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Externes Mikro für Canon XH A1 - Richtmikro oder Stereo-Mikro? Und welches?




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Frage von christoph2701:


Hallo,

brauche Hilfe.

Ich habe eine gebraucht Canon CH A1 erworben.

Anwendungsgebiet: Ich will eigene Konzerte (;bin Sänger, mit Klavierbegleitung meistens) für Demo-Zwecke mitschneiden. Wichtig ist mir die Sprache, da ich meine Programme gemischt (;Lieder und Texte) halte, und die Songs sehr auf Textverständlichkeit gehen.

Da ich XLR-Eingänge habe, würde ich diese auch gern nutzen.

Zunächst eine grundsätzliche Frage: Ist bei dieser Live-Situation ein Richtmikro oder ein Stereomikrofon vorzuziehen?

Ich werde das Mikro nicht immer optimal positionieren können, da ich bei bestimmten Mix-Konzerten nur wenig Platz zur Verfügung habe, die Veranstalter sehen es da nicht gern, wenn man sich zu breit macht. Sprich: Ich werde des öfteren das Mikro auf der Kamera aufgesteckt haben (;dafür gibt es ja Adapter-Aufstecker zu kaufen). Hier spielt der Faktor Gewicht sicher eine Rolle.

Aber Klang hat Vorrang.

Bezüglich Stereo habe ich viel Gutes vom NT4 von Rode gehört und als Alternative Beyerdynamic MCE 72 Cam.

Im Fall von Richtmikro habe ich vom Rode NTG3 oder aber vom Sennheiser MKH 416 gelesen.

Für einen Tipp wäre ich sehr dankbar.

Besten Gruß
Christoph




Antwort von phronopulax:

Wenn Richtmikro, dann Sony ECM-673 - bin total begeistert. Schau' mal in die Bestenliste von videoaktiv (;gibt es im web). Bei Thomann gibt es auch eine gute Spinne (;Rode) zur Entkopplung dafür. Wie das ganze dann allerdings mit einem Adapter wird?



Antwort von christoph2701:

ok, danke, schau ich mal.

Ich habe übrigens einen Denkfehler gemacht. Bei mir geht es darum, einen Effekt zu vermeiden: Wenn die Kamera weiter hinten steht, würde ich über internes oder auch aufgestecktes Mikro primär das Publikum akustisch draufbekommen, und nicht das Bühnengeschehen (;Sänger und Pianist).

Also: Gebraucht wird wohl ein Mikro, das ich nah an der Bühne aufstelle, und das via Kabel mit der Kamera XLR-mäßig verbunden ist (;ist ja bei meinem Camcorder kein Problem).

Wären wir da wieder beim NT4 A? Ist gerade bei der Ausrichtung wesentlich unkomplizierter als zwei separate Mikros. Ich weiß, es wird auch dann immer noch nicht optimal. Aber für meine Demozwecke würde das in jedem Fall ausreichen.

Oder sieht es viel eher so aus, dass ein Richtrohrmikro (;z.B. Sennheiser MKH 416 & Co.) hier zum Einsatz käme?

Also, wenn ich da noch Feedback bekäme, wäre ich sehr verbunden!

Danke und Gruß
Christoph



Antwort von phronopulax:

Eine andere Möglichkeit (;ohne Kabel!) wäre ein Audiorekorder wie z.B. der ZoomZoom im Glossar erklärt H-4N. Man muss halt nachher im Schnittsystem den Ton synchron anlegen, was aber kein Problem ist.

Gruß
phronopulax



Antwort von christoph2701:

Ich hab von Olympics den LS5 Recorder...

Das würde ähnlich funktionieren, gell? Und wie bekomm ich es synchron im Schnitt???

Fragt sich noch, ob die internen Mikros des LS5 so gut sind im Vergleich zu den vorgeschlagenen? Wohl kaum...

Andererseits will ich im Moment ja wirklich "nur" Demos machen, um sie an potentielle Veranstalter weiterzureichen...

Also weitersehen...



Antwort von stefangs:

ich habe den ls10 von olympus und kann nicht sagen, wie die beiden im vergleich sind. aber ich weiss, dass das ding auf der buehne platziert dir einen 100% besseren sound liefern wird als ein mikro auf der kamera irgendwo hinten im saal. falls du auch die einstellung manuell mit limiter hast, waere das die richtige. von der automatik wuerde ich abraten. vorher kurz einen soundcheck machen, damit du im gruenen bereich bist und lieber etwas mehr headroom lassen, dass der limiter nicht ueberstrrapaziert wird.

was die synchronisierung angeht, klatsch doch einfach kurz in die hand als klappe - das kann man sicher irgendwie in den auftritt einbauen. wenn nicht, kannst du die aufnahme auch auf blöd in der timeline rumschieben und wirst den richtigen punkt auch recht schnell finden. du siehst ja im bild, wann es losgeht, denke ich.

stefan



Antwort von TomStg:

@christoph2701

Mit dem MKH 416 nicht an der Kamera, sondern nahe an der Schallquelle bist Du bestens bedient. Das MKH 416 ist ein vieltausendfach bewährtes solides Mikro mit exzellenter Qualität. Diese erreicht weder der LS10 noch irgendein Zoom.

Eine Alternative zum MKH416 ist für Deinen Einsatz auch ein anderer Sennheiser-Mikro-Klassiker: MD 421

Deine Kamera und beide Mikros passen auch technisch gut zusammen.

Wenn Du in das MKH 416 oder MD421 investierst, ist das eine "Investion fürs Leben".

Grüße
Tom



Antwort von christoph2701:

@TomStg

Gilt Dein Tipp mit den genannten Mikros auch dann, wenn ich nicht Instrument bzw. mich als Sänger separat aufnehme?

Will sagen:
Angenommen, das Klavier/Flügel steht auf der Bühne eher links, und ich als Sänger bewege mich auf der Bühne etwas, würde eines von den von Dir vorgeschlagenen Mikros ausreichen, das ich dann nah vor der Bühne mittig platziere? Es nimmt ja den Ton dannw von den zwei Boxen ab, die in der Regel links und rechts postiert sind.



Antwort von stefangs:

die genannten mikros mittig zwischen zwei schallquellen plazieren ist nicht gut, weil sie beide eine gerichtete charakteristik haben. das 421 ist zwar 'nur' niere, aber auch da muss der sound eben von vorne kommen. dann ist der flash rekorder im vorteil, weil er den sound von allen seiten aufnimmt.

wenn du in der gleichen akustischen achse wie das klavier stehst/singst, ist das richtmikro nah an der buehne aber die beste wahl, sofern du den rest des dazu benoetigten equipments auch noch hast. ich wuerde dann den flash rekorder aber trotzdem mitlaufen lassen, dann kannst du naemlich eine raumatmo dazumischen. speziell fuer das publikum waere das das beste.

stefan



Antwort von phronopulax:

Hallo Christoph,

Du schreibst: "Es nimmt ja den Ton dann von den zwei Boxen ab, die in der Regel links und rechts postiert sind."

Warum greifst Du den Ton nicht von der Anlage ab? Wäre die "sauberste" Lösung. - Wenn Du allerdings Publikumsathmosphäre dabei haben willst, müsstest Du die seperat aufnehmen und abmischen.

Wenn Du doch mit Mikro (;egal ob das vom Audiorekorder oder ein seperates an demselben oder an dem Camcorder) aufnehmen willst, müsstest Du bei 2 Schallquellen, wobei sich eine bewegt, ein Stereomikro nehmen.

Das MD421 ist übrigens klasse, habe ich auch, ist aber mehr ein Reportermikro, das man gezielt jemand unter die Nase hält.

Gruß
Arthur



Antwort von christoph2701:

Ok, Arthur, danke.

Ich hatte mich mit dem L5 mal ins Mischpult gestöpselt, da hatte ich ein anderes Problem: Über den einen Kanal hatte ich via Notebook ein Halbplayback eingespielt, über zweiten Kanal hab ich mein Live-Gesangsmikro eingestöpselt.

Ergebnis: Während im Raum beim Auftritt selbst die Mischung wunderbar ausgewogen war, habe ich beim Abhören der Aufnahme später ein viel zu lautes Playback gehabt. Tja, Anfängerfehler.

Ich denke, als Generallösung für den Anfang (;ich weiß, die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht) wäre ein Stereo-Mikro damit (;wie Du, Arthur, ja auch beschrieben hast, durch die Bewegung auf der Bühne) die vorerst beste Lösung.

Da wär ich dann wieder z.B. beim NT4, wenn es etwas höherwertig als das L5 sein soll.

Und es wäre noch die Frage: Mikro von OBEN (;also Stativ voll ausgefahren) auf die Bühne richten, oder von UNTEN mittig am Bühnenrand positionieren? (;die Zuschauer würden sich bedanken, wenn denen da etwas vor der Nase steht).



Antwort von christoph2701:

Update: Mir hat man im Laden das NT5 (;Stereopaar) empfohlen anstelle des NT4.

Macht das Sinn? So wär man sicher flexibler.

Jetzt fragt sich: Soll ich dann zwei separate Mikroständer nutzen oder so einen Aufsatz, bei dem beide Mikros auf einem Stativ auf einer Schiene sind?

Kurzum: Macht es Sinn, die Mikros später beim Auftritt ganz weit auseinander (;links und rechts der Bühne) zu positionieren (;natürlich auf gleicher Höhe), oder sollen sie nah beinander zentriert auf einem Stativ stehen???




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update am 17.Mai 2013 - 18:00
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