nutzingsbedingungen kann normalerweise kein Unternehmen unterschreiben. Es sei denn es gibt Ausnahmen für die großen Kunden.
Auch alle Hochschulen, aus demselben Grund.

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Antwort von Alex:

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Adobe damit vorhat, Kreationen von Nutzern selbst mit eigenem Copyright zu veröffentlichen.
Hier gehts offensichtlich um die rechtliche Absicherung, die Kreationen für Big Data (ML/KI und natürlich Werbung) auszuschlachten.

Ich hätte prinzipiell nicht einmal was dagegen, dass meine Exporte für KI-Lernzwecke ausgewertet werden.
Aber dabei solls dann bitte auch bleiben und selbst das würde ich gerne selbst und freiwillig per Opt-in oder zumindest mit ner "ja/nein" Fragestellung entscheiden.

Hey, ich meine, ich zahle an Adobe ordentlich Asche jeden Monat, ist ja nicht so, dass es Free-Produkte sind, die ich mit meinen Daten bezahlen muss.

Sollen sie doch die Suite umsonst anbieten und dafür im Gegenzug Daten abgreifen, dann könnte ich es sogar verstehen.

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Antwort von soulbrother:

Texte, Bilder, Videos, Skizzen, Entwürfe, Verträge...
Unendlich viele Werke, die vertraulich sind.
So wie es aktuell aussieht, ist das alles unsicher mit Adobe.
Mir fällt da aus eigener Erfahrung mit einem meiner besten Kunden noch was sehr brisantes ein:
Für etliche Zaubertricks werden u.a. auch Adobe Tools verwendet, mal sehen ob sich das ändert...

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Antwort von stip:


zum Bild


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Antwort von DKPost:

Wenn ich es genau nehmen würde, dann dürfte ich Projekte von nahezu allen meinen Kunden nicht mehr mit Adobe Tools bearbeiten. Da gibt es überall mehr oder weniger strikte Regelungen für das Material, und alle davon würden die neuen Nutzungsbedingungen brechen.

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Antwort von dienstag_01:

DKPost hat geschrieben:
Wenn ich es genau nehmen würde, dann dürfte ich Projekte von nahezu allen meinen Kunden nicht mehr mit Adobe Tools bearbeiten. Da gibt es überall mehr oder weniger strikte Regelungen für das Material, und alle davon würden die neuen Nutzungsbedingungen brechen.
Aber du nimmst es nicht so genau.

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Antwort von DKPost:

dienstag_01 hat geschrieben:
DKPost hat geschrieben:
Wenn ich es genau nehmen würde, dann dürfte ich Projekte von nahezu allen meinen Kunden nicht mehr mit Adobe Tools bearbeiten. Da gibt es überall mehr oder weniger strikte Regelungen für das Material, und alle davon würden die neuen Nutzungsbedingungen brechen.
Aber du nimmst es nicht so genau.
Wird man sehen. Ich nutze Adobe sowieso nur wenn es ausdrücklich gewünscht ist oder eben das Projekt es vorgibt, wie z.B. so ziemlich jedes Design als AE-Projekt geliefert wird.
Also eigentlich müssten sich schon die Zulieferer und Unternehmen selbst damit auseinandersetzen.
Noch habe ich den neuen Nutzungsbedingungen nicht zugestimmt.

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Antwort von MK:

Seit wann darf man in Deutschland laufende Verträge einseitig ändern ohne auf das Sonderkündigungsrecht hinzuweisen?

Wie an anderer Stelle bereits geschrieben gibt es das mittlerweile auch bei Firmwareupdates für TV-Geräte... stimmt man nicht zu, sind die Smart-TV-Funktionen nur noch eingeschränkt nutzbar. Eigentlich ein Grund die Glotze auch nach Jahren noch zurückzugeben...

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Antwort von MK:

Clarified heißt doch auch eher dass Adobe das schon längst macht und das nun in der Vertragspassage weniger mehrdeutig bzw. weniger unsicher ausdrückt...

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Antwort von DKPost:

MK hat geschrieben:
Clarified heißt doch auch eher dass Adobe das schon längst macht und das nun in der Vertragspassage weniger mehrdeutig bzw. weniger unsicher ausdrückt...
Das clarified kam meine ich als Reaktion auf den Shitstorm übe die initiale Anpassung.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Ist doch nicht so schlimm, machen doch eh alle nur Pornos mit der KI. :-))

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Antwort von MK:

Die Frage wäre dann auch wie das mit den Datenschutzeinstellungen bei Adobe zusammenpasst. Dort kann man immer noch einstellen dass Adobe keine Daten nutzen darf:

https://account.adobe.com/privacy

https://helpx.adobe.com/de/manage-accou ... nelearning

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Antwort von dienstag_01:

Oben klingt das ja auch so, da sie lokale Medien mit einbeziehen, als ob sie sich ungefragt was runterziehen können?! Ist doch absurd oder?

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Antwort von stip:

MK hat geschrieben:
Seit wann darf man in Deutschland laufende Verträge einseitig ändern ohne auf das Sonderkündigungsrecht hinzuweisen?
Das hat Amazon erst kürzlich mit der Einführung der Werbung bei Prime Kunden gemacht, bzw der Erhöhung um 3€ wenn man weiter ohne Werbung schauen möchte.

Die Verbraucherzentrale hat eine Sammelklage gestartet bei der jeder mitmachen kann, bisher ca 20.000 Teilnehmer.

Mir ist noch nicht ganz klar ob/wie diese Adobe AGB in der EU/Deutschland Geltung haben (können). Ähnliche Formulierungen gab es schon in vorherigen AGB Änderungen.

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Antwort von TheGadgetFilms:

https://blog.adobe.com/en/publish/2024/ ... rms-of-use

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Antwort von stip:

dienstag_01 hat geschrieben:
Oben klingt das ja auch so, da sie lokale Medien mit einbeziehen, als ob sie sich ungefragt was runterziehen können?! Ist doch absurd oder?
Das scheint zB der Fall wenn man ein KI tool nutzt, z. B. inhaltsbasierte Füllung in Photoshop. Und zwar auch dann, wenn man die Inhaltanalyse eigentlich abgewählt hat.

"Wenn Sie außerdem Funktionen verwenden, die auf Techniken zur Inhaltsanalyse beruhen (z. B. inhaltsbasierte Füllung in Photoshop), werden Ihre Inhalte möglicherweise dennoch bei Verwendung dieser Funktionen analysiert, um die betreffende Funktion zu verbessern."

Ganz unten:
https://helpx.adobe.com/de/manage-accou ... g-faq.html

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Antwort von stip:

TheGadgetFilms hat geschrieben:
https://blog.adobe.com/en/publish/2024/ ... rms-of-use

Das ist nichts wert. Das ist ein Versuch den Shitstorm zu bändigen.

Das einzige was zählt ist der Text in den AGB, und der bleibt unverändert und rechtlich bedenklich.

Was interessant zu wissen wäre ist wie weit sich die AGB mit europäischem/deutschem Recht beissen aber ich vermute das ist eine Grauzone.

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Antwort von TheGadgetFilms:

Das soll auch nichts "wert" sein, sondern weitere Infos liefern...

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Antwort von stip:

Das Statement kann man wie das Plädoyer eines Adobe Anwalts lesen. Ich würde das nicht als Info bezeichnen. Das einzige was (rechtlich) zählt bleibt der Text der AGB.

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Antwort von iasi:

Adobe betreibt rechtliche Absicherung. Gerade auch bei all den KI-Anwendungen ist eine Datennutzung meist kaum zu vermeiden.

Jede Überwachungskamera-App stellt Verbindung zu seinem Heimatserver in China her und dies juckt niemanden.

Wenn eine KI ein Vorlagebild nutzen soll, muss dieses Bild hochgeladen, gespeichert und genutzt werden - klar doch, dass Adobe hierfür Nutzungsrechte benötigt.

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Antwort von dienstag_01:

So wie ich das verstehe, lassen sich Adobe Produkte nicht mehr ohne pauschale Einwilligung zur Weitergabe von Daten zur KI-Analyse nutzen.

Vielleicht sollte man sich das Datum merken.

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Antwort von iasi:

dienstag_01 hat geschrieben:
So wie ich das verstehe, lassen sich Adobe Produkte nicht mehr ohne pauschale Einwilligung zur Weitergabe von Daten zur KI-Analyse nutzen.

Vielleicht sollte man sich das Datum merken.
Wofür?
Als Datum für die rechtliche Absicherung eines weiteren Unternehmens bei der KI-Nutzung?

KI benötigt Daten zur Analyse. Genutzt werden Daten schon seit geraumer Zeit. Nun kommen rechtliche Fragen auf, die geklärt werden müssen.

Für KI-Anwendungen muss der User nun einmal einen Preis bezahlen, der über die Abo-Kosten hinausgehen.

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Antwort von dienstag_01:

iasi hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:
So wie ich das verstehe, lassen sich Adobe Produkte nicht mehr ohne pauschale Einwilligung zur Weitergabe von Daten zur KI-Analyse nutzen.

Vielleicht sollte man sich das Datum merken.
Wofür?
Als Datum für die rechtliche Absicherung eines weiteren Unternehmens bei der KI-Nutzung?

KI benötigt Daten zur Analyse. Genutzt werden Daten schon seit geraumer Zeit. Nun kommen rechtliche Fragen auf, die geklärt werden müssen.

Für KI-Anwendungen muss der User nun einmal einen Preis bezahlen, der über die Abo-Kosten hinausgehen.
Vielleicht steht das Datum für den Tag, an dem im Baumarkt die Hämmer in den Regalen durch ganze Wände mit Nagel und Bild dran ersetzt wurden. Wenn du verstehst, was ich meine ;)
Keine Werkzeuge mehr, nur noch fertige Ergebnisse.

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Antwort von iasi:

dienstag_01 hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:


Wofür?
Als Datum für die rechtliche Absicherung eines weiteren Unternehmens bei der KI-Nutzung?

KI benötigt Daten zur Analyse. Genutzt werden Daten schon seit geraumer Zeit. Nun kommen rechtliche Fragen auf, die geklärt werden müssen.

Für KI-Anwendungen muss der User nun einmal einen Preis bezahlen, der über die Abo-Kosten hinausgehen.
Vielleicht steht das Datum für den Tag, an dem im Baumarkt die Hämmer in den Regalen durch ganze Wände mit Nagel und Bild dran ersetzt wurden. Wenn du verstehst, was ich meine ;)
Keine Werkzeuge mehr, nur noch fertige Ergebnisse.
Wenn der AF erkennt, welcher Pixelhaufen ein Auge darstellt, ist es dir doch sicherlich ganz recht.
Wenn die NR die Bilddetails vom Rauschen unterscheiden kann, ist es dir doch auch recht.
...

Daten wurden schon lange, bevor der Begriff KI durch die Medien ging, ausgewertet.
Jetzt ist KI in aller Munde, schon sind die Daten plötzlich wichtig.
Als Folge rollt nun die Regulierungswelle an.
Verständlich, wenn sich Unternehmen dagegen rechtlich absichern.

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Antwort von markusG:

iasi hat geschrieben:
Daten wurden schon lange, bevor der Begriff KI durch die Medien ging, ausgewertet.
Nur waren die Daten nicht privat. Das hat eine ganz andere Qualität, insbesondere was NDAs anbelangt. Nicht jeder Kunde dürfte begeistert sein dass seine Daten in unbefugte Hände gerät... Völlig unabhängig von der Urheberrechtsdebatte.

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Antwort von iasi:

markusG hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Daten wurden schon lange, bevor der Begriff KI durch die Medien ging, ausgewertet.
Nur waren die Daten nicht privat. Das hat eine ganz andere Qualität, insbesondere was NDAs anbelangt. Nicht jeder Kunde dürfte begeistert sein dass seine Daten in unbefugte Hände gerät... Völlig unabhängig von der Urheberrechtsdebatte.
Die Zugriffsrechte, die wir den vielen Apps, die wir auf unserem Handy installieren, tangieren etwa keine privaten Daten?
Wenn Alexa oder Siri auf Befehle warten, hören sie etwa nicht ständig mit?
Hängt eine Wifi-Überwachungskamera an der Wand, sendet sie etwas nicht die Bilder wer weiß wohin?
...


Übrigens ist dies hier ja auch ein gewünschtes KI-Einsatzgebiet:

viewtopic.php?f=4&t=160768&p=1229238#p1229238

Damit die KI dies kann, muss sie erstmal beigebracht bekommen, wie Gesichter aussehen.

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Antwort von dienstag_01:

Man könnte verstehen: Adobe sieht in der (Weiter-) Entwicklung herkömmlicher Werkzeuge kein Geschäftspotential mehr. Ein alternatives Modell zur KI wird ja nicht angeboten.

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Antwort von DKPost:

iasi hat geschrieben:
markusG hat geschrieben:

Nur waren die Daten nicht privat. Das hat eine ganz andere Qualität, insbesondere was NDAs anbelangt. Nicht jeder Kunde dürfte begeistert sein dass seine Daten in unbefugte Hände gerät... Völlig unabhängig von der Urheberrechtsdebatte.
Die Zugriffsrechte, die wir den vielen Apps, die wir auf unserem Handy installieren, tangieren etwa keine privaten Daten?
Wenn Alexa oder Siri auf Befehle warten, hören sie etwa nicht ständig mit?
Hängt eine Wifi-Überwachungskamera an der Wand, sendet sie etwas nicht die Bilder wer weiß wohin?
...


Übrigens ist dies hier ja auch ein gewünschtes KI-Einsatzgebiet:

viewtopic.php?f=4&t=160768&p=1229238#p1229238

Damit die KI dies kann, muss sie erstmal beigebracht bekommen, wie Gesichter aussehen.
Deine Vergleiche ergeben null Sinn.
Es geht hier hauptsächlich um die Daten Dritter, die einem zur Verfügung gestellt werden und für die man als Dienstleister Sicherheit und Verschwiegenheit garantieren muss.
Ich habe bei einigen Firmen z.B. die Auflage, dass die Daten in einbruchsicheren, alarmgesicherten Räumen mit schussfestem Glas aufbewahrt werden müssen.
Aber dann einmal in Premiere gezogen und das wars mit der Datensicherheit...

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Antwort von MK:

dienstag_01 hat geschrieben:
Vielleicht sollte man sich das Datum merken.
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Antwort von cantsin:

dienstag_01 hat geschrieben:
Man könnte verstehen: Adobe sieht in der (Weiter-) Entwicklung herkömmlicher Werkzeuge kein Geschäftspotential mehr. Ein alternatives Modell zur KI wird ja nicht angeboten.
Das halte ich sogar für eine realistische Einschätzung.

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Antwort von MK:

6. Benutzerverhalten.

Sie müssen die Dienste und Software verantwortungsvoll nutzen und dürfen die Dienste und Software nicht missbrauchen. So sind Sie beispielsweise nicht berechtigt,

6.12 zu versuchen, die Dienste oder die Software zu deaktivieren, zu beeinträchtigen oder zu zerstören;

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Antwort von dienstag_01:

MK hat geschrieben:
dienstag_01 hat geschrieben:
Vielleicht sollte man sich das Datum merken.

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Adobe hätte hier noch einen geschmackvollen Sonnenuntergang reingerechnet.

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Antwort von Alex:

So äußerte sich der Filmregisseur Duncan Jones dazu auf X (Post mittlerweile entfernt): "Wir arbeiten hier an einem verdammten Film, und NEIN, Sie haben nicht plötzlich Rechte an der Arbeit, die wir daran leisten, nur weil wir Sie für die Verwendung von Photoshop bezahlen." https://www.golem.de/news/photoshop-und ... 85840.html

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Antwort von dienstag_01:

Alex hat geschrieben:
So äußerte sich der Filmregisseur Duncan Jones dazu auf X (Post mittlerweile entfernt): "Wir arbeiten hier an einem verdammten Film, und NEIN, Sie haben nicht plötzlich Rechte an der Arbeit, die wir daran leisten, nur weil wir Sie für die Verwendung von Photoshop bezahlen." https://www.golem.de/news/photoshop-und ... 85840.html
Spinnt der?!
Euer Adobe

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Antwort von DKPost:

Es ist auch einfach absolut dreist wie weitreichend diese "Unterlizenz" geht die man Adobe da einräumen muss.
Mal abgesehen davon, dass man als Dienstleister überhaupt nicht das Recht dazu hat so eine Unterlizenz zu vergeben.
Bin gespannt auf die ersten, rechtlichen Einschätzungen.

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Antwort von markusG:

iasi hat geschrieben:
Die Zugriffsrechte, die wir den vielen Apps, die wir auf unserem Handy installieren, tangieren etwa keine privaten Daten?
Zum einen hat sich da viel getan und der Zugriff wird immer stärker durch den Benutzer kontrollierbar. Wer auf Nummer sicher gehen will nutzt eben ein völlig auf Datensicherheit getrimmtes System und meidet zwielichtige Apps.

Bei Adobe hat hat zumindest im beruflichen Kontext oft eine gewisse Abhängigkeit in punkto Interoperabilität, trotz starker Konkurrenz. Zumal diese auch erstmal weniger dubios sein müsste...

Da kann man dann nicht automatisch einfach umsteigen und ist aus dem Schneider. Privat oder aus one-man-Band Dienstleister mag man da vllt flexibler sein

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Antwort von Frank Glencairn:

DKPost hat geschrieben:

Ich habe bei einigen Firmen z.B. die Auflage, dass die Daten in einbruchsicheren, alarmgesicherten Räumen mit schussfestem Glas aufbewahrt werden müssen.
Aber dann einmal in Premiere gezogen und das wars mit der Datensicherheit...
Du hast Räume mit Panzerglas, weil diese Firma denkt daß irgendjemand mit Schußwaffen zu dir kommt um deren Daten zu klauen?

Scheint mir ziemlich bizarr.

Ausnahmsweise bin ich mal iasi's Meinung.

Gewöhnen wir uns schon mal dran, daß Datenschutz sowas von 2010 ist.
Datenschutz steht den Interessen von so vielen Playern im Weg, daß er schon seit Jahren eigentlich nur noch ein Feigenblatt ist, und am Grunde unseres Herzens haben wir das alle eigentlich auch bereits lange akzeptiert.

Keiner von euch will doch in Wirklichkeit seine Gadgets, nur wegen ein paar Daten aufgeben. Ich will z.B. gar nicht wissen welche Daten meine neue "Gesundheitsuhr" nach China schiebt.

Und ja. natürlich wird das auch NDAs und ähnliches betreffen, die jetzt neu gedacht werden müssen. Das wird ne ziemliche Umstellung für manche werden, wenn sie begreifen, daß man Datenschutz nicht essen kann.

Es ist jetzt auch nicht so, daß mir das egal ist, gefällt oder es sogar befürworte - im Gegenteil.
Aber ich seh das eben nicht so romantisch wie viele andere - es ist halt einfach die Realität in der wir schon seit ner ganzen Weile leben.

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Antwort von DKPost:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
DKPost hat geschrieben:

Ich habe bei einigen Firmen z.B. die Auflage, dass die Daten in einbruchsicheren, alarmgesicherten Räumen mit schussfestem Glas aufbewahrt werden müssen.
Aber dann einmal in Premiere gezogen und das wars mit der Datensicherheit...
Du hast Räume mit Panzerglas, weil diese Firma denkt daß irgendjemand mit Schußwaffen zu dir kommt um deren Daten zu klauen?

Scheint mir ziemlich bizarr.

Ausnahmsweise bin ich mal iasi's Meinung.

Gewöhnen wir uns schon mal dran, daß Datenschutz sowas von 2010 ist.
Datenschutz steht den Interessen von so vielen Playern im Weg, daß er schon seit Jahren Eigentlichkeit nur noch ein Feigenblatt ist, und am Grunde unseres Herzens haben wir das alle eigentlich auch bereits lange akzeptiert.

Keiner von euch will doch in Wirklichkeit seine Gadgets, nur wegen ein paar Daten aufgeben. Ich will z.B. gar nicht wissen welche Daten meine neue "Gesundheitsuhr" nach China schiebt.

Und ja. natürlich wird das auch NDAs und ähnliches betreffen, die jetzt neu gedacht werden müssen. Das wird ne ziemliche Umstellung für manche werden, wenn sie begreifen, daß man Datenschutz nicht essen kann.

Es ist jetzt auch nicht so, daß mir das egal ist, gefällt oder es sogar befürworte - im Gegenteil.
Aber ich seh das eben nicht so romantisch wie viele andere - es ist halt einfach die Realität in der wir schon seit ner ganzen Weile leben.
Du weißt doch sicher wie das bei großen Studios wie z.B. Disney oder HBO läuft. Die schreiben das eben vor, und wenn du es nicht umsetzen kannst ist das eben dein Problem. Die machen es sich da einfach.

Es ist vollkommen uninteressant wie wahrscheinlich der Fall ist. Es geht um Vertragsstrafen die dich von heute auf morgen komplett ruinieren wenn da irgendein unveröffentlichtes Material geleakt wird. Du unterschreibst dafür im Vertrag.

Und da habe ich ehrlich keine Lust einem Laden wie Adobe irgendwelche "Unterlizenzen" für den Content zu geben, wozu ich sowieso nicht das Recht habe.

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Antwort von Frank Glencairn:

DKPost hat geschrieben:


Du weißt doch sicher wie das bei großen Studios wie z.B. Disney oder HBO läuft. Die schreiben das eben vor, und wenn du es nicht umsetzen kannst ist das eben dein Problem. Die machen es sich da einfach.
Ja sicher, genau das hab ich ja gemeint mit ".. natürlich wird das auch NDAs und ähnliches betreffen, die jetzt neu gedacht werden müssen. Das wird ne ziemliche Umstellung für manche werden, wenn sie begreifen, daß man Datenschutz nicht essen kann."

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Antwort von iasi:

Die KI-Unternehmen versuchen an Lernmaterial zu kommen.
Darauf basiert schließlich KI.

90% sind aktuell US- und westliche Inhalte, die genutzt werden.
Indische oder chinesische finden kaum Anwendung.

Während z.B. Disney nicht zu Lizenzierungen der eigenen Inhalte bereit ist, lässt sich Warner-Discovery recht gern vom großen Geld locken.
Für Film-geeignete KI-Software braucht es Filme an denen die Software lernen kann.

Adobe versucht das Potential zu nutzen, das im Kundenstamm schlummert.

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Antwort von DKPost:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
DKPost hat geschrieben:


Du weißt doch sicher wie das bei großen Studios wie z.B. Disney oder HBO läuft. Die schreiben das eben vor, und wenn du es nicht umsetzen kannst ist das eben dein Problem. Die machen es sich da einfach.
Ja sicher, genau das hab ich ja gemeint mit "Und ja. natürlich wird das auch NDAs und ähnliches betreffen, die jetzt neu gedacht werden müssen. Das wird ne ziemliche Umstellung für manche werden, wenn sie begreifen, daß man Datenschutz nicht essen kann."
Und am Ende werden die Studios das wie immer auf die Dienstleister abwälzen.
Entweder du kümmerst dich nicht drauf und wirst zu 99,9% auch somit durchkommen, bist aber rechtlich nie auf der sicheren Seite.
Oder du versuchst es rechtlich sicher zu machen, wirst damit aber nie auf einen grünen Zweig kommen.
Bis irgendein Studio da seine Verträge anpasst und neu denkt vergehen erstmal ein paar Jahre.

Und das Kernproblem bleibt, nämlich wie dreist Adobe sich da Zugriff und Rechte an fremdem Material einräumt.

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Antwort von Frank Glencairn:

iasi hat geschrieben:

90% sind aktuell US- und westliche Inhalte, die genutzt werden.
Indische oder chinesische finden kaum Anwendung.
Das ist falsch.

Das kommt dir bloß so vor, weil du nur Anwendungen mit westlichen Data-Sets nutzt.

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Antwort von Frank Glencairn:

DKPost hat geschrieben:
"Frank Glencairn" hat geschrieben:


Ja sicher, genau das hab ich ja gemeint mit "Und ja. natürlich wird das auch NDAs und ähnliches betreffen, die jetzt neu gedacht werden müssen. Das wird ne ziemliche Umstellung für manche werden, wenn sie begreifen, daß man Datenschutz nicht essen kann."
Und am Ende werden die Studios das wie immer auf die Dienstleister abwälzen.
Entweder du kümmerst dich nicht drauf und wirst zu 99,9% auch somit durchkommen, bist aber rechtlich nie auf der sicheren Seite.
Oder du versuchst es rechtlich sicher zu machen, wirst damit aber nie auf einen grünen Zweig kommen.
Bis irgendein Studio da seine Verträge anpasst und neu denkt vergehen erstmal ein paar Jahre.

Und das Kernproblem bleibt, nämlich wie dreist Adobe sich da Zugriff und Rechte an fremdem Material einräumt.
Da bin ich prinzipiell ganz bei dir, aber wie schon gesagt sind wir da gerade in einem großen Umbruch.
In ein paar Jahren werden wir über die Vorstellung von Datenschutz nur noch zynisch lachen.

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Antwort von stip:

Da bin ich mir nicht so sicher. Staatliche und internationale Mühlen arbeiten nur sehr langsam und stehen damit im krassen Kontrast zu der rasanten Entwicklung von KI.

Es gibt ja weder nationale Konzepte oder gar internationalen Konsens wie man mit KI umgeht oder regulieren soll. Das heisst aber nicht, dass es nicht passieren soll und wird.

Und ob es dann schon "zu spät" sein wird oder nicht kann heute noch niemand seriös vorhersehen. Aber wenn Regulierung kommt, dann wird sie auch, besonders von Firmen wie Adobe oder Microsoft, schon aus Eigeninteresse eingehalten werden.

Dass man nicht alles verhindern kann ist denke ich auch klar, aber das heisst nicht, dass man nicht gesetzliche Rahmen schaffen sollte oder dass diese nicht (zumindest zum größten Teil) eingehalten würden.

Wenn Merkel noch Mutti wäre würde sie sagen: "Künstliche Intelligenz ist für uns alle Neuland" :)

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Antwort von Blackbox:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
In ein paar Jahren werden wir über die Vorstellung von Datenschutz nur noch zynisch lachen.
Naja, ich denke das kommt ganz auf die Sektoren an. Zwar gibt es durchsetzungs- und kapitalstarke Interessengruppen für die Auflösung der Privatsphären, aber zugleich haben wir eine Situation wo ehemals konkurrierende und jetzt bereits 'verfeindete' Machtblöcke im Rahmen einer geostrategisch ausgerichteten hybriden Kriegsführung gegenseitig versuchen die medialen Informationsräume zu beeinflussen und auf valider Datenbasis Destabilisierungsbestrebungen des jeweils anderen Blockes vorantreiben, während im inneren die Konsistenz und 'Wehrhaftigkeit' aka 'gesellschaftlicher Zusammenhalt' gestärkt werden soll.
Es braucht also parallel zur Aufweichung/Auflösung des Datenschutzes von Seiten der Regierungen und Oligarchen ihren 'Untertanen' gegenüber auch eine verstärkte Abschottung von Daten gegenüber dem jeweils 'verfeindeten' Machtblock.
Eine diffizile Aufgabe, die durch die sukzessive Abkopplung und Abschottung des 'eigenen' ehemals allgemeinen Internet nicht ausreichend erledigt werden kann.
Es wird wohl verstärkte Repressionen bei Verstössen im Datenschutz zugunsten eines jeweilgen 'äusseren Feindes' geben (im NATO-Block vor allem gegenüber absichtlichen oder unabsichtlichen Weitergaben an China, Russland und unbotmäßige Staaten des globalen Südens), wie es ja bereits auf analoger Ebene in den USA während der 'McCarthy Ära' praktiziert worden war, aber zugleich den verstärkten Zugriff auf die Privatsphären innerhalb der Blöcke.
Datenbestände sind, neben ihren vielfältigen repressiven Möglichkeiten zur Steuerung von Gesellschaften, längst auch Waffengattung in den mordernen hybriden Kriegsstrategien.
Kurzum, es wird vermutlich beides geben:
- die Auflösung von Privatsphäre innerhalb der Blöcke
- die konsequente Abschirmung von Datenbeständen gegenüber 'Feinden'
Dass das in der Praxis mit zahlreichen Widersprüchen und Unvereinbarkeiten verbunden sein wird liegt m.E. auf der Hand.

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Antwort von iasi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:

90% sind aktuell US- und westliche Inhalte, die genutzt werden.
Indische oder chinesische finden kaum Anwendung.
Das ist falsch.

Das kommt dir bloß so vor, weil du nur Anwendungen mit westlichen Data-Sets nutzt.
Nein - das ist die Realität, denn die US-Konzerne sind nun einmal führend im KI-Bereich und nutzen für sie erreichbare Inhalte für die KI-Lernphasen.

Das hat allein schon mit der Sprache zu tun.

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Antwort von TheBubble:

iasi hat geschrieben:
markusG hat geschrieben:

Nur waren die Daten nicht privat. Das hat eine ganz andere Qualität, insbesondere was NDAs anbelangt. Nicht jeder Kunde dürfte begeistert sein dass seine Daten in unbefugte Hände gerät... Völlig unabhängig von der Urheberrechtsdebatte.
Die Zugriffsrechte, die wir den vielen Apps, die wir auf unserem Handy installieren, tangieren etwa keine privaten Daten?
Was Du mit Deinen Smartphone-Selfies machst, interessiert niemanden - außer Dir selbst.

Wenn Du ohne einen NDA zu unterzeichnen, in dem Du zusagst sämtlichen wirtschaftlichen Schaden in unbegrenzter Höhe zu ersetzen, kaum am Eingangstresen vom (zukünftigen) Arbeit- oder Auftraggeber vorbei kommst, dann solltest Du Dir besser vorher Gedanken machen was passiert, wenn der Fall dank toller Cloud-Dienste und aufgezwungener (nie gelesener oder nie verstandener) SaS-Nutzungsbedingungen eintritt...

Und einen derart weitreichenden NDA nicht zu unterzeichnen (ich würde davon zumindest abraten, dies im Vorübergehen ohne gründliches Nachdenken und im Zweifel ohne fachliche Beratung zu tun, aber die Realität sieht oft anders aus), muss man sich auch erst einmal leisten können.

Offenbar versuchen einige Entscheider auch AI-Features (nach denen praktisch niemand verlangt haben dürfte) in den Markt zu drücken, siehe z.B. auch die aktuelle Diskussion um "Recall".

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Antwort von macaw:

TheBubble hat geschrieben:
Wenn Du ohne einen NDA zu unterzeichnen, in dem Du zusagst sämtlichen wirtschaftlichen Schaden in unbegrenzter Höhe zu ersetzen, kaum am Eingangstresen vom (zukünftigen) Arbeit- oder Auftraggeber vorbei kommst, dann solltest Du Dir besser vorher Gedanken machen was passiert, wenn der Fall dank toller Cloud-Dienste und aufgezwungener (nie gelesener oder nie verstandener) SaS-Nutzungsbedingungen eintritt...
Das kann man so pauschal gar nicht tun von Auftraggeberseite und dürfte ihnen absolut nichts bringen außer vor allem immensen Gerichtskosten. Selbst wenn z.B. die neue E-Klasse von Mercedes irgendwie geleakt wird, müsste Mercedes den konkreten Schaden nachweisen um ihn dann einzuklagen. Wie beziffert man denn den Schaden der dadurch entsteht, daß die Öffentlichkeit das Fahrzeug 1 Monat oder auch 3 Monate zu früh sieht? Dazu müssten sie auch beweisen, daß die Firma, durch die der Leak passiert ist es unterlassen hat alle Maßnahmen zu ergreifen, die zum Leak führten. Daß so ein Leak z.B. über Adobe passieren dürfte, ist sehr, sehr fragwürdig. Wie sollte das aussehen? Man gibt einen prompt in Photoshop ein und erhält ein 1:1 Abbild vom Fahrzeug? Nicht einmal die Automagazine schaffen es anhand von Erlkönigen eine wirklich konkrete Visualisierung zu machen.

Um es klar zu sagen: Ich bin strikt gegen diesen Adobe-Scheissdreck. Ich will nicht, daß meine Daten von Adobe benutzt werden um damit Geld zu machen. Sie dürfen mich allenfalls höflich fragen, ob ich sowas bei ausgewählten Projekten erlauben will und das mit Angabe meiner Vergütung. Ansonsten können sie mich am A**** lecken. Sie sollen endlich mal ihre Arbeit richtig machen, für die sie viel zu viel Geld verlangen und mehr nicht.

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Antwort von Frank Glencairn:

stip hat geschrieben:
Da bin ich mir nicht so sicher. Staatliche und internationale Mühlen arbeiten nur sehr langsam und stehen damit im krassen Kontrast zu der rasanten Entwicklung von KI.

Es gibt ja weder nationale Konzepte oder gar internationalen Konsens wie man mit KI umgeht oder regulieren soll. Das heisst aber nicht, dass es nicht passieren soll und wird.

Und ob es dann schon "zu spät" sein wird oder nicht kann heute noch niemand seriös vorhersehen. Aber wenn Regulierung kommt, dann wird sie auch, besonders von Firmen wie Adobe oder Microsoft, schon aus Eigeninteresse eingehalten werden.

Dass man nicht alles verhindern kann ist denke ich auch klar, aber das heisst nicht, dass man nicht gesetzliche Rahmen schaffen sollte oder dass diese nicht (zumindest zum größten Teil) eingehalten würden.
Bisher war das so, daß internationale Player und Konzerne diese Art von "Regulierung" in vielen Fällen für die Regierungen geschrieben haben. Da gab es ne Menge Drehtür Effekte. Nennt sich dann "Private-Public Partnership", ist aber eigentlich die Lehrbuchbeschreibung für Faschismus.

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Antwort von iasi:

TheBubble hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:


Die Zugriffsrechte, die wir den vielen Apps, die wir auf unserem Handy installieren, tangieren etwa keine privaten Daten?
Was Du mit Deinen Smartphone-Selfies machst, interessiert niemanden - außer Dir selbst.

Wenn Du ohne einen NDA zu unterzeichnen, in dem Du zusagst sämtlichen wirtschaftlichen Schaden in unbegrenzter Höhe zu ersetzen, kaum am Eingangstresen vom (zukünftigen) Arbeit- oder Auftraggeber vorbei kommst, dann solltest Du Dir besser vorher Gedanken machen was passiert, wenn der Fall dank toller Cloud-Dienste und aufgezwungener (nie gelesener oder nie verstandener) SaS-Nutzungsbedingungen eintritt...

Und einen derart weitreichenden NDA nicht zu unterzeichnen (ich würde davon zumindest abraten, dies im Vorübergehen ohne gründliches Nachdenken und im Zweifel ohne fachliche Beratung zu tun, aber die Realität sieht oft anders aus), muss man sich auch erst einmal leisten können.

Offenbar versuchen einige Entscheider auch AI-Features (nach denen praktisch niemand verlangt haben dürfte) in den Markt zu drücken, siehe z.B. auch die aktuelle Diskussion um "Recall".
Du zäumst das Pferd von der falschen Seite auf.

Die Arbeit- oder Auftraggeber sind faktisch verpflichtet, auf solche NDA zu bestehen.
Datenschutz kann nur gewährleistet werden, wenn alle Mitarbeiter und Auftragnehmer sich an diese NDA auch halten.
Tritt "der Fall" ein, ist der Arbeit- oder Auftraggeber im Visier - auch wenn "der Fall" ein Geheimhaltsverstoß eines Mitarbeiters und Auftragnehmers ist.
Übrigens ist das ja nun wirklich nichts neues und gab´s schon lange vor KI.

Und AI-Features, die zuvor niemand für möglich gehalten wurden, werden auch nicht von jemanden verlangt worden sein.
Praktisch niemand verlangte nach einem Auto, bevor es erfunden wurde.

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Antwort von iasi:

macaw hat geschrieben:
TheBubble hat geschrieben:
Wenn Du ohne einen NDA zu unterzeichnen, in dem Du zusagst sämtlichen wirtschaftlichen Schaden in unbegrenzter Höhe zu ersetzen, kaum am Eingangstresen vom (zukünftigen) Arbeit- oder Auftraggeber vorbei kommst, dann solltest Du Dir besser vorher Gedanken machen was passiert, wenn der Fall dank toller Cloud-Dienste und aufgezwungener (nie gelesener oder nie verstandener) SaS-Nutzungsbedingungen eintritt...
Das kann man so pauschal gar nicht tun von Auftraggeberseite und würde ihnen absolut nichts bringen. Selbst wenn z.B. die neue E-Klasse von Mercedes irgendwie geleakt wird, müsste Mercedes den konkreten Schaden nachweisen um ihn dann einzuklagen. Wie beziffert man denn den Schaden der dadurch entsteht, daß die Öffentlichkeit das Fahrzeug 1 Monat oder auch 3 Monate zu früh sieht? Dazu müssten sie auch beweisen, daß die Firma, durch die der Leak passiert ist es unterlassen hat alle Maßnahmen zu ergreifen, die zum Leak führten. Daß so ein Leak z.B. über Adobe passieren dürfte, ist sehr, sehr fragwürdig. Wie sollte das aussehen? Man gibt einen prompt in Photoshop ein und erhält ein 1:1 Abbild vom Fahrzeug? Nicht einmal die Automagazine schaffen es anhand von Erlkönigen eine wirklich konkrete Visualisierung zu machen.

Um es klar zu sagen: Ich bin strikt gegen diesen Adobe-Scheissdreck. Ich will nicht, daß meine Daten von Adobe benutzt werden um damit Geld zu machen. Sie dürfen mich allenfalls höflich fragen, ob ich sowas bei ausgewählten Projekten erlauben will und das mit Angabe meiner Vergütung. Ansonsten können sie mich am A**** lecken. Sie sollen endlich mal ihre Arbeit richtig machen, für die sie viel zu viel Geld verlangen und mehr nicht.
Mercedes würde eine sehr umfangreiche Rechnung zusammenstellen und den Schaden auch sehr genau beziffern.

Vor allem aber kann man sich an entsprechenden Gerichtsurteilen orientieren, wenn es um Datenschutzverletzungen geht.
Dasselbe gilt für Nutzungsrechte.
Man muss sich doch nur an die Summen erinnern, die so mancher jugendliche Raubkopierer bezahlen durfte. Einfach mal hochrechnen, was das für Unternehmen bedeuten würde.

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Antwort von TheBubble:

iasi hat geschrieben:
Du zäumst das Pferd von der falschen Seite auf.

Die Arbeit- oder Auftraggeber sind faktisch verpflichtet, auf solche NDA zu bestehen.
Datenschutz kann nur gewährleistet werden, wenn alle Mitarbeiter und Auftragnehmer sich an diese NDA auch halten.
Tritt "der Fall" ein, ist der Arbeit- oder Auftraggeber im Visier - auch wenn "der Fall" ein Geheimhaltsverstoß eines Mitarbeiters und Auftragnehmers ist.
Übrigens ist das ja nun wirklich nichts neues und gab´s schon lange vor KI.
Es ist doch völlig egal, wer im Visier von Schadenersatzansprüchen landet. Wenn es Geld zu holen gibt, wird man versuchen es holen und dann nützt es wenig zu sagen: "Eigentlich ist es nicht so richtig meine Schuld, meine Software hat einfach verlangt alles zu teilen, da kann ich halt nichts machen..."

Denn die Gegenseite erwidert: "Hättest den den Film ja auch mit einem ganz alten Paint völlig offline Frame für Frame, Pixel für Pixel graden können. Oder eben den Vertrag mit uns nicht unterschreiben!"

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Antwort von MK:

macaw hat geschrieben:
Daß so ein Leak z.B. über Adobe passieren dürfte, ist sehr, sehr fragwürdig. Wie sollte das aussehen? Man gibt einen prompt in Photoshop ein und erhält ein 1:1 Abbild vom Fahrzeug? Nicht einmal die Automagazine schaffen es anhand von Erlkönigen eine wirklich konkrete Visualisierung zu machen.

Indem z.B. bei der eingeräumten manuellen Verarbeitung jemand die Finger nicht still halten kann...



https://www.businessinsider.de/wirtscha ... on-kundin/
Wegen fehlendem Schutz von Kundendaten: T-Mobile-Kundin verklagt Unternehmen, weil ein Mitarbeiter Nacktfotos von ihrem Telefon stahl

Brisant: Der Vorfall ähnelt mindestens acht anderen, die in der Vergangenheit gegen T-Mobile, einer Tochtergesellschaft der Telekom, erhoben wurden, wie laut CNBC aus Gerichtsakten und Medienberichten hervorgeht. Auch bei diesen Fällen sollen sich Mitarbeiter intime Inhalte von Kunden heruntergeladen haben, nachdem Kunden ihre alten Handys für ein Upgrade eingeschickt hatten.


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Antwort von markusG:

macaw hat geschrieben:
Dazu müssten sie auch beweisen, daß die Firma, durch die der Leak passiert ist es unterlassen hat alle Maßnahmen zu ergreifen, die zum Leak führten. Daß so ein Leak z.B. über Adobe passieren dürfte, ist sehr, sehr fragwürdig. Wie sollte das aussehen? Man gibt einen prompt in Photoshop ein und erhält ein 1:1 Abbild vom Fahrzeug?
Ich halte es auch nicht für sonderlich realistisch dass auf diese Art Schaden entsteht. Wie das Kunden sehen - wir werden es sehen. Erfahrungsgemäß haben sie eh keinen Plan, da muss schon das Kind in den Brunnen gefallen sein und zB Datenströme abgefangen werden, sprich: Material, bevor es zu Trainingsdaten verarbeitet wird
Bisher war das so, daß internationale Player und Konzerne diese Art von "Regulierung" in vielen Fällen für die Regierungen geschrieben haben. In jüngster Zeit wohl weniger, sonst hätte es die Millionenklagen gegen die amerikanischen Techunternehmen gar nicht erst gegeben. Wäre also gut möglich dass das "Feature" von Adobe in Europa genauso reglementiert wird wie zB Copilot und ggf nicht "genutzt" werden kann.

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Antwort von cantsin:



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Antwort von iasi:

cantsin hat geschrieben:
Ich wette, dass es bald eine Flut von KI-generierten Low Budget-Animationsfilmen geben wird, die sogar bald das Gros von FreeTV, Streaming und Internet-Gratisangeboten definieren könnten. Sowie Low Budget-Realfilme mit hohem KI-generierten SFX-Anteil, weil SFX-Shots bald (deutlich) preiswerter als Realaufnahmen sein werden.

Die Hollywoodstudios könnten so ihrer Franchises ungleich schneller und größer ausbauen. Wenn sich z.B. ein Big Budget-Film wie "Dune" (oder selbst nur ein Low Budget-Actionfilm wie "The Beekeeper") als Kassenhit herausstellt, kann man dann innerhalb von wenigen Monaten Animationsserien raushauen, die sich im selben "Universe" bewegen, als Sequels, Prequels, Spin-offs etc.. Die eigentlichen Serien könnten dann auch von kleineren KI-Buden im Franchise-System entwickelt werden, während die Hollywoodstudios nur noch ihre IP dafür lizenzieren.

Wir könnten auch soweit kommen, dass Low Budget-TV-Fiktion (von Vorabendserien bis zur Krimiserie) nur noch aus dem KI-Generator kommt, auch wenn die Bilder schlechter sind bzw, eher eine Comic-Ästhetik haben. Das wird dann einfach der industrielle Fast Food, sozusagen die Tiefkühlpizza der Bewegtbild-Unterhaltung, und das Publikum wird sich dran gewöhnen.
Nur her damit.
Dies vergrößert und erweitert die kreativen Möglichkeiten.

Ist die Story packend und die Charaktere fesselnd, ist es ziemlich egal, wie perfekt die Effekte aussehen.

Je früher Adobe KI auch in den Film-Programmen integriert, umso besser.

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