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/// Test : Videoschnitt

Test : Contour Design ShuttlePRO V.2
von Holger Scheel Mo, 29.November 2004    

  Fazit
  Fazit


Contour Design ShuttlePRO V.2



Wer vom linearen Schnitt kommt, findet die Möglichkeiten heutiger Computerprogramme beeindruckend. Heimlich sehnt er sich jedoch nach der guten alten Zeit zurück, in der sich das Videobild noch bewegte, wenn am Videorekorder geshuttlelt wurde. Das hat auch der amerikanische Hersteller Contour Design erkannt und bietet neben dem kleineren Shuttle Express das Shuttle PRO an. Seit kurzem ist die Version 2 erhältlich, und das sogar für weniger Geld: 129 Euro.

Nach der problemlosen Installation findet sich in der Windows-Taskleiste ein kleines Control Panel, das eine Anpassung der insgesamt 15 Tasten und des JogShuttles an eigene Bedürfnisse erlaubt. Mitgeliefert werden eine Reihe von Voreinstellungen für die gängigsten Programme wie Premiere, ExpressDV(Pro) oder Edition. Einige Software-Hersteller wie z.B. Sony liefern zu ihren Programmen eigene Settings mit, so unterstützt Vegas schon seit der Version 3 die Shuttles PRO und Express. Wer unbedingt möchte, kann auch Word oder den Internet Explorer fernsteuern, ob das aber unbedingt nötig ist?

Wer mit den Voreinstellungen nicht zufrieden ist, kann sie nach Belieben ändern. Einfach den zu ändernden Button auswählen, den Typ (Tastaturkommando oder Mausbefehl) aussuchen und dann die gewünschte Tastenkombination einmal drücken. Einfacher geht es kaum. Die erstellte Belegung lässt sich abspeichern und, was ganz wichtig ist, einer Applikation zuordnen. Ist diese gestartet, erscheint automatisch das passende Setting in der Taskleiste, eine manuelle Zuordnung entfällt. Das ist besonders dann praktisch, wenn mit mehreren Programmen gleichzeitig gearbeitet wird.

Wem das immer noch nicht reicht, der kann das ShuttlePRO V.2 mit Makros erweitern. Dabei muss es sich um Funktionen handeln, die auch per Tastaturkommando erreichbar sind, sie dürfen aber beliebig kombiniert werden. Also z.B. Strg+A für "Alles auswählen" und dann DEL für "Löschen". Damit ließe sich z.B. die Funktion "Clear Timeline" erzeugen, auch wenn das Schnittprogramm dies eigentlich gar nicht unterstützt.

Wir haben das ShuttlePRO mit einer Reihe von Programmen getestet, darunter Vegas, Edition und CubaseSX. Der Ergonomiegewinn war durchaus beachtlich, besonders im Betrieb mit der linken Hand. Damit blieb die rechte Hand frei für Tastatur und Maus, was nach kurzer Eingewöhnung den meisten Geschwindigkeitsvorteil brachte. Das ShuttlePRO lässt sich übrigens mit rechts und links gleich gut bedienen, da es vollkommen symmetrisch aufgebaut ist.

Am Mac funktionierte das ShuttlePRO ebenfalls unauffällig, FinalCut ließ sich butterweich mit den 7 möglichen Geschwindigkeiten durch die TimelineTimeline im Glossar erklärt navigieren. Feinere Positionierungen gelingen mit dem neuen Jog-Rad sogar noch etwas besser als mit der alten Version, da es schwerer und feiner gerastert ist. Die Verarbeitung ist für diese Preisklasse vorbildlich, es steht rutschfest auf dem Schreibtisch und klappert nirgendwo. Das Shuttle-Rad geht angenehm schwer und alle Tasten haben einen deutlichen Druckpunkt, so dass man das Gerät relativ blind bedienen kann.




Fazit



Wer sich nicht so recht mit Tastatur und Maus wohl fühlt, kann bedenkenlos zum ShuttlePRO V.2 greifen. Gute Verarbeitung, einfache Anpassung und ein deutlicher Ergonomiegewinn rechtfertigen durchaus den Preis von 129 Euro. Und weil es erfreulicherweise auch MAC-Treiber gibt, bekommt das ShuttlePRO V.2 unseren Kauftipp.


Kurzinfo
Produkt: ShuttlePRO V.2
Beschreibung: USB-JogShuttle
Webseite: www.tomeso.de
Preis inkl. MwSt: 129 Euro


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