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Verlustfrei schneiden des DV-Quellmaterial




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Frage von Kernfusion:


Hallo,
ich bin noch recht neu auf dem Gebiet der Videonachbearbeitung und wollte gerne 2 grundlegende Sachen klären bevor ich loslege (;im Forum hab ich es übrigens nicht gefunden).

Wie geht man professionell vor bei der Bearbeitung zum fertigen Homevideofilm?

1. Ist es geschickt, erst sämtliche verwertbare Szenenen aus einem 1std Quellfilm herauszuschneiden, erstmal verlustfrei also unkomprimiert (;avi) zwischenzuspeichern, dann das ganze in die gewünschte Reihenfolge zu bringen mit Effekten zu verpassen und dann das ganze als mpeg abzuspeichern?
Oder sollte ich doch besser die einzelnen Szenen schon mal komprimieren um sie dann in der gewünschten Reihefolge zu ordnen und ....
Ich dachte mir eigentlich, dass es vorteilhaft ist mit dem Komprimieren so lange wie möglich zu warten um bestmögliche Qualität zu erhalten. Nun stellt sich aber die Frage, ist die avi Datei welche ich vom Camcorder capture, schon komprimiert (;ich denke ja mal schon bei 3,65Mb/s Film!)?


2. Ich habe festgestellt wenn ich einen Film vom Camcorder auf die Festplatte lade, dass es mir im Win-Explorer Zusatzdaten wie Filmlänge, FormatFormat im Glossar erklärt,... anzeigt. Komisch ist wenn ich eine Szene in Premiere abspeichere (;Exportieren-Film-Einstellungen-Microsoft DV AVI), diese Informationen verloren gehen! Was kann ich hier besser machen


Danke für eure Unterstützung
Kerni




Antwort von Ephraim:

Hallo,
am Anfang sollte keine Komprimierung stehen; die geht immer mit einer Einbuße an Qualität einher.
Die Frage, ob das gesamte Material geladen werden soll oder nur Szenen, richtet sich nach deren Menge und der Art des Zuspiels.
Meist wird dazu die Kamera verwendet. Da würde ich das gesamte Material unkomprimiert auf die Platte bringen. Dann kann man es, ohne das Laufwerk der Kamera zu belasten, mittels geeigneter Programme (;davon gibt es eine ganze Menge) in Szenen zerlegen.
So jedenfalls mache ich es und es ist mir egal, ob das professionell ist oder nicht. Das Ergebnis zählt.
Gute Schnittprogramme arbeiten meines Wissens mit AVI-Dateien. Die Konvertierung in MPEGMPEG im Glossar erklärt ist also nur bei einem fertigen Film sinnvoll, wenn der auf DVD oder CD gebannt werden soll. Allerdings ist die einzige verlustfreie Archivierung des fertigen Filmes immernoch das AVI-Format, weshalb der fertige Film auf die Kamera zurück gespielt werden sollte, was allerdings voraussetzt, das dv-in freigeschaltet ist (;das kann man, je nach Baujahr der Kamera, nachträglich tun). Nun denn...



Antwort von PowerMac:

Sorry aber da der Begriff AVIAVI im Glossar erklärt immer wieder falsch verwendet wird:
Die Kamera gibt einen DV-Stream aus und kein AVI!
AVI ist ein Containerformat unter Windows, mehr nicht.



Antwort von Tom2:

Hallo,

also es macht gar keinen Sinn den Film von ner DV Kamera in ein unkomprimiertes AVIAVI im Glossar erklärt zu bringen. Es ist nunmal schon in der Kamera komprimiert. Also einfach capturen via FirewireFirewire im Glossar erklärt und anfangen zu schneiden.
Für Homevideos reicht DV allemal... Du möchtest ja nicht keyen oder so...
Grüße
Tom



Antwort von Kernfusion:

Danke für eure Antworten.

@ephraim: Du hast das glaub ich schon richtig erkannt. Ich habe einen 60min Urlaubsfilm, wo ich dann etwa 20 min geschnittene Highlights daraus machen will. Dazu hab ich mit einem CaptureCapture im Glossar erklärt Programm die einzelenen Szenen auf die Festplatte gebracht (;Szeneanalyser - avi).
Du schreibst "Da würde ich das gesamte Material unkomprimiert auf die Platte bringen", ich gehe mal davon aus, dass das was ich mit S-analyser auf der Festplatte habe unkomprimiert, im Sinne von "nicht weiter komprimiert als es der Camcorder aufgenommen hat", ist, oder?

@tom2: Welche Endung hat denn dann bitte eine DV-Format Szene,wenn nicht avi?

Frage: Gibt es unterschiedlich komprimiertes avi-Format? Bei mir entspricht eine Sek. ca. 3,6 Mb.

Wie verhält es sich in Premiere, wenn ich eine Szene reinlade und die Farben nachjustiere und anschließend diese Szene wieder am besten verlustfrei (;unkomprimiert) abspeichern möchte.
Geht das mit Premiere oder muß ich dazu ein spezielles Plugin/Programm dazukaufen um es möglichst verlustfrei aber halt meinen Bedürfnissen (;Farbe, Kontrast,..) angepasst wieder abspeichern kann?

Grüße
Kerni



Antwort von Nightfly!:

Hallo Kernfusion!

Erst ein kurzer Zusatz:
"PowerMac" wrote:
Sorry aber da der Begriff AVIAVI im Glossar erklärt immer wieder falsch verwendet wird:
Die Kamera gibt einen DV-Stream aus und kein AVI!
AVI ist ein Containerformat unter Windows, mehr nicht.


http://de.wikipedia.org/wiki/Containerformat

Allgemein zu Codecs:
http://forum.slashcam.de/re-welcher-codec-ist-der-beste-kompromiss-vp116667.html?highlight=#116667

Im Speziellen zu DV-Codecs:
http://www.slashcam.de/artikel/Grundlagen/Umrechnungsfehler_bei_DV-Codecs.html

Das bedeutet je weniger Du Dein Material mehrmals veränderst desto besser ist Deine Qualität. Bei guten DV-Codecs ist diese Grenze größe 5 Konvertierungen, um einen SICHTBAREN Unterschied zu erkennen(;Selbst bei den Standbildern von Mainconcept und Canopus ist kaum ein Unterschied erkennbar und bei bewegten Bildern entsprechend nicht.)

Für Videoschnitt sind framebasierte Komprimierungen günstig (;siehe "Allgemein zu Codecs").

Die Wahl des besten Codecs hängt also nicht ab von 100% korrekter Darstellung sondern von maximal sinnvoller (;=wahrnehmbarer) Qualität
und dem Verwendungszweck ab.

Gruß,
Nightfly!



Antwort von mdb:

"Nightfly!" wrote:
Für Videoschnitt sind framebasierte Komprimierungen günstig (;siehe "Allgemein zu Codecs").


Das ist der wichtigste Punkt, denke ich. Wenn I-Frame-only komprimiert wurde, kann man an jeder Stelle hart schneiden ohne zusätzliche Verluste zu haben. Dann gibt es auch kein Generationenproblem. Das ganze natürlich nur so lang, wie man nicht bildbeeinflußend arbeitet (;also Blenden, Filter oder so was)



Antwort von Kernfusion:

Hallo mdb und nightfly,

nun bin ich doch etwas verwirrt. Aber wenn ich das richtig verstehe, habt ihr mir einen Schritt zu weit gedacht - nämlich die Komprimierung am Ende wenn der komplette Film fertig zum "auf DVD brennen" ist.
Oder liege ich hier falsch?

Was ich grundlegend nicht verstehe ist, welches FormatFormat im Glossar erklärt ist denn eigentlich diese avi welches mir Scenanalyser ausgibt. Denn so wie es aussieht, ist avi ja nicht gleich avi (;vgl. Containerformat).
Wie kann ich denn nun den optimalen DV-Stream aus dem Camcorder herausholen, wenn sagen wir mal Festplattenspeicher und Rechnergeschwindigkeit keine Rolle spielen?

Und wenn ich das geschafft habe, wie schaffe ich es im 2ten Schritt wieder verlustfrei die einzelnen Szenen geschnitten und im speziellen Farbkorrekturen mit Premiere gemacht habe, von Premiere wieder optimalst auf die Festplatte? Ober muss ich von da an (;ins Schnittprogramm geladen) mit Verlusten an die ganze Sache rangehen?

Danke



Antwort von Ephraim:

[quote="Kernfusion"]Danke für eure Antworten.

@ephraim: Du hast das glaub ich schon richtig erkannt. Ich habe einen 60min Urlaubsfilm, wo ich dann etwa 20 min geschnittene Highlights daraus machen will. Dazu hab ich mit einem CaptureCapture im Glossar erklärt Programm die einzelenen Szenen auf die Festplatte gebracht (;Szeneanalyser - avi).
Du schreibst "Da würde ich das gesamte Material unkomprimiert auf die Platte bringen", ich gehe mal davon aus, dass das was ich mit S-analyser auf der Festplatte habe unkomprimiert, im Sinne von "nicht weiter komprimiert als es der Camcorder aufgenommen hat", ist, oder?

So ist es.



Antwort von narun:

"Kernfusion" wrote:
Oder liege ich hier falsch?

Ja. Das vom Camcorder kommende Material ist schon komprimiert. Echtes Raw-Video mit 240 mBit/s dürfte unsere Mittel wohl überfordern. Wichtig ist nur, das man dieses Material nicht mehr verändern sollte, außer bei der endgültigen Ausgabe.

Quote:
Wie kann ich denn nun den optimalen DV-Stream aus dem Camcorder herausholen, wenn sagen wir mal Festplattenspeicher und Rechnergeschwindigkeit keine Rolle spielen?

DV ist DV. Wenn Du das über FirewireFirewire im Glossar erklärt einspielst, hast Du das Optimale. Da kannst Du weiter nichts dran machen.

Quote:
Und wenn ich das geschafft habe, wie schaffe ich es im 2ten Schritt wieder verlustfrei die einzelnen Szenen geschnitten

Hart schneiden ist verlustfrei

Quote:
und im speziellen Farbkorrekturen mit Premiere gemacht habe

An dieser Stelle wirst Du unvermeidbar Qualität verlieren, weil Premiere die mpg-komprimierten Bilder auspacken, bearbeiten und wieder einpacken muß. Ab wann (;ab wieviel Generationen) das zum Tragen kommt, kann ich Dir nicht sagen. Ansonsten kannst Du auch weiter nichts machen, Du gibst DV in den Editor rein und solltest DV rausbekommen. Der einzige Moment, wo Du Einfluß nehmen kannst, ist die Wandlung in ein DVD-konformes Format. Da kannst Du die Qualität beeinflußen.



Antwort von mdb:

"Anonymous" wrote:
...
Viel Zeugs schrieb ich und vergaß dabei mich anzumelden



Antwort von Kernfusion:

Danke für eure Hilfe nun kenn ich mich aus.

Grüße
Kerni




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