Es ist soweit: in der neuesten Version von Adobe Premiere sind die neuen, KI-gestützten Objektmasken enthalten, die man bereits im Betamodus ausprobieren konnte. Die neuen Maskierungstools sollen es ermöglichen, einfachere Compositing-Aufgaben direkt auf der Schnitt-Timeline zu erledigen. Überhaupt wurden die Maskenwerkzeuge überarbeitet und das Tracking der Masken stark beschleunigt.

Neue Objektmasken
Perfekte Masken für komplexe Objekte in Bewegung sollen sich mithilfe von KI im Nu erstellen lassen - dafür reicht es sogar, nur mit der Maus über das Bild zu fahren. Erkannte Objekte werden daraufhin farblich hervorgehoben und können ausgewählt werden. Eine Vorschau der Objektmaske kann in sechs verschiedenen farbigen Überlagerungen oder einer schwarz-weißen Alpha-Ansicht angezeigt werden.
Automatisch erstellte Masken lassen sich händisch verfeinern und natürlich auch tracken. Mit dem Lasso und den rechteckigen Bearbeitungswerkzeugen können Bereiche zur Objektmaske hinzugefügt oder daraus entfernt werden. Steuerelemente für Weichzeichnen und Erweitern ermöglichen es außerdem, Objektmasken weicher zu gestalten und ihre Größe anzupassen.

Die Objektmasken-Funktion nutzt ein neues assistives KI-Modell von Adobe und läuft vollständig lokal auf dem eigenen Computer, muss daher aber auch heruntergeladen werden, bevor das Feature genutzt werden kann. Adobe betont, wie auch bei seinen anderen KI-Tools und -Modellen keine Kundendaten zum Training der Modelle zu verwenden.
Überarbeitete Formmasken, beschleunigtes Tracking
Auch die Formmasken, die seit Jahren in Premiere verwendet werden, haben ein Upgrade bekommen. Die neu gestalteten Ellipsen-, Rechteck- und Stiftmasken sollen mehr kreative Kontrolle bieten, um Effekte gezielt anwenden zu können. Und das Maskentracking wiederum soll um bis zu 20-mal schneller erfolgen als in früheren Versionen von Premiere.

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Eine bidirektionale Verfolgung ermöglicht es, mit nur einem Klick den perfekten Startframe zu finden, um vorwärts und rückwärts zu tracken. Per 3D-Perspektivenverfolgung wiederum können Masken an Oberflächen wie Bildschirmen, Wänden, sich drehenden Gesichtern oder beliebigen anderen Objekten verankert werden.
Wie schnell eine Maske in Frames pro Sekunde trackt, wird auf Wunsch angezeit, außerdem hat Adobe User-Feedback aus der Betaphase aufgegriffen und eine Live-Vorschau des Trackings implementiert. Das Playback einer Maske während des Trackings gibt so Rückschluss darüber, welche Bereiche möglicherweise noch etwas Feinschliff benötigen.
Ein neuer Bearbeitungsmodus "Frame" soll es erleichtern, kleinere Anpassungen an einem Tracking vorzunehmen - statt jeden einzelnen Keyframe manuell zu bearbeiten, soll Premiere an einer Stelle vorgenommene Korrekturen auf andere Keyframes entsprechend übertragen.
Weitere Neuerungen in Premiere 26.0 ist die Möglichkeit, Medien von Firefly Boards nahtlos zu importieren - mit einem Klick werden ein oder mehrere Assets aus dem KI-basierten Tool direkt in ein Premiere-Projekt übertragen. Das ebenso neue Frame.io V4-Panel bringt bindet kollaborative Funktionen enger ein - Kommentare, Medien und Versionen lassen sich hinzufügen, Assets importieren, Schnitte teilen und Notizen synchronisieren, ohne Premiere verlassen zu müssen. Auch Adobe Stock ist jetzt vollständig in Premiere integriert - es lassen sich über 52 Millionen Clips (darunter 92.000 kostenlose) durchsuchen inkl. Vorschau, lizenzieren und importieren.
Auch eine neue After Effects-Version ist verfügbar, dazu demnächst mehr in einer separaten Meldung.


















