Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 03 Dez, 2021 10:33
Ich denke das Hauptproblem liegt darin, das die meisten einfach ne M31 LUT drauf klatschen und fertig.
Das eigentliche Hauptproblem ist, dass mittlerweile zwei völlig unterschiedliche Definitionen von "cinematic" existieren.
Erstens gibt es das (ich nenne es mal) "real cinematic", also das was man in Kinofilmen und aufwändig produzierten TV-Serien von HBO, AMC, CBS, etc. pp. zu sehen bekommt und in dem das "cinematic" aus der
gesamten cinematography resultiert, also aus Produktionsdesign, Lichtsetzung, Make-Up, Props, Framing, Schnitt, Darstellerperformance, Choreographie, Köstüm, etc. und in der
das Kameramodell nur eine äußerst untergeordnete Rolle spielt, respektive nur
ein Kettenglied der gesamten cinematography ist.
Zweitens gibt es das (ich nenne es mal) "YouTube-und-Internet-Forum-fake-cinematic". Bestehend aus inhaltslosen Kalenderbildern die i.d.R. heftig mit einer gelb/grün/braunen Grading Farbsuppe (oder einer entsprechenden "cinematic-LUT") garniert wurden, möglichst in SloMo aufgezeichnet und mit soviel sDof im Bild wie das f0.95 Fotoobjektiv nur hergibt.
Allerdings hat zweitgenanntes mit real cinematic soviel zutun wie eine Kuh mit eierlegen. Davon abgesehen, dass ich
keinen einzigen Film oder TV-Serie kenne die visuell auch nur ansatzweise so ausehen wie die "YouTube-und-Internet-Forum-fake-cinematic"-Clips und ich habe eine verdammt große Menge an Filmen und TV-Serien geschaut. Aber klar, alles an Kinofilmen und TV-Serien habe ich natürlich nicht geschaut doch auch jedesmal wenn ich dann nach einer Kinofilm/TV-Serien-Referenz frage, die so aussehen wie zweitgenannten Clips, bekomme ich allerdings nie eine Antwort anhand eines realen Beispiels darauf.
Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 03 Dez, 2021 10:33
Aber wenn man einen "cleanen Look" möchte, kann man einfach im Color Managed Workflow arbeiten, und die Finger von irgendwelchen LUTs lassen.
Eben. Das geht mit einer BMPCC völlig problemlos.