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Mit Handy gefilmt - Bildrate ändern? Mix mit anderer Kamera...




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Frage von adude:


Hallo und guten Abend,

ich hätte eine kleine Frage: ich habe auf einem Asien-Trip mit meinem Telefon gefilmt und will daraus nun kleinere Episoden zusammenschneiden. Es ist so eine Art Test, was eine Handykamera leisten kann - und was nicht.

Gefilmt wurde, soweit ich das hier sehe, in 1280x720 mit einer Bildrate von 30,303 B/Sek. MP4-Format, so kommt das Zeug aus dem Handy.

Das Ganze muss natürlich ansehbar bleiben. Meine Frage nun: ist es sinnvoll, das Material zu konvertieren, um es auf den deutschen Videostandard besser abzustimmen? Oder sollte ich, da sowieso alles nur im Web gezeigt wird, auf eine Konvertierung verzichten?

Eine weitere Schwierigkeit tut sich auf - ich werde das Material noch mit HDV-Aufnahmen mischen müssen, also 50i.

Das Endprodukt soll in einer 720er Auflösung präsentiert werden, Interpolationstechnisch ist also Spielraum... nur die Bildrate macht mir Sorgen. Da ich auf diesem technischen Gebiet gänzlich unbedarft bin, würde ich mich freuen, wenn mir jemand einen groben Überblick über die sich auftuenden Probleme und Möglichkeiten eines solchen Projekts geben könnte.

Vielen Dank im voraus!

Schönes Wochenende allerseits!




Antwort von tommyb:

Egal wie Du es drehst und wendest:

Entweder muss das Handyzeug auf 25/50 Frames gebracht werden oder dein HDV-Material muss zu 30/60 umgewandelt werden. Was Du nimmst ist völlig wurscht, denn jedes konvertierte Material erleidet Qualitätsverluste durch die Konvertierung.

Wenn Du also zeigen möchtest wie toll ein Handy filmen kann, solltest Du die HDV-Aufnahmen konvertieren (;dadurch sehen sie zudem schlechter aus und das Handy-Video kann besser dagegen konkurieren).

Übrigens: Bist Du dir sicher, dass die Bildrate 30,303 fps ist? Was sagt MediaInfo?



Antwort von vaio:

@ adude
Quote:
"Es ist so eine Art Test, was eine Handykamera leisten kann - und was nicht."

Wenn dem so ist, solltest du die Aufnahmen möglichst im Originalzustand belassen.
Quote:
"ist es sinnvoll, das Material zu konvertieren, um es auf den deutschen Videostandard besser abzustimmen?"

Nein. Des Weiteren ist das Endprodukt ja für das Web bestimmt. Dazu passt auch das hier:
Quote:
"Das Endprodukt soll in einer 720er Auflösung präsentiert werden"
oder:
Quote:
"da sowieso alles nur im Web gezeigt wird"


Quote:
"Eine weitere Schwierigkeit tut sich auf - ich werde das Material noch mit HDV-Aufnahmen mischen müssen, also 50i."
"ich habe auf einem Asien-Trip mit meinem Telefon gefilmt und will daraus nun kleinere Episoden zusammenschneiden."
"...und Möglichkeiten eines solchen Projekts geben könnte."

Also, das ist doch der entscheidende Punkt. Die beste Möglichkeit ein solches Projekt umzusetzen ist: Mach eine Story daraus. Lege ein HDVHDV im Glossar erklärt Projekt an, schneide einen interessanten Film. Da du aus den Handyaufnahmen ohnehin nur "kleinere Episoden" zusammenschneiden möchtest, mehr ist sicherlich auch nicht empfehlenswert, baue sie in deinem HDV-Projekt ein und mache eine Geschichte daraus. Zeige in dem Film, dass es sich um Aufnahmen eines Mobiltelefons handelt. Vielleicht mit einem kleinen Rahmen. Meiner Meinung nach kommt es weniger auf irgendwelchen technischen Gegebenheiten an, sondern vielmehr auf deine Kreativität. Die Basis für deinen Film bildet dein HDV-Projekt mit den entsprechenden Material und das Ziel, den Film ausschließlich im Web zu zeigen. Punkt. Parallel kannst du ja noch einen weiteren Film zusammenschneiden, nur mit den Aufnahmen deines Handys. Ist meine Meinung jedenfalls.

Gruß Michael



Antwort von adude:

Hallo ihr beiden - vielen Dank schon mal!

Vielleicht sollte ich noch dazu sagen: es geht weniger um die technischen Gegebenheiten, sie sollen zwar behandelt werden, werden aber in den Hintergrund gerückt. Insofern kommt der Ratschlag von Michael meinem Vorhaben schon recht nahe.

Ich habe eben mal MediaInfo runtergeladen (;wie konnte ich bisher ohne leben?) und das sagt, im Gegensatz zu Edius, dass das Material mit 29,97 fps gefilmt wurde. Erscheint mir auch logischer.

Die Frage ist nun in der Tat: welches Material wird konvertiert? Meine Gewohnheit sagt im Zweifelsfalle, dass das Handymaterial konvertiert werden sollte. Ich drehe sonst immer in HDVHDV im Glossar erklärt, allerdings würde ich Gepflogenheiten im Sinne der Bildqualität gerne hinten anstellen.

Dagegen sprechen die Tatsache, dass HDVHDV im Glossar erklärt lediglich statische Interviewbilder liefert, während das Handy natürlich wackelt, zittert, schwenkt und durch die Gegend geschleudert wird (;gut, das war überzogen). Habe ich das richtig herausgelesen dass ihr beide eine Konvertierung des HDV-Materials anraten würdet? Michael, du scheinst irgendwie gleich zwei Ratschläge gegeben zu haben - einerseits Originalmaterial selbiges sein lassen, andererseits ein HDV-Projekt schneiden. Oder hab ich das falsch verstanden?

Das wichtigste für mich ist einfach, dass es sich "in einem Guss" wegschaut - ohne unnötige Mikroruckler, vom mir verursachten Zittern beim Filmen mal abgesehen.



Antwort von tommyb:

Mikroruckler fallen bei Bewegungen auf (;es muss allerdings nicht immer so konvertiert werden, dass es ruckelt).

Wenn das HDV-Material statisch ist, würde ich dieses auf die selbe Bildrate bringen wie das Handymaterial (;welches definitiv original bleiben sollte).



Antwort von vaio:

@ adude
Sorry, ich verstehe deine Fragen nicht. Was möchtest du denn mit deinem Film zeigen? Ich nehme einmal an, wenn man von einem Asien-Trip kommt, eine HDV-Cam und ein Handy mit integrierter Videofunktion (;die Betonung liegt auf Funktion) dabei hatte, so gehe ich einfach einmal davon aus, dass dein mitgebrachtes Videomaterial schwerpunktmäßig von der HDV-Cam vorliegt. Also sollten in dem Fall die wenigeren Clips, nämlich die vom Handy, welche qualitätsmäßig gegenüber dem HDV-Material sowieso deutlich abfallen dürften, gewandelt werden. Ist es umgekehrt, dann eben anders herum.

Oder möchtest du testen? Dafür spricht das hier:
Quote:
Es ist so eine Art Test, was eine Handykamera leisten kann - und was nicht.

Beim Betrachten deines fertig geschnitten Filmes, wird es vermutlich wohl das letztere werden.

Oder geht es doch mehr um Inhalt und Story?
Quote:
es geht weniger um die technischen Gegebenheiten, sie sollen zwar behandelt werden, werden aber in den Hintergrund gerückt.


Ich würde mir einmal Gedanken über das Ziel machen. Dabei kann ich dir nicht helfen, denke aber das du hier im Forum hervorragend aufgehoben bist. Deshalb klinke ich mich wieder aus. Viel Erfolg.

Gruß Michael



Antwort von tolean:

Wenn dir die Synchronität nicht so wichtig ist, wäre Cinematools das richtige Werkzeug um Frameraten komfortabel zu ändern ohne zu konvertieren. Falls du es aber tonsynchron benötigst kann man mit Compressor gut Frameraten konvertieren mit Optical Flow Berechnung. Alternativ bietet auch Shake gute Optionen.




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update am 23.Mai 2013 - 18:00
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