| Warum ist audio beim Rippen immer zu leise?
Frage von Jürgen Jänicke:
Hallo, wenn ich von einer originalen (;nicht kopiergeschützten!) DVD einzelne Teile oder auch alles rippe, ist hinterher der Ton immer sehr, sehr(;!) leise. Also das Ergebnis demuxen, *.ac3 in *.wav wandeln, mittels Nero-Waveditor Lautstärke um 8-12 db anheben, *.wav in *.mp2 wandeln und dann mit MuxMan oder IfoEdit wieder authoren. Geht sowas nicht einfacher, bzw. worin liegt das eigentliche Problem? Es ist auch gleich ob die 'Kopie' mit TMPGEnc, Nero, oder auch PowerProducer erstellt wurde. Immer ist der Ton zu leise. Wer hat dazu einen Tipp? Danke Jürgen
Antwort von Stefan Machwirth:
Jürgen Jänicke wrote:
> Hallo, wenn ich von einer originalen (;nicht kopiergeschützten!) DVD > einzelne Teile oder auch alles rippe, ist hinterher der Ton immer sehr, > sehr(;!) leise.
Das liegt daran, dass AC3 kein lineares Lautstärkeverhältnis hat, sondern wesentlich komplexere Informationen bietet als z.B. das Sample-bezogene WAV-Format.
Im AC3-Stream gibt es verschiedene Parameter. Am Wichtigsten sind die durchschnittliche Sprachlautstärke und das Verwendungsprofil der Tonspur. AC3 arbeitet dann mit dynamischer Lautstärkekompression, um eben die Differenz zwischen normaler Sprache und lauten Effekten wie z.B. Explosionen tatsächlich noch als Information abbilden zu können. Die wiedergebende Anlage bzw. der Decoder muss aus diesen Informationen wieder die natürliche Dynamik herstellen. Als Profi-Feature gibt es sogar noch die dB-Einstellung, die das Mastering-Studio als Referenz-Abhörlautstärke bei der Produktion in den Datenstrom codieren kann, so dass hochwertige Anlagen sogar dafür sorgen, dass bei der Wiedergabe genau der gleiche Höreindruck entsteht, wie am Mischpult.
Wie du siehst, ist die Lautstärkeinformation in AC3 nicht absolut, und Sprache bewegt sich in der Regel bei ca. -20dB, weil man bei der Wiedergabe von sehr kräftigen Anlagen und hoher Abspiellautstärke ausgeht. Deswegen müssen Dolby Digital Receiver bei den meisten DVDs auch weiter aufgedreht werden als bei Musik-CDs.
Dein Player, der die AC3-Spur wiedergibt, versäumt hier wahrscheinlich die notwendige Korrektur für niedrige Wiedergabelautstärken. Wenn die Originale aber über den gleichen Player lauter sind, versaut dein Ripping-Tool irgendetwas an den AC3-Parametern.
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Antwort von Jürgen Jänicke:
"Stefan Machwirth" schrieb im Newsbeitrag
> Jürgen Jänicke wrote: > >> Hallo, wenn ich von einer originalen (;nicht kopiergeschützten!) DVD >> einzelne Teile oder auch alles rippe, ist hinterher der Ton immer sehr, >> sehr(;!) leise. > > Das liegt daran, dass AC3 kein lineares Lautstärkeverhältnis hat, sondern > wesentlich komplexere Informationen bietet als z.B. das Sample-bezogene > WAV-Format. > > Im AC3-Stream gibt es verschiedene Parameter. ....
Danke der sehr reichhaltigen Ausführungen. Mein 'Hauptripper' ist Nero-Recode. Aber auch wenn ich die *.vob Dateien mittels PVA-Strumento oder ProjectX demuxe sind die entsehenden Audiostreams schon vor dem dem Schneiden und neu authoren leiser als im Original. Naja, also weiter den umständlichen Weg. Glücklicherweise kann inzwischen Nero Waveditor mit ac3 umgehen... Ein schönes Wochenende Jürgen
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