| PC für Videoarbeit
Frage von Willi Brunner:
Hallo,
ist für Videoarbeit am PC ein großer Arbeitsspeicher empfehlenswert (;512 MB oder gleich 1024 MB?)? Wie groß soll der L2-Cachespeicher sein?
Schon jetzt bedanke ich mich für jede Auskunft.
Viele Grüße, Willi
Antwort von Josef Moellers:
Willi Brunner wrote: > Hallo, > > ist für Videoarbeit am PC ein großer Arbeitsspeicher empfehlenswert=
> (;512 MB oder gleich 1024 MB?)? > Wie groß soll der L2-Cachespeicher sein? > > Schon jetzt bedanke ich mich für jede Auskunft.
Amateurmeinung:
Grundsätzlich gilt: Je mehr Speicher, um so besser!
Cache dürfte keine so große Rolle spielen, da eine sehr große Daten= menge sequentiell verarbeitet wird, da findest Du keinen Cache, der nennnenswerte Hitraten liefern wird. Die Programmteile sind aber recht überschaulich, daß paßt in "normale" Caches. Das widerspricht zwar der o.g. Aussage bzgl Speicher (;der ist sozusagen "Cache für die Platte"), aber trotzdem: wenn genügend Platz für den= Programmcode im Speicher bleiben soll: je mehr umso besser.
-- Josef Möllers (;Pinguinpfleger bei FSC) If failure had no penalty success would not be a prize -- T. Pratchett
Antwort von Mark Steinbauer:
"Willi Brunner" schrieb im Newsbeitrag
> Hallo, > > ist für Videoarbeit am PC ein großer Arbeitsspeicher empfehlenswert > (;512 MB oder gleich 1024 MB?)? > Wie groß soll der L2-Cachespeicher sein? >
Für Videobearbeitung ist ausnahmsweise mal ein Intel P4 emfpehlenswert (;kein Celeron), ansonsten gilt: mindestens 2 Festplatten (;Raptor oder Barracuda, je nach Platzbedarf)...512 MB sind ausreichend aber Blödsinn bei aktuellen Speicherpreisen (;512 MB Infineon 3third für 27 netto) und P4-Dualchannel-Speicherinterface...
--> P4 2x 512MB 2x HDD
gruß mark
Antwort von Heiko Nocon:
Willi Brunner wrote:
>ist für Videoarbeit am PC ein großer Arbeitsspeicher empfehlenswert >(;512 MB oder gleich 1024 MB?)?
Das kommt darauf an, worin deine "Videoarbeit" hauptsächlich besteht.
Ist es z.B. hauptsächlich das einfache Schneiden gering komprimierten oder unkomprimierten Materials, dann kann der Hauptspeicher garnicht groß genug sein. Er wird dann effizient als Cache für die Plattenzugriffe eingesetzt.
Bei Effektberechnungen oder (;De)Komprimierung hingegen ist die Größe des Hauptspeichers ziemlich nebensächlich, weil das hauptsächlich sequenziell erfolgt, Hauptsache er ist groß genug, die paar für die Rechnerei gleichzeitig benötigten Frames zu beherbergen. >Wie groß soll der L2-Cachespeicher sein?
Mit dem Einfluß von dessen Größe verhält es sich genau umgekehrt.
Für aufwendige Berechnungen sollte der möglichst groß sein, genauso wie der L1-Cache. Das entkoppelt die CPU weitgehend vom verhältnismäßig langsamen Hauptspeicher. Bei der Rechnerei mit den Bilddaten muß die CPU dauernd auf die Daten der Frames zugreifen, außerdem noch auf den teilweise recht umfangreichen Code zu ihrer Bearbeitung, der obendrein oft recht umfangreiche Lookup-Tabellen zur Beschleunigung der Rechnerei einsetzt. Je mehr von dem ganzen Zeug in die Caches paßt, desto seltener muß die CPU auf den Hauptspeicher warten und umso schneller erfolgen die Berechnungen.
Bei einfachen Schnittaufgaben an niedrig komprimiertem Material hingegen sind die Caches sowieso fast immer dirty, weil ständig neue Datenmassen bearbeitet werden müssen. D.h. besonders große Caches bringen hier keinen nennenswerten Vorteil, u.U. sogar Nachteile.
Antwort von Mike Nolte:
Mark Steinbauer wrote:
> > ist für Videoarbeit am PC ein großer Arbeitsspeicher empfehlenswert > > (;512 MB oder gleich 1024 MB?)? > > Wie groß soll der L2-Cachespeicher sein? > > > Für Videobearbeitung ist ausnahmsweise mal ein Intel P4 emfpehlenswert
Diese Empfehlung kann alleine schon deshalb nicht stimmen, weil in der professionellen Videobearbeitung häufig Apple Power Macintosh G5 bevorzugt werden, die keine Intel Prozessoren verwenden.
Gruß, Mike Nolte
Antwort von Josef Moellers:
Mike Nolte wrote: > Mark Steinbauer wrote: > > >>>ist für Videoarbeit am PC ein großer Arbeitsspeicher empfehlenswer= t >>>(;512 MB oder gleich 1024 MB?)? >>>Wie groß soll der L2-Cachespeicher sein? >>> >> >>Für Videobearbeitung ist ausnahmsweise mal ein Intel P4 emfpehlenswer= t > > > Diese Empfehlung kann alleine schon deshalb nicht stimmen, weil in der > professionellen Videobearbeitung häufig Apple Power Macintosh G5 > bevorzugt werden, die keine Intel Prozessoren verwenden.
Liegt das aber nicht eher an der Menge der verfügbaren Software für Apples Betriebssysteme?
-- Josef Möllers (;Pinguinpfleger bei FSC) If failure had no penalty success would not be a prize -- T. Pratchett
Antwort von Lutz Bojasch:
Mike Nolte wrote:
> Mark Steinbauer wrote: > >> > ist für Videoarbeit am PC ein großer Arbeitsspeicher empfehlenswert >> > (;512 MB oder gleich 1024 MB?)? >> > Wie groß soll der L2-Cachespeicher sein? >> > >> Für Videobearbeitung ist ausnahmsweise mal ein Intel P4 emfpehlenswert > > Diese Empfehlung kann alleine schon deshalb nicht stimmen, weil in der > professionellen Videobearbeitung häufig Apple Power Macintosh G5 > bevorzugt werden, die keine Intel Prozessoren verwenden.
Hallo lese doch noch mal genauer, es war von PCs die Rede und Apple-User grenzen sich davon doch immer ab. In der Tat ist beim PC ein INTEL Prozessor die beste Wahl weil er einige Befehle kennt, die andere Prozessoren nicht beherrschen und dadurch wird bei der Bearbeitung viel Zeit gespart - liest man jedenfalls immer wieder. Gruß Lutz
Antwort von Volker Schauff:
Lutz Bojasch schrieb:
> lese doch noch mal genauer, es war von PCs die Rede und Apple-User > grenzen sich davon doch immer ab. In der Tat ist beim PC ein INTEL > Prozessor die beste Wahl weil er einige Befehle kennt, die andere > Prozessoren nicht beherrschen und dadurch wird bei der Bearbeitung viel > Zeit gespart - liest man jedenfalls immer wieder.
Aber sicher doch ist ein Mac ein "PC". Nur kein "IBM XT/AT kompatibel". PC ist ein Personal Computer, und der Mac ist mindestens genauso persönlich wie der "IBM XT/AT kompatibel".
Und es gibt nicht "die CPU für Videobearbeitung", sondern nur "die CPU für die und die Videoprogramme". Wie sagt man noch so schön paradox, "alle Verallgemeinerungen sind falsch". Hyperthreading-optimierte Programme mögen auf dem P4 schneller laufen. Andere vielleicht eher auf dem Athlon64. SSE2 können jedenfalls beide, SSE3 zwar nur der P4 (;derzeit), der Athlon hat dazu noch 3DNow. Dafür hat der P4 Hyperthreading. Der P4 hat Muskelkraft, der Athlon64 Köfpchen, und auch da gibt es wieder Programme die eher von hohen Taktraten oder doch eher von hochoptimierten CPU-Kernen profitieren.
Die einzige pauschale Aussage für Intel die man bei PC, IBM XT/AT kompatibel, treffen kann ist, wer HDV in Realtime mit der Canopus Edius NX/Edius SP schneiden will braucht einen Dual Xeon, weil die Canopus Karten auf Intel-Chipsätze optimiert sind und AMD Boards derzeit unabhängig vom Chipsatz möglicherweise nicht korrekt laufen, und eine CPU ist für HDV in Realtime nur bedingt ausreichend.
Was eindeutig für AMD spricht: Die Athlon64 X2 Dual Core CPUs stehen vor der Türe. AMD verspricht, daß sich jedes Sockel 939 Board per BIOS-Upgrade auf die Dual Core CPUs anpassen lassen soll (;ob die Board-Hersteller mitziehen weiß ich nicht, einige finden sicher irgendeine "technische Unzulänglichkeit" die nach einer neuen Board-Revision verlang, wie zu schwache Spannungsregler für die Doppelhertz-Heizwerke, aber gerade Asus könnte ich mir vorstellen zieht mit, so sehr man auch über ihren allgemeinen Support meckern mag, die BIOS-Updates sind vorbildlich). Für Intel stünden wieder neue Boards an.
-- Gruß... Volker Schauff (;thunderbird.elite@t-online.de, ICQ 22823502) www.cavalry-command.de - Über Saber Rider und andere 80er Jahre Serien foren.cavalry-command.de - Forum für Spät70er - Früh-90er TV-Nostalgiker www.dark-realms.de - Für Fantasy/Mittelalter und alles mögliche Kreative
Antwort von Heiko Nocon:
Volker Schauff wrote:
>Und es gibt nicht "die CPU für Videobearbeitung", sondern nur "die CPU >für die und die Videoprogramme".
Korrekt. Nichts kann mehr aus einer CPU herausholen, als exakt auf diese CPU abgestimmte Programme.
Wobei man kommerzielle Anwendungen (;außer Auftrags-Software) in dieser Hinsicht meist komplett in den Skat drücken kann. Die sind entweder garnicht speziell optimiert (;weil man für sein Programm eine möglichst breite Kundenbasis haben möchte) oder nur marginal, soweit sich das mit wenig Aufwand erledigen ließ und andere Plattformen nicht nennenswert tangiert. Wie etwa die Sache mit der Benutzung von Intels HT-Feature, wobei sich der Vorteil dieser Optimierung spätestens mit den ersten echten DualCore-Maschinen für den SOHO-Bereich, die man (;AMD-basiert) bald für recht kleines Geld kaufen können wird, wieder gegen Intel kehren dürfte.
Wirklich optimierte Programme findet man fast ausschließlich im OpenSource-Bereich, weil man da nämlich die Quelltexte hat und sie mit geringem Aufwand für die eigenen CPU optimiert kompilieren kann.
Naja, und wenn man richtig Bock hat, steht sogar einer händischen Asm-Optimierung nichts im Wege. Ich selber konnte mich allerdings bisher nur exakt einmal dazu aufraffen, fremden Code so intensiv zu optimieren. Man ist halt faul und hat auch nicht unendlich Freizeit.
Antwort von Mike Nolte:
Lutz Bojasch wrote:
> lese doch noch mal genauer, es war von PCs die Rede und Apple-User > grenzen sich davon doch immer ab.
Ich habe sehr wohl gelesen, worum es geht.
PC = Personal Computer. "PC" ist nicht gleichbedeutend mit "IBM-kompatibler Rechner". Auch ein Apple Macintosh ist ein Personal Computer.
Und hättest Du eine wie auch immer geartete qualifizierte Ausbildung im Fachbereich Informatik, dann hättest Du zu wissen, das für eine Aufgabenstellung niemals Hardware "empfehlenswert" ist, sondern immer Software. Die Hardware wird nach Festlegung der Software beschafft.
Ich kann nur die Empfehlung wiederholen, sich ein oder zwei Stunden in die Obhut einer wissenden Person zu begeben und die Videobearbeitung an einem Mac zu erforschen. Anschließend dürfte sich bezüglich der Videobearbeitung das Thema "Windows" erledigt haben.
Gruß, Mike Nolte -- Windows-Rechner sind nur für Leute billiger, deren Zeit wertlos ist.
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