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Manfrotto 701HDV horizont. Dämpfung + 501HDV Fragen




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Frage von mikemayers:


Hallo,

habe ein Manfrotto701HDV in Kombination mit dem 055XPROB Stativ gekauft. Ich hatte gehofft, diese Kombi sowohl für eine FX1000 als auch eine CX700 je nach Bedarf nutzen zu können. An sich macht alles einen qualitativ hochwertigen Eindruck, nur wundere ich mich sehr darüber, dass der Kopf in der Horizontalen sehr schwergängig ist und anscheinend in der Dämpfung nicht einstellbar ist (;nur vertikal). Ich muss quasi mit der anderen Hand das Stativ festhalten, damit es nicht herumrutscht bei einem Schwenk.

Im Vergleich habe ich nun gesehen, dass das 501HDV eine Einstellschraube für die Horizontale hat, beim 701er sitzt dort eine mit einer Kappe geschützte Imbusschraube. Hier gut auf dem 2. Bild zu sehen: http://www.amazon.de/Manfrotto-501HDV-Teflon-Video-Neiger-Schnellwechselplatte/dp/B000N26QVW/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=gateway&qid=1300005743&sr=8-2-spell
Seltsamerweide hat auf Amazon zum 701 jemand geschrieben: "Der Widerstand lässt sich für beide Schwenkrichtungen separat mit je einer Schraube schnell verstellen".

Jetzt frage ich mich also:
- kann ich an der Imbusschraube die Dämpfung einstellen oder soll ich besser die Finger davon lassen? Bei einem kurzen Versuch hat sich herausgestellt, dass die Schraube extrem fest sitzt, ich will da keine Gewalt anwenden.
- soll ich besser den 501HDV nehmen und ist es mit diesem möglich, auch mit kleinen Cams einigemassen zurecht zu kommen? Soweit ich geforscht habe, sollte hier besser eine schwerere Cam zum Einsatz kommen, allerdings waren die Posts eher auf das Vorgängermodell bezogen.
- es finden sich die Bezeichnungen "501HDV" und "501HDV PRO" - sind das 2 unterschiedliche Teile (;älter/neuer)?

Für Tipps wär ich sehr dankbar,

Grüsse, Mike




Antwort von domain:

Auch der 501-Kopf ist bei mir selbst in der lockersten Einstellung horizontal deutlich schwergänger als in vertikaler Richtung. Eigenartiger Weise funktioniert der preiswerte Bilora 2936 Kopf in beiden Richtungen relativ gleichmäßig, obwohl man glaube ich gar nichts einstellen kann.
Den 501-Kopf kann man bedenkenlos auch für kleinere Kameras einsetzen, die Rückstellfeder wirkt dann allerdings etwas zu stark, d.h. der Kopf bleibt nicht unbedingt in einer beliebigen vertikalen Position stehen, aber die Feder kann man ja ausklinken.
Den 701-Kopf hatte ich früher einmal, aber der entwickelte mit der Zeit ein deutliches vertikales Losbrechmonent, hat mich ziemlich genervt.



Antwort von nicecam:

Der Kopf 701HDV ist meines Erachtens für eine FX1000 zu schwach. Würde da eher 501HDV empfehlen. Ich habe für meine Canon XH-A1 sogar den 503HDV, von dem manche allerdings sagen, er wäre ein wenig überdimensioniert.

Der 701HDV käme meiner Meinung nach für Consumercamcorder infrage. Die FX1000 gehört ja schon zur Prosumerklasse.

Wie's aussieht, kann man beim 701HDV die Dämpfung (;sowohl vertikal als auch horizontal) nicht variabel einstellen. Sie ist konstant.
Du hast dort, soviel ich weiß, eine Feststellschraube fürs Neigen, eine fürs Schwenken. Allenfalls leicht kannst du meiner Meinung nach darüber die Dämpfung einstellen.
Die Inbusschraube fixiert vielleicht nur den Kopf auf dem Stativ?

Lade dir mal hier den neuesten Manfrotto-Katalog herunter: http://www.manfrotto.de/Service/Kataloganfrage/#

Dort auf Seite 29 ist der 701HDV aufgeführt. Unten auf der Seite stehen die technischen Spezifikationen.

Ich hab dann speziell im Netz auch mal entsprechend deiner Frage gesucht, aber auf die Schnelle nichts Gescheites gefunden.

Übrigens, für Camcorder der Henkelmannklasse wird hier gern die Kombination (;wenns um Manfrotto geht) 501HDV/503HDV/525 MVB empfohlen.

Im neuen Katalog tauchen die aber, glaub ich, nicht mehr auf, da durch Neueres ersetzt.



Antwort von mikemayers:

Vielen Dank für die Antworten und Tipps.

Ja, man findet wirklich nichts genaues bei den Angaben im Netz, der Katalog war hier aufschlussreicher. Mir wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als den 501HDV ebenfalls zu bestellen und zu vergleichen. Wenn der in der niedrigsten Einstellung genauso schwergängig ist, bringt es auch nichts, hier umzusteigen.
Eigenartigerweise hat auch beim Minikopf 700RC2 jemand bei Amazon die Schwergängigkeit kritisiert. Scheint wohl typisch zu sein für diesen Hersteller.

Grüsse, Mike



Antwort von domain:

Bis zum 503-Kopf kannst du dir eigentlich alle Manfrottoköpfe ersparen. Sie verfügen lediglich über einen Fluideffekt. Dabei reiben zwei Teflonplatten aneinander. Von einer durch eine regelbare Düse im Durchfluss gehemmten Flüssigkeit kann meines Wissens keine Rede sein, es wird nur mehr oder weniger Druck auf die Platten ausgeübt.



Antwort von nicecam:

Ich bin der gleichen Meinung. Ich hab mal bei der Firma Newi den 501HDV mit einem Sachtler FB4 verglichen (;sehr unfair übrigens) - der 501HDV hinterließ einen sehr zwiespältigen Eindruck. Da empfinde ich meinen 503er doch als um Klassen besser.



Antwort von domain:

Beim 701 und 501 Manfrotto braucht man ja nur mal das Ohr beim Bewegen auf das Gehäuse halten. Schon hört man das grausliche Schaben von trockenen Sachen aufeinander.
Ein Fluidkopf darf kein Geräusch machen und muss butterweich anzufahren sein.
Insofern ist ja schon der Bilora 2936 http://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/1428785_-2936-bilora.html
um € 50.- eine Offenbarung, wenn auch kein Systemgerät. Muss wohl ohne Teflon funktionieren, vermutlich mit einer ziemlichen Fettfüllung in der großen Fluidkapsel, die ich ja neulich mal auf dem Foto zeigte. Läuft vollkommen ruhig und ohne Geräusche in beiden Ebenen.
Bis zum Manfrotto 503 also Bilora-Fluidfettköpfe, das ist meine Empfehlung :-)



Antwort von mikemayers:

Ok das ist supi, sehr informativ!

Also der Bilora-Kopf ist derselbe wie auf dem Bilora 936 Video Pro Doppelprofilo Stativ, soweit ich das sehe; bei dem Preis kann man fast das ganze Stativ kaufen - nur ist es mir nicht hoch genug. Das 055XPROB finde ich allerdings bisher sehr überzeugend und es hat die Mindesthöhe, die ich brauche - ich würde es ungern zurück schicken.

Die Frage ist nun, ob die beiden Köpfe sich auf das 055XPROB würden schrauben lassen. Bei beiden steht was von 3/8" Gewinde, der 503HDV sollte wohl passen, da lässt sich auch etwas im Web finden. Nur wie sieht es mit dem Bilbora aus - wenn ihr mir da noch sagen könntet, ob das geht? Ansonsten werde ich mich per Mail beim Hersteller erkundigen.
503HDV + 055XPROB sind zusammen ca 460,-, das wäre das Äusserste, was ich zurzeit ausgeben möchte. Die Frage ist eben, ob sich das lohnt, ihr habt es ja oben schon erwähnt. Wenn es der Bilora-Kopf allerdings vorläufig auch bringt, würde ich mir das erstmal sparen.

Danke schonmal, Mike



Antwort von carstenkurz:

Interessant am separat zu erwerbenden Bilora 2936 ist, dass der mit 3/8" Gewinde kommt. Der ansonsten identische Kopf am 936 Komplettstativ hat eine Halbschale und lässt sich nicht an normalen Stativen mit Standardgewinde befestigen.

Wenn man nun unbedingt einen brauchbaren Videokopf auf einem 'normalen' Stativ befestigen will, ist man mit dem Bilora-Kopf für 50-60 Euro sicher nicht schlecht bedient. Allerdings halte ich es nach wie vor für ne schlechte Idee, ein Stativ ohne Nivelliermöglichkeit aka Halbschale für Video einzusetzen.
Es gibt auch Kugelköpfe, die man zum Nivellieren unter einen 3/8" Kopf setzen kann, aber stabiler wird die Konstruktion dadurch auch nicht, vom Preis ganz zu schweigen. Ausnahme ist vielleicht noch DualUse für Video und Photographie - wobei die Halbschale auch dafür eher noch nützlich ist im Vergleich zu billigen Videostativen mit Schwenkneigern ohne Halbschale.

Ich glaube auch, dass man sich bei der nötigen Höhe eines Videostatives gerne vertut. Wenn ich ein wirklich gutes Fotostativ hätte, würde ich das vielleicht mit so einem Kopf für kleines Geld aufrüsten. Ansonsten lieber ein Komplettstativ mit Halbschale. Wenn man damit mal gearbeitet hat, will man keine Fotostative mehr unter seinem Camcorder haben.


- Carsten



Antwort von domain:

Es gibt auch heute noch Stative, die keinen Videokopf mit Halbkugeluntersatz benötigen. Wie bei meinem alten Linhofstativ ist hier die Mittelsäule selbst schwenkbar. In dem Fall kann praktisch jeder "normale" Videoneiger verwendet werden.
http://www.berlebach.de/?bereich=details&id=306

Mein Tipp also, dieses Stativ (;sieht beinahe so stabil wie eines von Vermessungsingenieuren aus) mit dem Manfrotto 503 für den Anfang :-)



Antwort von carstenkurz:

Naja, das ist doch faktisch auch eine Halbschale, respektive ein integrierter Kugelkopf.


- Carsten



Antwort von domain:

Na klar,
aber die Integration des Neigungsmechanismus ist ja gerade das Interessante dabei. Dadurch mit jedem beliebigen Kopf schnell nivellierbar.
Und außerdem ist es aus Holz, wunderbar. Anders als Holz bekommt ja jedes längere Metallstück die Schwingungseigenschaften einer Drehstabfeder, so auch Metallstativbeine.

Zitat: "A beautifully crafted, German designed, wood set of tripod legs. Amid all the new technology and new materials and need to find the lightest, sturdiest, weatherproof materials we've forgotten that tripods were originally made of wood and lets just say: they just don't make them like this anymore!. "



Antwort von mikemayers:

Gut, durch eure Tipps werden die Dinge nun klarer für mich. Auf die Höhe des Manfrotto kann ich nicht verzichten, damit ich bei Konzerten, falls ich nicht irgendwo erhöht stehen kann, über die Köpfe des Publikums hinweg komme.
Ich mache jetzt also folgendes: Der 701HDV geht zurück, statt dessen hole ich mir den Bilora Kopf. Auch wenn es nicht ganz optimal ist, diesen auf dem Manfrotto 055XPROB ohne Halbschale/Nivelliermöglichkeit zu benutzen - es dient zunächst als Übergangslösung und später als Backupstativ, das meist nur herumsteht z.B. für die Totale bei Konzerten. Im 2. Schritt gibts dann eine qualitativ insgesamt bessere Lösung, wie sie von domain vorgeschlagen wurde.

Danke nochmal für eure spitzenmässigen Beiträge, habe sehr viel dazu gelernt.

Viele Grüsse, Mike



Antwort von domain:

Das ist bestimmt eine gute Zwischenlösung.
Die Konstruktion des Berlebach-Statives ist übrigens keine Neuheit, wie man auf dem Foto des Uralt-Linhofstatives erkennen kann. Zum Filmen war es allerdings immer ungeeignet, weil viel zu leicht.
Den Vorteil dieser Konstruktion sehe ich darin, dass man erstens einmal keine speziellen Videoköpfe mit Halbschale benötig und zweitens im Bedarfsfall schnell den schweren Videokopf entfernen und einen leichten Vertikalneiger rein für das Fotografieren anbringen kann. Die Horizontaljustage ist in diesem Fall aber immer noch schnell möglich.


zum Bild



Antwort von carstenkurz:

Ich habe mich oft gefragt, wieso sich Halbschale und Standardgewinde eigentlich ausschließen. Zumindest in einer Nische darf das ja durchaus parallel existieren. Für echte Videostative ist es zugegebenermaßen nicht nötig.
Ausserdem muss man für das Gewinde natürlich auch zusätzliche Sicherungen einbauen, denn die Schwenkrichtung geht halt immer auch in Richtung der Gewindedrehung und, bei einem gedämpften Kopf heisst das, dass die Kopffixierung ständig in Gefahr ist, sich zu lösen und dann mehr oder weniger frei auf dem Gewinde zu drehen.


Ich habe auch ein älteres Slik Kombistativ mit Fluidneiger drauf (;serienmäßig). Dabei lässt sich der mit 3/8" gesicherte Kopf zusätzlich mit einer Madenschraube von unten fixieren.

- Carsten



Antwort von domain:

Zitat Berlebach:
"Kamerateller, Durchmesser 68 mm, mit Blockierschrauben ."

Allerdings habe ich mit dieser Problematik noch nie zu kämpfen gehabt. Ein Videoneiger wird halt mit mindestens doppelt so hohem Drehmoment angezogen wie es beim Vertikalschwenk nach links auftreten kann.



Antwort von nicecam:

"carstenkurz" wrote:
...bei einem gedämpften Kopf heisst das, dass die Kopffixierung ständig in Gefahr ist, sich zu lösen und dann mehr oder weniger frei auf dem Gewinde zu drehen.

"domain" wrote:
Ein Videoneiger wird halt mit mindestens doppelt so hohem Drehmoment angezogen wie es beim Vertikalschwenk nach links auftreten kann.

Das wird dann ja bei dem sogenannten "Forum-Stativ" Velbon 7000 nicht unbedingt gelten: Velbon DV-7000 Stativkopf befestigen. ruessel bemühte "Loctite"



Antwort von domain:

Man braucht halt eine bestimmte Technik zum Festschrauben: den arretierten Kopf mit Schwung in der letzten Umdrehung in das Gewinde hineinknallen. Das schaue ich mir dann an, wie sich der beim Linksschwenken wieder von selber herausschraubt :-)




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