| Test : Stativ Manfrotto 503/055SSBK von Holger Scheel Do, 20.Januar 2005
Konsumerkameras sind in der Videoqualität schon nahe an der Profiklasse. Trotzdem wirken viele "Heimaufnahmen" schrecklich unprofessionell. Der Grund dafür ist oftmals banal: schlechte Stative und Köpfe sorgen für Geruckel und Gewackel.
Zugegeben, viele Aufnahmen passieren aus der freien Hand. Doch größere Brennweiten verlangen nach einem ruhigen Stand, da nützt auch der beste Bildstabilisator nichts. Also schnell auf´s Fotostativ geschraubt und losgefilmt. Das kann bei stehenden Einstellungen ganz gut funktionieren, doch spätestens beim Schwenk zeigen sich die Einschränkungen: Keine ruckfreie Anfahrt, unregelmäßiger Widerstand und schlechtes Abbremsen sehen unprofessionell aus.
Richtige Videoköpfe besitzen daher eine so genannte Fluid-Dämpfung, mit der Schwenk - und Neigebewegungen butterweich gelingen. Zusätzlich lässt sich diese Dämpfung anpassen, langsame Schwenks erfordern nämlich mehr Widerstand des Kopfes als schnelle Schwenks. Manfrotto hat dafür seit einiger Zeit einen Geheimtipp im Programm: der Videokopf 503 aus der Pro-Serie. Er verfügt über eine stufenlose Dämpfung, und zwar horizontal und vertikal. Die Neigebewegung darf dabei von +90 Grad bis -60 Grad gehen, Panoramaschwenks um die ganze Achse. Eine integrierte Libelle hilft dabei den geraden Horizont zu finden, der lange Arm (ca. 39cm) erlaubt eine ruhige Führung. Mit dabei ist eine Stativplatte, die auf einer Länge von 15 cm eine Anpassung an den individuellen Kameraschwerpunkt erlaubt. Befestigen lassen sich darauf Camcorder mit 1/4 Zoll und 3/8 Zoll-Gewinde, für eine Arretierung sorgt ein "VHS"-Stift. Ausgelegt ist der Kopf auf ein Gewicht von etwa 2,5 kg, maximal dürfen 10 kg getragen werden. Damit passt er sehr gut zu Kameras wie Panasonic AG-DVX100A, Canon XM2/XL2, oder Sony VX2100/PD170.
Doch nicht nur Kopf, sondern auch Beine sind für ruhige Bilder notwendig. Neben normalen Kriterien wie Hšhe und Transportlänge ist vor allem eines wichtig: Die Verwindungssteifigkeit. Dreht der Kameramann den Videokopf nach rechts oder links, darf natürlich das Stativ nicht nachgeben, was besonders Kunststoffstative tun. Da nützt die beste Fluid-Dämpfung nichts, denn beim Schwenk ruckt es durch das Nachgeben der Beine trotzdem. Stabile Stative sind jedoch meist schwer und sperrig, Üblich sind so genannte Mehrrohr-Stative. Dort sorgt z.B. pro Bein eine Anordnung von fünf Rohren für einen verwindungssteifen Stand, auch bei größerem Auszug. Solche Stative hat Manfrotto natürlich ebenfalls im Programm, das MA 525 lässt sich z.B. ebenfalls im Paket mit dem 503er Kopf kaufen. Für Reisende interessanter ist dagegen die 055er Reihe. Sie sorgt mit einer geringen Packlänge von gut 60cm und einem Gewicht von etwa 2.8 kg für erträgliche Koffer, bietet aber trotzdem eine beeindruckende Standfestigkeit. In der 055SSB-Version, die dem getesteten 503/055SSBK-Kit beiliegt, gibt es zusätzlich Spikes und ummantelte Stativbeine dazu, was sich schnell bezahlt macht. Außerdem liegt eine passende Tasche dabei, die zwar nur wenig gepolstert ist, aber Platz für weiteres Zubehör lässt.
[3 Leserkommentare] [Kommentar schreiben] Letzte Kommentare:
 | B.DeKid 19:37 28.10. | | Fluid ist das selbe Zeugs wie " MTB Feder Fett " bekommst bei zB Manitou Vorderrad Federgabel Fett - hatte Ich schon mal jemandem empfohlen...weiterlesen |  | Jake the rake 19:20 28.10. | | Hallo,
habe google und die interne Forensuche bemüht aber leider nichts gefunden.
Gibt es die Möglichkeit das Fluid irgendwie auszuta...weiterlesen |  | [ Alle Kommentare lesen]
[nach oben]
Weitere Artikel:
Test: Manfrotto Stativ Set 526,545GBK Mi, 22.Juli 2009 Mit dem brandneuen Manfrotto Stativ Set 526,545GBK zielt Manfrotto klar auf den Prosumer-/Professional Bereich. Die Leistungsdaten dieses Stativ-Sets unterstreichen diesen Anspruch. Bei einer Auszugslänge von knapp 1,60m bietet das Stativ 545GB eine Traglast von 25 Kg – der mit fluider Dämpfung arbeitende Stativkopf 526 bringt es auf immerhin 16 Kg max. Traglast. Das Stativ-Set inkl. hochwertiger Tragetasche wird mit einer UVP. von 1.663,00 Euro gelistet.
| Test: Dell 2405 FPW Sa, 8.Oktober 2005 Gerade (und vorraussichtlich bis 25. Oktober 2005) gibt es bei Dell ein HD(V)-taugliches Display inkl. Versand unter 900 Euro. Wir haben einen Blick darauf geworfen... | Test: JVC Monitor DT-V 1710/1910 Do, 30.Juni 2005 Jetzt sind die ersten HDV-Kameras und Schnittsysteme auf dem Markt, nur eine verbindliche Bild-Kontrolle fällt noch schwer. LCD-Displays sind zwar günstig, eignen sich aber nur eingeschränkt zur Farbbeurteilung. Plasmas wiederum sind noch nicht in 1920x1080 lieferbar, also worauf schaut man als HDV-User eigentlich? | Test: Canopus ADVC-300 Fr, 19.November 2004 | Test: JVC Monitor TM-H1750 Fr, 4.Juli 2003 | Test: Steadycam Clip & Go: Im mobilen Einsatz Mo, 3.Februar 2003 | Test: FAST-Dazzle Hollywood DV-Bridge Sa, 11.August 2001 | Ausprobiert: ZACUTO Z-Finder EVF Pro Di, 30.August 2011 |
[nach oben]
| |