Performance
Leider ebenfalls bemerkenswert ist die Performance. Sobald man mit hochaufgelöstem HDV-Material arbeitet, zwingen selbst einfache Filter-Einstellungen oder ein Titel den Computer sofort in die Knie. Zwar kann man mit so genannten Smart-Proxies in verminderter Auflösung arbeiten und den fertigen Film später in voller Auflösung über Nacht berechnen lassen. Dies ist jedoch in jedem Fall immer nur ein Kompromiss im Vergleich zu der Vollauflösung, die die Konkurrenz bietet.
Ein Grund ist wohl in der kaum vorhandenen Multiprozessor-Unterstützung zu suchen. So wurde bei uns immer nur einer von vier möglichen Prozessoren zur Berechnung benutzt.
Bei der beworbenen AVCHD-Unterstützung kann einem dann endgültig der Geduldsfaden reißen. Der reine Datei-Import will zuerst überhaupt nicht gelingen. Erst wenn man dem Programm die Files als komplettes DVD-Verzeichnis vorgaukelt, gelingt der Import. Für alle die selbst einmal ausprobieren wollen: Zuerst die AVCHD-Clips mitsamt der Ordnerstrucktur von SD-Karte oder DVD auf die Festplatte kopieren. Dann im Videopool mit der rechten Maustaste "DVD/DVD-VR einfügen..." auswählen. Im darauf erscheinenden Dialog dann den Button "DVD-Ordner importieren" drücken. Anschließend muss der AVCHD-Ordner auf der Festplatte ausgewählt werden. Nun sollten in einem separaten Auswahlmenü sämtliche AVDHD-Clips zum Import bereit stehen.
Unser Testsystem (P4EE, 1 GB Ram, GF7600GT) schien dabei jedoch fast wie eingefroren.
Die Anzeige jedes Einzelbildes dauerte mehrere Sekunden und bei der Farbraumkonvertierung von 709 nach 601 schien ebenfalls etwas schief zu laufen. Zumindest waren die Clips in der Vorschau kaum zu erkennen, weil sie viel zu dunkel dargestellt wurden. Flüssiges Editieren oder auch nur in der Zeitleiste herum fahren war schlichtweg nicht in einem sinnvollen Tempo möglich.
Fazit
Es fällt schwer eine geeignete Nische für Ulead VideoStudio auszumachen: Gegenüber Pinnacle Studio besitzt VideoStudio im Filterbereich zwar deutlich mehr Flexibilität bei ungefähr gleicher Bedienbarkeit für Anfänger. Besonders die sieben Videospuren lassen natürlich mehr Effekte mit verschiedenen Videostreams zu. Gegenüber Premiere Elements muss sich Ulead hier jedoch deutlich geschlagen geben. Bei der HD-Performance weiß dagegen Pinnacle Studio zu überzeugen und zeigt VideoStudio nur noch die Rücklichter. Immerhin kann man sich durch die wirklich uneingeschränkte Demo-Version selber ein Bild davon machen, ob einem der Ulead-Workflow vielleicht mehr liegt, als die übrigen Programme.


















