| Tips : Zeitrafferaufnahmen selbstgemacht von thomas Sa, 7.Juni 2003 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen
 Vorbeirasende, sich auflösende und entstehende Wolken, Blumen, denen man bei Wachsen und Erblühen zuschauen kann, Gebäude, die in wenigen Minuten errichtet werden: alles Bilder, die wir ohne Zeitraffer nie so wahrnehmen könnten - ebenso wie Zeitlupenaufnahmen uns Dinge sehen lassen, die zu schnell für unser Augen sind, machen Zeitrafferaufnahmen Vorgänge sichtbar, die zu langsam für unsere Wahrnehmung sind.
Früher waren Zeitrafferaufnahmen nur mit selbstgebastelten Auslösevorrichtungen möglich oder Spezialkameras - heutzutage sind sie (im Gegensatz zu echten Zeitlupenaufnahmen) mit jeder DV-Ausrüstung leicht zu bewerkstelligen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Zeitrafferaufnahme mit dem Camcorder (für Aufnahmen mit Filmkameras oder digitalen Photoapparten siehe Time Lapse FAQ ):
Zeitrafferaufnahmen per Camcorderautomatik
Manche Camcorder wie z.B. die Canon XL1 S oder die Sony VX2000 haben eine eingebaute Intervallaufnahme-Funktion, mit der sich periodisch kurze Sequenzen aufnehmen lassen.
Vorteil: -nur die Kamera wird vor Ort benötigt
Nachteil: -Die mechanische Belastung, die beim wiederholten Hochfahren des Camcorders entsteht, ist nicht gut für den Camcorder und die Möglichkeiten der Intervallaufnahme sind begrenzt (nur wenig Auswahl bei den Aufnahmeperioden und der Aufnahmedauer).
Zeitraffer per Beschleunigung im Schnittprogramm
Bei relativ kurzer Aufnahmedauer (maximal DV-Bandlänge, bzw doppelte Aufnahmedauer im LP-Modus) und wenn noch nicht klar ist, welcher Beschleunigungsfaktor für die Aufnahmen am besten aussieht, ist es ratsam ganz normal aufzunehmen, zu capturen und dann die Geschwindigkeit des Videos im Schnittprogramm zu vergössern. Z.B. in Ulead MediaStudio kann die Geschwindigkeit eines Clips z.B. zwischen 10 und 1000% eingestellt werden. In Premiere geschieht das durch "> Eigenschaften des Clips > Geschwindigkeit > X%"
Vorteil: -Man hat beliebige Kontrolle über die Geschwindigkeit des Videos: da noch alles Quellmaterial vorhanden ist, kann durch Geschwindigkeitsänderungen per Schnittprogramm jeder Beschleunigungsfaktor probiert werden, um die ideale Geschwindigkeit zu finden. Ausserdem kann man, z.B. bei Ereignissen mit stark variierenden Geschwindigkeiten, den Beschleunigungsfaktor variabel wählen. Gegenüber manchen Schnittprogrammen hat man mit Compositingprogrammen sogar die Möglichkeit, die Geschwindigkeit eines Clips stufenlos zu regeln.
Nachteil: -Bei längeren Aufnahmen wird unnötig viel Festplattenspeicherplatz verbraucht (man kann aber mit Premiere auch nur Einzelbilder in festgelegten Intervallen von Band capturen, siehe unten) -Es sind keine Aufnahmen möglich, die länger als die (doppelte, im LP-Modus) Aufnahmedauer eines DV-Tapes andauern -Zeitaufwendiger als Methode 3, da das Material noch extra gecaptured werden muss
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