Frage von Thomas G.:Hallo,
ich will so langsam ins 16:9-Lager wechseln. Als Kamerkandidaten kommen die HVX200 oder die Z1E in Frage. Beide kenne ich bisher nur aus Testberichten und den HPs der Hersteller. Das Hauptaugenmerk liegt nicht im HD-Bereich, sonder in SD/16:9, da für TV-Sender gedreht wird.
An einer filebasierten Aufzeichnung wäre ich schon interessiert, bin aber (erst recht nicht nach der IBC) nicht sicher, was sich da künftig etablieren wird. Das Material geht zum Teil direkt in die Sender und wird erst hier bearbeitet, da möchte ich möglichst überall zurecht kommen. Bandmaschinen stehen ja überall. Und einen FS-4HD habe ich ja auch noch.
Wer kann mir aus der Praxis hierzu Tips geben?
Besten Dank, Thomas
Antwort von PowerMac:
Künftig etablieren? Das klingt hinterwäldlerisch. Also filebasiert ist absolut üblich. Sogar bei Opas wie dem SWR oder HR inzwischen, wenn auch langsam.
Die beiden Kameras sind eben HD-Kameras und machen da auch gute Bilder. Direkt in SD aufnehmen - das macht kein so tolles Bild. Daher nimmt man in HD auf und rechnet im Schnitt runter.
Ich würde dir die neue EX1 empfehlen. Aufnahme nur in HD möglich. Aber geile Bilder, eine echte Optik und saubillig. Die HVX200 und die Z1 stinken dagegen einfach ab.
Antwort von Login_vergessen:
Also wer beim WDR schon einmal einen freien Platz zum Überspielen von Bandmaterial gesucht hat, der kann sich vorstellen wie das dann (bei jetzt mittlerweile 2) "Kartenlesegeräten" abgehen könnte. Und es ist wohl auch richtig, dass überall eine Bandrecorder zur Überspielung von z. B. DVCAM auf IMX, Beta SP oder DVCPro zu finden ist. Ich für meinen Teil habe bisher nur 2 Möglichkeiten gesehen, Drehmaterial abzuliefern: Tape (mit was auch immer) oder XDCAM (mit was auch immer). Das könnte aber auch daran liegen, dass ich bisher mit Tapes aufschlage und die anderen Möglichkeiten mir daher noch nicht so ins Auge gefallen sind...
Derzeit auf der sicheren Seite wäre
ich wohl derzeit mit XDCAM. Die Karten simd m. E. noch alle in der Entwicklung, auch was den Preis anbelangt. Meine nächste Kamera werde ich möglicherweise Leasen, um nach 2 Jahren nicht eine "veraltete" Mühle am Bein zu haben...
@PowerMac: Wie kann es sein, dass das SD-Bild einer HVX/Z1 schlechter ist als das Bild der SD-Schwestern (DVX/PD170...)?
Antwort von PowerMac:
Das Bild ist schon in Ordnung. Aber mehr nicht. Aufgenommen in HD und downconvertiert ist einfach viel besser im Vergleich zu PD170 etc.
Antwort von Login_vergessen:
Nun ja, in der Praxis scheint es wohl eher so auszusehen, dass der Zeitvorsprung beim Schnitt mit Files dann wieder dahin wäre. Nur wie gesagt, ich habe mit dem filebasierten Workflow bisher noch keine Berührung gehabt. Ich renne immer noch mit Tapes durch die Senderflure... Ich mache aber auch seltenst fertigen Beiträge, sondern liefere den Redaktionen nur das "bestellte" Rohmaterial. Daher vielleicht auch mein Bezug zum Tape oder zu XDCAM. Bins eben gewöhnt, etwas aus der Kamera irgendwo rein zu stecken, was sich dann im Recorder dreht...
Antwort von DWUA:
Eine "alte" 170 Pal steht dank ihres enormen Lowlight-Vermögens
mit ihrem hausgemachten sd allemal besser da, als ein
abgespecktes sd einer Z1, die nicht annähernd jene Bildqualtität unter gleichen Bedingungen liefert.
Intention vor Equipment.
Und letzteres wird von der Industriemafia solange vorne
rausgespritzt, wie sie von hinten mit ihrem eigenen Müll versorgt wird.
Für "Neue", evtl. für "Alte" hier folgendes:
www.r73.net/kategorie/kamera
www.kliebhan.de/vj/praxis.htm
Antwort von PowerMac:
Schon richtig. Leider fehlt eben das 16:9. Es gibt keine Kameras in der Preisklasse, die noch lohnen und direkt ein geiles 16:9 SD-Bild liefern. Alles ab Z1-Klasse sieht downconvertiert klasse aus. Die Z1 ist auch schön lichtstark und rauscht wenig.
Antwort von DWUA:
Viele Zukunftsvisionen von
da Vinci bis
Jules Verne
sind längst Alltag geworden.
Für euch, die (siehe oben) in diesem Thread beteilgten "
TV - Männer",
sowie für alle anderen, die sich dafür interessieren,
stellen wir folgende Meinung zur Diskussion bereit:
Michael Rosenblum und seine "...ganz eigene DV-Philosophie...":
Utopie? Realität demnächst? Bereits Tatsache? Purer Quatsch?
Provokanter Titel:
Fernsehen ist das letzte Überbleibsel der Sowjetunion
www.hr-online.de/website/fernsehen/send ... nt_1202960
Ganz unten findet ihr das
Interview .
Dort
mehr anklicken!
P.s.:
(Wir haben den "hr" auf einem Programmspeicherplatz
zwischen 25 ~ 35, so ungefähr.)
;)
Herzliche Grüße
DWUA
Antwort von PowerMac:
Ich mag den HR. Irgendwie sympathisch. Auch nette Leute beim Dokumentarfilm (Hafner etc.).
Antwort von Anonymous:
Ich hasse den HR.
Sehr unsympathisch.
Die Leute vom Dokumentarfilm kenne ich nicht, aber im die MEISTEN in Schnitt, Post-pro, Grafik, Licht und Kamera sind unfähig, faul UND arrogant.
Von den Redakteuren habe ich noch keinen freundlichen getroffen.
aber ist wohl überall beim fernsehen so. RTL Leute mag ich erst Recht nicht, das sind di schlimmsten. vor ALLEM die Redakteure.
Antwort von Login_vergessen:
... also ich habe eben noch mit einer seehr netten Redakteurin von RTL gearbeitet... jedenfalls rein äußerlich...
Was die Kameras anbelangt, so bin ich derzeit noch der Meinung, dass es noch keinen adäquaten Ersatz für die DVX100 gibt, 16:9 hin oder her.
Ich habe eben bei RTL spasseshalber mal den Begriff "P2" in den Raum geworfen... habe nur fragende Blicke geerntet. Filebasiert läuft's derzeit mit Sony XDCAM. Sonst Band, basta.
Ich bleibe (wenn ich alleine Drehe) solange es geht bei meiner DVX. Wenn deren Bilder aus welchen Gründen auch immer irgendwann mal nicht mehr TV-Tauglich sind, schleppe ich halt auch alleine 'ne XDCAM mit...
Antwort von smooth-appeal:
Also ich hab beim HR sowohl schon eine nette Redakteurin als auch einen überaus gesprächigen Lichttechniker kennengelernt mit denen man durchaus gut auskommen kann. Arrogant trifft eher auf manchen Kameramann zu und pingelig würde ich die Tontechniker benennen ;)
Antwort von DWUA:
Danke für eure Antworten bisher.
Was wir meinten, ist etwas, was die (Kameravergleich)
Ausgangsfrage des Thomas G. anscheinend nur tangiert,
aber kein OT ist.
Er schreibt:
"...da für TV-Sender gedreht wird...."
"...Material geht zum Teil direkt in die Sender..."
"...wird
erst hier bearbeitet..."
Daher unser Hinweis auf die möglichen neuen Strukturen
des Mediums TV. (-->Goldblum, -->Zalbertus, u.a.)
Dafür (VJ) gibt es, -die Betroffenen wissen es längst-,
andere Quellen, z.B.
http://www.videojournalismus.net
Große Zeitungsverlage kommen in Verlegenheit. Beispiele:
Nicht nur DER SPIEGEL liefert DVDs im Heft zu Themenschwerpunkten...
Oder hier:
http://blog.zeit.de/zeitansage/2007/02/ ... gesucht_45
Die "Medienverschmelzung" hat längst begonnen.
Wenn Rosenblum in seinem Interview sagt, dass es dann nichts
mehr ausmacht, wenn "...von 200 VJ-Beiträgen 150 in die Hose gehen...",
stellen wir uns die Frage, wer Beiträge unter welchen Auswahlkriterien
zusammenstellt und wie der "Rest" finanziert wird. (Werbung, was sonst).
Die BBC, als deren Berater R. tätig war und ist, hat vor Jahren bereits
150 Stück der PD 170 pal geordert.
Demnächst werden es wohl noch mehr "kleine" HD 16:9 er sein (?)
Nach dem Motto "
möglichst viel, in vielen guten Händen von Menschen mit vielen guten Ideen"?
Die Briten, als eher konservativ eingeschätzt, sind uns einen Fuß
voraus.
Gottseidank haben wir mit VJ nicht unmittelbar zu tun. Aber jeder
neutrale Beobachter muss denken: Holzauge bleib wachsam.
:-))