| Vergleich Nero Recode & DVDShrink?
Frage von Frank Lachmann:
Ich bin auf der Suche nach einem kleinen Vergleichstest, qualitativ, zwischen Nero Recode 2 und DVDShrink 3.1. Im Forum von digital-digest.com hab' ich einen Thread gefunden, der aber IMHO nicht so richtig aussagekräftig ist, in welchen Fällen man welche Anwendung vorziehen sollte.
In meinem Fall geht es um eine "vollgestopfte" (;220 Minuten) DVD, die auf Platte mit hoher Bitrate um Moment rund 15 GB belegt und - aufgrund schon nicht-so-richtig-tollen Quellmaterials - nicht noch unnötig viel schlechter werden sollte, wenn ich sie auf 4.7 GB zusammenquetsche, d.h. ich würde qualitativ gern "so viel wie möglich rausholen", wenn's geht.
[ Aber ganz generell würde mich ein Vergleich zwischen Transcodertools interessieren, außer einem relativ "un-technischen" bei freenet.de
hab' ich da noch keinen online gefunden. Gibt's da in irgendeinem Forum mit nerdigerer Zielgruppe vielleicht was, das ich übersehen habe? ]
Danke, f
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Antwort von Alan Tiedemann:
Frank Lachmann schrieb: > In meinem Fall geht es um eine "vollgestopfte" (;220 Minuten) DVD, die > auf Platte mit hoher Bitrate um Moment rund 15 GB belegt und - aufgrund > schon nicht-so-richtig-tollen Quellmaterials - nicht noch unnötig viel > schlechter werden sollte, wenn ich sie auf 4.7 GB zusammenquetsche, d.h. > ich würde qualitativ gern "so viel wie möglich rausholen", wenn's geht.
Ich gehe mal davon aus, daß Du 15 GiB meinst. Das willst Du dann auf 4,3 GiB shrinken, macht Faktor 3,5 oder eine Reduktion um mehr als 70%.
Das kannst Du IMHO von vornherein komplett vergessen. Ich habe mal halbwegs brauchbares Material auf rund 75% (;also 25% kleiner) zusammengedrückt, mit DVDShrink und TwoPass, und ich hatte an diversen Stellen mit schnellen Bewegungen hinterher sichtbare Artefakte.
Seitdem gehe ich grundsätzlich nicht mehr unter 80%, und soweit ich weiß bietet auch keiner der gängigen Recoder eine Reduktion auf unter 50% an.
Splitte das Material doch einfach auf drei DVDs auf, da mußt Du dann immer noch auf jeweils 85% (;!) shrinken, das ist schon schlimm genug.
Alternativ kannst Du es auch ungeshrinkt auf zwei DVD R DL packen.
Um Faktor drei würde ich aber niemals (;!) eindampfen, das gibt nur Schrott, vor allem wenn das Ursprungsmaterial schon nicht so dolle (;sprich: körnig oder verrauscht) ist.
Ansonsten machst Du mit dem aktuellen Nero Recode, aber auch mit DVDShrink, nicht viel falsch. Die gelten als relativ gut. Zaubern können die aber auch nicht.
Wobei 220 Minuten auf 4,3 GiB eine Datenrate von etwa 2,8 MBit/s bedeuten würden, das ist wirklich *sehr* wenig. DVB-T sendet mit mindestens 3 MBit/s, da werden aber auch massiv Weichzeichner eingesetzt, was entsprechend furchtbar aussieht. DVB-S sendet bei *guten* Sendern schonmal mit 7-8 MBit/s (;neulich im ZDF, 90 Minuten Spielfilm = 5 GB), und das sieht dann ganz ordentlich aus.
Dein Ausgangs-Material hat offenbar 9 MBit/s, und das ist bei mangelhaftem Ausgangsmaterial auch angebracht, um größere Verluste zu vermeiden.
Gruß, Alan
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Antwort von Frank Lachmann:
On Sun, 31 Jul 2005 14:21:39 0200, Alan Tiedemann wrote:
> GiB shrinken, macht Faktor 3,5 oder eine Reduktion um mehr als 70%. > Das kannst Du IMHO von vornherein komplett vergessen. Ich habe mal
Ist mir ja bekannt, daß das suboptimal ist.
Ausgangsmaterial waren halt eine Menge schon recht miese WMV-Clips, die ich beim "authoren" lieber mit höchstmöglicher Qualität nach MPEG2 bzw. DVD konvertieren lassen wollte und dann shrinken, anstatt es direkt zu versuchen. Daß das dann nicht so richtig toll aussieht, weiß ich. Ich dachte nur, es gäbe evtl. speziell für diese Anforderung den ein oder anderen Transcoder, der besonders gut oder eben gar nicht geeignet ist.
Aber wenn Nero Recode und DVDShrink sich da nicht massiv unterscheiden, -- genau das wollte ich wissen. Danke. :)
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Antwort von Benjamin Spitschan:
Frank Lachmann schrieb: > Ausgangsmaterial waren halt eine Menge schon recht miese WMV-Clips, die > ich beim "authoren" lieber mit höchstmöglicher Qualität nach MPEG2 bzw. > DVD konvertieren lassen wollte und dann shrinken, anstatt es direkt zu > versuchen.
Diese Vergehensweise war genau falsch :(;. Es ist *immer* viel besser, die Optimierung vom Encoder machen zu lassen.
Grüße, Benjamin
Antwort von Frank Lachmann:
On Sun, 31 Jul 2005 17:00:20 0200, Benjamin Spitschan wrote:
>> ich beim "authoren" lieber mit höchstmöglicher Qualität nach MPEG2 bzw. >> DVD konvertieren lassen wollte und dann shrinken, anstatt es direkt zu > Diese Vergehensweise war genau falsch :(;. Es ist *immer* viel besser, > die Optimierung vom Encoder machen zu lassen.
Hmm. Mir war so, als wäre allgemeiner Konsens hier, zumindest bei gutem Quellmaterial (;bzw. bei schon als MPEG2 vorliegendem), das eben so zu machen, um den knappen Platz besser ausnutzen zu können (;bzw. weil Encoder es wohl nicht schaffen, das so genau vorzuberechnen, wenn nicht stundenlang 2-Pass-Encoding verwendet wird). Ist allerdings nur Halbwissen meinerseits, zugegeben, und .. bei schlechtem Material mag da auch durchaus was dran sein, nicht zwei- bzw. eineinhalbmal zu encoden.
Ich nehm' mir nachher mal einen kurzen Clip her und teste mal ein bißchen rum. Danke für den Hinweis auf jeden Fall. :)
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Antwort von Rainer Ostmann:
"Frank Lachmann" schrieb
> Ich nehm' mir nachher mal einen kurzen Clip her und teste mal ein > bißchen rum. Danke für den Hinweis auf jeden Fall. :)
Mit guter Qualität encodet eigentlich immer noch Tmpgenc. Damit könntest Du mit variabler Bitrate schon vorher berechnen, wie hoch die Bitrate denn sein müsste (;in Deinem Fall ca. 2800 bps). Besser ist aber die variable Bitrate mit bester Qualitätsstufe. Das könntest Du z.B. über Nacht laufen lassen - es lohnt sich.
Danach kannst Du ohne Neuencoden authoren.
-- Gruß, Rainer
Bitte nur in der NG antworten. Meine hier angegebene Mail- Adresse rufe ich nur selten ab. Falls es doch mal sein muss: RpunktOstmannBindestrichDetmoldatgmxpunktnet ;-)
Antwort von Alan Tiedemann:
Frank Lachmann schrieb: > On Sun, 31 Jul 2005 17:00:20 0200, Benjamin Spitschan wrote: >>> ich beim "authoren" lieber mit höchstmöglicher Qualität nach MPEG2 bzw. >>> DVD konvertieren lassen wollte und dann shrinken, anstatt es direkt zu >> >> Diese Vergehensweise war genau falsch :(;. Es ist *immer* viel besser, >> die Optimierung vom Encoder machen zu lassen. > > Hmm. Mir war so, als wäre allgemeiner Konsens hier, zumindest bei gutem > Quellmaterial (;bzw. bei schon als MPEG2 vorliegendem),
Ja. Eben. Bei *gutem* Quellmaterial. Das steht Dir aber nicht zur Verfügung ;-)
> das eben so zu > machen, um den knappen Platz besser ausnutzen zu können (;bzw. weil > Encoder es wohl nicht schaffen, das so genau vorzuberechnen, wenn nicht > stundenlang 2-Pass-Encoding verwendet wird). Ist allerdings nur > Halbwissen meinerseits, zugegeben, und .. bei schlechtem Material mag da > auch durchaus was dran sein, nicht zwei- bzw. eineinhalbmal zu encoden.
Wenn es sowieso nur eine Sammlung von WMV- und sonstigen Schnipseln ist, warum machst Du dann nicht einfach zwei oder drei DVDs draus?
Gruß, Alan
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Antwort von Andre Beck:
Frank Lachmann writes: > On Sun, 31 Jul 2005 17:00:20 0200, Benjamin Spitschan wrote: > >>> ich beim "authoren" lieber mit höchstmöglicher Qualität nach MPEG2 bzw. >>> DVD konvertieren lassen wollte und dann shrinken, anstatt es direkt zu >> Diese Vergehensweise war genau falsch :(;. Es ist *immer* viel besser, >> die Optimierung vom Encoder machen zu lassen. > > Hmm. Mir war so, als wäre allgemeiner Konsens hier, zumindest bei gutem > Quellmaterial (;bzw. bei schon als MPEG2 vorliegendem), das eben so zu > machen, um den knappen Platz besser ausnutzen zu können (;bzw. weil > Encoder es wohl nicht schaffen, das so genau vorzuberechnen, wenn nicht > stundenlang 2-Pass-Encoding verwendet wird).
Prinzipiell schon, dann aber nicht um diesen Faktor. Ein Compressed Domain Transcoder kann nur Luft aus den bestehenden Motion Vectors ablassen, Du hast aber dafür gar nicht genug generieren lassen, indem Du dem Encoder viel zu viel Luft nach oben gelassen hast. Er kann ausschließlich die Quantisierung heftiger machen, aber nix anderes am Stream ändern. Und das geht von 15Mbps auf 2.5Mbps mit Sicherheit gegen den Baum.
> Ist allerdings nur > Halbwissen meinerseits, zugegeben, und .. bei schlechtem Material mag da > auch durchaus was dran sein, nicht zwei- bzw. eineinhalbmal zu encoden.
Wenn der Encoder entfernt was taugt, ist es *immer* besser diesen gleich auf das Endformat anzusetzen statt hinterher noch mal einen CDT drüber zu jagen. Das Resultat davon *kann* nicht besser sein, es ist bestenfalls kaum schlechter.
> Ich nehm' mir nachher mal einen kurzen Clip her und teste mal ein > bißchen rum. Danke für den Hinweis auf jeden Fall. :)
Du hast Dir ja glücklicherweise noch einen Weg gelassen, indem Du enorm viel Bitrate drin gelassen hast: Du kannst es relativ problemlos noch mal durch den Encoder jagen, diesmal auf das Zielformat. Und wenn Du das nicht 100% triffst (;CQ VBR hat Überraschungen parat) kann man immer noch einen CDT die Quantisierung noch ein bisschen schlimmer machen lassen.
-- The S anta C laus O peration or "how to turn a complete illusion into a neverending money source"
-> Andre "ABPSoft" Beck ABP-RIPE Dresden, Germany, Spacetime <-
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