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Mein Konzept für den ersten Film




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Frage von BananaDragon:


So, ich habe mein erstes "größeres" Filmprojekt begonnen. Bisher habe ich mich auf Videoclips mit und ohne Musik beschränkt.

Die Story hab ich zum Teil schon im Kopf. Jetzt muss ich nurnoch einen Anfang finden.

Ich wollte zunächst die Story niederschreiben. Mit Vermerken zu Kameraeinstellungen, Schnitten etc. (;ich denke es ist wichtig solche Dinge ganz von Anfang mit einzubeziehen, denn wenn ich mir eine Story ausdenke und später merke, dass ich garnicht die Mittel habe um die Story auch umzusetzen ist das bitter).

Nachdem ich die Story fertig habe, würde ich mich dem StoryboardStoryboard im Glossar erklärt widmen. D.h. mir Drehorte suchen und anhand von Fotos ein StoryboardStoryboard im Glossar erklärt erstellen.

Als Abschluß der Pre-Production würde ich dann ein richtiges Drehbuch aufsetzen (;wie man sowas macht weiss ich bisher nicht, aber sichlerlich werde ich das noch herausfinden).

Dann geht es ans drehen. Hierzu muss man glaube ich nicht sehr viel sagen. Ich mach mir auch keine Illusionen, dass ich einen technisch hochwertigen Film erstellen kann. Dazu fehlt mir einfach das Equiptment (;gescheite Cam, Ton-Equipment, Lichtkoffer). Aber dennoch denke ich dadurch wichtige erste Erfahrungen sammeln zu können.

Die Post-Production erledige ich dann auf dem üblichen Wege mit Final Cut Express, oder wenn ich es bis dahin habe FCS bzw. Adobe Premium Production Suite CS3.


Meine Frage an die erfahrenen Leute lautet nun: Ist das eine sinnvolle Aufstellung oder könnt ihr mir Tipps zur Verbesserung der Organisation geben?




Antwort von Blackeagle123:

Hallo!

Zuerst die Idee, diese im Kopf weiter ausführen. (;Ohne sich Gedanken über die Mittel zu machen, erst einmal nur träumen!)

Dann die Idee niederschreiben. Dann weiter ausführen.

Dann das Drehbuch schreiben. Dann überarbeiten und weiter ausführen.

Die neuste Drehbuchversion ausdrucken. Dann Kameravermerke mit Bleistift notieren und überarbeiten.

Dann aus den Kameraeinstellungen und Deinen Vorstellungen ein StoryboardStoryboard im Glossar erklärt herstellen. Sollen andere Personen das StoryboardStoryboard im Glossar erklärt zu Gesicht bekommen (;etwa Sponsoren), ist es wichtig, das Drehbuch möglichst professionell aussehen zu lassen. Es gibt auch Profi-Storyboard-Zeichner, die Dir dann jede Zeichnung laminieren und in einen Silberrahmen einfassen. (;Anfänger wollen dafür meist nur Aufwandsentschädigung um bekannter zu werden, kann man mit 100€ schon sehr gut auskommen.)

Dann überlegen, ob du die Mittel hast, das Drehbuch filmisch umzusetzen. Hast du diese nicht, musst du improvisieren, oder aber Drehbuch zusammen mit StoryboardStoryboard im Glossar erklärt (;erst an dieser Stelle) so abändern, dass man den Sinn weiterhin versteht!

Dann geht es dran, dass du dir Sponsoren suchst. Diese musst du natürlich überzeugen, indem du Dir jetzt einen Marketingplan überlegst: Was willst du mit dem Film erreichen? Wie soll der Film verkauft werden? Welches Publikum soll er ansprechen? Wo soll der Film gezeigt werden?
(;Bei Low- oder No-Budget Produktionen fällt der Schritt mit den Sponsoren weg! Der "Marketingplan" ist auch dann nützlich, wenn du den Film nicht im Kino zeigen willst)

Pre-Produktion abgeschlossen!

Dann geht es an das Filmen. In der Postproduktion wirst du bei Deinem ersten Film erst einmal einen kleinen Schreck bekommen, weil die Bilder nicht so aussehen, wie du dir das vorgestellt hast. Dann musst du entweder nochmal filmen oder in die Farbkorrektur.

Wichtigste Regel: Zeige keinem Deinen noch nicht fertiggestellten Film! (;Keinen Sponsoren, niemandem! Setze Dir nur selbst Termine, wann Du den Film fertiggestellt hast und setze Dir diese Termuine großzügig, dass du nicht in Zugzwang gerätst, den Film jemanden zu früh zeigen zu müssen.)

Zeige den Film dann Deiner kompletten Crew und verbessere, wenn ein Schauspieler gravierende Einwände hat, die mit Deiner Idee übereinstimmen.

Brenne den Film dann und ziehe Deinen Marketingplan durch.

Ich halte die Produktion (;das Filmen selbst) und das Erstellen und Durchziehen des Marketingplans für am Schwierigsten! Alles andere ist "nur" Kreativarbeit

Viele Grüße,
Constantin



Antwort von BananaDragon:

Hallo Constantin,

vielen Dank, das war schonmal sehr konstruktiv und hilfreich. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass eine Mege Arbeit auf mich zukommt.

Evtl. hab ich ein wenig den Eindruck vermittelt, einen abendfüllenden Film produzierne zu wollen, das ist jedoch nicht der Fall. Ich ziele auf ca. 10-12 Minuten ab. Ein Kurzfilm also. Mit "größeres" Filmprojekt meinte ich, dass es das erste mal ist, dass ich eine von mir geschriebene Story verfilmen möchte.

Erreichen möchte ich mit dem Film eigentlich nur Erfahrung. Ich möchte wissen wie es eigentlich ist einen Film zu drehen. Ich denke es wird komplett anders als ich es mir vorstelle und freue mich sehr auf diese Herausforderung.

Ich danke dir nochmal für deine helfenden Worte und möchte dich auch mal fragen woher du dieses Wissen hast. Es wirkt alles sehr durchdacht und profesionell. Bist du im Filmgeschäft tätig?



Antwort von Blackeagle123:

Hey,

ich elbst bin erst 17 Jahre aber habe schon mehrere Kurzfilme gedreht. Das Konzept selbst habe ich auch von profis gelernt bei verschiedenen Praktika. Dass mehr Arbeit auf einen zukommt habe ich bei meinem letzten Kurzfilm gemerkt. Ich habe mir 4 Monate für die Pre-Production gesetzt, wollte Sponsoren ansprechen und brauchte Budget. Der Film wurde bis jetzt noch nicht gedreht.

Viele Grüße,
Constantin



Antwort von BananaDragon:

Ich hätte gedacht, dass du wesentlich älter bist, Respekt.

Ich bin jetzt 22 und hab leider noch garkeine Erfahrung. Aber ich denke es ist noch nicht zu spät um anzufangen. Wie lange machst du schon Filme und vielleicht kann man sich ja mal den ein oder anderen irgendwo ansehen?



Antwort von Blackeagle123:

Ich beschäftige mich damit so richtig seit ich 14 Jahre alt bin. Und habe über Jahre hinweg erst einmal mit kleineren Filmchen angefangen, erst mal zu schneiden... Irgendwann wollte ich mehr und bin seit etwa einem Jahr bei Slashcam dabei!
Zu spät ist es bestimmt nie...

Viele Grüße,
Constantin



Antwort von luTzi:

versuche wirklich erst einmal eine geschichte zu schreiben. entweder den klassischen 3-akter, oder eine neue struktur. charaktäre, ort, handlung, beginn, ende. erst wenn du deine geschichte niedergeschrieben hast und man sie lesen kann, beginne mit der filmischen detailarbeit.

warum? es gibt bereits zu viele filme, deren geschichte nichts her gibt, die auf effekthascherei aus sind, keinen "speck" auf den rippen haben - oder einfach mist sind. selbst tolle actionszenen funktionieren isoliert betrachtet eher selten, verwebt mit der rahmenhandlung und der motivation der charaktäre jedoch, können sie einen schwer beeindrucken.

viel erfolg
luTzi



Antwort von Axel:

Es ist gut, wenn die ERSTEN Filme ultrakurz sind. Nimm eine banale Situation, die dir vielleicht gerade passiert ist, überlege, nein: meditiere darüber, wie sie am besten in Bildern aufzulösen wäre, dann löse sie in Bildern auf, ohne jede Kompromisse. Die Aufnahmen sollten dem nahekommen, was du auf deinem inneren TV-Schirm gesehen hast, es allenfalls übertreffen.
Dann plane und organisiere alles dafür, Drehbuch, gffs. StoryboardStoryboard im Glossar erklärt, Drehorte, Darsteller, also einen konkreten Drehplan.
Du hast so in kurzer Zeit eine praktische Übung darin, wie Filmsprache funktioniert. Ohne diese werden alle ambitionierteren Sachen Murks.

So banal und pointenlos es erscheint, z.B. jemanden versehentlich anzurempeln, zu grübeln, ob und woher man ihn kennt und sich schließlich zu erinnern, dass er der Sitznachbar auf einem Flug war: Es ist, wie du merken wirst, eine verdammt komplexe Sache, so etwas Einfaches filmisch zu vermitteln.

Und rechne nicht mit einem Erfolgserlebnis. Aber mit einer genaueren Einschätzung der Herausforderungen, die du künftig wählst.

Kurz: Keep it simple.



Antwort von BananaDragon:

Danke für eure Hinweise. Ich denke ich werde wirklich erstmal ein paar ganz ganz kurze "Filme" machen.



Antwort von Veki23:

Nur Looser hier. Bekommen selber nichts hin!!!



Antwort von AndyZZ:

"Anonymous" wrote:
Nur Looser hier. Bekommen selber nichts hin!!!


Nur Looser posten als Gast und ohne Namen. Bemitleidenswert...



Antwort von BananaDragon:

"Anonymous" wrote:
Nur Looser hier. Bekommen selber nichts hin!!!


Oh, du hast Recht. Vielleicht sollte ich das Filmemachen lieber aufgeben und mir ne Aktivität suchen die für einen Loser wie mich, der alleine nichts auf die Reihe bekommt, besser geeignet ist. Zum Beispiel anonym im Internet unsachliche und kindische Äußerungen von mir geben.



Antwort von saar:

Finde es toll dass du einfach anfängst. Die Ratsläge sind nur gute Hilfe. Vor allem die Bemerkungen von Axel und Constantin, über das Bild meditieren oder träumen.

Ich fange mit 44 erst gerade an. Habe mich schon ein bisschen in Theorie eingelesen und geschaut (;mit Hilfe;-)) wissenswertes über Blickwinkel, BlendeBlende im Glossar erklärt, off/on Ton usw. und geübt mit Kameraeinstellungen, Blende/Tiefenscharfe, Direktton.

Dann hatte ich eine Idee, mal darüber gedacht, gelesen, geredet und dann Filmexpose geschrieben und verfeinert bis zur Minidrehplan, guten Micro gekauft, gute Kamera gemietet.

2 Tagen gedreht und gemerkt das gut vorbereitete Stativaufnahmen wesentlich besser sind als mein Geschwenk; meine Protagonisten etwas anderes vorhatten, Direktton besser separat aufgenommen werden soll, mit Klappe, mann die " Takes" irgendwo aufschreiben muss, usw ....

Jetzt schneiden und noch mal drehen um Lücken zu füllen, ich denke dass mit viel Arbeit, 120 Min Aufnahmen, auch ich 10 Minuten Film machen kann;-))

Also nimm dir Zeit und hab viel Spaß an deine "Fehler"

Nu Guts, No Glory!



Antwort von saar:

Schau auch hier mal rein, aber nehme es nicht zu ernst..

http://www.movie-college.de/filmschule/touren.htm#Drehbuch



Antwort von saar:

Der Erzählkunst, die Vorgänge, deren Schilderung der Inhalt eines erzählerischen Werkes in Literatur, Theater oder Film ist, also der Stoff.

http://de.wikipedia.org/wiki/Handlung_%28Erz%C3%A4hlkunst%29

Du kannst erst mal mal frei üben wenn du zum beispiel Rotkäppchen nimmst:
- ein kleines Exposee schreibst über deine Fassung, war über geht es, welche Rollen gibt es, welche Orte, welches filmisches Genre Drama/Zeichentrick, gibt es ein Erzähler, Musikgenre, Farbe, Atmosphäre usw.
- die Geschichte vorträgst auf Band damit du die erzählerische Spannung prüfen kannst, hier musst du auch die textlosen Teile beschreiben Rotkäppchen geht ganz alleine auf dem Weg ins dunkele Wald, sie tragt einen schweren Korb mit Omi's Essen, in der Ferne rennt der Wolf
- die Geschichte einteilst in Handlungssträngen, dann in Sequenzen (;Orte, Personen, Gegenstande) mit Angaben für Drehort, Dekor, Kostüm, Requisiten, Beleuchtung
- die einzelne Einstellungen skizzt, mit Text und Ton darunter zbsp. Detaileinstellung auf des Wolfes Zähne, text "Oma, wass hass du grosse Zähne" (;anschwellende musik )Vergiss den Blickwechsel nicht.

Es gibt auch Freeware dazu: typ mal <drehbuch> in google, dann kommst du wieder auf slashcam:-) Habe ich aber noch nie probiert.. vielleicht jemand im Forum?



Antwort von BananaDragon:

Danke für deine vielen Tipps, saar. :)



Antwort von saar:

y a pas de quoi,

schau mal hier was die junge Profis tun:
http://tdb.berlinale-talentcampus.de/campus/garage/index
Ich glaube dass gerade Jemand mit den Links zur Film rumfummelt, also hier ein beispiel Film RESIGNED:
http://tdb.berlinale-talentcampus.de/campus/garage/video?vid=3896&tid=20072362
Wenn alles wieder funktioniert findest du hier auch Exposees usw.

A+saar




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