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/// Test : Videoschnittkarten

Test : FastForward 1.7 Beta für Dazzle-FAST DV.now
von Holger Scheel Mo, 10.Dezember 2001    


09.12.2001

Unter www.dazzle-europe.de/m_de_set_download.html im Verzeichnis "Beta" liegt die Version 1.7build0250 des Fast Treiber&Softwarepakets Forward für Windows98SE/ME und 2000/XP zum Download bereit. Erstmals unterstützt die neue Software die Funktion Scan&Capture sowie den Premiere Audiomixer. Obwohl Fast ursprünglich angekündigt hatte, dieses Premiere6 - Feature nicht zu unterstützen ist es jetzt (zur Freude der Anwender) implementiert. Es funktionert ohne Auffälligkeiten und vereinfacht z.B. ein Projekt gleichzeitig für verschiedene Anwendungsfälle zu erstellen: Bei einer Produktion für CD-Rom oder Internet möchte man gerne bis auf 0dBFS aussteuern um möglichst laut zu sein, beim Schnitt auf professionelle Bandmaschinen braucht man dagegen häufig einen digitalen HeadroomHeadroom im Glossar erklärt von 6 oder 9dB. Das ist jetzt ohne Aufwand möglich, einfach beim zweiten Ausspielen den Masterregler auf -9dB und gut. Weiterhin öffnet sich jetzt der Weg zu einer Faderfernbedienung des Audiobereichs wie bei reiner Audiosoftware (Cubase, Logic, Protools) oder auch einigen Videoschnittprogrammen (Fast, Avid) schon länger üblich. Dabei werden die Faderbewegungen am Bildschirm über eine MidiFaderBox (z.B. JLCooper) statt mit der Maus gemacht. Ich bin gespannt, wie diese Entwicklung bei Premiere verläuft.

Bei der Funktion Scan&Capture wird das Video durchgängig aufgenommen. Findet die Software dabei unterschiedliche TimeStamp-Informationen (beginnt also auf dem Band eine neue Szene), wird eine neue Datei angelegt. Gleichzeitig werden die Vorschaubilder von Anfang und Ende angezeigt. In früheren Versionen war es noch nötig zuerst das ganze Band erst zu scannen, um danach die Szenen einzeln auf die Festplatte schaufeln zu können. Scan&Capture in einem Arbeitsgang spart also die Hälfte der Zeit. Ein kleiner grafischer Fehler tritt im Capturefenster noch auf, bei der Anwahl von Scan&Capture wird durch ein doppeltes && das Textende abgeschnitten. Ansonsten funktioniert alles einwandfrei, sowohl im .dif - als auch im .avi - FormatFormat im Glossar erklärt wurde im Test jede Szene erkannt. Bricht man vor Bandende die Aufnahme ab, kann sie zu einem späteren Zeitpunkt trotzdem fortgesetzt werden: Etwas zurückspulen und neu Scan&Capture anwählen, danach die doppelte Szene löschen (Doppelte Szenen sind anhand der identischen Vorschaubilder sehr einfach zu erkennen). Sollte bei Abbruch und Neuanfang von Scan&Capture eine Szene mit rotem Punkt entstehen, muss diese auf jeden Fall gelöscht werden, da die Mediadaten nicht korrekt zu Ende geschrieben worden sind. Scan&capture wird automatisch beendet, sobald längere Zeit kein TimecodeTimecode im Glossar erklärt mehr gelesen werden kann (Das Band also wahrscheinlich zu Ende ist). Die TimeStamp-Auswertung konnte allerdings im Test nur mit zwei DV-Zuspielern probiert werden, es ist also durchaus möglich, dass es nicht in jedem Fall so reibungslos funktioniert.

Ansonsten sind keine auffälligen Veränderungen zu 1.6x zu sehen:
Es wird im .avi - FormatFormat im Glossar erklärt nur MediaStudio in der Version 6.0 und nicht 6.5 unterstützt. Schade eigentlich, denn die Einbindung der Vorschau in MSP6 ist sehr gut gelungen. MSP6.5 hat gerade im Vorschaubereich selber noch sehr zugelegt, wäre hier also eine Unterstützung durch FastForward gegeben, könnte man eine PreviewPreview im Glossar erklärt auf Premiere6 - Niveau erreichen und endlich eine der größten Schwächen von MSP6x ausbügeln. Premiere 5.1 und 6.0 dagegen arbeiten immer mit dem .dif - FormatFormat im Glossar erklärt was leider zu Formatwandlungsorgien führt sobald externe Software z.B. für die Tonnachbearbeitung oder besondere Effekte benutzt wird. Das .avi-Format benutzt laut der Bedienungsanleitung immer noch den MSCodec, vielleicht geht man hier in Zukunft eine Kooperation mit MainConcept ein?
Die Funktion "Videofenster abkoppeln" geht noch nicht, was ich persönlich aber für verschmerzbar halte.
Einige Modul-Einstellungen (z.B. für den Foto-Export) werden nicht immer korrekt gespeichert, bevor man die Module benutzt, sollte man also kurz die Einstellungen überprüfen.
Die Gerätesteuerung unter Premiere und MediaStudio ist an einigen Stellen etwas unausgereift, so stürzte VideoCapture6 einige Male ab, bevor es zu einer Zusammenarbeit zu bewegen war. Man merkt, dass Fast der Meinung ist, das zum Capturen Forward benutzt werden soll. Doch auf die Aufnahme innerhalb des Schnittpogramms kann man leider nicht immer verzichten. Braucht man z.B. den OriginalTimecode von Analogbändern, ist Premiere im Gegensatz zu Forward in der Lage den TimecodeTimecode im Glossar erklärt auch aus dem Videosignal auszulesen. MediaStudio dagegen hat ein Vektorskop zur Bildbeurteilung, ein Feature, mit dem Forward ebenfalls nicht aufwarten kann.
Merkwürdig ist immer noch die Installationroutine unter Windows98 (nicht unter W2000), es muss der 1394-TI-Controler gelöscht werden, bevor die Software korrekt funktioniert. Nach der Installation gibt es eine neue Autoexec.bat mit einer Pfad-Angabe (die man nach dem nächsten Neustart auch löschen kann), was sehr an MSDOS-Zeiten erinnert.

Meine Wunschliste für die nächste Version beinhaltet in erster Linie die Unterstützung von MediaStudio6.5 sowie die Möglichkeit, das .avi - FormatFormat im Glossar erklärt (vielleicht mit dem MC-Codec?) zusätzlich auch unter Premiere benutzen zu können. Schön wäre auch eine bessere Installation unter Win98/ME sowie die Beseitigung von kleineren Bugs (bessere Anpassung an die CaptureModule von MSP und Premiere, korrektes Speichern aller Einstellungen, Videofenster abkoppeln, kleinere Hänger unter Premiere usw.)
Für die Zukunft könnte man sich vielleicht noch einige Features wünschen:
Echtzeit PlugIns für Software-Renderings unter Premiere (a´la Raptor und EasyDV), GoodShot-Auswertung von professionellen Kameras, TimecodeTimecode im Glossar erklärt aus dem Videosignal oder auch ein Vektorskop würden der DVNow Linie durchaus genauso gut stehen wie die Möglichkeit einer getrennten Tonaufnahme. Dadurch könnte man die klaren Vorteile (Standard OHCI-FirewireHardware, stabile Gerätesteuerung, InstantSave, unbegrenztes und Multifile CapturingCapturing im Glossar erklärt, Unterstützung mehrerer Schnittprogramme (MediaStudio6, Premiere5.1/6, StudioDV3), AudioPeakmeter, 4Kanal-Aufnahme, Version mit und ohne Analogausgang und vieles mehr) weiter ausbauen und die DVNow-Linie zu einer runden Sache machen.

HS

Bem. Die in einem älteren Artikel kritisierte fehlende Funktion des Tonscrubbings über die Soundkarte war auf einen Fehler im Testsystem zurückzuführen. Vielen Dank an Herrn Oetterer für die Korrektur.


   



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