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Infoseite // Welche Kamera? (Blackmagic, Canon, Panasonic)



Frage von ConstantinM:


Hallo ihr Lieben,

ich überlege eine neue Kamera für Werbung / Industrie zu kaufen, RAW und 50p (mind. in 2k, besser in 4k) sind für mich ein Muss. Zur Wahl stehen (in ziemlich ähnlicher Preisklasse):
  • Panasonic EVA1
  • Canon C200
  • Blackmagic URSA Mini 4,6k
  • (Sony FS7, Panasonic GH5, RED Epic / Scarlet kommen nicht in Frage.)

    Viel Geschmackssache, aber welche Kamera würdet ihr bevorzugen und warum?


    Freue ich über eure Antworten.

    Viele Grüße,
    Constantin

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    Antwort von Paralkar:

    Zur Ursa Mini kann ich folgendes sagen
    + guter Formfaktor
    + 3D LUT Management
    + guter Dynamic Range & Highlight Rolloff, Color Science
    + große Möglichkeiten an Codecs/ Formaten (alle ProRes Varianten, DNXHD, Raw, compressed Raw)
    + verschiedene Auflösungen 4,6k/ 4k/ 2k downsampled, Anamorph
    + 60 fps und 120 fps mit nem cropped Sensor
    + gute und einfach zu verstehende Menüführung
    + False Color, Waveformer, Zebras
    + Cfast 2.0 oder SSD mit dem zusatzteil
    + Timecode
    + sehr gute Akkulaufzeit -> geringer Stromverbrauch

    - keine Sucherheizung (Sucher beschlägt von innen, bei kalten Temperaturen & Temperaturwechseln)
    - keine selbst einstellbaren Framelines (gibt einpaar Presets, aber kein 2x1 beispielsweise)
    - frontlastig
    - leicht hörbare Lüfter
    - fehlende Sucherlupenerweiterung
    - beschissenes, unergonomisches, nicht verstellbares Schulterpad
    - teils starkes fixed pattern Noise bei Low Light Aufnahmen

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    Antwort von -paleface-:

    Paralkar hat geschrieben:
    - keine Sucherheizung (Sucher beschlägt von innen, bei kalten Temperaturen & Temperaturwechseln)
    - keine selbst einstellbaren Framelines (gibt einpaar Presets, aber kein 2x1 beispielsweise)
    - frontlastig
    - leicht hörbare Lüfter
    - fehlende Sucherlupenerweiterung
    - beschissenes, unergonomisches, nicht verstellbares Schulterpad
    - teils starkes fixed pattern Noise bei Low Light Aufnahmen
    Was ist eine Sucherlupenerweiterung?

    Das original Schulterpad muss man ja nicht nehmen. Wobei ich den Original Top-Handle immer noch am besten finde.

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    Antwort von ConstantinM:

    Super, vielen Dank. Der Punkt mit Low Light Rauschen stört mich schon extrem. Hat jemand einen direkten Vergleich zur C200, bzw. mit beiden Kameras schon gearbeitet?
    Die C200 ist noch ziemlich neu und scheinbar auch noch gar nicht so weit verbreitet...

    Sehr interessanten Vergleich habe ich noch hier gefunden:

    Mich würde auch interessieren, ob die Bilder der Kameras mit einer RED Scarlet mithalten können.

    Viele Grüße,
    Constantin

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    Antwort von Paralkar:

    https://www.videodata.de/shop/products/ ... VEB-3.html

    Halt ne Viewfinder Extension, lange EVI etc.

    Das fixed pattern noise is aber handelbar, wenn du im Grading die Schwärzen runterschiebst, is es schnell weg.

    Die Ursa Mini Pro oder Ursa Mini kommt schon nahe an ne Alexa ran, klar nicht die wirklich ausgezeichnete Color Science oder Roll Off, aber schon alles sehr sehr gut, würd mich nicht scheuen die mit Alexa oder Red Material zu mischen.

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    Antwort von wolfgang:

    Von der EVA1 rate ich inzwischen ab. Gründe:

    - zwar ein recht gutes Farbmanagement.

    Aber:
    - miese mechanische Qualität (Plastikteile beim LCD, ein Handgriff der sofort ein Spiel bekommt und Geräusche macht, ein Haltegriffe der so zart ist dass man nicht mal den Shogun sich drauf Schrauben traut)

    - ständig Probleme mit den Speicherkarten, Facebook ist voll von Klagen dass selbst kompatible, ja selbst Panasonic-Karten Probleme machen.

    - ein LCD der im Außenbereich einfach unbrauchbar ist weil er nur spiegelt. Sucher fehlt ja bekanntlich. Das macht zumindest eine Lupe von Gratical erforderlich - oder den Gratikal Eye.

    - Für raw braucht’s den Shogun Inferno. Der ist gut aber recht groß und schwer. Und das 5.7K raw gibts erst ab Mai, und dann auch nur als ProRes RAW - was toll sein wird, zukünftig sich gut entwickeln könnte - aber wo bitte verarbeitest ist? Stand jetzt in FCP X was großartig für Mac-User ist, aber wehe man ist in der Windows Welt. Vielleicht mit Resolve?

    - man kann die eher leichte Kamera somit kräftig aufmotzen und rigen - gut, aber das kostet nicht nur, sondern macht sie auch schwerer.

    Wenn die in Betracht kommen soll, denn sie hat natürlich genügend Fans, dann würde ich die vorher mieten wollen und mir genauer ansehen.

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    Antwort von Roland Schulz:

    ...das klingt ja leider nicht so gut - hätte dem Ding mehr zugetraut.
    Verarbeitung war allerdings nie die Panasonic Domäne. Da macht die C200 nen ziemlich guten Eindruck. Mir würde da nur der Sensor etwas stinken.

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    Antwort von wolfgang:

    Na man kann mit all den Punkten leben, wenn man will oder muss. Lösungen gibts immer, sie kosten nur etwas. Ich habe meine EVA1 halt mit diversen Rig-Teilen versehen, damit bekommt man vieles im Griff. Der Shogun ist für die RAW Aufzeichnung und die Vorschau mit 1500nits gut. Und vielleicht ist ja Resolve gleich eine Lösung für das Apfelraw. Und der Gratical ist gut kostet aber.

    Bei der C200 hat man halt internes raw aber kein 10bit, und einen Sucher gleich dabei. Also was soll’s sein?

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    Antwort von Roland Schulz:

    wolfgang hat geschrieben:
    Bei der C200 hat man halt internes raw aber kein 10bit, und einen Sucher gleich dabei.
    Der Punkt hat sich bei mir aus welchen Gründen auch immer auch lange gehalten. Die C200 macht sogar bis zu 12bit (30p, 10bit in 60p) und zwar in RAW und ganz ehrlich, in Resolve rennt das RAW sogar ziemlich gut wie "ich" finde.
    Vielleicht kommt EDIUS jetzt auch auf Touren. Man hat da ja wohl auch noch mal Hand angelegt. Morgen wissen wir mehr.
    Finde es nur schade dass die C200 nur nen nativ auflösenden Sensor mit nicht gerade Weltklasseperformance hat - aber gut, das Ende der Welt ist auch das nicht.

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    Antwort von ConstantinM:

    Hallo,

    vielen Dank für die ganzen Beiträge. Was stört euch an dem Sensor der C200 im Vergleich zur URSA Mini?

    Den Hauptvorteil der Canon sehe ich darin, dass sie in 1080 (HD) ohne Crop „Highspeed“ aufzeichnen kann, das macht die URSA nicht.

    Hauptvorteil der URSA sehe ich im ProRes. Da wäre natürlich ein 10bit Log bei der C200 schön.

    Die Panasonic EVA1 ist für mich eigentlich auch schon raus.

    Von Rauschen, Farben (Hauttönen) und dem allgemeinen Ruf der Kameras, würde ich eher Canon vertrauen. Zumal die Kamera auch verliehen werden soll und nicht nur von mir benutzt wird. Da wäre auch die Frage, welche Kamera da eher angefragt wird.

    Was meint ihr?

    Viele Grüße,
    Constantin

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    Antwort von nic:

    Die EVA hat den besten Sensor und die beste Color Science und bietet 5.7K Raw und einen ordentlichen internen 10bit Codec, sowie 800/2500 ISO nativ. Sie ist leicht und fühlt sich plastikhaft an.

    Die C200 hat einen großartigen Autofokus und ist ordentlich versrbeitet. Canonfarben sind gefällig, aber nicht überragend. Sie löst merklich weniger auf, hat dafür aber RAW intern. Wenn du kein RAW willst, bleibt die aber auf 8bit. Im Lowlight ist sie über 2500 ISO der EVA leicht überlegen.

    Die URSA mini ist etwas ganz Anderes. Eine Art Budget-Alexa/RED. Schwerer, weniger Run&Gun, kein Lowlightmonster. Keine effizienten Akquisecodecs, dafür RAW intern und PR/DNxHD.

    Ich finde die Eva und die C200 konkurrieren direkt. Die URSA Mini nicht wirklich.

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    Antwort von Beavis27:

    Die Sony FS5 kommt für dich nicht in Frage?
    Wäre durchaus eine preiswerte Alternative.
    Ist kräftig im Preis gefallen und das RAW- Update ist auch schon mit dabei.
    Man bräuchte zwar einen externen Recorder, aber wenn es mal nur eine einfache Qualität sein muß, kann man ihn ja auch weglassen.

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    Antwort von wolfgang:

    Mit der EVA1 gibts mir inzwischen zu viele Klagen. Leute erleben mit den diversen Karten immer wieder Datenverlusten (auch wenn in den USA gerade Promos mit den Panakarten laufen). Rechne gleich eine 500 Euro Sucherlupe von Zacuto dazu, oder einen Gratical Eye - der LCD ist im Sonnenlicht ein Spiegel und nicht nutzbar. Der Handgriff bekommt ein Spiel und wackelt mit einem Knackgetäusch. Den Henkel tauscht man besser (nur zartes Plastic), und ein extra Monitor sowie zig Rigteile machen Sinn. Die Leute kaufen sich auch den Shogun Inferno für raw, und gleich einen Mac mit FCP X dazu weil sonst kann das Material keiner bearbeiten - wohl noch für das nächste halbe Jahr zumindest (Prio hat die ProRes RAW Implementierung offenbar kaum wo, da gering verbreitet).

    Wenn es raw sein soll, dann eher die Canon. Die Canon ist aber ohne 10bit Codec dort wieder schwierig.

    Rückblickend erscheint mir die FS7 gar nicht schlecht, vielleicht doch eine FS5 (aber auch die hat bei UHD nur 8bit und man braucht einen Rekorder und hat dann wieder CDNG oder ProRes/ProRes raw).

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    Antwort von Roland Schulz:

    ...wir stellen wieder fest, es gibt nichts perfektes und schon gar nicht „heute“, auch wenn man für ein paar Euro mehr viele Schwachpunkte hätte heilen können.
    Ist immer so gewesen, wird wohl auch immer so sein.

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    Antwort von j.t.jefferson:

    Würde glaub ich die c200 nehmen. Passt schnell auf den gimbal, autofokus und „Proxy“ Recording parallel zum raw.
    Hab auch letztens von einem das schlechte 8-Bit aus der Kamera gesehen und das sah schon sehr geil aus.

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    Antwort von Roland Schulz:

    So langsam glaube ich auch eher an die C200 bei dem was man von der EVA1 so hört.
    Mir gefällt allerdings der nur nativ auflösende Sensor nicht der zudem nach eigenen (auch RAW-)Tests subjektiv beim Rauschen und ggf. auch DR hinter ner Baumarkt a6500 abfällt. Aus dem ganzen Material kriege ich auch nicht wirklich was sauberes, knackiges raus. Etwas "schärferes" 4K hätte ich schon gerne, ne EVA1 hatte ich selbst aber auch noch nie in der Hand. Bei der EVA1 gefallen mir die Farben von dem was man so sieht, nur der AF hinkt kräftig hinterher. Wenn so"n Ding dann noch Probleme mit der Zuverlässigkeit hat und mit ner heißen Nadel gestrickt ist...

    Ist für mich aber eigentlich ohnehin unerheblich da mir das ehrlich gesagt alles viel zu groß und sperrig ist wenn ich "für mich" vernünftig darüber nachdenke.

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    Antwort von DV_Chris:

    Noch eine Anmerkung zur C200:

    Canon positioniert die Kamera als Raw Lösung, deshalb ist auch der zusätzliche MXF Codec nur 4:2:0 und 8Bit.

    Was kaum kommuniziert wird ist, wie sich die externen Ausgänge verhalten:

    Wird in UHD mit MP4 in 25p oder 29,97 aufgezeichnet, steht am HDMI Ausgang 4:2:2 in 8Bit zur Verfügung.

    Die externe Ausgabe in FHD ist immer 4:2:2 in 10Bit.

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