| Schärfentiefe in HDV-Musik-Videos: Via After Effects in der Post
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Newsmeldung von slashCAM:
Schärfentiefe in HDV-Musik-Videos: Via After Effects in der Post von rob - 30 May 2008 11:10:00 Interessante Zusammenfassung von Musikvideos von Eki Halkka und Trobe Harju. Alle Videos wurden mit massivem Einsatz von After Effects sowie diversen 3D-Programmen (;Lightwave und 3ds Max) produziert. "Lift" von Poets of the Fall wurde auf HDV mit der Sony Z1 produziert. Das gesamte Keying wurde mit dem Keylight-Keyer von After Effects gemacht und auch der extreme Einsatz von akzentuierter oder sich verlagernder Schärfentiefe wurde mit entsprechenden Blur-Plugs im guten alten After Effects hergestellt - denn die Z1 bietet bekannter Maßen wie alle anderen HDV-Cams keine überragende Schärfentiefe . Für Letzteres gilt also: Entweder 35mm-Adapter beim Dreh vor Ort oder etwas Geduld beim Schärfe anlegen in der Postpro, wie in diesem Beispiel durchaus sehenswert und insgesamt in sehr guter Bildqualität gelungen.
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Antwort von jazzy_d:
http://www.videocopilot.net/tutorials.html?id=45
Hier sieht man noch in einem Video-Tutorial wie's gemacht wird.
Antwort von WoWu:
Die Verfahren werden seit über 10 Jahren bereits in der Game-Herstellung eingesetzt. Nachteil ist aber nach wie vor, dass Schärfentiefe eben nicht nur aus Blur besteht, sondern in einem ganz wesentlichem Maß (;neben andern Effekten) auch aus Kantentransparenz, die keines der Tools herstellt (;und After effekts schon gar nicht), die aber zu einem der wesentlichsten Faktoren der Anmutung gehört . Und wenn man sich die Ergebnisse auch mal ansieht, kann man auch nicht wirklich von überzeugend sprechen. Asiatische Firmen haben sehr viel bessere Ergebnisse erzielt, solche Effekte direkt am Bildsensor mit der Einzelpixelorientierung durchzuführen, deren Ergebnisse wir dann wohl demnächst in jedem Camcorder wiederfinden.
Antwort von Gugo:
Werd mir mal das Tut angucken...
Poets Of The Fall is ne geile Band...
Antwort von rob:
Hallo,
@Wolfgang:
Bei der Game-Entwicklung hat man ja meistens eine solche Masse an 3D-Ebenen, dass die Freistellung von Objekten im Raum schon allein für jede einzelne Ebene über zugeordnete Masken oder eine virtuelle Kamera mit entsprechend geöffneter Blende möglich ist...
Was die kommenden Entwicklungen aus den Forschungslabors anbelangt hast Du Recht - es wird nicht mehr lange dauern, bis wir ein flaches Videobild mit automatisch gestaffelter Schärfe quasi per Knopfruck versehen können. Derzeit passiert da gerade sehr viel - auch wenn nur ein Teil davon an die Öffentlichkeit gelangt ... lassen wir uns überraschen.
Einen schönen Abend
Rob
Antwort von WoWu:
Hallo Rob ...
ich finde das Thema auch sehr spannend, weil sich viele derzeit doch mühsame Bemühungen mit Schärfe umzugehen, dann endlich erledigt haben. Wie Du sagst ... lassen wir uns überraschen .. Auch Dir einen schönen Abend ... Gruss
Antwort von Axel:
Nachteil ist aber nach wie vor, dass Schärfentiefe eben nicht nur aus Blur besteht, sondern in einem ganz wesentlichem Maß (;neben andern Effekten) auch aus Kantentransparenz, die keines der Tools herstellt (;und After effekts schon gar nicht), die aber zu einem der wesentlichsten Faktoren der Anmutung gehört . Ich nehme an, mit "Anmutung" meinst du den "natürlichen" Schärfeverlauf, der vor allem aus der analogen Fotografie bekannt ist. Es soll dann also das Ergebnis eines anderen Systems imitiert werden?
Ich glaube nicht, dass es den meisten darum geht, die sich z.B. etwas von einem 35mm Adapter versprechen. Es geht m.E. eher darum, das Motiv besonders herauszustellen.
Die normale Wahrnehmung - wenn ich mal von mir ausgehe - ist die, dass das Gesichtsfeld von den Rändern her unschärfer und dunkler wird, wie Video, das von einer dunklen, diffusen Vignette eingerahmt ist. Im Zentrum das Objekt meiner Aufmerksamkeit, im Moment die Tastatur. Ich würde behaupten, selbst ein Schütze, der ein zwanzig Meter entferntes Ziel auf die altmodische Art über Kimme und Korn anvisiert, erlebt die Fokussierung nicht als eine filmmäßige Schärfeverlagerung.
So gesehen haben Spielereien mit der Schärfentiefe kein Vorbild in der Natur, sie kommen aus einem Mangel einer optischen Technik, in den man sich aber (;"Anmutung") aus rein ästhetischen Gründen verliebt hat. Ich verstehe darum nicht so ganz, warum sich viele so darüber aufregen, wenn dieses Thema immer mit dem Begriff "Filmlook" zusammengebracht wird.
Für ein dramaturgisch wirkungsvolles Ergebnis reicht eine simple Vignette , - kann ja auch eine Schärfemaske mit weichem Rand sein. Die Bilder in dem Musikvideo sind sehr schön. Sicher, wie "echter" shallow DOF sehen sie nicht aus, aber wen kümmert das?
Antwort von WoWu:
@ Axel,
da gebe ich Dir völlig Recht, wenn jemand mit dem Ergebnis zufrieden ist, wurde das Ziel für Ihn bereits erreicht. Nur der Mensch nimmt Tiefenschärfe überwiegend über die Kantentransparenz wahr, weil sie sich in einem unscharfen feld gar nicht orientieren können ... und genau das liefern die künstlichen Methoden bisher nicht. Dieser "menschliche" Ansatz, also die natürliche Wahrnehmung der Tiefe ist gerade Forschungsgegenstand und bereits ziemlich beeindruckend weit. Warum soll man in kommen Systemen also nicht auch einmal Dinge besser machen ? Warum sich also immer an den Unzulänglichkeiten der vergangenen, unvollkommenen Systeme orientieren ? Warum nicht auch Weiterentwicklungen der Technik nutzen ? Und vor allen Dingen, warum sollte man die Unzulänglichkeit von Linsen als Vorbild nehmen und nicht das natürliche Sehvermögen des Menschen ? Vielleicht wird ja alles noch sehr viel besser und der "Filmlook" eines Tages ein alter Hut ? Wir sind auf dem besten Weg dahin.
Antwort von Eugen von ...:
Für ein dramaturgisch wirkungsvolles Ergebnis reicht eine simple Vignette , - kann ja auch eine Schärfemaske mit weichem Rand sein. Die Bilder in dem Musikvideo sind sehr schön. Sicher, wie "echter" shallow DOF sehen sie nicht aus, aber wen kümmert das? Und mal ganz ketzerisch gefragt: wieviel Prozent der Konsumenten merken so etwas denn heute noch? Billig produzierte Endlos-Soaps, Handyfilmchen bei Musiksendern, die achte Analogkopie von einer VHS-Kassette im öR, lustlos abgedrehte (;im wahrsten Sinne des Wortes!) Streifen mit grausigen Goofs, US-Leckerlis wie Rambo XXVIII, ... Ich fürchte, es ist leider nur eine Minderheit, die einen sorgfältigen Bildaufbau goutiert. Es ist aber andererseits beruhigend, daß es immer noch Filmemacher gibt, die da (;wieder) sehr viel Wert drauf legen (;oder drüber diskutieren, wie hier) :-)
Antwort von DWUA:
Dabei handelt es sich um nichts anderes als um eine Information zusätzlich zum vorhandenen Bild. Der "Künstler" will sagen: "Auf das kommt es uns jetzt an" und fokussiert. Er nimmt in Kauf, diktatorisch dabei vorzugehen, weil Betrachter-Wünsche ausgeschlossen werden. Leider wird das dort zum inflationären (;gleicher Wortstamm wie Flatus, Flatulenz) Abusus , wo Technik beliebig eingesetzt wird, nur weil sie eben gerade mal verfügbar ist; - mit oft unzulänglichen Mitteln. Um der menschlichen Wahrnehmung näher zu kommen, hülfe 3-D Kino eher, weil der Mensch 2 Augen hat. Aber das Bestreben, Dreidimensionalität auf einer einfachen Fläche oder auf ein- oder mehrfach gekrümmten Bildebenen (;Projektionswänden) zu präsentieren, ist immer zum Scheitern verurteilt.
Versuchen wir's mal so: Nur ein Auge bleibt offen. Mit ausgestrecktem Arm mit der Fingerspitze versuchen, einem Gegenstand so nahe wie möglich zu kommen, ohne ihn zu berühren. Mit beiden Augen wohl kein Problem. Schlimmer, wenn Eigenbewegung mit in's Spiel kommt. Nur für Beifahrer geeignet: Stadtverkehr, Landstraße, Autobahn mal mit nur einer (;Augen)-Linse erleben.
Der zweite Punkt. Die ständige Fokussierungsarbeit des menschlichen Auges. Unbewusste Hochleistung der Augenmuskulatur (;Bildausschnitt; Augenrollen sogar während Traumsequenzen im Schlaf) und der Pupille (;Blende). Fixiert mal das Wort "Fokus" und versucht gleichzeitig, die linke Spalte mit den letzten Posts scharf zu sehen. Ein Chamäleon könnte das. Dafür besitzt jeder von uns (;mit vielen Tieren) die Fähigkeit zur blitzschnellen Augenwanderung und der entsprechenden Fokussierung. Dieses uns normalerweise angeborene Hochleistungsprinzip der visuellen Wahrnehmung ist in unterschiedlichen Aufmerksamkeits- stufen un- oder unterbewusst gegeben. Sozusagen von der Linse auf die Festplatte in Lichtgeschwindigkeit hin und zurück. (;Allein beim Lesen dieser Zeilen und sonstigem woanders Draufblicken wohl mehrere hundert mal.) Dazu gibt es Messverfahren, deren wissenschaftliche Auswertung in der Werbung (;Blickwanderung) angewendet wird. Ergo hat diese Schärfentiefe-Spielerei im Film mit natürlicher Sehgewohnheit nicht das Geringste zu tun.
Sie ist lediglich Mittel zum Zweck der künstlichen/künstlerischen Intention, bleibt also Geschmacksfrage.
Tati (;"Le ciseleur des scènes") hat in "Playtime" genau das gegenteilige Konzept verwirklicht. Neben den eigentlichen (;vermutlich wichtigsten) Einstellungen im Vordergrund laufen scheinbar nebensächliche Aktionen weit im Hintergrund gleichzeitig ab. Letztere sind bis in's Detail geplant. Tati war damit (;um zum Ausgangspunkt zurück zu kommen) bei seinen Inszenierungen viel näher an der Realität des menschlichen Wahrnehmungsvermögens angelangt. Kostete ihn viel Zeit und noch mehr Geld.
Seine "Diktatur" beschränkte sich auf Darsteller und Crew. Niemals auf den Zuschauer...
;)
p.s.
Ach so, wer "Filmlook" will, geht in's Kino...
;))
Antwort von smooth-appeal:
Im Artikel steht das sie mit einem Mini35 Adapter gedreht haben. Soviel zum Thema Post-Bokeh...
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