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Sendefähig schneiden - gibt's da nen Kurs?




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Frage von newdoku:


Eine Frage an die TV-Leute unter euch ...

Ich möchte lernen, worauf es beim sendefähigen Schneiden ankommt, also wie man welche Messwerte beachtet und so weiter. Gibt es da einen Kurs, ein Seminar oder sowas? Oder auch für Nichtstudierte die Möglichkeit, ein Praktikum irgendwo zu machen?

Zu mir, ich lebe seit etwas mehr als zehn Jahren von der Imagefilmerei. Drehe aktuell auf einer XF100. Ich möchte einfach bessere Quali liefern. Sitze in der Nähe von Frankfurt/Main.




Antwort von deti:

Aufschnitt Bündnerfleisch ist immer etwas Besonderes!
Also mal ehrlich: Es gibt Kurse für so was, aber warum schaust du nicht aufmerksam Fern?

Deti



Antwort von newdoku:

"deti" wrote:
Aufschnitt Bündnerfleisch ist immer etwas Besonderes!
Also mal ehrlich: Es gibt Kurse für so was, aber warum schaust du nicht aufmerksam Fern?

Deti


Weil ich gern aus erster Hand lernen möchte, einfach von jemandem, der mir sagt: Das ist die Kurve, und die muss so aussehen, und das ist der Pegel, der da stehen muss ... ich glaube, dass mir fernsehen allein nicht die Fachbegriffe näher bringt. Kannst du mir einen Kurs empfehlen?



Antwort von deti:

Die Sync-Pegel sind im Digitalzeitalter sowieso immer korrekt. Die Pegel und die Farbkodierung des Bildinhalts werden über die Standards BT.601 (;SD) / 709 (;HD) definiert:
http://en.wikipedia.org/wiki/Rec._601
http://en.wikipedia.org/wiki/Rec._709

Das macht aber keinen guten Schnitt aus!

Deti



Antwort von newdoku:

Danke schonmal für die Links, Deti, aber ich glaube, ich werde lange brauchen, um das alles zu verstehen. Deshalb mein Wunsch, ein Praktikum zu machen oder wenigstens einen Kurs.

Bin schon am Lesen :-)



Antwort von soan:

Du "lernst" nicht sendefähig schneiden in einem Kursus - vor allem dann nicht, wenn du deine Anfrage nur auf technische Vorgaben beschränkst. Du richtest deinen Schnittplatz korrekt ein (;oder arbeitest an einem korrekt kalibiriertem), schneidest deine Filme und fertig.

Bezogen auf das handwerkliche des Schnitts gibt es natürlich den "sendefähigen Schnitt", das hängt aber teilweise sehr vom Sender und vom FormatFormat im Glossar erklärt ab. Totale nicht auf Totale, nicht hart in Ranfahrten oder Schwenks reinschneiden, keine Achssprünge schneiden, bestimmte Einstellungen mit Neutralen Schnitten überbrücken, Neutral werden vor O-Tönen usw.

Der "Kurs" den du anstrebst nennt sich Ausbildung und dauert drei Jahre, dann hat man ein paar Grundlagen für den Fernsehscnitt erworben ;-)



Antwort von newdoku:

"soan" wrote:
Du "lernst" nicht sendefähig schneiden in einem Kursus - vor allem dann nicht, wenn du deine Anfrage nur auf technische Vorgaben beschränkst. Du richtest deinen Schnittplatz korrekt ein (;oder arbeitest an einem korrekt kalibiriertem), schneidest deine Filme und fertig.

Bezogen auf das handwerkliche des Schnitts gibt es natürlich den "sendefähigen Schnitt", das hängt aber teilweise sehr vom Sender und vom FormatFormat im Glossar erklärt ab. Totale nicht auf Totale, nicht hart in Ranfahrten oder Schwenks reinschneiden, keine Achssprünge schneiden, bestimmte Einstellungen mit Neutralen Schnitten überbrücken, Neutral werden vor O-Tönen usw.

Der "Kurs" den du anstrebst nennt sich Ausbildung und dauert drei Jahre, dann hat man ein paar Grundlagen für den Fernsehscnitt erworben ;-)


Nun gut, dass ich keine Achssprünge fabriziere, nicht in Schwenks reinschneide und neutrale Schnitte an entsprechende Stellen setze - das mache ich schon aus Gründen der Ästhetik des Gesamtwerks so. Aber alles autodidaktisch nach langjähriger Praxis. Leider bin ich mit meinen 32 Jahren wohl etwas zu alt für ne Ausbildung ... hatte mit einem Volontariat zunächst auf den Journalistenberuf gesetzt.

Leute, nehmt mir doch nicht den Mut ;-)



Antwort von WoWu:

Du hast in deinem Profil keine E-Mail oder Web-seite angegeben.
Mail mich mal über meine WEB-Seite an, ich kann Dir ein paar Informationen schicken.



Antwort von Jott:

In Programmen wie fcp schmeisst man den Filter "sendefähige Farben" drauf und gut ist. Ton dagegen ist viel anspruchsvoller.

Das ist aber nur Technik. Schnitt = Montage ist was anderes, das wurde schon vor 100 Jahren ergründet (;Eisenstein etc.). So was lernt man im Zuge einer Ausbildung - oder auch nicht, im Falle von Talentfreiheit. Die besten Cutter sind übrigens in der Regel auch Musiker (;Gespür für Timing).



Antwort von newdoku:

"Jott" wrote:
In Programmen wie fcp schmeisst man den Filter "sendefähige Farben" drauf und gut ist. Ton dagegen ist viel anspruchsvoller.


Für den Ton habe ich ein gutes Studio, das von mir alle Töne auf verschiedenen Spuren erhält (;eine für Sprecher sofern wir den nicht dort aufnehmen, eine für O-Töne, eine für Atmos, eine für Musik usw.). Und natürlich das Bild. Die machen mir dann ein fertiges 6-Spur-WAV z.B. für 5.1!

Diesen Filter "Sendefähige Farben" gibt es in CS5 auch ... kann kaum fassen, dass das reichen soll.



Antwort von Jott:

Der in fcp auf jeden Fall. Man sieht ja mit einem Blick auf's Messgerät, was der genau macht. Wieso immer diese Ängste vor einfachen Lösungen? Ist halt ein Software-Legalizer.



Antwort von newdoku:

"Jott" wrote:
Die besten Cutter sind übrigens in der Regel auch Musiker (;Gespür für Timing).


Musiker bin ich übrigens auch :-)



Antwort von Jott:

"Zu mir, ich lebe seit etwas mehr als zehn Jahren von der Imagefilmerei"

Was interessiert dich dann an TV? Der geringere Verdienst und die vielen inkompetenten Irren, mit denen du dort zwangsweise zu tun hast?



Antwort von newdoku:

"Jott" wrote:
"Zu mir, ich lebe seit etwas mehr als zehn Jahren von der Imagefilmerei"

Was interessiert dich dann an TV? Der geringere Verdienst und die vielen inkompetenten Irren, mit denen du dort zwangsweise zu tun hast?


Gute Frage ...

Tatsächlich brauche ich das TV nicht, um überleben zu können. Und von den vielen Irren, die es da gibt, habe ich auch schon gehört. Ich drehe Imagefilme und veröffentliche alle ein bis zwei Jahre ein DVD-Projekt, das reicht.

Ich denke, es ist auch eine Frage des Rufs, sagen zu können, dass man Fernsehquali bietet, und vielleicht irgendwann, mit dem richtigen Kontakt, auch mal was dort unterbringen zu können. Jeder will sich ja auch irgendwie weiterentwickeln.

Nenn mich romantisch :-)



Antwort von handiro:

In der Musikbranche fing man als " Tea Boy" an, bei den Amis hiess das "gopher" (; go fer some coffee will ya?). Man sass im Studio bei den Profis und durfte dabeisein und den Mund halten. Wers lange genug aushielt und absolut den Mund hielt, durfte später auch mal an die Knöpfe und Fragen stellen.
Ich denke es gibt genug Schnitzelbuden wo man als stummer tea boy mal dabeisein darf....(;nur so als Tip und wehe ein cutter macht mich jetzt an:-)



Antwort von Alikali:

Kann ich dir in 2 Minuten beibringen, guck mal hier:



Mehr haben die Flachpfeifen bei N24 & Co. eh nicht drauf.

Jetzt mußt du nur noch jemanden kennen, der genau so ängstlich ist wie du, genau so wenig Ahnung hat, aber mindestens dank Praktikum oder hochschlafen Redakteur oder Wetterfee bei irgend einem Trashsender ist und dir Geld für diesen runter gekurbelten täglichen Schwachsinn gibt.



Antwort von handiro:

http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=qWXKHGolqrU&NR=1

Ja Charlie Brooker ist ein netter Junge :-)



Antwort von crassmike:

"newdoku" wrote:
Leider bin ich mit meinen 32 Jahren wohl etwas zu alt für ne Ausbildung ... hatte mit einem Volontariat zunächst auf den Journalistenberuf gesetzt.

Leute, nehmt mir doch nicht den Mut ;-)

Hey, gib nicht auf, in meinem Studiengang auf der BAF ist auch ein der Ein oder Andere, der mit Anfang bis mitte Dreißig umsatteln möchte. Da du ja nur vom Imagefilm-Schnitt zum Fernseh-Schnitt umsatteln möchtest, ist das wohl keine komplette Umstellung ;) ...

Und wenn Vollzeitstudiengänge, wie der auf der verlinkten Akademie für dich nicht in Frage kommen, hilft wohl nix anderes, als mit Kollegen aus der Fernsehbranche zu reden.. Vielleicht triffst du ja irgendwann jemanden mit Einfluss, dem deine Filmprojekte gefallen...

MfG



Antwort von newdoku:

"crassmike" wrote:
"newdoku" wrote:
Leider bin ich mit meinen 32 Jahren wohl etwas zu alt für ne Ausbildung ... hatte mit einem Volontariat zunächst auf den Journalistenberuf gesetzt.

Leute, nehmt mir doch nicht den Mut ;-)

Hey, gib nicht auf, in meinem Studiengang auf der BAF ist auch ein der Ein oder Andere, der mit Anfang bis mitte Dreißig umsatteln möchte. Da du ja nur vom Imagefilm-Schnitt zum Fernseh-Schnitt umsatteln möchtest, ist das wohl keine komplette Umstellung ;) ...

Und wenn Vollzeitstudiengänge, wie der auf der verlinkten Akademie für dich nicht in Frage kommen, hilft wohl nix anderes, als mit Kollegen aus der Fernsehbranche zu reden.. Vielleicht triffst du ja irgendwann jemanden mit Einfluss, dem deine Filmprojekte gefallen...

MfG


Schick mir doch bitte mal ne Mail ... würde gern mal hören, wie so die Aufnahmeprüfung war :-)

Ein Studium wie das dort wäre durchaus ne Überlegung wert.



Antwort von Colares-Pictures:

"newdoku" wrote:
würde gern mal hören, wie so die Aufnahmeprüfung war :-)


Das würde mich auch mal interessieren.



Antwort von saschaende:

"Alikali" wrote:
Kann ich dir in 2 Minuten beibringen, guck mal hier:



Mehr haben die Flachpfeifen bei N24 & Co. eh nicht drauf.

Jetzt mußt du nur noch jemanden kennen, der genau so ängstlich ist wie du, genau so wenig Ahnung hat, aber mindestens dank Praktikum oder hochschlafen Redakteur oder Wetterfee bei irgend einem Trashsender ist und dir Geld für diesen runter gekurbelten täglichen Schwachsinn gibt.


Finde ich sensationell das Video :)



Antwort von srone:

"saschaende" wrote:
Finde ich sensationell das Video :)


ich, auch.

damit ist alles gesagt, besser und professioneller gehts nicht und das meine ich nicht ausschliesslich nur ironisch. in anderen worten so schwachsinnig einfach ist es einen newsclip zu gestalten.

lg

srone



Antwort von crassmike:

"newdoku" wrote:
Schick mir doch bitte mal ne Mail ... würde gern mal hören, wie so die Aufnahmeprüfung war :-)

Ich mache dort ja das Kamera-Studium, deshalb kann ich dir zu den Details der Cutter-Aufnahmeprüfung nix sagen, grad jetzt in den Ferien nicht, wo ich meine Kollegen nicht sehe ;) ...

Generell gilt: Vorpraxis und ein klares Bild, wo man hin möchte (;und warum) sind nötig.
Ansonsten ist das nicht so aufgeregt, wie an der HFF, wo die Aufnahmeprüfungen wochenlang dauern. An der BAF war das gerade mal ein "Interview" mit mehreren Dozenten.. Dafür dauert das Studium dann auch nur 10 Monate. Aber die sind schon prall gefüllt.

MfG




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