| Test : Sony Vegas 5.0 von Holger Scheel So, 10.Oktober 2004 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen
Wer Vegas noch nicht kennt: Die kleine Firma SonicFoundry begann vor einigen Jahren damit, ihre Harddiscrecording-Software Vegas Audio um Videoschnittmöglichkeiten zu erweitern. Seit der Version 3 sind sie eins und so lagen die Stärken von Vegas neben der bemerkenswert guten Betriebssystemintegration schon immer im Audiobereich.

Audio für die Arme
Das ist mit Version 5 nicht anders, denn Vegas ist die erste Videosoftware, deren (fast) komplette Oberfläche über Midi fernsteuerbar ist. Wer sich jetzt fragt, wozu das gut sein soll, darf gerne einen Blick in einschlägige Werbeanzeigen von Musikmagazinen werfen: Dort wimmelt es nur so von Hardware-Controllern, denn Musiker waren sich schon immer einig: Mit der Maus mischen ist nichts. Die Einbindung der Remotes ist Vegas-typisch sehr offen: Neben der eingebauten Unterstützung für die Mackie Control gibt es den Lernmodus. Einfach aufrufen und am Controller den passenden Regler bewegen. Innerhalb von etwa 15 Minuten hatten wir damit eine Anpassung für das Yamaha 01x erstellt und konnten wunderschön Mute, Solo, Volume, Play usw. mit dem 01x bedienen. Ist das schön, wenn sich alles am Bildschirm wie von Geisterhand bewegt. Leider wurde eine Hoffnung enttäuscht: Es gibt zwar einen Automationsmodus, um Faderbewegungen direkt in der Timeline als Envelopes z.B. für Volume aufzuzeichnen. In diesem funktionierte aber mit unseren Testgeräten die Fernsteuerung nicht, eine richtige dynamische Mischung war daher nicht möglich. Das Handbuch sieht diese Möglichkeit allerdings vor, so dass die Automation zumindest mit der Mackie Control funktionieren sollte. Seit Version 5.0b gilt das auch für Geräte, die den MackieControl-Modus emulieren können. Anscheinend hängt dass aber stark vom verwendeten Controller ab, nur weil die Emulation unter Cubase und Co funktioniert, muss dass noch nicht für Vegas gelten.
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