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Test : Canon EOS 1100D im Movie Modus

von Do, 16.Februar 2012 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Kurzer Eindruck
  Fazit

Auch wenn wir momentan die GH2 aufgrund ihrer fast aliasinglosen FullHD-Aufzeichnung als beste Wahl für "Bokeh"-Filmer sehen, spricht dennoch auch einiges für Canons DSLRs: So sind beispielsweise die frei definierbaren Picture Presets für einen flachen Postproduktions-Workflow nicht zu verachten. Und auch der Preis fällt ja in der Diskussion gelegentlich unter den Tisch, wobei die günstigsten Canon-DSLR-Kameras mit FullHD-Aufnahme (550D, 600D) bei ca. 500 Euro Gehäusepreis im Internet noch signifikant unter einer Panasonic GH2 (mit ca. 750 Euro Internet-Gehäusepreis) liegen.

Kaum beachtet von vielen DSLR-Interessierten gibt es jedoch auch noch die EOS 1100D, die zwar nur 720p25 und 720p30 unterstützt, jedoch mit einem Internet-Gehäusepreis von ca. 300 Euro eventuell ein cooles Einstiegsgerät darstellen könnte. Günstiger kann man jedenfalls kaum mit einem APS-C Sensor (22.2x14.7mm, Crop Faktor 1,6) filmen. Dass dieser im Gegensatz zu seinen großen Geschwistern nur 12 Megapixel besitzt könnte sich sogar positiv auf das Lineskipping auswirken. Und das alles wie gesagt, zu einem Preis, für den man früher nicht mal einen 35mm Adapter bekommen hat. Da wollten wir doch mal kurz einen Blick darauf werfen, ob sich hinter der 1100D vielleicht ein verkanntes Filmlook-Talent verbirgt.




Kurzer Eindruck



Gegenüber den größeren Modellen fühlt sich die Canon EOS 1100D tatsächlich wie Plastik an. Allerdings wirkt sie keinesfalls instabil wie No-Name Marken, sondern durchaus "gemäßigt solide". Die Oberfläche ist allerdings komplett glatt und definitiv alles andere als "griffig". Auch das nicht schwenkbare Display ist deutlich unschärfer als bei den größeren Modellen, weshalb treffsicheres, manuelles fokussieren hier nur sehr eingeschränkt möglich ist. Immerhin gibt es im Moviemodus auch eine hilfreiche Lupen-Vorschau. Der Autofokus ist während des Filmes nicht permanent aktiv, kann jedoch durch leichtes drücken der Auslösetaste nachregeln. Ein externer Mikrofon-Anschluss ist nicht vorhanden.

Bevor wie viel Zeit mit Testen und Texten verschwenden, wollten wir jedoch grundsätzlich klären, ob die 1100D in der Bildqualität evtl. eine Alternative für die größeren Modelle darstellen könnte. Die Idee: Da auch die großen Kameras in der Schärfe FullHD nicht voll ausreizen, könnte vielleicht ein hoch skalierter 720p-Modus ebenso gut aussehen.

Also ein schneller Schärfetst im slashCAM-Lab, uuund:

Panasonic GH2 vs. Canon EOS 550D vs. Canon EOS 1100D (720p hochskaliert)



Offensichtlich sieht die hochskalierte 1100D bei weitem nicht so gut aus. Die Lineskipping-Artefakte fallen bei der 1100D sogar deutlich stärker ins Gesicht als bei der 550D (und resultieren übrigens nicht vom nachträglichen Skalieren). Dazu kommen sichtbare Chroma-Schlieren, die auch ungeübten Betrachtern schnell negativ auffallen. Mehr wollten wir (und wahrscheinlich die meisten slashCAM-Leser) eigentlich gar nicht wissen...


Fazit


2 Seiten:
Einleitung / Kurzer Eindruck
Fazit
  

[4 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
weitwinkel    10:46 am 17.2.2012
habt ihr auch einen test mit der Sony Nex 5N /7 geplant? würde mich mal interessieren wie eure einschätzung zu den cams ist. gruß cj
buildyo    09:44 am 17.2.2012
Danke, für mich hat sich genau dieses Testbild als ziemlich wichtiger Faktor bei der Entscheidung für eine Kamera herausgestellt da es sich sehr gut mit meiner Erfahrung mit den...weiterlesen
rudi    14:15 am 16.2.2012
Naja, wir dachten vielleicht ist das Line-Skipping unauffälliger, weil der Sensor der D1100 weniger Pixel hat und sich dadurch zufällig ein besseres Skalierungs-Verhältnis...weiterlesen
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