Mittlerweile ist auch die OpenGL-Unterstützung des Programms recht ausgereift. Die Vorschau kann jetzt wahlweise mit oder ohne die Grafikbeschleunigung arbeiten. Ein neuer Disk-Caching-Mechanismus speichert auch Teile der Timeline auf der Festplatte. Bei Clips mit vielen Effekten wird dadurch tatsächlich ein Geschwindigkeitsvorteil spürbar. Gegenüber Combustion 3 fühlt sich After Effects deutlich flüssiger an.
Schon in der Standardversion kommt After Effects mit einer eigenen Scriptsprache, mit welcher der Anwender mathematische Zusammenhänge von Effekten definieren kann. Diese Expressions können direkt in JavaScript programmiert werden und Beziehungen zwischen den Parametern von Objekten beschreiben. In der Professional Version (s.u.) lässt sich nun auch die Oberfläche des Programms „fernsteuern“.
Die integrierten Vektor-Zeichenwerkzeuge, die früher nur in der teureren Version enthalten waren sind nun auch schon in der Standard Version enthalten. Diese ermöglichen das direkte Malen in Ebenen und deren Alpha-Kanal. Alle Funktionen können dabei über Keyframes gesteuert werden, wodurch sich Zeicheneffekte auch dynamisch gestalten lassen.
Professional Version
Leider eröffnet sich der volle Funktionsumfang der After Effects Welt erst mit dem Erwerb der sogenannten Pro-Version. Diese bringt viele zusätzliche Funktionen mit, die Profis beim täglichen Einsatz zu schätzen wissen:
So liegt der Motion Tracker leider erst in der großen Version bei. Während dieser in früheren Versionen noch gelegentlich Anlass zur Kritk gab, hat Adobe hier nun deutlich nachgebessert. Im Vergleich zu Combustion spielt After Effects hier nun in der selben Liga. Echtes 3D-Tracking beherrscht allerdings keiner der Kandidaten. Um genügend Kontrastreserven für Kinofilme bereit zu halten unterstützt das Production Bundle auch einen erweiterten 16 Bit Farbraum. Doch nicht nur für Kinoproduzenten ist dieses Feature interessant. Auch bei komplexen Farbkorrekturen mit 8 Bit-Videomaterial kann der erweiterte Farbraum grobe Farbsprünge verhindern. Auch mit dieser Version wurden wieder mehr Effekte durchgängig auf 16-Bit ausgelegt, weshalb diese Funktionalität langsam auch sinnvoll für Kinoproduktionen eingesetzt werden kann.
Das Partikelsystem wird ebenfalls erst mit dem Production Bundle ausgeliefert. Da allerdings keine große Auswahl an Beispieleinstellungen mitgeliefert werden, gelingen annähernd realistische Feuer und Explosionen kaum. Auch die Trägheit des Partikelsystems ist zu bemängeln. Combustion bietet in dieser Hinsicht deutlich mehr.
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