iasi
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

Frank Glencairn hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 16:54
Bildlauf hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 15:00

Wegen Buchwert hast Du recht, habe mich da vertan, aber interessant ist doch der Marktwert. Wenn es einen Film gibt, der schon im Kino gespielt wird oder Stream etc., dann hat die Firma auch bestimmt einen Wert, aber vorher eher wenig bis gar nichts.
Ein Buchwert ist - wie der Name schon sagt - kein echter Wert, sondern ein virtueller, der nur auf dem Papier existiert(und das ist bekanntlich geduldig).

Ein Film der bereits im Kino gelaufen ist, verliert massiv an Wert, weil Kino als Auswertung ja schon durch ist (und das Geld schon weg).
Ein Film der nicht im Kino ist, ist so lange nix wert, bis er im Kino ist.

Das ist halt was anderes als eine Imobilienfirma die 50 voll belegte Mietshäuser in den Büchern stehen hat.
Das sind dann tatsächliche Werte, die auch welche bleiben, und nicht nach einem Tag drin Wohnen uninteressant werden, wie das bei einem Film der Fall ist.
Die Verwertungsrechte eines Films stellen einen Wert dar.
Selbst eine Wiederaufführung im Kino ist schließlich möglich.
Viele Filme kommen erst nach Jahren in die Gewinnzone.

Große Produktionsfirmen/Studios verfügen durch ihren Filmstock über den notwendigen Buchwert, um die notwendigen Geldmittel für neue Produktionen zu erhalten - dies stellt Sicherheiten dar, nun einmal auf dem Papier existieren müssen.
Filmförderung besteht eigentlich aus abgesicherten Krediten, bei denen der Staat den Produktionsfirmen das Verlustrisiko abnimmt. Entsprechend investieren die Firmen auch nur noch risikofrei und sichern sich vollkommen ab, was dann das Budget des Films begrenzt.



iasi
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

Bildlauf hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 15:00
iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 00:00

Die meisten bekannten Filmemacher hatten eine Produktionsfirma gegründet.
Das ist auch kein Hexenwerk.

Und wenn du nach einem Filmdreh erstmal in Kur gehen musst, solltest du es besser lassen. :)

Die Produktionskosten ergeben den Buchwert des produzierten Filmes. Allein wenn er in einem Kino läuft und Einnahmen generiert, ist er auch schon vermarktet.

Wer derartige Selbstzweifel hat, dass ein Film, den er dreht, nicht erfolgreich ist und kein Geld einspielt, sollte das Filmproduzieren eh als Freizeitbeschäftigung belassen - Kurzfilmdreh als Urlaubsbeschäftigung.
Das Gründen ist kein Hexenwerk, aber alles was nach der Gründung kommt ist dann schon eher Hexenwerk.

Wegen Buchwert hast Du recht, habe mich da vertan, aber interessant ist doch der Marktwert. Wenn es einen Film gibt, der schon im Kino gespielt wird oder Stream etc., dann hat die Firma auch bestimmt einen Wert, aber vorher eher wenig bis gar nichts.

Im Grunde ist das eine positive Denke von Dir mit diesem Gründergeist. Aber es geht ja um Wahrscheinlichkeiten, daß so eine Filmfirma funktioniert. Viel zu viele Einfluss - Faktoren, technische und menschliche und Unvorhersehbarkeiten/XFaktor.
Und Esoterik und Glaube an etwas rettet nichts, sondern kann nur mental unterstützen.
Bildlauf hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 15:00
Welche sollen das denn sein?
Hinter der Angst vor dem Start eines solchen Projektes steht doch eher Esoterik und Glaube.

In der Realität wurden schon sehr viele Spielfilme produziert - auch mit niedrigem Budget - auch ohne staatliche Filmförderung.

Ich höre hier eigentlich nur ständig, dass der Film keine Einnahmen erzielen würde. Dabei geht es ja noch nicht mal um einen konkreten Film oder auch nur um eine konkrete Filmidee.
Mal interessehalber gefragt, mit was willst Du die von den täglichen Bildfluten übersättigten BürgerInnen denn visuell entzücken und damit eine Verzinsung der eingebrachten Kohle erzielen?
Sonst wird es nur ein Langfilm in Kurzfilm-Stilistik, und du magst doch diese Kurzfilm - Attitüde nicht.
Welche Bilderflut denn?
So viele Spielfilme werden in D nicht gedreht.
Da täuscht der Eindruck, den die Flut an Kurzfilmen und das youtube-Meer erzeugen.
Bildlauf hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 15:00
PS: Du schießt aus der Deckung auf Freelancer (da fühle ich mich angesprochen) und (bewusst oder unbewusst) immer konträre Meinungen. Aber wiederum schreibst Du auch manches intelligentes Zeugs.
Insgesamt kokettierst Du mit der "Mysterious iasi" - Masche.
Kokettieren?
Hab ich hier etwa ein iasi-Projekt vorgeschlagen?
Hab ich in der Diskussion eine iasi-Filmidee beworben?

Ich sagte es schon.
Wenn jemand eine realisierbare Filmidee hat und seine Produktionsvorstellungen überzeugend sind, bin ich dabei und auch bereit meinen Anteil einzubringen.

Ganz praktisch ist es nun einmal so, dass allein die Eigenleistungen eines DP nicht nur 3200€ Wochengage zum Budget beitragen würde, sondern auch keine Sozialabgaben das Bugdet schmälern würden.
Spielt der Film dann Geld ein, erhält für DP sein Geld - und hält seinen Anteil an der Produktionsfirma.

Wer natürlich nicht an den Film glaubt, muss auch gar nicht anfangen, einen zu drehen.

Die Alternative ist eine geförderte Produktion mit inhaltlichen und produktionstechnischen Vorgaben, bei der dann ein DP bezahlt wird, der gar nicht an einen Erfolg des Filmes glaubt.
Und Erfolg definiere ich in erster Linie durch die Zahl der Zuschauer. In zweiter Linie erzeugt dies dann auch Einnahmen.

Und ums mal deutlich zu sagen:
Ich hätte gar keine Lust einen Film zu drehen, bei dem 300 Leute hinter der Kamera herumwerkeln, während ein Darsteller vor der Kamera steht.



Darth Schneider
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Darth Schneider »

@iasi
Kennst du denn nur einen einigen Film wo 300 Leute hinter der Kamera und nur ein Schauspieler dabei war ?
Ich nicht.
Gruss Boris



Frank Glencairn
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Frank Glencairn »

iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 18:15
Die Verwertungsrechte eines Films stellen einen Wert dar.
Nur wenn es auch tatsächlich jemand gibt, der bereit ist dafür zu zahlen.
Ein Film den niemand will hat einen Buchwert von Null.
iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 18:15
Selbst eine Wiederaufführung im Kino ist schließlich möglich.
Ich bin immer wieder erstaunt, daß du allen ernstes denkst, du würdest deinen Film in die Kinos zu bekommen.
Geschweige denn ein zweites mal :D
iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 18:15
Viele Filme kommen erst nach Jahren in die Gewinnzone.
Und die armen Schweine die dir dabei auf ihre Kosten geholfen haben auch - wenn überhaupt.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



stip
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von stip »

iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 18:44
Ganz praktisch ist es nun einmal so, dass
Haha, alle zuhören, der Praktiker spricht.



iasi
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 18:54 @iasi
Kennst du denn nur einen einigen Film wo 300 Leute hinter der Kamera und nur ein Schauspieler dabei war ?
Ich nicht.
Gruss Boris
Wolfgang Petersen hatte das berichtet:
Dustin Hoffmann kommt aus dem Haus.
3 Straßenzüge wurden abgesperrt.

Aber generell sind bei einer großen Hollywood-Produktion reichlich Leute beschäftigt, selbst wenn ein Darsteller einen Mann allein auf dem Mars spielt.



Frank Glencairn
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Frank Glencairn »

iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 20:02

Aber generell sind bei einer großen Hollywood-Produktion reichlich Leute beschäftigt, selbst wenn ein Darsteller einen Mann allein auf dem Mars spielt.
Das hat aber in erster Linie mit den Unions zu tun.
Da darf ein Oberbeleuchter nicht mal selbst eine Lampe einstecken, sondern muß einen Elektriker dafür holen.
Deshalb wird ja so viel Hollywood Zeug außerhalb der USA und damit außerhalb der Reichweite der Unions gedreht - halb Canada lebt davon. Da kommen die dann auch mit deutlich kleineren Crews aus.

Oder hast du allen Ernstes gedacht ein Produzent beschäftigt auch nur einen Mann mehr, als er unbedingt braucht?
Sapere aude - de omnibus dubitandum



7River
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von 7River »

Ich vermute mal, dass der iasi auf einem Büro arbeitet. Bürokaufmann oder irgendwas mit Finanzen. Seine ganzen Kalkulationen bis hin zum Catering…
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



Alex
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Alex »

Je länger der Thread geht desto mehr bin ich froh mit der Finanzierung und geschäftlichen Organisation nix zu tun zu haben. Aufwändig, kompliziert, keine Gewinngarantie. Und ich hab bei ner Produktion schon genug mit meinem Departement zu tun.

Gibt's eigentlich ne Aufstellung wie viele Spielfilme pro Jahr produziert werden (ich glaube in D so um die 300) und wie viele davon Gewinn einfahren, also so viel, dass es sich auch lohnt?



iasi
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

Frank Glencairn hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 19:13
iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 18:15
Die Verwertungsrechte eines Films stellen einen Wert dar.
Nur wenn es auch tatsächlich jemand gibt, der bereit ist dafür zu zahlen.
Ein Film den niemand will hat einen Buchwert von Null.
iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 18:15
Selbst eine Wiederaufführung im Kino ist schließlich möglich.
Ich bin immer wieder erstaunt, daß du allen ernstes denkst, du würdest deinen Film in die Kinos zu bekommen.
Geschweige denn ein zweites mal :D
Aguirre lief in 2 Kinos mit 80 und 100 Plätzen in Paris, bevor der Durchbruch kam.

Noch heute wird er immer mal wieder in einem Kino gezeigt.

Du hast die eigenartige Vorstellung, dass nur die 100 Millionen $-Hollywood-Produktionen Profit erzielen könnten.
Es sind die kleinen Filme, die ein Vielfaches ihrer Produktionskosten einspielen können.
Dune 2 hat nur etwas mehr von dem eingespielt, was er gekostet hatte.

Bei einem Film wie Aguirre kannst du ja mal überlegen, wer diesen Film kennt und wer ihn gesehen hat.
Frag doch mal hier im Forum herum.
Frank Glencairn hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 19:13
iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 18:15
Viele Filme kommen erst nach Jahren in die Gewinnzone.
Und die armen Schweine die dir dabei auf ihre Kosten geholfen haben auch - wenn überhaupt.
Du blickst es offensichtlich nicht.
Ein Gesellschafter einer Firma "hilft" doch nicht einer Person, sondern der Firma und damit sich selbst.

Was ist denn so schwer daran zu verstehen.
Einem Gesellschafter gehört ein Anteil an der Firma und damit auch ein Anteil an dem Film und somit den Einnahmen.

Wenn du als Angestellter oder Auftragnehmer für eine Firma an einem Film arbeitest, erhältst du deine Gage - und das was´s dann.
Die Firma gehört einem anderen, dem du gegen eine Bezahlung hilfst.
Frag dich mal, wer das arme Schwein ist, wenn der Film weit mehr einspielt, als er gekostet hat.

Aber ich weiß. Du arbeitest nur gegen Gage an einem Film, da du nicht glaubst, dass der Film erfolgreich sein wird.
Wer einen Flop erwartet, produziert auch einen Flop.



Frank Glencairn
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Frank Glencairn »

iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 20:29
Einem Gesellschafter gehört ein Anteil an der Firma und damit auch ein Anteil an dem Film und somit den Einnahmen.
Nochmal, wieso glaubst du, daß dein Film ins Kino kommt und irgendwelche Einnahmen generiert.

Ein Anteil an nix ist nix.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



iasi
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

Alex hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 20:21 Je länger der Thread geht desto mehr bin ich froh mit der Finanzierung und geschäftlichen Organisation nix zu tun zu haben. Aufwändig, kompliziert, keine Gewinngarantie. Und ich hab bei ner Produktion schon genug mit meinem Departement zu tun.

Gibt's eigentlich ne Aufstellung wie viele Spielfilme pro Jahr produziert werden (ich glaube in D so um die 300) und wie viele davon Gewinn einfahren, also so viel, dass es sich auch lohnt?
Blade Runner galt als Flop.
Wer hier im Forum kennt Blade Runner nicht?

Der größte Aufwand besteht darin, die Furcht zu überwinden und das Selbstvertrauen zu erlangen, einen guten Film drehen zu können.

Wenn jemand einen Film nach einem Theaterstück dreht, dessen Verfilmungsrechte er nicht besitzt, wird´s nichts mit der Verwertung.
Wer einen 40 Minuten langen Film dreht, wird es schwer haben, ihn ins Kino zu bringen.
Wer einen Film mit einer PAL-Kamera dreht, erschwert sich die Verwertung erheblich.

Aber ansonsten findet ein guter Film auch ein Publikum.
Waren die Kosten gering, genügen dann auch schon geringe Einnahmen, um den Film rentabel werden zu lassen.



iasi
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

Frank Glencairn hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 20:36
iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 20:29
Einem Gesellschafter gehört ein Anteil an der Firma und damit auch ein Anteil an dem Film und somit den Einnahmen.
Nochmal, wieso glaubst du, daß dein Film ins Kino kommt und irgendwelche Einnahmen generiert.

Ein Anteil an nix ist nix.
Wenn du generell davon überzeugt bist, dass jeder Film, an dem du mitarbeitest, keine Einnahmen erzielt, bist du ein Freizeitfilmer - oder wie du es immer so gerne nennst: ein Amateur.

Wer sich dann auch noch mit Steuergeldern dafür bezahlen lässt, ist ein subventionierter Amateur. :)



pillepalle
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von pillepalle »

iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 20:40 Der größte Aufwand besteht darin, die Furcht zu überwinden und das Selbstvertrauen zu erlangen, einen guten Film drehen zu können.
Na dann... nur Mut iasi. Du schaffst das.

VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



Bildlauf
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Bildlauf »

iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 18:44

Kokettieren?
Hab ich hier etwa ein iasi-Projekt vorgeschlagen?
Hab ich in der Diskussion eine iasi-Filmidee beworben?

Ich sagte es schon.
Wenn jemand eine realisierbare Filmidee hat und seine Produktionsvorstellungen überzeugend sind, bin ich dabei und auch bereit meinen Anteil einzubringen.

Wer natürlich nicht an den Film glaubt, muss auch gar nicht anfangen, einen zu drehen.

Mit Kokettieren meinte ich anders, nicht auf Inhalte bezogen.
Mit Bilderflut meine ich, daß wir insgesamt mit Bildern überladen werden und die Leute halt sehr schnell abschalten und was anderes angucken. Der Markt ist halt rigoros.

Du denkst, wer Gage bekommt, glaubt nicht ans Endprodukt und ähnliche Aussagen. Du stellst Freelancer als leidenschaftslos dar, die eigentlich nur ihre Gage wollen und danach die Sintflut.
Als ob man das nur macht, um einen Job zu haben. Das ist aber alles quatsch.

Wie gesagt, ich finde Deinen Ansatz ja auch gut mit der GmbH/Filmfirma, aber die Frage ist wie wahrscheinlich es ist, daß es funktioniert. Wenn es funktioniert, kann man womöglich einen erheblichen Reibach machen.
Aber es ist von der Wahrscheinlichkeit wohl eher so als ob man beim Roulette auf eine einzige Zahl setzt (1:35).
Und das ist nicht jedermanns Sache. Es muss doch nicht jeder Mensch risikofreudig sein, und die Menschen die risikofreudig sind, dann nur zu und machen.

Mach Du es auf jeden Fall, denn Du bist ja heiß und sonst musst Du Dir irgendwann vorwerfen, es nicht getan zu haben.



Frank Glencairn
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Frank Glencairn »

iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 20:44

Wenn du generell davon überzeugt bist, dass jeder Film, an dem du mitarbeitest, keine Einnahmen erzielt, bist du ein Freizeitfilmer - oder wie du es immer so gerne nennst: ein Amateur.
Es geht ja hier auch nicht um, mich.
Die Frage war weshalb du glaubst dein Film würde ins Kino kommen und Einnahmen erzielen?
Sapere aude - de omnibus dubitandum



iasi
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

Frank Glencairn hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 21:03
iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 20:44

Wenn du generell davon überzeugt bist, dass jeder Film, an dem du mitarbeitest, keine Einnahmen erzielt, bist du ein Freizeitfilmer - oder wie du es immer so gerne nennst: ein Amateur.
Es geht ja hier auch nicht um, mich.
Die Frage war weshalb du glaubst dein Film würde ins Kino kommen und Einnahmen erzielen?
Ich sagte, dass ein guter Film auch Einnahmen erzielt.

Es geht nicht um meinen oder deinen Film.

Ein Profi sollte darauf abzielen, dass der Film, an dem er mitarbeitet auch von Zuschauern gesehen werden wird.

Und dieses "mein" und "dein" widerspricht sowieso dem Gedanken an eine Crew.

Tarantino schreibt nicht nur gute Szenen und Dialoge, er hat auch das richtige Händchen bei der Auswahl der Darsteller.

Wenn bei "meinem" Film fähige Leute sich voll einbringen und das Drehbuch nicht in anderen Budget-Sphären schwebt, als für den Film zur Verfügung steht, sind die Voraussetzungen schon mal gegeben.
Denn es wird der Film der Crew.

PS:
Gerade sehe ich das Video hier, wofür du dich ja auch bedankt hast und das du dann auch kennen dürftest:

viewtopic.php?f=9&t=160818&p=1230646#p1230646
Zuletzt geändert von iasi am Mi 19 Jun, 2024 21:54, insgesamt 1-mal geändert.



stip
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von stip »

Bildlauf hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 21:02
Mach Du es auf jeden Fall, denn Du bist ja heiß und sonst musst Du Dir irgendwann vorwerfen, es nicht getan zu haben.
Er wird es nie tun. Er redet seit 12 Jahren davon.

Er schreibt sogar dass er, statt Kurzfilme zu machen, "lieber darauf wartet" dass jemand mit einer guten Filmidee zu ihm (!) kommt um sie umzusetzen. Wieso sollte jemand mit einer guten Filmidee zu einem völlig unbeschriebenen Blatt gehen, der null Erfahrung hat, nicht mal einen Kurzfilm vorzuweisen hat?

Wie läuft das ab, "Hi, ich habe gesehen du hast 25.000 Forenbeiträge verfasst, da wollte ich dir mein Traumprojekt anvertrauen!"

Mal angenommen, das passiert trotzdem. Iasi hat null praktische Erfahrung und möchte auch nur mit unerfahren Leuten arbeiten. Die 'talentierten' die er haben will werden aber nicht mitmachen, weil sie nicht so dumm sind, sein Unternehmerrisiko mitzutragen, wie er es von ihnen fordert. Es bleibt also eine gutgläubige aber eher unfähige Truppe. Plus einem Produzenten der ausser Theorie von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Der Film würde deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit schon während des Machens scheitern.

Aber so weit wird es ja eh nicht kommen.



iasi
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

stip hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 21:40
Bildlauf hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 21:02
Mach Du es auf jeden Fall, denn Du bist ja heiß und sonst musst Du Dir irgendwann vorwerfen, es nicht getan zu haben.
Er wird es nie tun. Er redet seit 12 Jahren davon.

Er schreibt sogar dass er, statt Kurzfilme zu machen, "lieber darauf wartet" dass jemand mit einer guten Filmidee zu ihm (!) kommt um sie umzusetzen. Wieso sollte jemand mit einer guten Filmidee zu einem völlig unbeschriebenen Blatt gehen, der null Erfahrung hat, nicht mal einen Kurzfilm vorzuweisen hat?

Wie läuft das ab, "Hi, ich habe gesehen du hast 25.000 Forenbeiträge verfasst, da wollte ich dir mein Traumprojekt anvertrauen!"

Mal angenommen, das passiert trotzdem. Iasi hat null praktische Erfahrung und möchte auch nur mit unerfahren Leuten arbeiten. Die 'talentierten' die er haben will werden aber nicht mitmachen, weil sie nicht so dumm sind, sein Unternehmerrisiko mitzutragen, wie er es von ihnen fordert. Es bleibt also eine gutgläubige aber eher unfähige Truppe. Plus einem Produzenten der ausser Theorie von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Der Film würde deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit schon während des Machens scheitern.

Aber so weit wird es ja eh nicht kommen.
Nun - du bist ja nicht derjenige, der bereit ist etwas zu investieren.
Wenn er zu dir kommt, muss er Geld mitbringen.
Aber wenn er Geld hat, um jemanden zu bezahlen, geht er wahrscheinlich nicht zu dir.

Umgekehrt würdest du sofort den Arm hochreißen und "Hier!" schreien, wenn dir jemanden einen bezahlten Job bei einer Spielfilmproduktion anbieten würde.
Davon träumst du doch schon immer.
Aber es kommt eben keiner. :)
Und so wartest du eben weiterhin und träumst davon. ;)



Bildlauf
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Bildlauf »

stip hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 21:40 "lieber darauf wartet" dass jemand mit einer guten Filmidee zu ihm (!) kommt um sie umzusetzen.
Diese Aussage von @iasi hat mich auch sehr irritiert muss ich sagen.....
Weil nochmal eine Spur krasser.
iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 21:39
Tarantino schreibt nicht nur gute Szenen und Dialoge, er hat auch das richtige Händchen bei der Auswahl der Darsteller.
Ja er hat das richtige Händchen. Und auch für Schauspieler die nicht den riesigen Bekanntheitsgrad haben. Aber auch die kosten gut, nur halt nicht so viel wie Pit, Keitel, Buscemi etc.
Mit was für Schauspielern willst Du denn Deinen Film umsetzen? Schauspiel ist sehr wichtig.
Du wirst wohl kaum Schnäppchen - Schauspieler bekommen, wenn die wissen, daß der Film erfolgreich werden soll und in allen deutschen Kinos und Streamingplattformen etc. laufen soll.
Dann wollen die auch Anteile oder hohe Gage, um was vom Kuchen zu bekommen und um sich gut zu fühlen.



stip
Beiträge: 1616

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von stip »

iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 21:52
Nun - du bist ja nicht derjenige, der bereit ist etwas zu investieren.
Doch, bin ich. Und im Gegensatz zu dir, der nur davon redet, habe ich es schon gemacht und mache es gerade.
Weshalb mir bei Zeigefinger-Theoretikern wie dir die Hutschnur hochgeht.

Damit bin ich raus aus diesem Thread, komme aber gerne wieder wenn du euren erfolgreichen Film fertig hast und alle ordentlich daran verdient haben.



markusG
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von markusG »

iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 20:29 Was ist denn so schwer daran zu verstehen.
Einem Gesellschafter gehört ein Anteil an der Firma und damit auch ein Anteil an dem Film und somit den Einnahmen.

Wenn du als Angestellter oder Auftragnehmer für eine Firma an einem Film arbeitest, erhältst du deine Gage - und das was´s dann.
Die Firma gehört einem anderen, dem du gegen eine Bezahlung hilfst.
Produktionskosten bestehen ja nicht nur aus der Gage. Wurde hier auch schon öfters erwähnt. Eine Lösung dafür hattest du iirc nicht, nur in punkto Gage (Rückstellung).

Wie löst du das Problem?



7River
Beiträge: 5061

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von 7River »

Bildlauf hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 22:10 Mit was für Schauspielern willst Du denn Deinen Film umsetzen?
C-Promis.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



pillepalle
Beiträge: 11584

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von pillepalle »

Nein. Mit motivierten Laien. Schauspieler mit Erfahrung verfallen schließlich in ihre Routinen und wollen am Ende noch ein Honorar für ihre Arbeit. Die sind einfach nicht blöd... ähh, ich meine mutig genug für einen Film mit iasi 😉

VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



macaw

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von macaw »

markusG hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 23:31 Produktionskosten bestehen ja nicht nur aus der Gage. Wurde hier auch schon öfters erwähnt. Eine Lösung dafür hattest du iirc nicht, nur in punkto Gage (Rückstellung).

Wie löst du das Problem?
Na da muss dann halt jemand ne Bank überfallen um Gebühren und Kosten für Genehmigungen, Absperrungen, Versicherungen, Treibstoff/Strom, Dixi-Klos, Anwälte, Steuerberater, Buchhaltung, Büro usw. zu bezahlen.

P.S.: Aber jemand anderes muss den Raub natürlich machen.



7River
Beiträge: 5061

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von 7River »

iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 21:39 Wenn bei "meinem" Film fähige Leute sich voll einbringen…
Denn es wird der Film der Crew.
Sind die schnell vergessen, denn dann wirst Du die Lorbeeren ernten und voll durchzustarten. ;-)
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



Alex
Beiträge: 2330

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Alex »

iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 20:40
Alex hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 20:21 Je länger der Thread geht desto mehr bin ich froh mit der Finanzierung und geschäftlichen Organisation nix zu tun zu haben. Aufwändig, kompliziert, keine Gewinngarantie. Und ich hab bei ner Produktion schon genug mit meinem Departement zu tun.

Gibt's eigentlich ne Aufstellung wie viele Spielfilme pro Jahr produziert werden (ich glaube in D so um die 300) und wie viele davon Gewinn einfahren, also so viel, dass es sich auch lohnt?
Blade Runner galt als Flop.
Wer hier im Forum kennt Blade Runner nicht?

Der größte Aufwand besteht darin, die Furcht zu überwinden und das Selbstvertrauen zu erlangen, einen guten Film drehen zu können.

Wenn jemand einen Film nach einem Theaterstück dreht, dessen Verfilmungsrechte er nicht besitzt, wird´s nichts mit der Verwertung.
Wer einen 40 Minuten langen Film dreht, wird es schwer haben, ihn ins Kino zu bringen.
Wer einen Film mit einer PAL-Kamera dreht, erschwert sich die Verwertung erheblich.

Aber ansonsten findet ein guter Film auch ein Publikum.
Waren die Kosten gering, genügen dann auch schon geringe Einnahmen, um den Film rentabel werden zu lassen.
Wo ist denn jetzt der Zusammenhang zwischen meinem Post und deiner Antwort?

Ne GmbH mit ner Horde Filmschaffender zu gründen wird weniger aufwändig, wenn ich Selbstvertrauen habe einen guten Film zu drehen?
Das eine hat doch überhaupt nix mit dem anderen zu tun.

Und im zweiten Teil frage ich nach dem Verhältnis zwischen Spielfilmproduktionen und deren Rentabilität.



Michael Froschmann
Beiträge: 46

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Michael Froschmann »

7River hat geschrieben: Do 20 Jun, 2024 07:46
iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 21:39 Wenn bei "meinem" Film fähige Leute sich voll einbringen…
Denn es wird der Film der Crew.
Sind die schnell vergessen, denn dann wirst Du die Lorbeeren ernten und voll durchzustarten. ;-)
Alex hat geschrieben: Do 20 Jun, 2024 08:16
iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 20:40 ...
Wo ist denn jetzt der Zusammenhang zwischen meinem Post und deiner Antwort?
Hier werden die grundsätzlichen Probleme schon deutlich. Der Film der "Crew". Wie soll die "Crew" denn zustande kommen, wenn der Initiator statt Leute zu umwerben "abkanzelt"? Hier in unendlich vielen Beiträgen Leuten vorwerfen, sie wären Amateure und hätten keine Ahnung. Mit der eigenen Erfahrung aber hinterm Berg halten, weil "es geht nicht um mich" sondern nur den Film. Zu einer "Crew" gehört auch offen sein, Empathie, auf andere Leute zugehen können. Andere Leute und ihre Arbeit wertschätzen. So als Beispiel.

Und auch auf die Beiträge anderer einzugehen, statt immer wieder die eigenen Gedanken zu reproduzieren und am Anderen vorbeizuschreiben ...

Alles im 2017-Thread nachzulesen.

Michael
Hallo :)



iasi
Beiträge: 31202

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

Michael Froschmann hat geschrieben: Do 20 Jun, 2024 08:40
7River hat geschrieben: Do 20 Jun, 2024 07:46

Sind die schnell vergessen, denn dann wirst Du die Lorbeeren ernten und voll durchzustarten. ;-)
Alex hat geschrieben: Do 20 Jun, 2024 08:16

Wo ist denn jetzt der Zusammenhang zwischen meinem Post und deiner Antwort?
Hier werden die grundsätzlichen Probleme schon deutlich. Der Film der "Crew". Wie soll die "Crew" denn zustande kommen, wenn der Initiator statt Leute zu umwerben "abkanzelt"? Hier in unendlich vielen Beiträgen Leuten vorwerfen, sie wären Amateure und hätten keine Ahnung. Mit der eigenen Erfahrung aber hinterm Berg halten, weil "es geht nicht um mich" sondern nur den Film. Zu einer "Crew" gehört auch offen sein, Empathie, auf andere Leute zugehen können. Andere Leute und ihre Arbeit wertschätzen. So als Beispiel.

Und auch auf die Beiträge anderer einzugehen, statt immer wieder die eigenen Gedanken zu reproduzieren und am Anderen vorbeizuschreiben ...

Alles im 2017-Thread nachzulesen.

Michael
Wenn du dich angesprochen fühlst, wird es wohl auch seine Gründe haben.

Es geht hier um die Frage, wie Filme produziert werden.

Wenn jemand meint, ein Film hätte sowieso keine Chancen Einnahmen zu erzielen, aber andererseits erwartet, dass ein anderer die finanziellen Mittel aufbringt, um ihn dafür zu bezahlen, an diesem Film mitzuarbeiten, fehlt es ihm offensichtlich an Empathie.

Und es ist nun einmal so, dass bei fehlender Gewinnerzielungsabsicht das Finanzamt von Liebhaberei spricht.
Wer macht denn bei seiner Kurzfilmproduktion eine Kosten-Einnahme-Kalkulation? Mehr als Festivalspreise strebt doch niemand an.

Wir reden hier von Filmförderung.
Wenn man Leuten Steuergelder gibt, die eigentlich schon mal gar nicht daran glauben, dass der Film dann auch Einnahmen erzielen kann, läuft dies nun einmal in solch eine Sackgasse, in der der deutsche Film heute steckt.

Und da gibt es nun mal nicht viele "Arbeiten", die man wertschätzen kann.
Wer daran nichts ändern will und an dem jetzigen System festhalten will, weil es ja auch so bequem und risikofrei ist, passt nicht in eine Crew, die neue Ansätze versucht.

Das hier ist der erfolgreichste deutsche Film des Jahres:



Und andererseits liest man bei internationalen Fimfestivals: Kein deutscher Film vertreten.

Deutsche Schauspieler wiederum werden mit Nominierungen und Preisen bedacht - für ihre Rollen in nicht-deutschen Produktionen.
Ergo steckt das Problem hinter der Kamera.

Wertschätzung bringe ich denen entgegen, die sich Gedanken über die Problematik machen und etwas ändern wollen - also nach neuen Ansätzen und Lösungen suchen.

PS: Man muss doch auch nur mal sehen, für welche Filme hier im Forum Threads eröffnet werden.
Wo ist denn der deutsche Film auf den all die Filmer hier warten? ;)



Michael Froschmann
Beiträge: 46

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Michael Froschmann »

Genau.
iasi hat geschrieben: Mi 19 Jun, 2024 07:23 Und hier haben wir dann auch gleich den Beweis:
iasi hat geschrieben: Do 20 Jun, 2024 09:25 Wenn du dich angesprochen fühlst, wird es .......



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