Darth Schneider
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von Darth Schneider »

In Amerika hat es beim Film für so gut wie für jede Aufgabe einen Mann/Frau, einen Spezialisten, beziehungsweise ein Job.
In Deutschland müssen viele arme Kerle drei, oder 5 Jobs auf einmal machen…;))
Darum sind die Abspänne der amerikanischen Filme so endlos lang.
Das sieht man den Filmen natürlich vielfach an.
Gruss Boris



iasi
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 15:58 @iasi
Da liegst du falsch.
Mit Routine aus Erfahrung sparst du Zeit und somit Geld..
Wenn du das Rad neu erfinden willst verlierst du Zeit und Geld.
Produktionsabläufe effizienter zu gestalten, erfordert u.a. eine Prozessanalyse.
Routinen müssen also hinterfragt werden, um Optimierungen zu ermöglichen.
Darth Schneider hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 15:58 Und das Budget ist definiert natürlich den finanziellen Ramen, aber somit eben auch die Zeit die du hast.
Gruss Boris
Richtig. Die Produktionsabläufe ergeben die Zeit, die du bei einem festgelegten Budget zur Verfügung hast.
In 25 Drehtagen produzierst du nicht dieselben Einstellungen und Szenen, wie in 100 Drehtagen.

Wie kannst du - sagen wir mal - die gleiche Anzahl an Einstellungen mit einem geringeren Budget erzielen?
1. Man nimmt Einbußen bei der Qualität in Kauf - z.B. muss der 3.Take reichen.
2. Man gewinnt mehr Zeit, indem man den Produktionsaufwand reduziert. Effizienzsteigerung.
3. Man dreht Einstellungen schneller, indem man die Abläufe optimiert. Effizienzsteigerung.

Wer an Routinen festhält, hat nur Option 1 zur Verfügung.



Darth Schneider
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von Darth Schneider »

@iasi
Also wenn sie jetzt vor jedem Tatort noch eine Prozess Analyse machen sollen bleibt gar kein Geld mehr für den Kameramann.;))
Weisst du was eine seriöse Prozess Analyse beim Film kosten würde ?
Wahrscheinlich so viel wie ein sehr schönes Auto.

Die Techniker beim deutschen Film wissen schon lange was sie tun müssen.

Und wie willst du schneller drehen ?
Sollen die Schauspieler schneller reden ?..:)))
Meistens braucht es mehr Takes wegen den Schauspielern, nicht wegen der Technik.
Dann braucht es wahrscheinlich mehr Proben, was aber auch Geld kostet…
Gruss Boris
Zuletzt geändert von Darth Schneider am Sa 02 Nov, 2024 16:54, insgesamt 1-mal geändert.



iasi
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von iasi »

Bildlauf hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 16:06
iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 15:34
Eine simple Mission:

Aus dem begrenzten Budget möglich viel herausholen.

Mit Ritualen und Routinen kommt man dabei nicht weit - im Gegenteil.
Klar ist es wichtig, daß man Effizient sein sollte. Hat bestimmt niemand Veto.
Ist ja nun aber auch nicht so, daß Du hier ein Geheimrezept für die scharfe Soße verrätst.
Die technischen Zusammenhänge mit "Chinaball bei ISO800 und dann blende F8 und dann auf ISO 12800, und wie hell es dann wieder ist", das ist soweit klar (schon bevor Du das das erste mal hier gesagt hast).

Nur es hat einen Grund denke ich warum so oder so gearbeitet wird im Spielfilmbereich.

Die Schwäche des deutschen Film sehe ich nicht in den technischen Gründen.
Den Amis kannst Du auch einen Camcorder für 200 Euro in die Hand drücken, und die machen irgendwas cooles draus (ich übertreibe etwas).
Die Amis - wie du sagst - halten sich nicht verkrampft an Produktionshandbüchern und Routinen.
Die Schwäche des deutschen Films sehe ich in den ritualhaften Abläufen, Routinen und Erwartungen.

Sag jemandem, er soll sein Mittagessen und sein Pausenbrot selbst mitbringen, schon ist der Aufschrei groß. :)
Selbst wenn du dann erklärst, es müssen und sollen keine Überstunden gemacht werden, kann man in den Köpfen deutscher Crewmitglieder einen Arbeitstag nicht ohne Catering überstehen. :)

Ein Focus-Puller ist ebenfalls eine Selbstverständlichkeit in den Köpfen. Selbst wenn die Bildgestaltung große Schärfentiefe vorsieht und/oder ein AF die Anforderungen auch erfüllen würde, muss der Focus Puller mit am Set sein und natürlich sein gesamtes Equipment an- und aufgebaut werden.

Ein Außendreh? Da müsste ja die ganze Truppe aufgefahren werden, inkl. riesigem Aufwand. Also drehen wir lieber in der Fabrikhalle. Einfach mal mit einer Rumpfcrew und den Darstellern an einer schönen Location drehen, kommt in D eigentlich kaum jemand in den Sinn.
Dabei ist es eine Sache, das Absperren des gesamten Martkplatzes zu beantragen, oder eine Drehgenehmigung für einige Aufnahmen auf dem Marktplatz zu erhalten.
Mal ganz abgesehen vom Logistikaufwand, der sich sehr unterscheidet.



Darth Schneider
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von Darth Schneider »

Sie sollen ihre Pausenbrote selber mitnehmen ?
Das Toilettenpapier auch noch ?
Dann läuft dir die ganze Crew schon vor dem ersten Take davon, und aus die Maus, wird Nix mit dem Film….
Sollen die da 12 Stunden motiviert arbeiten und sie kriegen nicht mal was zu fressen ?
Das ist nix als unmenschlich.

Und die Amis wissen scheinbar auch was sie tun, kommt ja einiges Geld wieder rein…
Viel mehr als ausgeben wird.
Gruss Boris
Zuletzt geändert von Darth Schneider am Sa 02 Nov, 2024 17:02, insgesamt 1-mal geändert.



soulbrother
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von soulbrother »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 15:34 Mit Ritualen und Routinen kommt man dabei nicht weit - im Gegenteil.
Wenn Du am Set zu oft am experimentieren bist, weil Du die bewährten Routinen "umgehen/modernisieren und effizenzsteigern" willst, dann ergibt das viel öfter das Gegenteil von dem was Du erreichen willst.

Wenn ich z.B. aus Erfahrung (Routine!) genau weiß, welche der Arris das optimale Licht für die geplante Szene macht, dann baue ich in wenigen Minuten auf und kann loslegen.
Um den ARRI (z.B. M8 oder M18 oder dedo DLH650 Watt, die ich alle schon genutzt habe) - nun mit "Deinen" Low-Watt akkubetriebenen LEDs zu ersetzen, da ist schon ein wenig mehr Aufwand dahinter am Set alles einzurichten - als nur die ISO hochzudrehen (was ich ehh nicht möchte, da ich bestmögliche LOW-ISO-Qualität bevorzuge).

Das heisst aber nicht, dass (sicher die meisten DOPs) nicht dennoch mit den neueren Werkzeugen arbeiten und/oder inefach testen und dann damit arbeiten - da wo es eben passt.

Noch ein Gedanke dazu:
Bei den "single-color" Lichtern (HMI, Tungsten, etc.) weiss ich recht genau was mich erwartet beim Weissabgleich.
Ich hab ein einziges Mal (bei einem für mich größeren Job) etliche Scheinwerfer von versch. Herstellern gemischt.
Tja, einmal, aber nie wieder.
Das Gedöns mit dem Finetuning der Farbwiedergabe hat viel zu viel Zeit gekostet
(trotz Erfahrung, um es RELATIV schnell und sicher in den Griff zu bekommen).
Aber die ganze scheizz Fein-Justage bei xx LED Lichtern mit 3 versch. Apps, ich sag Dir, NIE wieder.
Bei den letzten hab ich meine alten Korrekturfolien davor gepappt - ging schneller als in der APP, die mehrfach die Verbindung verlor...

Wie gesagt, kommt immer drauf an, aber unterschätze nicht die Erfahrung und Routine der "old-school Leute"
und überschätze mal nicht Deine theoretischen Überlegungen in punkto "Effizienz" - denn das kann in der Praxis ganz schnell zum Dealbreaker werden.
(Ich hatte das große Glück, dass es eine andere "alles-bremsende Baustelle" bei der Produktion gab und ich dadurch viel mehr Zeit hatte als üblich, aber dennoch ist es "aufgefallen" dass mein kleines Team lange rumgeschraubt hatte)



iasi
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 16:50 @iasi
Also wenn sie jetzt vor jedem Tatort noch eine Prozess Analyse machen sollen bleibt gar kein Geld mehr für den Kameramann.;))
Weisst du was eine seriöse Prozess Analyse beim Film kosten würde ?
Wahrscheinlich so viel wie ein sehr schönes Auto.

Die Techniker beim deutschen Film wissen schon lange was sie tun müssen.
Gruss Boris
Die Zahl der Drehtag für einen Tatort nimmt kontinuierlich ab.
Die Zahl der Außendrehs geht zurück.

Das ist dann Option Nr.1 von den 3.



Darth Schneider
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von Darth Schneider »

Wenn das Drehbuch vorgibt das es der Marktplatz sein muss, bringt es Nix nur daran zu denken in einer Fabrik Halle zu drehen….
Du denkst an Dinge die du selber gar nicht beeinflussen kannst, (die niemand am Set beeinflussen kann.)
Ausser du wirst selber Produzent und suchst die Drehbücher aus.…
Gruss Boris
Zuletzt geändert von Darth Schneider am Sa 02 Nov, 2024 17:14, insgesamt 1-mal geändert.



Frank Glencairn
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von Frank Glencairn »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 16:54
Die Amis - wie du sagst - halten sich nicht verkrampft an Produktionshandbüchern und Routinen.
Die Schwäche des deutschen Films sehe ich in den ritualhaften Abläufen, Routinen und Erwartungen.
An welchen Deutschen Filmen hast du denn schon mitgearbeitet?
iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 16:54
Sag jemandem, er soll sein Mittagessen und sein Pausenbrot selbst mitbringen, schon ist der Aufschrei groß. :)
Zu Recht - und in den USA hast du bei sowas auch noch eine Meuterei am Arsch und deine Crew geht vom Set.
Wer sein Team dermaßen beschissen behandelt, wird ganz schnell keines mehr finden.
Das schöne ist, daß du diesen Ausbeuter-Ruf jetzt schon hast, bevor du jemals einen Film drehst.
iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 16:54
Einfach mal mit einer Rumpfcrew und den Darstellern an einer schönen Location drehen, kommt in D eigentlich kaum jemand in den Sinn.
Quatsch - sowas wird ständig gemacht - sogar in einem Maß, daß die Leute so langsam darüber jammern, was sie noch alles allein stemmen sollen. Genau wie auch alle anderen möglichen (und halbwegs sinnvollen) Einsparmaßnahmen eine Selbstverständlichkeit sind, das geht bei deutschen Budgets gar nicht anders.

Allerdings fängt man da nicht bei den kleinstmöglichsten Sachen mit Cent (wenn überhaupt) Beträgen wie Akkus an, sondern mit den Sachen die am meisten Geld einsparen.

Also z.B. ob ich nicht noch ne andere Location finde die statt 10.00 nur 3000 kostet. Damit sparst du mehr als in 30 Jahren Akkuwechsel.

Es läuft immer auf das selbe raus - alle deine Ideen die Filmbranche zu revolutionieren werden entweder schon seit Jahren sowieso gemacht (und du hast es nur noch nicht gemerkt, weil du keine Produktionen machst), oder sie sind völlig unsinnig, weil sie nix bringen.
Sapere aude - de omnibus dubitandum
Zuletzt geändert von Frank Glencairn am Sa 02 Nov, 2024 17:19, insgesamt 2-mal geändert.



MrMeeseeks

Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von MrMeeseeks »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 16:28
Darth Schneider hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 15:58 @iasi
Da liegst du falsch.
Mit Routine aus Erfahrung sparst du Zeit und somit Geld..
Wenn du das Rad neu erfinden willst verlierst du Zeit und Geld.
Produktionsabläufe effizienter zu gestalten, erfordert u.a. eine Prozessanalyse.
Routinen müssen also hinterfragt werden, um Optimierungen zu ermöglichen.
Darth Schneider hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 15:58 Und das Budget ist definiert natürlich den finanziellen Ramen, aber somit eben auch die Zeit die du hast.
Gruss Boris
Richtig. Die Produktionsabläufe ergeben die Zeit, die du bei einem festgelegten Budget zur Verfügung hast.
In 25 Drehtagen produzierst du nicht dieselben Einstellungen und Szenen, wie in 100 Drehtagen.

Wie kannst du - sagen wir mal - die gleiche Anzahl an Einstellungen mit einem geringeren Budget erzielen?
1. Man nimmt Einbußen bei der Qualität in Kauf - z.B. muss der 3.Take reichen.
2. Man gewinnt mehr Zeit, indem man den Produktionsaufwand reduziert. Effizienzsteigerung.
3. Man dreht Einstellungen schneller, indem man die Abläufe optimiert. Effizienzsteigerung.

Wer an Routinen festhält, hat nur Option 1 zur Verfügung.
Möchte man sich wirklich von jemandem etwas über Effizienz am Set erzählen lassen der in einem Filmforum 26.000 Beiträge angesammelt hat, gleichzeitig aber nie praktische Erfahrung beim gleichen Thema? Als würde ein 12 Jähriger Call of Duty Spieler einen Vortrag über die physischen und psychischen Auswirken an der Front halten. Absolutes Clown-Material!



soulbrother
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von soulbrother »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 16:28
Richtig. Die Produktionsabläufe ergeben die Zeit, die du bei einem festgelegten Budget zur Verfügung hast.
In 25 Drehtagen produzierst du nicht dieselben Einstellungen und Szenen, wie in 100 Drehtagen.

Wie kannst du - sagen wir mal - die gleiche Anzahl an Einstellungen mit einem geringeren Budget erzielen?
1. Man nimmt Einbußen bei der Qualität in Kauf - z.B. muss der 3.Take reichen.
2. Man gewinnt mehr Zeit, indem man den Produktionsaufwand reduziert. Effizienzsteigerung.
3. Man dreht Einstellungen schneller, indem man die Abläufe optimiert. Effizienzsteigerung.

Wer an Routinen festhält, hat nur Option 1 zur Verfügung.
Sag mal, was genau qualifiziert Dich eigentlich für solche enormen Strukturdiskussionen?
Wie oft hast Du am mittel- bis großem Film-SET mitgearbeitet oder "real analysiert"?
Welche konkreten optimierten Sets hast Du "gebaut" oder "bauen lassen"?

Ich bin echt fassungslos wie viel Zeit und Energie Du hier einbringst und es nach Jahren noch immer so scheint, als ob Du NUR theoretisches Wissen hast.



iasi
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von iasi »

soulbrother hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 17:01
iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 15:34 Mit Ritualen und Routinen kommt man dabei nicht weit - im Gegenteil.
Wenn Du am Set zu oft am experimentieren bist, weil Du die bewährten Routinen "umgehen/modernisieren und effizenzsteigern" willst, dann ergibt das viel öfter das Gegenteil von dem was Du erreichen willst.

Wenn ich z.B. aus Erfahrung (Routine!) genau weiß, welche der Arris das optimale Licht für die geplante Szene macht, dann baue ich in wenigen Minuten auf und kann loslegen.
Um den ARRI (z.B. M8 oder M18 oder dedo DLH650 Watt, die ich alle schon genutzt habe) - nun mit "Deinen" Low-Watt akkubetriebenen LEDs zu ersetzen, da ist schon ein wenig mehr Aufwand dahinter am Set alles einzurichten - als nur die ISO hochzudrehen (was ich ehh nicht möchte, da ich bestmögliche LOW-ISO-Qualität bevorzuge).

Das heisst aber nicht, dass (sicher die meisten DOPs) nicht dennoch mit den neueren Werkzeugen arbeiten und/oder inefach testen und dann damit arbeiten - da wo es eben passt.

Noch ein Gedanke dazu:
Bei den "single-color" Lichtern (HMI, Tungsten, etc.) weiss ich recht genau was mich erwartet beim Weissabgleich.
Ich hab ein einziges Mal (bei einem für mich größeren Job) etliche Scheinwerfer von versch. Herstellern gemischt.
Tja, einmal, aber nie wieder.
Das Gedöns mit dem Finetuning der Farbwiedergabe hat viel zu viel Zeit gekostet
(trotz Erfahrung, um es RELATIV schnell und sicher in den Griff zu bekommen).
Aber die ganze scheizz Fein-Justage bei xx LED Lichtern mit 3 versch. Apps, ich sag Dir, NIE wieder.
Bei den letzten hab ich meine alten Korrekturfolien davor gepappt - ging schneller als in der APP, die mehrfach die Verbindung verlor...

Wie gesagt, kommt immer drauf an, aber unterschätze nicht die Erfahrung und Routine der "old-school Leute"
und überschätze mal nicht Deine theoretischen Überlegungen in punkto "Effizienz" - denn das kann in der Praxis ganz schnell zum Dealbreaker werden.
(Ich hatte das große Glück, dass es eine andere "alles-bremsende Baustelle" bei der Produktion gab und ich dadurch viel mehr Zeit hatte als üblich, aber dennoch ist es "aufgefallen" dass mein kleines Team lange rumgeschraubt hatte)
Klar. Wenn du erst am Set mit dem Experimentieren beginnst, ist es natürlich viel zu spät und kontraproduktiv.

Daher muss das schon während der Drehplanung erfolgen.

Du sagst am Set natürlich nicht: So nun stellen wir die Alexa mal auf ISO3200.

Wie du ja auch gut beschreibst: Ohne dich zuvor einzuarbeiten, kannst du dein neues Lichsetup natürlich nicht zusammenstellen.
Aber das bedeutet doch nicht, dass es dann für den Produktionsablauf und -aufwand nichts bringen würde.

Nimm z.B. die Gaffer-Tests. Er misst die Lampen aus und benennt dann auch immer die notwendigen Filterwerte. :)
Ich kann deinen Frust über die Apps verstehen - aber es gibt wie du selbst sagst, workarounds.

Es ist doch in Wahrheit meist so, dass der Einarbeitungsaufwand viele schreckt.

Bei Kameras ist es für mich z.B. so, dass es mir nicht genügt, mal eine Kamera kurz zu mieten und mir die Bedienung anzusehen.
Will ich aber wirklich z.B. die neue C400 einsetzen, muss ich sie einige Wochen testen - und das bedeutet dann faktisch: Eigentlich müsste ich sich sie kaufen.



Darth Schneider
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von Darth Schneider »

Iasi hätte theoretischer Physiker werden sollen….
Da gibt es fast keine Praxis….;))
Gruss Boris



iasi
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von iasi »

soulbrother hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 17:20
iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 16:28
Richtig. Die Produktionsabläufe ergeben die Zeit, die du bei einem festgelegten Budget zur Verfügung hast.
In 25 Drehtagen produzierst du nicht dieselben Einstellungen und Szenen, wie in 100 Drehtagen.

Wie kannst du - sagen wir mal - die gleiche Anzahl an Einstellungen mit einem geringeren Budget erzielen?
1. Man nimmt Einbußen bei der Qualität in Kauf - z.B. muss der 3.Take reichen.
2. Man gewinnt mehr Zeit, indem man den Produktionsaufwand reduziert. Effizienzsteigerung.
3. Man dreht Einstellungen schneller, indem man die Abläufe optimiert. Effizienzsteigerung.

Wer an Routinen festhält, hat nur Option 1 zur Verfügung.
Sag mal, was genau qualifiziert Dich eigentlich für solche enormen Strukturdiskussionen?
Wie oft hast Du am mittel- bis großem Film-SET mitgearbeitet oder "real analysiert"?
Welche konkreten optimierten Sets hast Du "gebaut" oder "bauen lassen"?

Ich bin echt fassungslos wie viel Zeit und Energie Du hier einbringst und es nach Jahren noch immer so scheint, als ob Du NUR theoretisches Wissen hast.
Weißt du - Diskussionen in einem Forum können auch der Erörterung eines Problems dienen.

Ich bin eher fassungslos darüber, dass sich viele so schnell hinter ihre Alltagserfahrungen wegducken und das Problem einfach woanders suchen.

Du redest von "mittel- bis großem Film-SET" und kannst noch nicht mal definieren, was du darunter eigentlich verstehst.

Dann fragst du nach konkreten optimierten Sets, während doch eigentlich diese Optimierung in Frage steht.

Deine Äußerungen und Fragen könnte man auch so interpretieren, dass du die deutschen Produktionen und was dabei herauskommt, auf hohem Niveau siehst und sich an deutschen Sets nichts ändern muss.
Mancher hier würde dir dabei zustimmen, da nur es Probleme mit den Autoren und Darstellerleistungen geben würde. ;):)



iasi
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 17:27 Iasi hätte theoretischer Physiker werden sollen….
Da gibt es fast keine Praxis….;))
Gruss Boris
Ja - die erfahrenen Praktiker des deutschen Films erleuchten uns mit ihren Bemerkungen und Behauptungen - mit den Ergebnissen aus ihrer Praxis will das aber irgendwie nicht so recht gelingen. ;)



soulbrother
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von soulbrother »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 17:25 Wenn du erst am Set mit dem Experimentieren beginnst, ist es natürlich viel zu spät und kontraproduktiv.
Daher muss das schon während der Drehplanung erfolgen.
zu1:
Es gibt Locations (Drehorte), da ist das installierte Licht zu nutzen, plus mitgebrachtes...und dann kann sowas passieren (aber nur einmal, wie bereits gesagt)
zu2:
Es gibt manchmal Jobs, da gibt es keine (ausführliche) Drehplanung.
Da ruft der dir gut bekannte Auftraggeber an und fragt:
Können wir übermorgen folgendes machen: 1. 2. 3. 4. ...
und Du sagst: Ja, kriegen wir hin (weil Du das sehr gute Honorar brauchst**)

Und: AUSSCHLIEßLICH unsere Erfahrungen und ein paar "old-school-routinen" haben es uns ermöglicht, trotz etlicher (weiterer) widriger Umstände, die gewünschten Szenen in der vorgegeben Zeit so abzudrehn, dass diese auch brauchbar waren.

(**Weil Du keinen Job hast, der einem dank regelmäßigem Gehalt und enormer Freizeit erlaubt, sogar stundenlang jeden Tag im Netz ein vermeindliches Besserwissen zu verbreiten... versuchs mal Dir vorzustellen, wie das ist, bist ja ansonsten auch ganz gut in der Theorie)
;-)



Darth Schneider
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von Darth Schneider »

@iasi
Wie schon einhundert mal geschrieben. Das mit dem deutschen Film allgemein liegt nicht an den Arbeitsabläufen und auch nicht an der verwendeten Technik. Sondern ganz einfach nur an den Drehbüchern.
Ist bei uns in der Schweiz zu 90% auch so…

Aber zum Glück gibt es auch immer wieder mal eine kleine Perle..;)




Das ist in Deutschland auch so.
Gruss Boris



soulbrother
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von soulbrother »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 17:39 Dann fragst du nach konkreten optimierten Sets, während doch eigentlich diese Optimierung in Frage steht.
Nee, Du sprichst von Optimierungen und Einsparungen und was weiss ich alles.
Ich wünsche mir nur endlich mal was zu sehen von Dir - egal ob es ein von Dir optimiertes Set ist, oder sonst was, das DEINE schlauen Sprüche belegt.
DU bist ja immer auf Belege aus, aber selbst lieferst Du nichts, nada, null.

Und Du kannst gerne selbst definieren, ob Du ein mittelgroßes oder gar großes Film-Set "von innen" kennst (sprich: mit aktiv warst bei einer Produktion)
Ich war bisher nur bei eher kleinen Produktionen aktiv (mal als Lichtmensch, auch mal nur Ton, mehrmals Kameramann) dabei - bei "mittleren" war ich aber öfter mal als Zuschauer hinter den Kulissen geduldet.

Ich schwinge aber auch keine derart großen Reden hier, die sich auf auf große Produktionen beziehen (aus meiner Sicht) und für die Du alles besser zu wissen scheinst.

Hast Du einen LKW Führerschein?
Falls nein, denkst Du da reicht es nur die Theorie zu kennen, um mit großem Anhänger rückwärts auf einer engen Baustelle zu fahren?

Theorie ist (sehr) wichtig, aber die Praxis ist niemals durch Theorie zu ersetzen - auch beim Film...



iasi
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von iasi »

soulbrother hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 17:58
iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 17:39 Dann fragst du nach konkreten optimierten Sets, während doch eigentlich diese Optimierung in Frage steht.
Nee, Du sprichst von Optimierungen und Einsparungen und was weiss ich alles.
Ich wünsche mir nur endlich mal was zu sehen von Dir - egal ob es ein von Dir optimiertes Set ist, oder sonst was, das DEINE schlauen Sprüche belegt.
DU bist ja immer auf Belege aus, aber selbst lieferst Du nichts, nada, null.

Und Du kannst gerne selbst definieren, ob Du ein mittelgroßes oder gar großes Film-Set "von innen" kennst (sprich: mit aktiv warst bei einer Produktion)
Ich war bisher nur bei eher kleinen Produktionen aktiv (mal als Lichtmensch, auch mal nur Ton, mehrmals Kameramann) dabei - bei "mittleren" war ich aber öfter mal als Zuschauer hinter den Kulissen geduldet.

Ich schwinge aber auch keine derart großen Reden hier, die sich auf auf große Produktionen beziehen (aus meiner Sicht) und für die Du alles besser zu wissen scheinst.

Hast Du einen LKW Führerschein?
Falls nein, denkst Du da reicht es nur die Theorie zu kennen, um mit großem Anhänger rückwärts auf einer engen Baustelle zu fahren?

Theorie ist (sehr) wichtig, aber die Praxis ist niemals durch Theorie zu ersetzen - auch beim Film...
Und ich wünschte mir, wenn du zur Erörterung einfach gute Argumente beitragen würdest, statt über Personen zu tratschen.
Ich will jedenfalls deine Argumente und nicht deine Vita lesen.
Du musst mir auch gar nichts beweisen - vielmehr hoffe ich auf interessante Argumente (nicht nur Behauptungen).
Wenn hinter soulbrother nun Spielberg oder Ed-Wood-2 stecken würde, würde sich daran auch nichts ändern.

Ich halte nicht sehr viel von Uwe Bolls Filmen, aber ich höre mir mit Interesse an, was er zu sagen hat.
Umgekehrt halte ich von vielen von Trantinos Drehbüchern und Filmen viel, aber nicht von seinen oft unbegründeten Beurteilungen.

Also: Lass doch diese Ehrfurcht ala "bei "mittleren" war ich aber öfter mal als Zuschauer hinter den Kulissen geduldet" und beurteile, wie jemand mit einem LKW rückwärts auf eine enge Baustelle fahren kann.



Darth Schneider
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von Darth Schneider »

Der Tarantino hst sicher ein paar sehr gute Filme gemacht. Früher.
Heute finde ich er wird überschätzt
Gruss Boris
Zuletzt geändert von Darth Schneider am Sa 02 Nov, 2024 18:51, insgesamt 1-mal geändert.



iasi
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 17:47 @iasi
Wie schon einhundert mal geschrieben. Das mit dem deutschen Film allgemein liegt nicht an den Arbeitsabläufen und auch nicht an der verwendeten Technik. Sondern ganz einfach nur an den Drehbüchern.
Ist bei uns in der Schweiz zu 90% auch so…

Aber zum Glück gibt es auch immer wieder mal eine kleine Perle..;)




Das ist in Deutschland auch so.
Gruss Boris
An den Drehbüchern?!

Mad Heidi hat ja wohl weniger mit den üblichen schweizer Produktionen als mehr mit
Iron Sky gemein.

In D haben wir auch solche Reihen:
Ich hab´s nicht gesehen und weiß daher nicht, ob man´s als Perle bezeichnen kann.



iasi
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 18:40 Der Tarantino hst sicher ein pasr sehr gute Filme gemacht. Früher.
Heute finde ich er wird überschätzt
Gruss Boris
Ich bin kein riesen Fan und finde einige Filme nur OK, aber er hat es drauf, mit diesen Tarantino-Szenen, die eigentlich immer ganz ähnlich aufgebaut sind, aber einer tolle Spannung aufbauen.
Er hatte ja auch die Drehbücher zu True Romance und Natural Born Killers verfasst.
Von denen hatte er sich zwar distanziert, aber sie zeigen nicht die Schwächen im Handlungsfaden, den viele T.-Filme aufweisen.

Aber das ist ein anderes Thema.

Wobei man diesen T.-Szenen immer auch ansieht, dass sie mit dem notwendigen Produktionsaufwand gedreht wurden: Nämlich mit genügend Zeit.



Bildlauf
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von Bildlauf »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 17:43 Ja - die erfahrenen Praktiker des deutschen Films erleuchten uns mit ihren Bemerkungen und Behauptungen - mit den Ergebnissen aus ihrer Praxis will das aber irgendwie nicht so recht gelingen. ;)
Vielleicht bist Du auch Roland Emmerich undercover hier.....
Dann könnte ich verstehen wenn man sich nicht outen wollte.

Aber bei dem was Du austeilst, nur eins exemplarisch unten.... da will man schonmal wissen, ob @iasi wirklich die 800 KG Thunfische aus dem Wasser zieht.......
iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 17:43
Ja - die erfahrenen Praktiker des deutschen Films erleuchten uns mit ihren Bemerkungen und Behauptungen - mit den Ergebnissen aus ihrer Praxis will das aber irgendwie nicht so recht gelingen. ;)
Wegen Catering ist halt sparen am falschen Ort, weil es gibt auch sowas wie "Betriebsklima".
Du denkst über-effektiv.
Und Sparen am falschen Ende.



iasi
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Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von iasi »

Bildlauf hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 19:06
iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 17:43 Ja - die erfahrenen Praktiker des deutschen Films erleuchten uns mit ihren Bemerkungen und Behauptungen - mit den Ergebnissen aus ihrer Praxis will das aber irgendwie nicht so recht gelingen. ;)
Vielleicht bist Du auch Roland Emmerich undercover hier.....
Dann könnte ich verstehen wenn man sich nicht outen wollte.

Aber bei dem was Du austeilst, nur eins exemplarisch unten.... da will man schonmal wissen, ob @iasi wirklich die 800 KG Thunfische aus dem Wasser zieht.......
Findest du, dass der heutige deutsche Film und die deutsche Filmproduktion so glänzend dasteht, dass sie nicht auf den Prüfstand gehört?
Und denkst du, man muss ein Roland Emmerich sein, um kritisch prüfen zu dürfen? :)

Mich würde mal interessieren, wie du den deutschen Film einschätzt - und wer sich deiner Meinung nach dafür rühmen oder kritisieren lassen muss.
Bildlauf hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 19:06
iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 17:43
Ja - die erfahrenen Praktiker des deutschen Films erleuchten uns mit ihren Bemerkungen und Behauptungen - mit den Ergebnissen aus ihrer Praxis will das aber irgendwie nicht so recht gelingen. ;)
Wegen Catering ist halt sparen am falschen Ort, weil es gibt auch sowas wie "Betriebsklima".
Du denkst über-effektiv.
Und Sparen am falschen Ende.
Vielleicht ist es aber fürs Betriebsklima auch einfach besser, wenn die Leute nach einem normalem Arbeitstag nach Hause gehen können.
François Truffaut war z.B. jemand, der keine Überstunden forderte.
Ich wüsste zudem auch nicht, bei welchen Unternehmen das Fehlen von Catering für das Betriebsklima abträglich wäre. Das ist so eine verfestigte Erwartungshaltung im Filmproduktionsbereich, die du z.B. beim Handwerk nicht hast.



Bildlauf
Beiträge: 3118

Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von Bildlauf »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 19:32
Findest du, dass der heutige deutsche Film und die deutsche Filmproduktion so glänzend dasteht, dass sie nicht auf den Prüfstand gehört?
Und denkst du, man muss ein Roland Emmerich sein, um kritisch prüfen zu dürfen? :)

Mich würde mal interessieren, wie du den deutschen Film einschätzt - und wer sich deiner Meinung nach dafür rühmen oder kritisieren lassen muss.

Vielleicht ist es aber fürs Betriebsklima auch einfach besser, wenn die Leute nach einem normalem Arbeitstag nach Hause gehen können.
François Truffaut war z.B. jemand, der keine Überstunden forderte.
Ich wüsste zudem auch nicht, bei welchen Unternehmen das Fehlen von Catering für das Betriebsklima abträglich wäre. Das ist so eine verfestigte Erwartungshaltung im Filmproduktionsbereich, die du z.B. beim Handwerk nicht hast.
Ja doch, ich finde deutsche Film auch nicht so anziehend.
Habe ich schon paar mal geschrieben.
Eben ähnlich wie bei der ÖR Frage, wird öffentliches Geld genommen für tlw. Projekte, die unwirtschaftlich sind.
Kann/sollte man hinterfragen.

Aber das ist ein Produktionsthema und insb. Drehbuch, Schauspielwahl, Regie.
Da kann der Kameramann nichts für, und wir reden hier ja mehr auf DoP Betrachtung, weil sind ja alle mehr Kameraleute hier und keine Produzenten.
Der DoP entscheidet auch nicht, ob es Catering gibt oder nicht.
Auch macht er i.D.R kein Colurgrading, Drehbuch oder Schnitt.

Wenn ein Angestellter keine Catering bekommt, was ja gleichzusetzen ist mit Kantine, dann geht er zum Bäcker oder bringt sich was mit.
Das kennt man aber so.
Klar kann man ansagen, daß sich jeder was mitbringt zum Drehen. Aber es wirkt halt spießig und geizig.
Für mich persönlich ist Verpflegung nicht so wichtig, eher nach dem Filmen als zwischendurch, finde ich besser, ist man weniger müde.



iasi
Beiträge: 31202

Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von iasi »

Bildlauf hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 19:50
iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 19:32
Findest du, dass der heutige deutsche Film und die deutsche Filmproduktion so glänzend dasteht, dass sie nicht auf den Prüfstand gehört?
Und denkst du, man muss ein Roland Emmerich sein, um kritisch prüfen zu dürfen? :)

Mich würde mal interessieren, wie du den deutschen Film einschätzt - und wer sich deiner Meinung nach dafür rühmen oder kritisieren lassen muss.

Vielleicht ist es aber fürs Betriebsklima auch einfach besser, wenn die Leute nach einem normalem Arbeitstag nach Hause gehen können.
François Truffaut war z.B. jemand, der keine Überstunden forderte.
Ich wüsste zudem auch nicht, bei welchen Unternehmen das Fehlen von Catering für das Betriebsklima abträglich wäre. Das ist so eine verfestigte Erwartungshaltung im Filmproduktionsbereich, die du z.B. beim Handwerk nicht hast.
Ja doch, ich finde deutsche Film auch nicht so anziehend.
Habe ich schon paar mal geschrieben.
Eben ähnlich wie bei der ÖR Frage, wird öffentliches Geld genommen für tlw. Projekte, die unwirtschaftlich sind.
Kann/sollte man hinterfragen.

Aber das ist ein Produktionsthema und insb. Drehbuch, Schauspielwahl, Regie.
Da kann der Kameramann nichts für, und wir reden hier ja mehr auf DoP Betrachtung, weil sind ja alle mehr Kameraleute hier und keine Produzenten.
Der DoP entscheidet auch nicht, ob es Catering gibt oder nicht.
Auch macht er i.D.R kein Colurgrading, Drehbuch oder Schnitt.

Wenn ein Angestellter keine Catering bekommt, was ja gleichzusetzen ist mit Kantine, dann geht er zum Bäcker oder bringt sich was mit.
Das kennt man aber so.
Klar kann man ansagen, daß sich jeder was mitbringt zum Drehen. Aber es wirkt halt spießig und geizig.
Für mich persönlich ist Verpflegung nicht so wichtig, eher nach dem Filmen als zwischendurch, finde ich besser, ist man weniger müde.
Ein Kameramann gehört zu den Personen in Führungspositionen einer Produktion.
Der DoP handelt das Budget für sein Department aus und entscheidet auch mit über dessen Einsatz.
Und sie sind auch verantwortlich dafür, wie der Film aussieht.
Es heißt ja nicht ohne Grund Director of Photography.

Darüber hinaus, sollte jeder Beteiligte an einer Filmproduktion sich Gedanken über die Effizienz machen.

Wenn das Kamera-Department Geld ausgibt, steht es für andere Bereiche nicht zur Verfügung.

Wenn das Kamera-Department so arbeitet, dass mehr Einstellungen pro Drehtag gedreht werden können, hilft es dem gesamtem Film. Umgekehrt führt es z.B. zu teuren Überstunden und in Folge dessen zu Einschnitten.

Wenn das Kamera-Department Kosten spart, stehen mehr Drehtage zur Verfügung.
...

Geizig sollte jeder sein, der eine Führungsposition beleitet, denn notwendige Einsparungen und Einschnitte gehen auf Kosten der Qualität des Filmes.

Für alle Beteiligten an der Produktion sollte eigentlich gelten:
Holt das Maximale aus dem Budget.
Schneidet alte Zöpfe ab.
Stellt die gewohnten Abläufe in Frage.
Schöpft alle technischen Möglichkeiten aus, die Effizenz zu steigern.

So, wie es aktuell läuft, läuft es nicht gut.
Also muss man es anderes machen.

Man sollte die Pyxis nicht nur als billige Alexa betrachten, sondern sich überlegen, wie man mit ihr mehr aus dem Produktionsbudget herausholen kann.



Frank Glencairn
Beiträge: 26509

Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von Frank Glencairn »

iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 22:37

Der DoP handelt das Budget für sein Department aus.
Nein, das macht der Lineproducer.
iasi hat geschrieben: Sa 02 Nov, 2024 22:37

Wenn das Kamera-Department so arbeitet, dass mehr Einstellungen pro Drehtag gedreht werden können, hilft es dem gesamtem Film.

Die absurde Vorstellung, das CD wäre bei einer Produktion irgendwie ne Bremse (in Wirklichkeit müssen die meistens auf alle anderen warten) sagt uns auf's neue, daß du noch nie bei einer Produktion dabei warst.

Allein die Idee, man könne Zeit für mehr Einstellungen dadurch gewinnen, in dem man ausgerechnet das Department, das sowieso schon oft genug gelangweilt rauchend und wartend am Set rum steht irgendwie beschneidet (damit sie noch mehr Zeit zum Rauchen haben), zeigt einmal mehr, wie völlig illusorisch du auf deinem lonely Run&GunMan Trip bist.

Genauso wie diese fixe Fokusierung auf die Kamera, als Dreh und Angelpunkt eine Produktion im allgemeinen.
Kameras spielen bei einer Produktion nur eine sehr untergeordnete Rolle - aber das willst du aus irgendeinem Grund einfach nicht wahr haben.

Und was den Deutschen Film betrifft, gibst du dich allen Ernstes der Illusion hin, den könne man mit Akkuwechsel und ISO retten, weil das einzige was ihm zum international Blockbuster fehlt mehr Einstellungen sind?

Mehr Realitätsverweigerung geht einfach nicht mehr.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



Mantas
Beiträge: 1665

Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von Mantas »

ah, anderer Thread, gleiches Thema. Danke iasi



ChrisDiCesare
Beiträge: 106

Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von ChrisDiCesare »

iasi hat geschrieben: Mo 28 Okt, 2024 18:08
markusG hat geschrieben: Mo 28 Okt, 2024 18:00 Nochmal: wie viele Filme gibt es, die in HFR aufgenommen wurden? Ausgenommen Hobbit und Avatar? Wieviel Prozent? Wenn du schon von Filmklassikern sprichst. HFR ist ja eine alte Technik, die es bereits analog gab.

Filme, nicht Nachrichten/Sportsendungen fürs TV.
Nochmal: Wie viele Filme werden heute noch in SW gedreht?

Welche Games laufen heute mit 24fps? ;)

Man kann technische Entwicklungen auch verschlafen.
Im Konsumerbereich entwickeln sich 50/60p aktuell zum Standard.
UHD-TV standen schon in den Wohnzimmern, als die Kinos auf 4k umrüsteten.

Ein neues Kameramodell, das 50/60p nicht schafft, ist jedenfalls nicht auf dem aktuellen Stand der Technik.
Ist schon ein paar Tage daher, will aber trotzdem drauf antworten, weil es zum Lachen ist :D

1. Gibt noch genügend Filme, die als Schwarz Weiß Filme erscheinen. Ist halt ein einfaches Stilmittel.
2. Sehr sehr viele Games laufen mit 24, bzw. 30 Bildern. Einfach, weil die aktuellen Konsolen zu schwach sind, 4K in höherer Framerate wieder geben zu können. Nach Umfragen wollen die meisten gar kein 4K, lieber ein FHD Bild, dafür höhere Bildrate. Zu mal auch die ganzen Studios die Games bei 30 Bildern limitieren, um lieber Konstante 30 Bilder anstatt immer einen Wechsel von 40 mal auf 80, dann wieder auf 50 usw. zu haben. Beim PC teils genauso.
2.1 Ich spiele auf meiner XSX alle Games lieber in bester Auflösung, dafür habe ich halt Frames von 20 bis 30. Ist für mich vollkommen in Ordnung und reicht für alles.
3. 50/60 im Konsumerbereich kommt langsam, aber eher in Richtung Games und nicht Filme/TV.
4. Ja, aber wer konsumiert wirklich in UHD? Weit unter 20%. Das ist eine Nische. Bei UHD Scheiben wirklich nur für die eingefleischten Heim Kino Fans. Da gehts aber meistens auch weniger um die Auflösung, sondern eher um den Ton. Die UHD Scheiben bieten eben mehr für den Sound, z. B. Dolby Atmos 3D Sound und was weiß ich nicht alles. Und bei Streamingdiensten ist für den Ottonormalverbrauch der Preis wichtig. Nach einigen Umfragen gehen die Leute lieber auf ein günstigeres Angebot, dafür mit Werbung. Da ist zu meist nicht mal FHD dabei.

So und mal zurück zum Thema.

Hat denn schon jemand heraus finden können, ob man extern über den Video Assist ProRes aufnehmen kann? Bzw. was darüber gelesen? Ich finde ansich die Kamera immer noch sehr spannend, aber diese internen Aufnahmeformate sind für mich das größte KO.
Beste Grüße, der Chris.



iasi
Beiträge: 31202

Re: Blackmagic PYXIS 6K - Sensortest - Rolling Shutter und Dynamik

Beitrag von iasi »

ChrisDiCesare hat geschrieben: So 03 Nov, 2024 12:36
iasi hat geschrieben: Mo 28 Okt, 2024 18:08

Nochmal: Wie viele Filme werden heute noch in SW gedreht?

Welche Games laufen heute mit 24fps? ;)

Man kann technische Entwicklungen auch verschlafen.
Im Konsumerbereich entwickeln sich 50/60p aktuell zum Standard.
UHD-TV standen schon in den Wohnzimmern, als die Kinos auf 4k umrüsteten.

Ein neues Kameramodell, das 50/60p nicht schafft, ist jedenfalls nicht auf dem aktuellen Stand der Technik.
Ist schon ein paar Tage daher, will aber trotzdem drauf antworten, weil es zum Lachen ist :D

1. Gibt noch genügend Filme, die als Schwarz Weiß Filme erscheinen. Ist halt ein einfaches Stilmittel.
2. Sehr sehr viele Games laufen mit 24, bzw. 30 Bildern. Einfach, weil die aktuellen Konsolen zu schwach sind, 4K in höherer Framerate wieder geben zu können. Nach Umfragen wollen die meisten gar kein 4K, lieber ein FHD Bild, dafür höhere Bildrate. Zu mal auch die ganzen Studios die Games bei 30 Bildern limitieren, um lieber Konstante 30 Bilder anstatt immer einen Wechsel von 40 mal auf 80, dann wieder auf 50 usw. zu haben. Beim PC teils genauso.
2.1 Ich spiele auf meiner XSX alle Games lieber in bester Auflösung, dafür habe ich halt Frames von 20 bis 30. Ist für mich vollkommen in Ordnung und reicht für alles.
3. 50/60 im Konsumerbereich kommt langsam, aber eher in Richtung Games und nicht Filme/TV.
4. Ja, aber wer konsumiert wirklich in UHD? Weit unter 20%. Das ist eine Nische. Bei UHD Scheiben wirklich nur für die eingefleischten Heim Kino Fans. Da gehts aber meistens auch weniger um die Auflösung, sondern eher um den Ton. Die UHD Scheiben bieten eben mehr für den Sound, z. B. Dolby Atmos 3D Sound und was weiß ich nicht alles. Und bei Streamingdiensten ist für den Ottonormalverbrauch der Preis wichtig. Nach einigen Umfragen gehen die Leute lieber auf ein günstigeres Angebot, dafür mit Werbung. Da ist zu meist nicht mal FHD dabei.
Du setzt dich also mit der Mehrheit gleich - dem Ottonormalverbraucher.
Was du tust und denkst, enstpricht also dem der Mehrheit. ;)

Entwicklungen blendest du aus und hebst den aktuellen Stand deiner Haustechnik zum immer gültigen Standard. :)
Das ist wirklich zum Lachen.

An kommenden Donnerstag kommt die Mid-Gen-Konsole von Sony heraus.
Sie soll - oh Wunder - eine mit 16,7 Teraflops (TFLOPS) deutliche Steigerung der Rechenleistung gegenüber der PlayStation 5 bieten. Da fragt man sich natürlich: Wozu? Denn mehr Auflösung und höhere fps will doch der Ottonormalverbraucher ChrisDiCesare nicht. Ergo: Das wird ein totaler Flop. :)



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