Für ein solches Aufreißen-Reinbeißen-Wegschmeißen-Tutorial ist das Niveau erstklassig. Der Tip, Werbungen wegen ihrer Erzählökonomie zu analysieren (;komplizierte Zusammenhänge in 30 Sekunden), ist wohl im Original von Stanley Kubrick, er findet sich fast wörtlich in einem Interview mit Michel Ciment. Das Storyboarding scheint der Autor des Tutorials irgendwann bei James Monaco aufgegriffen zu haben, hier fehlt m.E. ein bisschen der Tip, Einstellungsgrößen zu variieren. Es ist
fast egal, ob die Kadrage passend zum Inhalt gewählt ist, aber bereits mit "shot-shuffle" wird eine Sequenz interessanter, als wenn alles in Totalen (;Urlaub, Landschaft) oder Halbnah-Takes (;Amateur-Hochzeitsfilm) gemacht ist.
Moderner wird dann der Tip, mit verschiedenen Geschwindigkeiten zu arbeiten. Das "Cranking" ist das Steckenpferd von Tut-Guru Stu Maschwitz.
Hilfloses Schulterzucken beim Ton. Immerhin lobenswert, zu erwähnen, dass der Ton nicht unproblematisch ist, es gibt eben Grenzen für ein Mini-Tut, auch die
verliert beim Kürzen ;-)
ja und? nur weil er keine quellenangaben angegeben hat von wem eine bestimmte technik gerne genutzt bzw entwickelt wurde, finde ich die kritik von axel belanglos so lange es jmd das tutorial wirklich hilft.