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Erfahrungen / Testbericht zu SteadyWonder (Schwebestativ / Steadycam)?



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Frage von Carraxx:


hallo alle zusammen!

ich habe eine canon hv20 camcorder und suche hierzu ein vernüftiges, reisetaugliches schwebestativ / steadycam.

nachdem ich hier im forum alle artikel zum thema schwebestativ bzw. steadycam gelesen habe und mir alle erwähnten stative angeschaut habe, konnte mich doch keins so richtig überzeugen.

irgendwie habe ich den eindruck, dass die meisten schwebestative:

- doch pendeln, da man sie nicht richtig trimmen kann (höhe des balancegewichtes lässt sich nicht stufenlos einstellen)
- zu gross und schwer sind
- die vernüftigen zu teuer sind (> 500€)
- billige kugellager verwenden, welche eine zu hohe reibung ausweisen
- und man offenbar ein halbes jahr übung braucht, um damit brauchbare aufnahmen hinzukriegen :-(

nun habe ich in der bestenliste von videoaktiv digital das schwebestativ steadywonder von videodesign-wennmann entdeckt, welches dort mit "sehr gut" getestet wurde und mir recht vielversprechend aussieht und bezahlbar ist (348€). die firma videodesign-wennmann gibt es nicht mehr und eine nachfrage bei videoaktiv digital hat ergeben, dass steadywonder mittlerweile von der firma carget über das internet vertrieben wird:

http://www.steadywonder.com

und so sieht's aus:

und zusammengeklappt so:

was mich an dieser steadycam spannend finde, ist dass es so super klein und leicht ist (310g ohne balancegewichte), man es zusammenklappen kann und dann sogar in eine jackentasche passen soll und es sich laut herstellerangaben exakt trimmen lässt, sodass überhaupt kein pendeln z.b. beim langsamen gehen auftritt. zudem wird bei diesem stativ statt kugelgelenk oder kardangelenk ein trichterlager verbaut. irgend ein schlauer mensch hier im forum hatte mal geschrieben, dass wäre das beste lager überhaupt, da es die geringste reibung aufweist. habe ich aber noch bei keinem anderen steadycam bisher gesehen.

laut deren internetseite gibt es das teil schon seit 10 jahren und mich wundert, dass man hier nichts darüber findet!?

daher meine frage:
kennt jemand steadywonder und kann hier vielleicht einen kleinen erfahrungs- bzw. testbericht posten?

vielen dank schonmal im voraus!

vg
chris



Antwort von Bruno Peter:

Ich habe mir selbst etwas gebaut, was meine Ansprüche voll abdeckt (sh.HP).

Ich habe davor überlegt wie oft ich ein solches Schwebestativ in meiner Praxis als Reisetourenfilmer einsetze und festgestellt, dass eine Kaufinvestition viel zu hoch wäre für den anteilmäßig nicht sehr hohen Bedarf bei meiner Filmerei und besonders handlich waren die verfügbaren Geräte für leichte Kameras um 650 Gramm Eigengewicht auch nicht, deshalb Selbstbau. Nach einigen Versuchen habe ich es geschafft.

Ich setze jetzt dieses Schwebestativ für wirklich vorgeplante Aufnahmen ein, da ist es auch sinnvoll.

Ich weiß, man schaukelt sich langsam hoch, wenn erst einmal der Wunsch erwacht Schwebeaufnahmen machen zu wollen, man glaubt, jetzt wird alles mit dem Schwebestativ aufgenommen und man sucht Verbündete in Foren die ebenso denken. Dabei kann man kurze Schwebeaufnahmen durchaus auch sehr gut mit einer anderen Kameraführung machen die ich praktisch die meiste Zeit(>90%) benutze, wenn man die Aufnahmetechnik dazu geübt hat. Man springt doch nicht ständig über Treppen, Mauern oder Gartenbänke mit der Kamera. Auch über mein MiniStabi(Plus) findest Du etwas auf meiner HP.

Ich hoffe Dir eine Anregung gegeben zu haben.

Viel Spaß!



Antwort von wolfganglowl:

Hallo Chris!

Ich verwende seit etwa 2 Monaten das Steadywonder mit meiner Canon MVX3i. Die dürfte von Form und Gewicht her ähnlich sein mit deiner HV20.
Ich bin sehr zufrieden damit und habe einen kurzen Anwenderbericht verfasst:

Anwenderbericht Steadywonder

Wie alles begann:
Als langjähriger Fotograf wagte ich, aufgrund der mittlerweile günstigen PCSchnittlösungen,
den Umstieg auf bewegte Bilder. Ich stieg mit einer Videokamera
aus dem mittleren Preissegment in das Hobby des Videofilmens ein.
Hauptmotiv war natürlich mein damals 3 jähriger Sohn. Nach den ersten
Schnittversuchen auf dem PC erkannte ich, dass Freihandaufnahmen trotz dem
optischen Bildstabilisator der Kamera sehr unruhig und daher unangenehm
anzusehen waren. Ich fand eine einfache Schulterstütze, mit der ich nun einige Jahre
das Auslangen fand. Mit dieser Schulterstütze sind relativ gute Aufnahmen möglich,
solange der Kameramann still steht und einen ruhigen Atem hat. Da dies aber bei
Wanderungen und Autofahrten nicht der Fall ist, suchte ich nach einer besseren
Lösung.
Suche und Lösung:
Ich sah mir verschiedene Stative an, scheiterte jedoch immer an der Größe und der
Tauglichkeit, diese auf Wanderungen vernünftig mitnehmen zu können oder an
einem, für Hobbyfilmer viel zu hohen Preis. Auf einer Digitalschnittmesse fand ich
dann ein handliches Schwebestativ, das jedoch für meine Kamera nicht geeignet
war, da diese zu schwer ist. Nach einer weiteren, intensiven Suche im Internet fand
ich dann das Steadywonder. Die Beschreibung und die Demo-Videos auf der
Homepage ließen Hoffnung aufkommen, endlich etwas geeignetes gefunden zu
haben.
Bestellung:
Kurz darauf bestellte ich das Steadywonder auch schon über die Internet-Seite der
Firma und war über die schnelle Lieferung erfreut.
Erste Versuche:
Ich packte die Teile aus und begann den Zusammenbau und die Einstellung laut
Anleitung. Da meine Kamera eine etwas ungünstige Form hat (lang aber sehr
schmal) wurden meine Nerven bei der Trimmung des Steadywonder ziemlich
strapaziert. Aufgrund der vielen Einstellmöglichkeiten des Steadywonder brauchte ich
eine Weile, bis ich die optimale Einstellung gefunden hatte. Die Anleitung und das
Video zur Trimmung auf der Homepage halfen da aber weiter. Nach etwa 2 Stunden
war die Kamera soweit in Balance, dass ich einen ersten Test machen konnte – und
ich war erstaunt! Ich konnte nach nur wenigen Versuchen bereits ganz brauchbare
Aufnahmen im Gehen und auch im Laufen machen. Besonders deutlich merkte ich
das, als ich meinen Sohn stundenlang im Garten mit der Kamera verfolgte. Ich
konnte nun Szenen aufnehmen, an die mit meiner Schulterstütze nicht zu denken
war.
Erste Probleme:
Um das Steadywonder besser transportieren zu können, klappte ich die
Gewichtsträgerstange hoch – und schon begann die Einstellerei von vorne. Das war
natürlich nicht praxistauglich. Also rief ich bei der Hotline an und klagte dort mein
Leid. Entgegen den Erfahrungen mit anderen Hotlines bemühte sich der Herr am
anderen Ende der Leitung um mein Problem. Er schickte mir dann kostenlos eine
Erweiterung – das Quickfix. Das ist ein Anschlag an der Querträgerstange, mit
dessen Hilfe die Gewichtsträgerstange jedes Mal an der definierten Position des
Quickfix wieder festgeschraubt werden kann. Damit dauert es nur noch wenige
Sekunden, um das zusammengeklappte Steadywonder einsatzbereit zu machen.
Grenzen und Nachteile:
Bei windigem Wetter jedoch ist das Steadywonder nur eingeschränkt tauglich. Da
meine Kamera seitlich eine doch relativ große Angriffsfläche bietet, sind bei
Seitenwind keine so guten Aufnahmen mehr möglich.
Bei Aufnahmen im Stehen liefert die Schulterstütze bessere Aufnahmen, da man ein
Schwebestativ über längere Zeit nicht ruhig halten kann, sondern eine langsame Aufund
Ab, bzw. Seitwärtsbewegung damit macht.
Fazit:
Ein Schwebestativ (und somit auch das Steadywonder) ist keine Wunderwaffe,
sondern eine wichtige Ergänzung zu anderen Stativarten. Vor allem für Aufnahmen,
bei denen eine Person verfolgt werden muss oder die Kamera starken Bewegungen
unterliegt, ist es aber eine hervorragende Lösung. Im Vergleich zu den meisten
Schwebestativen ist das Steadywonder wesentlich handlicher und preiswerter.
Ist erst einmal die Arbeit des Trimmens geschafft, dann erweitert es die
Möglichkeiten des Filmens wesentlich und ist jedem engagierten Videofilmer nur zu
empfehlen.

Ich habe ein kurzes Demo-Video mit meinen ersten Versuchen auf Youtube eingestellt:



lg
Wolfgang





Antwort von Carraxx:

hallo bruno, hallo wolfgang,

ich bedanke mich herzlich für eure beiträge!

@bruno:
ein selbstbau kommt für mich leider nicht in frage, da ich weder über das nötige Geschick, das Werkzeug und noch die zeit dafür verfüge. trotzdem vielen dank für eine ausführungen!

@wolfgang:
dein testbericht hat mich überzeugt. ich werde mir das steadywonder jetzt auch zulegen und bin sehr gespannt auf die ergebnisse. vielen dank für deinen sehr ausführlichen bericht!

ich werde euch dann hier auch meine erfahrungen mitteilen.

vg
chris



Antwort von Crookie:

Gibt es eigentlich Schwebestative mit einer rotierenden Schwungscheibe?



Antwort von crazy-spy:

Ja, nennt sich dann Kreiselstabilisator / Gyrostabilisator.
z.B. Ken-Lab-Kreiselstabilisatoren KS2, KS4, KS6, KS8...



Antwort von NotDogge:

Hallo zusammen,

ich möchte auch einmal kurz mein bisheriges Fazit zu Steadywonder niederschreiben und damit auch ein recht großes Lob an die Firma Carget GmbH, speziell an Herrn Thews aussprechen - warum? Dazu kommen wir gleich - zuerst eine kleine Einführung warum überhaupt am Ende Steadywonder:

Ich bin im Vorstand eines Vereins der sich um Deutsche Doggen kümmert die in Not geraten sind. Auf unserer Website sind wir schon seit langem dazu übergegangen soweit möglich die entsprechenden Hunde nicht nur in Bildern sondern auch in Videos vorzustellen.

Wer schon einmal versucht hat einen Hund und seinen Bewegungsablauf zu filmen oder um ihn rum zu gehen wenn er steht wird sofort wissen warum man relativ schnell auf die Suche nach einem Steadycam-Stativ geht.

Gesagt getan... über ein halbes Jahr habe ich verschiedenste Modelle erkundet, angesehen und teilweise auch getestet. Ich bin zwar immer wieder an Steadywonder hängen geblieben, habe aber ganz einfach die Kosten von rund 350.- Euro gescheut, da ich mit den anderen Stativen auch keine wirklich brauchbaren Ergebnisse erzielen konnte.

Sagen muss ich, dass ich eine JVC Everio GZ MG-140E nutze, die mit Akku schon nur 350 Gramm wiegt und bei der zudem der Schwerpunkt der Stativhalterung sehr weit hinten angesetzt ist. Dadurch ergeben sich in der Trimmung schon die meisten Probleme, noch dazu muss ich mit der Kamera bei den Hunden meist in eine recht tiefe Position, was die Sache auch nicht leichter macht.

Schlussendlich habe ich mir dann doch ein Herz gefasst und mir ein Steadywonder bestellt, was auch sehr zügig innerhalb von nur 2 Tagen bei mir auf dem Tisch lag. Ebenso schnell war der Internetzugang für die Kundenseite da auf der man das Video zur Trimmung findet.

Überrascht war ich sofort schon beim lesen der Bedienungsanleitung über die mannigfaltigen Einstellmöglichkeiten mit diesem kleinen aber sehr hochwertig verarbeiteten Stativ.

Ich also fröhlich ans Werk... natürlich mit dem schon vorher angesprochenen Schwerpunktproblem, das ich dann schon nach etlicher Zeit in den Griff bekam das es zumindest mal halbwegs so aussah wie auf dem Video zur Trimmung. Die Ernüchterung kam dann bei den ersten Testdrehs.... so wirklich sah das nicht danach aus als wollte das Stativ so wie ich es wollte.

In meiner Verzweiflung rief ich also den Service von Carget an - und erlebte meine erste Überraschung. Freundlich wurde meine Problematik angehört, kompetente Fragen gestellt und mir mit Tipps weitergeholfen soweit dies telefonisch ging. Zumindest hatte ich wieder mal Ansätze zu den Einstellungen. Also wieder hier geschraubt und da gedreht, ab auf die Wiese und wieder versucht und nachgestellt. Das Ergebnis war schon weit besser als vorher, aber immer noch nicht das was ich auf den Demovideos gesehen hatte. Also nochmal kurz vor Feierabend angerufen und... mir wurde sofort für den nächsten Tag eine Videokonferenz via Skype angeboten - zweite Überraschung.

Am nächsten Tag dann auch die versprochene Videokonferenz in der mir als Techniktrottel die Einstellungen dann unter Kontrolle noch einmal erläutert wurden und aufgrund des Sehens die Trimmung so veranlasst wurde das ich mit dem Ergebnis das erste Mal ganz zufrieden war. Sicher noch nicht optimal, dazu gehört natürlich auch seine Gehweise etwas umzustellen und daraus die richtige Feineinstellung zu entwickeln Aber ich bin inzwischen sehr zuversichtlich das ich in kurzer Zeit respektable Videos mit dem Stativ erzielen kann.

Ansonsten kann ich Wolfgang in seinem Bericht nur zustimmen. Das Steadywonder ist sicher keine Geheimwaffe die alles kann und die in 5 Minuten einsatzfähig ist - aber für den ambitionierten Hobbyfilmer mit einer leichten Kamera ist es fast ein Muss. Jeder Cent ist für die qualitative Verarbeitung, das Konzept der Einstellmöglichkeiten, das Zubehör und ganz vorne - den völlig unkomplizierten und kompetenten Support sehr gut angelegt. Man kann sich auch ein billigeres Stativ zulegen und dann feststellen das man sein Geld zum Fenster rausgeworfen hat, natürlich auch ein viel teureres bei dem man zu seinen Einstellproblemen keinen vernünftigen Support bekommt - hier stimmt für mich das Preis-/Leistungsverhältnis voll und ganz.



Antwort von holzbrettfahrer:

Dein Erfahrungsbericht hat mich auf dieses Wonder-Produkt aufmerksam gemacht. Ich werde es mir bestellen und meine Erfahrungsberichte weitergeben. Danke für die Informationen



Antwort von pilskopf:

Für den Preis würde ich mir lieber die Glidecam HD-1000 kaufen. Auch für den Einsatz bei einem Tier ist dies zu empfehlen, weil man sie Überkopf nehmen kann. Ich mach dafür am Gegengewicht ein paar Gewichte ab und schwupps dreht dich die Cam von alleine auf den Kopf und kann so problemlos auch über 2cm über dem Boden geführt werden. Klar, digital muss das Bild dann gedreht werden.

Also wer 350€ ausgeben will, kann sich die mal als Vergleich anschauen.
Das ist damit gedreht.

Vor allem wenn ihr bewertet, wie gut ein Produkt ist, zeigt ein Video dazu, das ist sonst alles relativ. Ne Steadi muss ganz klare Bedignungen erfüllen bei so einem Preis. Finde ich. Die Glidecam kostet auch 350€.



Antwort von hozz:

Das Ding sieht verdammt interessant aus. Vielen Dank für den Hinweis und die ausführlichen Erfahrungen.

Ein paar allgemeine Newbie-Fragen zum Thema (jetzt nicht unbedingt nur Steadywonder, sondern allgemein Schwebestative):

1. Mich würden vor allem Vergleichsvideos mit/ohne interessieren.. gibt es da gute, aussagekräftige?
Insbesondere der Unterschied, wenn die Kamera schon einen "besseren" optischen Stabi hat (ich habe z.B. die Sony XR520).
Auf gut Deutsch: wieviel bringts?
Und: sollte man ggf. den Stabi zusätzlich anlassen, oder ausmachen und nur aufs Stativ vertrauen?

2. Wie sieht es mit dem Filmen von ruckelfreien Schwenks aus?
Horizontal: sollte man dafür eher ein normales Stativ + Videoneiger o.Ä. benutzen? (insgesamt höchstens gleiche Preisklasse)
Vertikal: wie weit neigen kann man, bevor so ein Schwebestativ konstruktionsbedingt aufgibt? Oder hält das Ding die Kamera in der vertikalen Position fest bis man zu sehr dreht?

3. Wie gut kann man damit Störungen bei stärkerem Wind (meist schnellere Vibrationen) ausgleichen? Was sind hier Alternativen?

Hoffe, ich habe den Thread jetzt nicht gehijackt, aber wusste nicht wohin sonst damit. Danke :-)



Antwort von wolfganglowl:

Hallo hozz!

ad 1) Vergleichsvideo hab ich noch keines gemacht.
Meine Kamera hat einen ganz guten optischen Stabilisator, jedoch sind ein Stabi und das Steadywonder zwei Paar Schuhe. Der Stabi gleicht nur reletiv kleine Auslenkungen aus (also das Zittern von der Hand). Ein Schwebestativ bleibt durch seine Trägheitswirkung auch bei grösseren Bewegungen an seiner Position.
Meine Erfahrung ist, dass die besten Ergebnisse mit einer Kombination aus optischem Stabilisator und Steadywonder erzielt werden.

ad 2) Schwenks mache ich lieber mit einer Schulterstütze (hat es mal von Hama gegeben). Ist mir persönlich lieber als das Steadywonder. Dabei machst du mit dem ganzen Oberkörper den Schwenk, was ziemlich brauchbare Aufnahmen bringt.
Schwenks oder auch leicht verwackelte Aufnahmen verbessere ich allerdings auch noch im Schnittprogramm. Es gibt da von der Firma proDAD das PluginPlugin im Glossar erklärt Mercalli. Es funktioniert unter anderem mit Adobe Premiere und Pinnacle Studio 12. Dieses PluginPlugin im Glossar erklärt analysiert das Bild und gleicht Verwacklungen aus. Ebenso funktioniert dies mit Schwenks bzw. Zooms - die werden wesentlich gleichmässiger. Du kannst dir auf der Homepage von proDAD eine Demo-Version downloaden. Die Vollversion kostet 59€ (nur SD) bzw. 119€ (HDTV). Ist als Ergänzung auf jeden Fall zu empfehlen.
Neigen kannst du das Steadywonder prinzipiell gar nicht - du kannst nur durch verstellen der Gewichte eine konstante Neigung einstellen, oder notfalls mit dem Finger nachhelfen, was aber meist etwas "eckig" wird.

ad 3) Gar nicht! Da die Kamera eine grössere Windangriffsfläche als das Steadywonder hat, geht die Kamera immer in Windrichtung mit.

lg
Wolfgang



Antwort von hubse:

Hallo,

ich steh grad vor ungefähr dem gleichen Problem, Steadywonder oder Glidecam HD 1000.

Pilskopf hat geschrieben, dass man für das Geld anstatt einer Steadywonder lieber gleich eine Glidecam kaufen soll. Ich hab mir seinen youtube link (aus seinem letzten Kommentar) und auch seine Videos bei vimeo angeschaut (falls pilpop bei vimeo identisch mit pilskopf bei slashcam ist...) und bin beeindruckt. Allerdings scheint pilskopf einer der ganz wenigen zu sein, die das Ding richtig bedienen können!

Ich hab mir die letzten Tage auf youtube und vimeo mit Suchbegriff Steadywonder und Glidecam massenhaft Videos angeschaut - und im Vergleich "schwankt" bei den meisten Videos die Glidecam viel stärker hin und her als die Steadywonder (es schaut meist so aus, als wär man auf dem Schiff, besonders die links-rechts-Schwankungen sieht man oft). Steadywonder sagt dazu, dass Glidecam eben eine Pendelsteady und keine Balancesteady baut, und das das darum viel schwerer zu bedienen ist.

Darum die Frage: Sollte man nicht lieber eine Steadywonder kaufen bevor man mit der angeblich besseren Glidecam nichts hinbekommt?

Ich find hier im Forum keinen wirklichen Vorteils- Nachteilsvergleich zwischen Steadywonder und Glidecam HD 1000! Die Glidecam steht auch nicht auf der Bestenliste von Videoaktiv, man findet nur einen Artikel, dass Profis darauf schwören.

Also lieber Pilskopf (falls du das hier überhaupt liest): Warum sollte man bei gleichen Kosten lieber eine Glidecam kaufen? Ich hab mich auch gefragt, ob die Pendelbewegung in deinen Videos wirklich nicht vorhanden sind oder nur nicht auffallen, weil die meisten Steadycam-Einstellungen in Zeitlupe laufen...

Gruß und Respekt,

Martin



Antwort von pilskopf:

Ich habe immer auch ein wenig in der Postpro verbessert, nicht überall, da gehts um 1 bis 3 Grad würde ich schätzen.

Pilpop ist pilskopf, keine Ahnung mehr wieso eigentlich, ein Admin könnte mich auch in pilpop umbenennen.

An der Zeitlupe liegt es nicht dass es bei mir nicht schaukelt sondern am genauen austarieren und dem Geschick, die linke Hand darf halt kein schaukeln produzieren, es draf eben erst zu keinem pendeln kommen oder man ist geschickt, das mit einer Handbewegung zu korrigieren.

Für eine perfekte Fahrt stabiliere ich dann die wenigen Schrägen per Software mit der Hand und Keyframes, ein Schaukeln und wenn es nur leicht ist und welches man im Grunde gar nicht verhindern kann (weil das Physik ist eun es keinen perfekten Punkt einer Steadi gibt) dass es zu kleinen Unebenheiten kommen kann. Man dreht die Steadi, man schwenkt, man beschleunigt und da eine SteadicamSteadicam im Glossar erklärt unten immer schwerer ist als oben, entstehen auf alle Fälle Unebenheiten also Schrägen die es entweder gilt gleich zu verhindern in dem man mit der linken Führhand entgegenwirkt oder man stabilisiert ganz langsam wenn man mal eine Unwucht sich eingefangen hat. Dann gibt es immer noch die Postpro für eine sehr smoothe Aufnahme.

Im Grunde sollte die linke Hand gar nicht benutzt werden, die baut die Fehler ein die man bei Anderen beobachten kann, zusätzlich zu einem zu schwerem Gewicht unten. Die linke Hand braucht man natürlich trotzdem in fast allen Fällen aber halt nicht immer, es geht auch nur mit einer, das wird dann richtig smooth, beim gerade aus laufen z.B. innerhalb eines Gebäudes oder bei keinem Wind dann draussen.



Antwort von domain:

Im Grunde ist es ziemlich egal, welches Steady du verwendest, sei es ein selbst gebasteltes oder ein aus Gold gefrästes CNC-Modell.
Das Prinzip ist immer das Gleiche: ein Pendel mit langsamer Pendelfrequenz.
Wesentlich sind vor allem die Justiermöglichkeiten. Diese sollten ohne Werkzeug schnell und einfach zu erledigen sein und weiters auch die Sperrigkeit, falls du es etwa mal auf Reisen mitnehmen wolltest.
Im aufgebauten Originalzustand sind einige ja kaum zu transportieren. Also muss es platzsparend zusammenlegbar und danach recht schnell wieder justierbar sein und das insbesondere in der horizontalen Lage, weil diese die eigentlich wirklich kritische Größe neben der Pendelfrequenz ist.
Ob ein Kardangelenk in Kombination mit Kugellagern oder nur ein Kugelgelenk vewendet wird ist nebensächlich, denn ohne eine gewisse Reibung können beide nicht funktionieren.
Siehe auch hier, das ist ohne viel Übung und Nachbearbeitung realistisch:
http://www.sonderstative.de/videos/video2.php



Antwort von nicecam:

@ domain: Schau mal bitte in den Nachbarthead rein, da hab ich an dich noch mal eine "tangierende" Frage gestellt.



Antwort von Wechiii:

Im Grunde sollte die linke Hand gar nicht benutzt werden, die baut die Fehler ein die man bei Anderen beobachten kann, zusätzlich zu einem zu schwerem Gewicht unten. Die linke Hand braucht man natürlich trotzdem in fast allen Fällen aber halt nicht immer, es geht auch nur mit einer, das wird dann richtig smooth, beim gerade aus laufen z.B. innerhalb eines Gebäudes oder bei keinem Wind dann draussen.

Da gebe ich dir Recht. Aber wenn das System etwas leichter ist kann es sich ja drehen. Da muss die Linke hand gegenwirken.

Aber bei so gerade aus gehen sollte die linke hand wirklich fast weggelassen werden. Aber Übung macht den Meister. Nach viel SteadicamSteadicam im Glossar erklärt üben haste wahrscheinlich auch eine deutlich ruhigere Hand, die tolle Smoothe "Schwenks" (Pan) auch ganz gut hinbekommt.

Liebe Grüße



Antwort von hubse:

Hi,

zusammenfassend könnte man also sagen: "Steadywonder/Schwebi und Glidecam HD 1000 nehmen sich in der "Schwebequalität" nichts. Sie sind beide gleich gut/schlecht zu steuern."

Wenn das stimmt, dann wäre Steadywonder und Schwebi gegenüber der Glidecam doch im Vorteil - weil sie viel leichter sind!?!

Viele Grüße,

hubse



Antwort von Airbusjoerg:

Ich habe den SteadyStick und muss sagen, dass ich mit ein bissel Übung damit auch super "schweben" kann (also nicht ich persönlich sondern die Kamera). In Anbetracht dessen, dass das System kleiner, leichter, wesentlich unkomplizierter in der Handhabung und auch noch für andere Sachen außer Schweben zu verwenden ist, kann ich das eigentlich uneingeschränkt empfehlen...



Antwort von hubse:

Hi,

hier ein Auszug von der Steadywonder-Seite

Balance- vs. Pendel- Steadycam

Eine genau einjustiertes (getrimmtes) Steadycam Schwebestativ arbeitet so präzise, dass auch abrupte Hin- und Herbewegungen, ja förmliches Verreißen, das Balancesystem nicht zum "Pendeln" bringt. Dies bedeutet, egal wie der Tragehandgriff, oder die Tragevorrichtung bewegt wird, die Kamera und das Steadycam Schwebestativ bleiben ruhig in Ihrer Lage. Bei allen Steadycam Schwebestativen, die aufgrund ihrer Konstruktion diese absolute Balance nicht herstellen können, welche also unterhalb des Drehpunktes den Hauptgewichtsanteil führen, handelt es sich um "Pendelsysteme". Das bedeutet, ein angestoßenes Pendel "schwingt". Man benötigt keine Fantasie um sich diese Tragweite für ein Aufnahmesystem vorzustellen!

Wenn ich das richtig verstehe, dann ist die Glidecam HD-1000 ein solches "Pendelsystem". Stimmen die Angaben, dass "Balance-Systeme besser sind als "Pendel-Systeme" oder ist das Marketing?

Viele Grüße,

hubse



Antwort von om:

Balance- vs. Pendel- Steadycam

Wenn ich das richtig verstehe, dann ist die Glidecam HD-1000 ein solches "Pendelsystem". Stimmen die Angaben, dass "Balance-Systeme besser sind als "Pendel-Systeme" oder ist das Marketing?

Viele Grüße,
hubse

Auch habe ich wenig Ahnung, aber eine Kamera, die oben, über dem Haltepunkt "schwebt", muss unter dem Haltepunkt/Gelenk ein Gegengewicht haben. Der Schwerpunkt kann m.E. nur unterhalb des Haltepunkts sein, ansonsten würde die Kamera ja beim Schwenken kopfüber nach unten kippen.
Die Kunst ist es, den Schwerpunkt möglichst dicht am Haltepunkt zu haben.



Antwort von domain:

So ist es. Es gibt keinen Unterschied zwischen Balance- und Pendelsystemen, alle Steadycams funktionieren als Pendel mit langsamer Pendelfrequenz.
Und wenn man in div. Democlips jemand sieht, der das ganze System schnell hin und her bewegt und es trotzdem stabil bleibt, so ist das ganze eine Augenauswischerei, weil sich beide Bewegungen noch innerhalb der Pendelfrequenz abspielen und da kommt es zu keinen Ausschlägen oder Wackeleien.
Das funktioniert sogar mit den allereinfachsten Steadycams, sofern die Pendelfrequenz nur niedrig genug ist.



Antwort von stefangs:

den grabe ich jetzt nochmal aus... da das trimmen ja wohl eine groessere aktion ist, wuerde mich noch interessieren, welches der modelle steadywonder oder schwebi (meine engere auswahl) schneller wieder zu nutzen ist, nachdem man es mal eingestellt, aber dann wieder abgenommen hat. kennt jemand beide?

stefan




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update am 21.August 2017 - 18:00
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