ESI ESP1010

Soundkarten für Videofilmer : ESP


Die ESP1010 ist ein Paket aus PCI-Karte und externem Anschlussfeld im 19“-Format. Bei genauerem Hinsehen fällt die Ähnlichkeit mit der älteren Hoontech AudioDSP2000 ins Auge, deren Nachfolger sie tatsächlich auch ist. Treiber und Hardware sollten daher schon recht ausgereift sein und zeigten sich im Test auch vielseitig und durchdacht. So verfügt die Karte über eine Routing-Möglichkeit zwischen den Eingängen und verschiedenen Treibermodellen, Musikern auch unter dem Begriff ReWire bekannt. Vegas kam problemlos mit dem ASIO-Treiber zurecht und erlaubte auch das gleichzeitige geöffnet halten des Control-Panels. Einzig der Aufruf des Panels durch den „Advanced“-Button funktionierte nicht. PremierePro ist da etwas zickiger, nach jeder Änderung im Control-Panel bleibt die Wiedergabe stehen, der Aufruf der Software innerhalb von Premiere funktionierte auch hier nicht. Die ASIO-Latenz ließ sich auf unserem Rechner bis auf den Wert 2 ms (Vegas-Anzeige) regeln, ohne das es zu Störungen kam. Damit war auch das Hinterband-Hören durch die Software möglich, was oftmals flexibler ist als das direkte Mithören durch den Treiber. Änderungen der Latenz erlaubt das deutschsprachige Control Panel leider nur bei geschlossener Applikation, also am besten vorher ausprobieren. Für die Kontrolle von fertigen AC-3-Dateien bietet die ESP1010 eine sehr schöne Funktion: Der S/PDif-Ausgang steht systemweit auch als „non-Audio“ zur Verfügung und kann daher von jedem Software-DVD-Player angewählt werden. Außerdem verarbeitet er Professional und Consumer-Formate bis 96kHz und 24bit.



Die Hardware dagegen beschränkt sich trotz der opulenten Größe auf das Nötigste. Neben den Anschlüssen und dem 48V-Schalter für die beiden Mikrofoneingänge gibt es keinerlei weitere Bedienelemente. Kopfhörer-Lautstärke, Mikrofoneingangspegel, alles muss im Panel des Treibers eingestellt werden. Die Funktion „Always on Top“ des Panels wird daher bei den meisten Anwendern wohl aktiviert bleiben. Bei Mono-Produktionen hilfreich: Der Output-Mixer kann ein Signal auf zwei Ausgänge verteilen, dann hört man den Ton nicht nur auf einem Ohr. Selektieren dagegen geht nicht, also z.B. von Stereokanal eins nur den linken Ton hören. Das Grundrauschen der Mikrofon-Eingänge liegt bei der Aussteuerung für ein dynamisches Mikrofon bei etwa -64dB, was gemessen am Preis in Ordnung geht.







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