Kamera Zubehör: Objektive, Gimbals, Stative, ... Forum



steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage



Akkus, Stative, Optiken, Kabel, ... (für Licht und Ton gibt es jeweils ein eigenes Unterforum)
Antworten
daylife99
Beiträge: 53

steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von daylife99 » Di 27 Apr, 2010 08:44

Habe eine Panasonic SD 300 und suche für "gehende" Interviews ein Schwebestativ. Flycam 5000 oder 3000 kommt nicht in Frage (hatte ich für die große Kamera und ging erst nach Lagerwechsel halbwewgs). Nach Foren-Lese-Marathon haben sich 2 Geräte heraus kristallisiert. SteadyWonder oder - leider gibt es kaum Berichte darüber - Schwebi (inseriert ja auch auf Slashcam).

Hat jemand Erfahrungen mit einem der beiden Stative? Schwebi gefiele mir aufgrund der Einfachheit recht gut und nicht nur wegen des Preises. Fragt sich nur ob es nicht zu einfach ist. Keine Ahnung.
Kann nichts Schweres brauchen, da Wanderung mit Interview im Wandern über mehrere Tage angesagt ist. Also fast wie ein Gernstl;-) ohne VW-Bus.




domain
Beiträge: 10568

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von domain » Di 27 Apr, 2010 09:30

Das Schwebi sieht meiner Meinung nach gut aus. Vor allem das einfache und schnell mögliche horizontale Austarieren ist gut gelöst. Dazu ist eine kleine Wasserwaage, an der richtigen Stelle positioniert, übrigens sehr wertvoll.
Das folgende Video zeigt ausnahmsweise mal ehrlich, was mit einem Amateur-Schwebestativ realistisch möglich bzw. nicht möglich ist.

http://www.sonderstative.de/videos/video2.php

Insgesamt sinnvoller wäre für deine Zwecke u.U. das 561B Einbeinstativ
http://www.manfrotto.com/Jahia/site/manfrotto/pid/13785




Paul*Berlin
Beiträge: 303

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von Paul*Berlin » Di 27 Apr, 2010 17:39

Das Schwebi sehe ich zum ersten Mal, aber seit dem ich es nun gesehen habe, bin ich auch stark am überlegen, ob ich es mir zulegen soll. Es passt wunderbar in mein sehr kleines Budget und ist perfekt für das Gewicht meiner HDC-SD300.
Darum frage auch ich: Gibt es irgendwelche Punkte, die arg gegen das Schwebi sprechen, wenn man damit keine superweichen Kamerafahren, aber doch einigermaßen ruhigen Kamerafahrten realisieren möchte? Denkt ihr, das Stativ ist einigermaßen live-tauglich, für den Einsatz auf der Bühne? Im Gegensatz zur doppelt so teuren Glidecam Pro 2000 / HD 1000 kann man die Schwebi nicht einfach mal abstellen, aber man kann es doch einhängen, oder, z.B. an einem Mikroständer?

Noch mal kurz was Grundlegendes:
Das Kugelgelenk minimiert ein Wackeln auf allen Ebenen, oder?
Camcorder: Sony HDR-FX1 und Panasonic HDC-SD 300




nicecam
Beiträge: 1703

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von nicecam » Di 27 Apr, 2010 19:00

domain hat geschrieben:Insgesamt sinnvoller wäre für deine Zwecke u.U. das 561B Einbeinstativ
Für "gehende" Interviews? Erklär mal genauer. Ich bin im Besitz dieses Stativs, hab gerade mal meine CANON HV-20 draufgesetzt und bin ein bisschen so damit herumspaziert. Du meinst also in etwa: Das Stativ locker in der Hand haltend als Schwebestativersatz?

Ich hab das jetzt nicht weiter ausgetestet. Aber in Zusammenarbeit mit dem Bildstabilisator (besser noch mit dem dynamischen Stabi der CANON HF-S11, der wirklich erstaunliches leistet z. B. im Auto, also im passiven Einsatz, dann auch wohl im aktiven Einsatz) könnte das gar nicht mal so schlecht aussehen. Laut slashCAM - Test: Canon Legria HF S11 wird dieser dynamische Stabilisator auch bei Sony und Panasonic eingesetzt; ob auch schon bei der Panasonic SD 300 weiß ich nicht.

Also domain, wir haben noch Klärungsbedarf.
Gruß Johannes




domain
Beiträge: 10568

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von domain » Di 27 Apr, 2010 19:11

Also, da haben wir gar keinen Klärungsbedarf :-)
Denn für direkt im Gehen produzierte Footage ist das 561B natürlich keine Alternative.
Wie handelst du bei dieser Gelegenheit eigentlich den Ton?




nicecam
Beiträge: 1703

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von nicecam » Di 27 Apr, 2010 19:21

Gut, ich hatte mich schon gewundert, da der TE ja was für "gehende" Interviews suchte.

Aber was haben wir jetzt für Schwierigkeiten mit dem Ton? Etwa: "Wie kriege ich das abgehackte Gekeuche des zu Interviewenden in den Griff"? :-)
Gruß Johannes




Paul*Berlin
Beiträge: 303

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von Paul*Berlin » Di 27 Apr, 2010 19:58

Ich denke mal eher (wahrscheinlich ist dir das auch klar :D ) wie er den Interviewten mikrofoniert. Per Funk mit Lavallier, per funk mit Handsender, Handmikro mit Kabel, Mikro auf die Cam, Ton angeln per Funk und mit Kabel - und bei den Sachen mit Kabel, wie er es machen will, dass es da keinen Salat gibt. Oder, domain?

Darum muss ich mir erstmal keine Gedanken machen, da meine wichtigsten Anwendungsgebiete mit seperatem Audio sind. Wenn ich mir denn dieses schicke Schwebi hole.
Camcorder: Sony HDR-FX1 und Panasonic HDC-SD 300




nicecam
Beiträge: 1703

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von nicecam » Di 27 Apr, 2010 21:19

domain hat geschrieben:Wie handelst du bei dieser Gelegenheit eigentlich den Ton?
und
Paul*Berlin hat geschrieben:Ich denke mal eher (wahrscheinlich ist dir das auch klar :D ) wie er...
Jetzt geht mir ein Licht auf: domain meinte also den TE.

Gut, wenn ihr nicht mit mir spielen wollt:
Gruß Johannes

Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.




domain
Beiträge: 10568

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von domain » Di 27 Apr, 2010 21:21

Paul*Berlin hat geschrieben: Per Funk mit Lavallier, per funk mit Handsender ..
Klarer Fall, anders gehts auch gar nicht, mache ich ebenso ;-)




daylife99
Beiträge: 53

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von daylife99 » Di 27 Apr, 2010 22:01

domain hat geschrieben:
Paul*Berlin hat geschrieben: Per Funk mit Lavallier, per funk mit Handsender ..
Klarer Fall, anders gehts auch gar nicht, mache ich ebenso ;-)
Bingo - Funk ist angesagt denn die Anglerei geht auf engen Waldwegen usw. eher schlecht.
Ich find´s ja rührend wie ihr euch um meinen Ton Sorgen macht.
Aber die Frage war eigentlich Steadi Wonder oder Schwebi.
Die haben mit dem Ton ja noch nix zu tun.

Bei Schwebi seh ich keinen Anschlag für die seitliche "Arbeitsposition" des Gewichtarmes. Steadi Wonder soll so etwas haben.
Vielleicht können wir mal das Schwebi weg lassen und nur das Wonder heran ziehen. Hat da jemand Erfahrungen damit?

Servus
Peter




domain
Beiträge: 10568

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von domain » Di 27 Apr, 2010 22:05

Was ist denn die seitliche "Anschlagposition" und welche praktische Bedeutung hat sie?




daylife99
Beiträge: 53

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von daylife99 » Mi 28 Apr, 2010 11:58

domain hat geschrieben:Was ist denn die seitliche "Anschlagposition" und welche praktische Bedeutung hat sie?
Die Kamera wird in Längsrichtung gesehen mittig angebracht. Also muss ich für das seitliche Gleichgewicht den unteren Teil des Gegengewichtes/Gewichtsarmes entgegen der seitlichen Kipptendenz abwinkeln (siehe Produktvideo). Wenn es da keine Markierung, verstellbaren Anschlag oder so etwas in der Art gibt, dann muss ich mir bei jeder neuen Verwendung (das Ding soll ja auf Reisen im zusdammengeklappten Zustand mit) den seitlichen "Schwerpunkt" wieder neu einstellen. Wäre ein bisserl fad, find ich.

Peter




srone
Beiträge: 6862

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von srone » Mi 28 Apr, 2010 12:16

ein kleiner strich mit einem edding, nach gefundener balance oder ein stückchen klebeband als markierung sollten auch ohne anschlag zweckdienlich sein.

lg

srone
"x-log is the new raw"




domain
Beiträge: 10568

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von domain » Mi 28 Apr, 2010 12:36


Verstehe.
Beim IG-N800 wird die horizontale Ausrichtung durch die patentierte (grins) Verdrehmöglichkeit des unteren einklappbaren Armes bewerkstelligt. Diesen habe ich dann so festgeschraubt, dass er sich nicht mehr vedrehen sondern nur mehr klappen lässt. Also entfällt dieses Problem.
Allerdings habe ich schon beim vorigen Eigenbau eines Steadys eine zwar nicht sehr elegante aber schnell zu bedienende Lösung für eine horizontale Feinkorrektur angebracht. Hier das in die Grundplatte der Manfrotto-Wechselplatte eingeschraubte verschiebbare Gewicht auf einer Autoantenne, wobei ich die links äußerste Position allerdings noch nie benötigt habe.
Eine an der Wasserwaage ausgerichtete Feinkorrektur ist bei mir häufig noch knapp vor der Aufnahme nötig, je nachdem wie z.B. das jeweilige Kabel zum Sennheiser G3 gerade verlegt ist.




daylife99
Beiträge: 53

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von daylife99 » Mi 28 Apr, 2010 22:10

domain hat geschrieben:
Verstehe.

Allerdings habe ich schon beim vorigen Eigenbau eines Steadys eine zwar nicht sehr elegante aber schnell zu bedienende Lösung für eine horizontale Feinkorrektur angebracht. Hier das in die Grundplatte der Manfrotto-Wechselplatte eingeschraubte verschiebbare Gewicht auf einer Autoantenne, wobei ich die links äußerste Position allerdings noch nie benötigt habe.
Eine an der Wasserwaage ausgerichtete Feinkorrektur ist bei mir häufig noch knapp vor der Aufnahme nötig, je nachdem wie z.B. das jeweilige Kabel zum Sennheiser G3 gerade verlegt ist.

Danke - das ist ein Tipp. Der bringt das Schwebi wieder ins Rennen. Hat eine Manfrotto Grundplatte und eine Libelle bekommt das Ding auch noch verpasst.

So mach ich´s. Und als Training nehm ich alles mit zum Segeln.
Wenn dann nie mehr was von mir zu lesen ist, liegt das Zeug samt mir irgendwo im Mittelmeer

Merci alle miteinander

PS: Edding-Lösung ist natürlich auch vorgemerkt
Seien wir realistisch, fordern wir das Unmögliche (Che)




domain
Beiträge: 10568

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von domain » Mi 28 Apr, 2010 23:43

Ich halte das Schwebi für eine gelungene Konstruktion, vor allem weil man auch den Griff in einer Längsnut verschieben und fixieren kann. Das seitliche Ausbalancieren durch den unteren Ausleger mit Fixierung durch eine Flügelschraube ist ebenfalls elegant gelöst.
Ich persönlich würde mir allerdings das jeweilige Ausgleichsgewicht zu einem Exzenter umgestalten, der dann durch einfaches Verdrehen eine rasche seitliche Feinbalance ermöglichen würde.




daylife99
Beiträge: 53

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von daylife99 » Do 29 Apr, 2010 07:30

Exzenter ist natürlich ein guter Ansatzpunkt. Das haben´s ja beim Steadi Wonder letztlich dann auch gemacht, wie ich gesehen hab.
Dürfte kein Problem sein, ein entsprechendes Gewicht nachzumachen und die Bohrung halt exzentrisch anzubringen.
Interessant wird es, wie das Ding auf den angesetzten Weitwinkelvorsatz reagiert. Ob ich da in Längsrichtung weit genug zurück kann? Der Schwerpunkt wandert in dem Fall gehörig weit nach vorne und da frag ich mich (oder besser den Hersteller), ob Probleme zu erwarten sind bzw. der Gewichtsarm genügend weit nach vorne reicht (sofern das Gegengewicht weiter als bis ganz nach vorne muss).
Was mir am Schwebi noch gleich gefallen hat, war die Manfrotto-Kompatibilität. Würde mir einen raschen Wechsel von Schwebi auf Dreibein und retour erleichtern. Warum die Grundplatte mit der Arretierung nach links angebracht ist, das wundert mich, da die Kamera mit dem ausgeklappten Monitor ohnehin schon linkslastig ist (jetzt mal ganz ohne politischen Hintergrund).
Mach mich mal ans Anfragen bei beiden Herstellern.

LG aus der Alpenrepublik
Seien wir realistisch, fordern wir das Unmögliche (Che)




domain
Beiträge: 10568

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von domain » Do 29 Apr, 2010 09:53



Also das Steady Wonder würde mir wegen der Sperrigkeit weniger zusagen. Kann man wohl schwer transportieren. Sieht nach einer Bastellösung aus, die dann recht kompliziert zusammenzusetzen und zu tarieren ist.
Glaube schon, dass das Schwebi auch mit WW-Vorsatz gut ins Schweben zu bringen ist. Hinteres Aufnahmeloch verwenden, Griff ganz nach vor, Gewicht nach hinten.
Das IG-N800 gefällt mir wegen der simplen und leicht zu transportierenden Formgebung allerdings auch nicht schlecht. Der Arm ist reproduzierbar schnell ausgeklappt, der Griff eingesetzt und das wars eigentlich.
Generell sollte man aber Amateursteadies nicht zu hoch bewerten, es könnten falsche Vorstellungen geweckt werden. Ich verwende die Dinger eigentlich eher selten.
Grüße aus Graz




daylife99
Beiträge: 53

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von daylife99 » Do 29 Apr, 2010 13:13

das schaut ja auch ganz gut aus. Ich hab es nur bisher nicht mit einem so kurzen Gewichtsarm gesehen wie auf deinem Bild. Bin aber schon schlauer geworden auf der Homepage. Die bieten 2 Versionen an. Das sit es. Ich ahb immer nur die für die schwereren Cams gesehen. Ist also auch noch eine genauere Betrachtung wert.
Danke für die wertvollen Tipps und Anmerkungen.
Darf grad mal kurzfristig für 1 Woche ins südl. Nachbarland.
Meld mich dann wieder hier und später auch mit der Kaufentscheidung und den ersten Erfahrungen.

Ahoi bis dahin
Seien wir realistisch, fordern wir das Unmögliche (Che)




sillybird
Beiträge: 13

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von sillybird » Mi 19 Mai, 2010 17:55

Hallo zusammen

Ich habe mir das Schwebi zugelegt, nachdem ich mit dem Hague MiniMotion Cam MMC nicht ganz zufrieden war. Habe heute einen Kurztest gemacht und bin bisher begeistert. Richtig ausbalanciert mit den Gewichten praktisch kein Nachpendeln mehr...

Hier findet ihr mein erstes Testvideo, weitere folgen, dann auch mit der grösseren und schwereren EOS 550d:


Gruss




domain
Beiträge: 10568

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von domain » Mi 19 Mai, 2010 18:27

Sieht gut aus.
Wie kommst du mit dem horizontalen Feintarieren zurecht? Ist das über den Ausleger mit der Flügelmutter ausreichend schnell und genau durchzuführen?
Übrigens diese Art von Tests, nämlich schnelles Vor- und Zurückbewegen innerhalb der Pendelfrequenz sagen nicht viel aus, kritisch wird die Sache erst beim Anfahren, beim Stoppen sowie in Kurven bei längeren Takes.




sillybird
Beiträge: 13

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von sillybird » Do 20 Mai, 2010 14:06

Ich werde heute noch ein neues Video auf youtube stellen, wo ich genau das Anfahren, Stoppen und Rumkurven testen werde.

Mit dem horizontalen Ausbalanzieren hatte ich keine Mühe. Der einzige Nachteil bei diesem System ist halt, je mehr du Horizontal ausbalanzieren musst, desto mehr musst du auch die vertikale wieder korrigieren. Es ist unter Umständen empfehlenswert bei SLRs, wo der horizontale Schwerpunkt nicht aufm Stativgewinde liegt, dies schon mit Gegengewichten an der Kamera ungefähr auszugleichen... Die vertikale Feinjustierung ist jedoch supereinfach (Verschieben der Gewichte auf der Schraube in die eine oder andere Richtung).

Bin leider noch nicht dazugekommen, meine 550d zu testen, folgt aber bestimmt dieses Weekend.




sillybird
Beiträge: 13

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von sillybird » Do 20 Mai, 2010 17:06

Also, hier ist nun das versprochene video mit schnellem Gehen, Kurven, Rennen und sonst noch ein paar shots...

Ich muss noch dazu sagen, ich bin absolut neu auf dem Steadicam-Gebiet und habe vielleicht eine Stunde experimentiert. Die Szenen im Video habe ich übrigens genau einmal gedreht, one take...

Wenn jemand noch Tips hat zum Geh- und Laufstil, habe ich nix dagegen ;-)



Cheers




domain
Beiträge: 10568

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von domain » Do 20 Mai, 2010 19:10

Sieht ja besser als das Original-Demovideo von der drallen "Kickboxerin" aus. Das Schwebi ist eine intelligente Konstruktion und offenbar ziemlich platzsparend zu transportieren, was ich als wesentlich erachte. Kompakter ist wahrscheinlich nur mehr das IG-N800, wobei noch hinzukommt, dass das seitliche Ausbalancieren fast ohne Veränderung der Droptime möglich ist, aber auf eine spezielle nicht zu hohe Reibung des verdrehbaren Auslegers angewiesen ist, die noch dazu nur mit einem Werkzeugschlüssel einstellbar ist. Beim IG-N800 siehst du auf meinem Foto oben übrigens unter dem ersten Nuller der Zahl 800 so einen Zapfen nach unten stehen. Der befindet sich genau auf Daumenhöhe und -distanz der rechten Hand und ist gedacht zum bewussten Gegensteuern in kritischen Situationen. Wenn man wie die Profis genug übt, dann kann man genau damit den "Ausweichtendenzen" des Steadies entgegenwirken und das ist wohl auch das Geheimnis von Profis auf diesem Gebiet: das fast vollautomatische manuelle Gegenwirken gegen die Kräfte des doch etwas unter dem Gelenk liegenden Schwerpunktes.




domain
Beiträge: 10568

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von domain » Do 20 Mai, 2010 19:48

delete




sillybird
Beiträge: 13

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von sillybird » Do 20 Mai, 2010 23:23

Vielen Dank, für die Blumen :-) Ich bin noch nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis, aber für den Anfang kann man nicht meckern...

Ja, das Schwebi ist wirklich handlich. Mein Hague MiniMotion Cam ist zwar noch 100g leichter, aber das Schwebi gewinnt sonst in allen Bereichen. Auch wird es mit einer praktischen, kleinen Schultertasche geliefert, welche man auch so noch gut gebrauchen kann :-)

Ich habe noch etwas mit der Balance getestet. Wenn ich die Gewichte höher schiebe, gehen die schnellen Moves besser und es gibt praktisch null nachpendeln, dafür besteht eher die Tendenz zum Drehen der Kamera (ohne dass man mit dem Daumen eingreift natürlich). Vielleicht müsste ich das andere Lager (sind 2 dabei!) mit dem geringeren Drehwiederstand noch testen, da die G10 ja nicht gerade schwer ist...

Wenn man die Gewichte etwas nach unten verschiebt wird das ganze Teil wesentlich stabiler beim Gehen/Laufen, dafür schwingt es halt etwas mehr nach. So ganz nach dem Physikkurs 1; Masse ist träge ;-)

Übrigens, mein 2. Video habe ich komplett mit einer Hand und OHNE Daumen gemacht. Ich muss sagen, sogar die Kurven funktionieren so mit etwas Feingefühl recht gut. Aber jetzt heisst es üben, üben üben...

Jetzt montiere ich mal noch die 550d im Dunkeln :-)




sillybird
Beiträge: 13

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von sillybird » Fr 21 Mai, 2010 16:23

Hier noch der erste Schwebi-Test mit der Canon EOS 550d und einem Canon EF 20mm/2.8f Objektiv. Picture Style "superflat", wenn ich mich nicht täusche. Kein Postgrading o.ä.




domain
Beiträge: 10568

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von domain » Fr 21 Mai, 2010 19:07

Du wirst ja immer besser, quasi ein Naturtalent!
Solltest dich selbst zum Profisteadycam-Operator ausbilden, das schaffst du locker autodidaktisch. Wenn man die simle Physik eines Schwebis mal kapiert hat, dann geht auch das Austarieren recht flott vor sich.
Eine Steigerung ist dann noch das Vorhersehen der typischen Reaktionen und das Gegenwirken bzw. Gegenhalten, aber das gelingt dir, wie ich finde, auch schon überdurchschnittlich gut.




sillybird
Beiträge: 13

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von sillybird » Mo 31 Mai, 2010 16:25

Hier noch der aktuelle Schwebi-Test draussen an der Sonne, war ein OneTaker, da meine Hauptdarstellerin etwas ungeduldig ist ;-)

Test2

Cheers




domain
Beiträge: 10568

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von domain » Mo 31 Mai, 2010 17:42

(Bis auf die gewollten Falschfarben) ausgezeichnet, aber was war ab 0:54 so anders, dass es ziemlich verwackelt aussieht? Ev. mehr Tele?




sillybird
Beiträge: 13

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von sillybird » Mo 31 Mai, 2010 17:45

ups, habe die annotations auf youtube vergessen live zu schalten, ab 55s ist's einfach von Hand gefilmt, als direktvergleich...

hab etwas rumgespielt mit bullet looks, naja, man müsste halt jede szene neu graden... habe leider "nur" pinnacle studio, recht limitiert...




schlaflos011
Beiträge: 557

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von schlaflos011 » Di 15 Jun, 2010 17:16

Ich hatte das Schwebi bei einer Hochzeit und im Urlaub im Einsatz und bin ganz zufrieden mit dem Teil. Statt der Flügelschraube würde ich mir ein "Zahnradsystem" für eine feinere Justierung wünschen (ich helfe mir damit, dass ich die Schraube ziemlich fest lasse und mich millimeterweise bis zur richtigen Einstellung vorarbeite). Mit Klebeband kann man die optimale Einstellung gut markieren. Eine Minute brauche ich aber sicher bis ich mit dem Schwebi einsatzbereit bin.

Erfahrungsbericht und Demo-Video gibts unter:
http://k-media.at/blog/?p=202

Auch neben der gefilmten Person mitgehen funktioniert erstaunlich gut. Dabei habe ich die Kamera um 90 Grad gedreht und bin selbst mit Blick auf den Monitor gerade mitgegangen (eine "schiefe" Haltung bleibt einem dabei allerdings nicht erspart).




Blutox
Beiträge: 77

Re: steadi Wonder oder Schwebi, das ist die Frage

Beitrag von Blutox » Mi 29 Sep, 2010 01:08

boah wieso nehmt ihr alle mit einer spiegelreflex Cam auf. Habe ichs falsch gemacht und eine Canon HV30 gekauft?

Bin auch am überlegen ein Schwebi zu kaufen. Ist den die Schnellverschluss Platte mit einem Velbon DV 7000 kombinierbar?

Ich habe wie gesagt eine Canon HV30 mit Weitwinkel und einem Foddis Pico Untersatz. Das Gesamtgewicht beträgt leicht über 1kg. Ich kann nun fast kein Micro und Licht mehr anbringen oder? Möchte mir demnächst 2 Microfone und eine Kamera Leuchte kaufen. Mikro dachte ich an das Rode Stereo-VideoMic und für Richt Aufnahmen an das Sennheiser MKE 400. Licht hab ich leider nichts gefunden.

ch weiss nicht was ich machen soll bzw wie ich Licht und Mikro an eine Kamera anbringe wo nur ein Schuh vorhanden ist.




Social Media

       
 Aktuelle Beiträge [alle Foren]
 
» Unterschied zwischen Sennheiser und Sony Lavalier-Klinkenstecker für Tascam DR-10CS
von Kamerafreund - Do 16:00
» Die Philosophie des Editings - Typische Schritte des Filmschnitts
von slashCAM - Do 15:42
» Hilfe ! Resolve lässt sich auch nach neuinstallierung nicht starten
von HansMüller - Do 15:36
» Verbessertes En- und Decoding: Updates für Adobe Premiere Pro (12.1.2) und After Effects (15.1.2)
von slashCAM - Do 15:12
» Sony RX100 - was kann Sie wirklich
von Bruno Peter - Do 14:38
» Intel Sechs-Core i9 im neuen Macbook Pro 2018 gedrosselt?
von MrMeeseeks - Do 14:32
» TV ist quasi tot
von blickfeld - Do 14:16
» GH5 vs FS5
von rush - Do 13:57
» Hinterkamerafernbedienung für Panasonic AG DVX 200
von Bijan - Do 13:41
» Magic Leap One: Erscheinungsdatum der Mixed Reality Brille wird etwas konkreter
von Auf Achse - Do 12:09
» 50p zu 50i - Material der a7s nachträglich interlacen
von Kamerafreund - Do 7:32
» Premiere CC2018 ->VOB Bearbeiten- dem Wahnsinn nahe!
von Skeptiker - Mi 23:49
» Technik vs Talent: Was ist die Zukunft der Kinematographie?
von iasi - Mi 22:18
» Netflix erstmals Spitzenreiter bei Nominierungen für Fernsehpreis Emmy
von dienstag_01 - Mi 21:28
» DJI Osmo Mobile2 - IPhone 7 + NDs klappt das?
von sanftmut - Mi 17:18
» Ton- und Bildsynchronisation
von TomStg - Mi 17:00
» Davinci Upgrade im laufenden Projekt
von Kamerafreund - Mi 16:51
» Umfrage: Wie oft filmst du mit deinem Smartphone?
von Kranich - Mi 16:32
» Blackmagic überrascht mit eGPU: Thunderbolt 3 und Radeon Pro 580 für 695 Euro
von RUKfilms - Mi 16:16
» Premiere Pro CC Fehler beim Importieren
von therealbigten - Mi 15:45
» Satelity by Michal Sobierajski & Suwal
von slashCAM - Mi 15:40
» Netflix "Dark" Nebel
von Frank Glencairn - Mi 15:29
» Motion Designer zur Festanstellung gesucht!
von timdamrau - Mi 14:10
» Umfassendes Panasonic AU-EVA1 eBook von Barry Green zum freien Download verfügbar
von Roland Schulz - Mi 12:54
» Encore CS6, nach erstellen Ton auf Blu Ray zu spät
von dienstag_01 - Mi 12:47
» Verkaufe + + + Sony FS700 mit 4K RAW Output!
von blueplanet - Mi 8:27
» GH5 mit Timelapse, gibt es einen Trick?
von blueplanet - Mi 8:13
» Kamerastabilisator beim einsatz eines Gimbals
von vobe49 - Mi 6:34
» Apple: Aktualisierte MacBook Pro mit Intel Coffee Lake-Prozessoren (4-/6-core)
von macwalle - Di 23:26
» ACHTUNG A7III MC-11 Benutzer!!
von klusterdegenerierung - Di 20:23
» Adobe After Effects: Layer multiplizieren
von TomStg - Di 17:20
» Verfahren der Bildstabilisation Teil 2: Statische und bewegte Kamera
von Jott - Di 13:28
» "Tage des Rechts" in Hannover für Kameraleute und Interessierte
von slashCAM - Di 12:39
» Bluray Authoring, Alternative zu Toast
von bArtMan - Di 12:31
» Xbox One unterstützt HDR per Dolby Vision
von slashCAM - Di 12:12
 
neuester Artikel
 
Die Philosophie des Editings - Typische Schritte des Filmschnitts

Wir wollen in diesem Artikel nicht auf konkrete Schnitttechniken eingehen, sondern einmal einen klassifizierenden Blick auf das ganze "Drumherum" des Schnitts werfen. Bei genauerer Betrachtung gibt es viele Methoden, die wohl praktisch jeder Cutter instinktiv beherzigt... weiterlesen>>

Verfahren der Bildstabilisation Teil 2: Statische und bewegte Kamera

Im ersten Teil unserer Artikelserie haben wir uns in der Theorie damit befasst, welche Arten der Bildstabilisierung es gibt. Doch nun wollen wir das ganze auch einmal aus der praktischen Sicht betrachten weiterlesen>>

neuestes Video
 

Aktuelles Video:
Satelity by Michal Sobierajski & Suwal

Polnisches Musikvideo ohne erkennbaren Plot aber mit dezidiertem Weltraum-Thema; die Kamera dreht sich sogar um eine ihrer Achsen wie es der Himmelskörper Art ist.