Infoseite // Camcorder fuer Anfaenger



Frage von Ralf Wenzel:


Moin moin,

in <791eed57-2188-4a78-842b-a2d50de8fd46@m36g2000hse.googlegroups.com>
habe ich einen Thread angestoßen, wo es darum ging, womit man anfangen
sollte zu filmen. Bearbeitet (;geschnitten) werden sollen die
Filmschnippsel mit Apple iMovie 08.

Jetzt stellt sich die Frage nach der Kamera. Festgestellt habe ich
inzwischen, dass die Panasonic Digicam mit Filmmodus Aufnahmen
produziert, die am TV nicht so schlecht aussehen wie am LCD. Darum
habe ich alles, was nicht HD ist, erstmal verworfen. WENN ich schon
neu kaufe, dann möchte ich schon qualitativ einen merkbaren Sprung
machen, sonst kann ich gleich mit dem Fotoapparat weiterfilmen.

Zwei Kameras habe ich mir inzwischen angesehen: Canon HF100 und
Panasonic HDC SD9 (;die eine mit 2MP Fotofunktion, 10fach Zoom und 5
Lux Mindesthelligkeit, die andere mit 3MP, 12fach und 0,2 Lux). Beide
nicht ganz billig, aber so ist gewährleistet, dass die Aufnahmen in
fünf Jahren qualitativ nicht so aussehen wie eine Reportage aus dem 2.
Weltkrieg, weil HD.

Scheinbar ist die Canon auf dem Papier erheblich besser - aber eben
auch erheblich teurer. Gibts im Kontext mit iMovie 08 irgendwelche
Besonderheiten, die ich beim oder nach dem Filmen beachten sollte?
Gibts andere Kameratipps?

In erster Linie muss die nur gescheite Filme (;und Fotos) aufzeichnen
können, so leicht bedienbar wie möglich sein und zoomen können (;ich
weiß, das ist umstritten, aber ich bezeichne Zoomen gern vereinfacht
als die Kamerafahrt es kleinen Mannes ;) - muss man halt richtig
machen).

Ralf *sehr unentschlossen, weil nicht wirklich ahnung

P.S.: Danke


Space


Antwort von Radbert Grimmig:

Ralf Wenzel schrieb:

>Jetzt stellt sich die Frage nach der Kamera. Festgestellt habe ich
>inzwischen, dass die Panasonic Digicam mit Filmmodus Aufnahmen
>produziert, die am TV nicht so schlecht aussehen wie am LCD. Darum
>habe ich alles, was nicht HD ist, erstmal verworfen.

Ich versteh den Zusammenhang nicht.

>WENN ich schon
>neu kaufe, dann möchte ich schon qualitativ einen merkbaren Sprung
>machen, sonst kann ich gleich mit dem Fotoapparat weiterfilmen.

Jeder Camcorder (;von den absolut billigsten möglicherweise abgesehen)
liefert bessere Ergebnisse als ein Fotoapparat. Auflösung ist da auch
echt zweitrangig, mit VGA kommt man nach wie vor ganz schön weit. Nur
dass HD deutlich mehr Daten produziert.

>Zwei Kameras habe ich mir inzwischen angesehen: Canon HF100 und
>Panasonic HDC SD9 (;die eine mit 2MP Fotofunktion, 10fach Zoom und 5
>Lux Mindesthelligkeit, die andere mit 3MP, 12fach und 0,2 Lux). Beide
>nicht ganz billig, aber so ist gewährleistet, dass die Aufnahmen in
>fünf Jahren qualitativ nicht so aussehen wie eine Reportage aus dem 2.
>Weltkrieg, weil HD.

Wie die Aufnahmen wirken, kommt vor allem auf den Aufnehmer an und
welche Sünden er dabei begeht, möcht ich meinen. Ich hab mir in diesem
Zusammenhang mal gerade die Dokumentation "The Great War" angeschaut,
welche die BBC 1964 aus Originalaufnahmen produzierte. So was
Beeindruckendes wird Guido Knopp sein Leben lang nicht abliefern, und
wenn er hundert Jahre alt wird.

Statt auf diesen völlig nichtssagenden Zoomfaktor solltest Du besser
auf die absoluten Brennweiten des Objektivs gucken. In der Regel sind
diese Objektive eher tele-lastig, während in der Praxis ein
weitwinkligeres kurzes Ende deutlich nützlicher wäre. Die Perspektive
(;und damit die Bildwirkung) hängt nämlich ausschließlich vom Abstand
ab, während die Brennweite lediglich den Bildausschnitt festlegt.

Der Brennweitenbereich der Canon entspricht etwa 43 bis 515
Millimeter. 43 Millimeter sind gerade mal einen Hauch weiter als das,
was man früher als "Normalobjektiv" bezeichnete. Will heißen: Wenn Du
so was ähnliches wie halbwegs spannende Weitwinkelaufnahmen machen
willst, kommt als erstes noch ein Konverter mit all seinen optischen
und Handling-Problemen sowie den entsprechenden Kosten dazu. Das
extrem lange Ende liefert demgegenüber eine "Spannerperspektive", die
man nur für sehr wenige interessante Dinge einsetzen kann. Ein reiner
Prospekt-Gag. Zumal die Kamera dafür zwingend aufs Stativ muss -
Bildstabilisator hin oder her. Zwei Drittel davon würde ich völlig
bedenkenlos hergeben, wenn dafür das weite Ende auf 28 mm
KB-Äquivalent runter ginge.

>Gibts andere Kameratipps?

slashcam.de ist bekannt?

>In erster Linie muss die nur gescheite Filme (;und Fotos) aufzeichnen
>können,

Vergiss es. Für gescheite Fotos braucht man nicht nur etwa 6
Megapixel, sondern vor allem ein gescheites Objektiv, einen möglichst
großen Sensor, einen Sucher, der es gestattet, die Tiefenschärfe zu
beurteilen, sowie die Möglichkeit, die entscheidenden Parameter
(;Blende, Belichtung, Fokus) unkompliziert manuell einzustellen. Fotos
mit dem Fotoapparat, Filme mit der Kamera.

>so leicht bedienbar wie möglich sein und zoomen können (;ich
>weiß, das ist umstritten, aber ich bezeichne Zoomen gern vereinfacht
>als die Kamerafahrt es kleinen Mannes ;)

Schon bei Deiner Aufzählung der Eckdaten war klar, dass Du nicht
verstanden hast, wozu das gut ist.

>Ralf *sehr unentschlossen, weil nicht wirklich ahnung

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.

Kauf Dir nix ohne externen Mikrofon-Anschluss, denn den Ton kann man
mit nichts so einfach verbessern wie mit einem externen Mikro.

Und zieh Dir mal das hier rein:
http://www.striewisch-fotodesign.de/lehrgang/index.htm
Auch bewegte Bilder darf man nämlich gestalten.

--

Gruß
Radbert


Space


Antwort von Ralf Wenzel:

On 21 Jul., 10:26, Radbert Grimmig wrote:
> Ich versteh den Zusammenhang nicht.

Da gings um Fotoapparate die HD Videos aufnehmen können.

> Jeder Camcorder (;von den absolut billigsten möglicherweise abgesehen)
> liefert bessere Ergebnisse als ein Fotoapparat.

Den Eindruck hatte ich am TV nicht. Auf dem Recher sah das aus wie von
zwei verschiedenen Welten.

> Wie die Aufnahmen wirken, kommt vor allem auf den Aufnehmer an und
> welche Sünden er dabei begeht, möcht ich meinen.

VGA sieht in 10 Jahren aus wie aus dem Museum. Bei HD hat man noch die
Chance, dass es halbwegs nach zeitgemäßer Technik aussieht. Darauf
wollte ich hinaus.

> Statt auf diesen völlig nichtssagenden Zoomfaktor solltest Du besser
> auf die absoluten Brennweiten des Objektivs gucken.

Ein sehr guter Tipp mit einer sogar für mich verständlichen Erklärung=
.
Danke.

> slashcam.de ist bekannt?

Jetzt ja ;)

> Vergiss es. Für gescheite Fotos braucht man nicht nur etwa 6
> Megapixel, sondern vor allem ein gescheites Objektiv, einen möglichst
> großen Sensor, einen Sucher, der es gestattet, die Tiefenschärfe zu
> beurteilen, sowie die Möglichkeit, die entscheidenden Parameter
> (;Blende, Belichtung, Fokus) unkompliziert manuell einzustellen. Fotos
> mit dem Fotoapparat, Filme mit der Kamera.

Ich bin nicht nur kein Filmregisseur, ich bin auch kein Fotograf.
Beides geht in Richtung "Freizeitaufnahme zum Erinnern".

> Schon bei Deiner Aufzählung der Eckdaten war klar, dass Du nicht
> verstanden hast, wozu das gut ist.

Das mag sein, aber es funktioniert. Bei einem singenden Chor als EIN
Element mal langsam und verwackelfrei auf die Hauptperson zuzuzoomen
sieht nicht gerade schlecht aus von der Wirkung her - nicht jeder hat
die Möglichkeit, drei Kameraleute um den Chor herumzupostieren.

Und zur Qualität der Aufnahmen bzw. der Anwenderfähigkeiten: Solche
Filme sind schon deshalb ziemlich schlecht, weil sie in aller Regel
superschlecht ausgeleutet sind. Beim beschriebenen Chor im
Kindergarten hatte ich das Problem, dass der Chor halb vor einer
Glastür stand, durch die die Sonne reinschien.

In einem solchen Moment hättest du die Kamera weggepackt, weil die
sicher für dich nicht den Raum umbauen werden und die Umgebung deinen
Ansprüchen nicht genügt. Ich habe einen Film gemacht, den
zurechtgeschnitten und auf DVD gebrannt, was für das singende Kind und
seine Familie eine tolle Erinnerung war. Es ging nämlich um die
Verabschiedung aus dem Kindergarten.

> Kauf Dir nix ohne externen Mikrofon-Anschluss, denn den Ton kann man
> mit nichts so einfach verbessern wie mit einem externen Mikro.

Lt. Händler fallen damit fast alle Kameras unter 1000 EUR unter den
Tisch. Ich glaube, du sortierst mich in die falsche Liga ein, zumal
ich in dem Vor-Thread gelesen habe, dass die Leute da mit ihren
Mikros sehr zufrieden sind.

Abgesehen davon finde ich: Eine Kamera kann so klein und handlich sein
wie sie will, wenn ich dann anfange, ein Mikro zu postieren und meine
Bewegungsfreiheit damit einzuschränken, kann ich auch gleiche ne
große, schwere nehmen. Ich hätte gedacht, dass es da inzwischen
gescheite Drahtlos-Lösungen für den Heimbereich gibt, aber sowas
kostet immer gleich ein Vermögen (;zusätzlich zum Vermögen, das die
Kamera dann kostet, siehe oben).

Ralf


Space


Antwort von Norbert Müller
Ralf Wenzel schrieb:

> Ralf *sehr unentschlossen, weil nicht wirklich ahnung

Hallo!

Hast du schon mal hier hineingelesen:
http://www.hennek-homepage.de/video/start.htm

HDV bringt was, wenn man ein Stativ benutzt (;zumindest möglichst oft), man
erzielt damit vor allem schärferen und tieferen Hintergrund, ein
plastischeres Bild. Wackeleien sollen damit furchtbar aussehen, DV verzeiht
da mehr. Empfehlenswert auch diese Seiten:
http://www.fxsupport.de/hd praxis.html

Irgendwo da drauf sind auch vergleichsweise Bildsequenzen in HDV und DV
gewesen, und Hörproben von eingebauten und externen Mikros (;von seinem
"Ohrwurm").

Gruß, Norbert



Space


Antwort von Radbert Grimmig:

Ralf Wenzel schrieb:

>> Kauf Dir nix ohne externen Mikrofon-Anschluss, denn den Ton kann man
>> mit nichts so einfach verbessern wie mit einem externen Mikro.
>
>Lt. Händler fallen damit fast alle Kameras unter 1000 EUR unter den
>Tisch.

Händler wechseln. Sogar meine superbillige Samsung hat so eine stupide
kleine 3,5mm Buchse.

--

Gruß
Radbert


Space


Antwort von Det Hoffmann:


"Ralf Wenzel" schrieb im Newsbeitrag Re: Camcorder fuer Anfaenger###
On 21 Jul., 10:26, Radbert Grimmig wrote:
>VGA sieht in 10 Jahren aus wie aus dem Museum. Bei HD hat man noch die
>Chance, dass es halbwegs nach zeitgemäßer Technik aussieht. Darauf
>wollte ich hinaus.
Die meisten Cams unter 1000 Euro arbeiten mit Pixelshift, d.h. die
HD-Auflösung wird 'interpoliert'. Die Aufnamen auf SD Karte ist
wohl auch nicht der letzte Heuler wie aus manchen Tests zu lesen.
Leider kann ich dir dazu nix konkretes sagen, hatte bisher erst 2 Cams
mit einer SD Karte als Test - da bleibe ich doch lieber bei meinem
Mini-DV. Insbesondere können viele Videoschnittprogramme gar
nicht mit diesem sonderbareb HD-Format, wie es wohl die meisten
"Billig-Cams" erstellen, umgehen.
Aber wie schon erwäht, konnte ich das selbst nicht testen.

>Ich bin nicht nur kein Filmregisseur, ich bin auch kein Fotograf.
>Beides geht in Richtung "Freizeitaufnahme zum Erinnern".
Aber du willst gescheite Aufnahmen und möchtest auch gern Bearbeiten.

>Das mag sein, aber es funktioniert. Bei einem singenden Chor als EIN
>Element mal langsam und verwackelfrei auf die Hauptperson zuzuzoomen
>sieht nicht gerade schlecht aus von der Wirkung her - nicht jeder hat
>die Möglichkeit, drei Kameraleute um den Chor herumzupostieren.
Drei Cams wären aber besser, als nur von einer stupiden Stell zu
filmen. Stative sind unverzichbar, ansonsten achte auf einen guten
*optischen* Stabilisator.

>Lt. Händler fallen damit fast alle Kameras unter 1000 EUR unter den
>Tisch. Ich glaube, du sortierst mich in die falsche Liga ein, zumal
>ich in dem Vor-Thread gelesen habe, dass die Leute da mit ihren
>Mikros sehr zufrieden sind.
OK, ich habe zwar nur eine Pana NV GX 7 EG, aber die habe ich vor
1,5 Jahren schon für 650 Euronen bekommen. Ok, das Mikro hat dann
nochmal mit 250 zu Buche geschlagen ;-)

>Ich hätte gedacht, dass es da inzwischen
>gescheite Drahtlos-Lösungen für den Heimbereich gibt, aber sowas
>kostet immer gleich ein Vermögen (;zusätzlich zum Vermögen, das die
>Kamera dann kostet, siehe oben).
Wieso eigentlich Drahtlos? Mein Mic, welches oben auf den Schnell-
verschluss geschanppt wird hat ausser 3 Super-Funktionen auch noch
die Funktionalität eines Griffes :-)
Vergiss besser 2cm kleineres Gehäuse und nimm was Anständiges :-)

Grüsse
Det



Space


Antwort von Norbert Müller
Det Hoffmann schrieb:
> Die meisten Cams unter 1000 Euro arbeiten mit Pixelshift, d.h. die
> HD-Auflösung wird 'interpoliert'. Die Aufnamen auf SD Karte ist
> wohl auch nicht der letzte Heuler wie aus manchen Tests zu lesen.
> Leider kann ich dir dazu nix konkretes sagen, hatte bisher erst 2 Cams
> mit einer SD Karte als Test - da bleibe ich doch lieber bei meinem
> Mini-DV. Insbesondere können viele Videoschnittprogramme gar
> nicht mit diesem sonderbareb HD-Format, wie es wohl die meisten
> "Billig-Cams" erstellen, umgehen.

Vor allem, wie speichere ich Aufnahmen für kommende Jahrzehnte? Das geht nur
über Kassette. Oder über mehrere Festplatten.

> Vergiss besser 2cm kleineres Gehäuse und nimm was Anständiges :-)

Finde ich auch, etwas grössere Gehäuse liegen besser in der Hand - ich halte
sie meist mit 2 Händen in Hüfthöhe für Kinderfilme, so wackelt man nicht
ständig rum.

Gruß, Norbert



Space


Antwort von Ralf Wenzel:

On 22 Jul., 01:22, Norbert Müller wrote:
> Vor allem, wie speichere ich Aufnahmen für kommende Jahrzehnte?

Wie man alles speichert. Es ist ja nicht so als wenn Speichermedium X
plötzlich von heute auf morgen durch eine Verschiebung des Raum-Zeit-
kontinuums verschwindet.

Als mir ein Händler sagte, es sei ein VORteil, dass ich die Daten
praktisch als Sicherungskopie auf den Bändern hätte, wusste ich, dass
ich mit dem Falschen rede. Ich will doch kein Bandarchiv anlegen. Die
Filme kommen auf die Festplatte (;komplett) und DIE wird natürlich
Sicherheitskopiert. Die Bänder würde ich ohnehin immer wieder
verwenden wollen (;so wie man es mit Speicherkarten auch tut).

Damit hat das Band keinen wirklichen Vorteil für mich in der Hinsicht.

Ralf


Space


Antwort von Norbert Müller
Ralf Wenzel schrieb:
> On 22 Jul., 01:22, Norbert Müller wrote:
>> Vor allem, wie speichere ich Aufnahmen für kommende Jahrzehnte?
>
> Wie man alles speichert. Es ist ja nicht so als wenn Speichermedium X
> plötzlich von heute auf morgen durch eine Verschiebung des Raum-Zeit-
> kontinuums verschwindet.
>
> Als mir ein Händler sagte, es sei ein VORteil, dass ich die Daten
> praktisch als Sicherungskopie auf den Bändern hätte, wusste ich, dass
> ich mit dem Falschen rede. Ich will doch kein Bandarchiv anlegen.

Ich habe eins - sehr beruhigend, jahrelang aufgehobene Filme für
Neufassungen oder Szenenausschnitte verwenden zu können.

> Filme kommen auf die Festplatte (;komplett) und DIE wird natürlich
> Sicherheitskopiert. Die Bänder würde ich ohnehin immer wieder
> verwenden wollen (;so wie man es mit Speicherkarten auch tut).

Eine Festplatte repariert dir keiner mehr - die Bänder bleiben. Sogar alte
Analog-Bänder (;Audio) sind nach 35 Jahren noch abspielbar. DVDs sind oft
nach 1 Jahr kaputt. Festplatten halten ein paar Jahre. Die Daten kriegst du
nicht wieder runter, wenn einmal der Schreib-/Lesekopf hinüber ist.

> Damit hat das Band keinen wirklichen Vorteil für mich in der Hinsicht.

Für mich nur Vorteile des Bandes.

mfg, Norbert



Space



Space


Antwort von Det Hoffmann:


"Ralf Wenzel" schrieb im Newsbeitrag Re: Camcorder fuer Anfaenger###

> Damit hat das Band keinen wirklichen Vorteil für mich in der Hinsicht.

Siehe Norbert seine Argumente. Alte Bänder lassen sich immer noch lesen,
was meinst du wieso die meisten Archivare mit Bändern arbeiten?
Zudem kommt ein wichtiger Aspekt hinzu:
Meine DV-Bänder haben ein weitgehendst unkomprimiertes Videoformat,
diese in dieser Form auf Festplatten zu speichern würde den Kostenrahmen
sprengen und es wäre eh unsicherer.
SD-Format aufgenommene Filme sind in MPEG (;welcher Codec auch immer)
komprimiert, also schon im Vorfeld mit Verlust behaftet und ein Framegenaues
schneiden ist in den meisten Fällen auch nicht möglich..

Somit für mich ein klares "für Bänder" ;-)

Ob du wirklich mit dem falschen Berater gesprochen hast, bezweifle ich.

Grüssle
Det



Space


Antwort von Radbert Grimmig:

Det Hoffmann schrieb:

>Meine DV-Bänder haben ein weitgehendst unkomprimiertes Videoformat,
>diese in dieser Form auf Festplatten zu speichern würde den Kostenrahmen
>sprengen

Ehm, laut Wikipdia komm ich bei 80 Minuten DV auf 17 Gigabyte
gacapturetes avi.

Bei Alternate gibts 1 GB Plattenplatz auf 3,5" SATA ab 10 Cent. Das
macht 1,70 Euro pro Kassette.

Ich hab jetzt keineswegs so den Marktüberblick, aber kosten 80er Mini
DV Cassetten nicht so um die 10 Euro das Stück? Hab sogar eine für
23,50 gefunden.

>und es wäre eh unsicherer.

Das steht womöglich auf einem anderen Blatt.

--

Gruß
Radbert


Space


Antwort von Rainer Wahl:

Norbert Müller schrieb am 22 Jul 2008:

> Sogar alte Analog-Bänder (;Audio) sind nach 35 Jahren noch
> abspielbar.

Abspielbar sind sie unbestreitlich. Ob einem die Qualität nach der Zeit
aber noch reicht ist bestreitlich! Auch bei Audio-Bändern läßt die
Qualität im laufe der Zeit nach. Die Lieder eiern teilweise, rauschen
usw. usf. Das möchte man sich nicht mehr anhören und das nach deutlich
weniger als 35 Jahren (;IIRC waren nach noch nicht einmal 10 Jahren
lagern meine Cassetten damals so fertig, daß man sich da nichts mehr
mit
Genuß anhören konnte).

Gerade letzte Woche war auf Phönix ein Bericht dazu zu sehen, daß wir
das Wissen unserer Epoche verlieren. Seit dem Daten digital gespeichert
werden hat man das Problem, daß sich diese Daten im laufe der Zeit
verlieren. Entweder weil der Datenträger sich selber auflöst/kaputt
geht, oder weil man kein Abspielgerät mehr zur Verfügung hat. Und
selbst
wenn man das noch hat heißt das noch lange nicht, daß das auch immer
noch funktioniert. Auch wenn es die ganze Zeit gut aufbewahrt im Regal
gelegen hat...

> Für mich nur Vorteile des Bandes.

Für Camcorder sehe ich das derzeit auch noch so, aber nur weil
Camcorder
mit HD/Speicherstick in so bescheuerten, verlustbehafteten Formaten
aufnehmen, die auch beim schneiden einen aktuellen PC zum verzweifeln
bringen können.

Und davon abgesehen bringt dir auch das beste Band nichts, wenn das
Abspielgerät gerade meint einen Salat anmachen zu müssen. Wenn es
aktuell sinnvolle und bezahlbare Alternativen gäbe, würde ich die
Aufzeichnung auf Band ad acta legen. Profesionelle Cams die etliche 10k
kosten zeichnen IIRC auch auf Speichersticks auf.

-=(; Rainer )=-

--
Airbrush FAQ: http://www.r-wahl.de/airbrush/faq.php
Baubericht ME-109 RC-Flugmodell:
http://www.r-wahl.de/modellbau/me-109/me-109.php


Space


Antwort von Norbert Müller
Rainer Wahl schrieb:
> Norbert Müller schrieb am 22 Jul 2008:
>
>> Sogar alte Analog-Bänder (;Audio) sind nach 35 Jahren noch
>> abspielbar.
>
> Abspielbar sind sie unbestreitlich. Ob einem die Qualität nach der
> Zeit aber noch reicht ist bestreitlich! Auch bei Audio-Bändern läßt
> die Qualität im laufe der Zeit nach. Die Lieder eiern teilweise,
> rauschen usw. usf. Das möchte man sich nicht mehr anhören und das
> nach deutlich weniger als 35 Jahren (;IIRC waren nach noch nicht
> einmal 10 Jahren lagern meine Cassetten damals so fertig, daß man
> sich da nichts mehr mit
> Genuß anhören konnte).

Musik höre ich mir im Konzertsaal an, da ist sie der höchste Genuß - dann
noch zu Hause auf der HiFi Anlage. Auf den alten Bändern ist noch was drauf,
Kindheitserinnerungen meines Sohnes. Eine Festplatte wird nach so langer
Zeit nix mehr rausrücken an Informationen. Drum will ich auch für meinen
Enkel vernünftig speichern - für spätere Jahrzehnte.

Gruß, Norbert



Space


Antwort von Norbert Müller
Radbert Grimmig schrieb:
> Det Hoffmann schrieb:
>
>> Meine DV-Bänder haben ein weitgehendst unkomprimiertes Videoformat,
>> diese in dieser Form auf Festplatten zu speichern würde den
>> Kostenrahmen sprengen
>
> Ehm, laut Wikipdia komm ich bei 80 Minuten DV auf 17 Gigabyte
> gacapturetes avi.
>
> Bei Alternate gibts 1 GB Plattenplatz auf 3,5" SATA ab 10 Cent. Das
> macht 1,70 Euro pro Kassette.
>
> Ich hab jetzt keineswegs so den Marktüberblick, aber kosten 80er Mini
> DV Cassetten nicht so um die 10 Euro das Stück? Hab sogar eine für
> 23,50 gefunden.

Ich kaufe 60er von Sony oder TDK, die letzte 5er-Packung hat rund 12.-
gekostet, ich nehme die ohne Speicher-Chip. Früher (;filme seit 2004) kostete
eine TDK rund 3.- bis 4.-

3min. Super-8 Film kosteten seinerzeit 10.- -- ohne Tonspur.

Grüße, Norbert



Space


Antwort von Rainer Wahl:

Norbert Müller schrieb am 22 Jul 2008:

> - dann noch zu Hause auf der HiFi Anlage. Auf den alten Bändern
> ist noch was drauf, Kindheitserinnerungen meines Sohnes. Eine
> Festplatte wird nach so langer Zeit nix mehr rausrücken an
> Informationen. Drum will ich auch für meinen Enkel vernünftig
> speichern - für spätere Jahrzehnte.

Und wie? Jetzt komm mir nicht mit den Bändern um die Ecke. Wie ich eben
gerade darlegte, gehen die Informationen darauf auch flöten. Hält
vielleicht länger als eine Festplatte, aber "für spätere Jahrzehnte"
ist stark übertrieben. Am umkopieren/aufrischen von Zeit zu Zeit kommt man
da IMO kaum vorbei, egal welches Medium man wählt. Exakt das ist ja das
Problem unserer Zeit.

-=(; Rainer )=-

--
Airbrush FAQ: http://www.r-wahl.de/airbrush/faq.php
Baubericht ME-109 RC-Flugmodell:
http://www.r-wahl.de/modellbau/me-109/me-109.php


Space


Antwort von Thomas Beyer:

Rainer Wahl schrieb:
> Norbert Müller schrieb am 22 Jul 2008:
>
> > - dann noch zu Hause auf der HiFi Anlage. Auf den alten Bändern
> > ist noch was drauf, Kindheitserinnerungen meines Sohnes. Eine
> > Festplatte wird nach so langer Zeit nix mehr rausrücken an
> > Informationen. Drum will ich auch für meinen Enkel vernünftig
> > speichern - für spätere Jahrzehnte.
>
> Und wie? Jetzt komm mir nicht mit den Bändern um die Ecke. Wie ich eben
> gerade darlegte, gehen die Informationen darauf auch flöten. Hält
> vielleicht länger als eine Festplatte, aber "für spätere Jahrzehnte"
> ist stark übertrieben.

Die Halbspurbänder meines Vaters, mit 19 und 38cm/s zwischen 1955 und
1968 aufgenommen, sind immer noch problemlos abspielbar, sogar die alten
Azobänder (;spätere Tapes auf Polyesterbasis sowieso). Deswegen weiß ich
unter anderem auch noch, wie ich als Baby geklungen habe und mein
Ururgroßvater geklungen hat.

Diverse Kopien der Masterbänder sind mittlerweile kein Thema mehr
(;Compact Cassette, diverse Digitalisierungen Anfang der 90er Jahre).
Immer, wenn die nächste Technikevolution nutzbar war (;16Bit, 24Bit etc)
endete das letzendlich dahingehend, das ich erneut auf die Originale
zugriff. Die haben mittlerweile im Schnitt 45 Jahre auf dem Buckel, und
ich bezweifle einfach mal, das irgendeine derzeit zum Einsatz kommende
Speichertechnologie auch nur ansatzweise diese Datenkonsistenz erreicht.

"Spätere Jahrzehnte" ist also durchaus nicht utopisch, entsprechende
Technologie kam bereits zum Einsatz. Da bestand aber die Priorität noch
nicht im Abverkaufen von Technik an das der Wegwerfmentalität
anheimgesuchten Kundschaft.

> Am umkopieren/aufrischen von Zeit zu Zeit kommt man
> da IMO kaum vorbei, egal welches Medium man wählt. Exakt das ist ja das
> Problem unserer Zeit.

Da braucht wohl in Zukunft jede Familie ihren eigenen Administrator.

MfG,
Thomas


Space


Antwort von Det Hoffmann:


"Radbert Grimmig" schrieb im Newsbeitrag
> Det Hoffmann schrieb:
>
>>Meine DV-Bänder haben ein weitgehendst unkomprimiertes Videoformat,
>>diese in dieser Form auf Festplatten zu speichern würde den Kostenrahmen
>>sprengen
>
> Ehm, laut Wikipdia komm ich bei 80 Minuten DV auf 17 Gigabyte
> gacapturetes avi.
>
> Bei Alternate gibts 1 GB Plattenplatz auf 3,5" SATA ab 10 Cent. Das
> macht 1,70 Euro pro Kassette.
>
Ich muss dir leider bei den Kosten recht geben, da die Festplatten
mittlerweile sehr günstig geworden sind. Wobei ich mir grad bei Platten
niemals die günstigste raussuchen würde. Leider sind die echt guten nicht
so groß.

> Ich hab jetzt keineswegs so den Marktüberblick, aber kosten 80er Mini
> DV Cassetten nicht so um die 10 Euro das Stück? Hab sogar eine für
> 23,50 gefunden.
Also ich zahlte bisher immer für ein 5er Pack 11,90.

>>und es wäre eh unsicherer.
>
> Das steht womöglich auf einem anderen Blatt.
>
Jo, Platten hatte ich schon des öfteren defekt, besonders die, die einfach
nur mal ab und an betrieben wurden. Aber einen Bandfehler hatte ich noch nie.

Grüsse
Det
(;Der ca. 250 Bänder sein eigen nennt)



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Antwort von Rainer Wahl:

Thomas Beyer schrieb am 22 Jul 2008:

> Die Halbspurbänder meines Vaters, mit 19 und 38cm/s zwischen 1955
> und 1968 aufgenommen, sind immer noch problemlos abspielbar, sogar
> die alten Azobänder (;spätere Tapes auf Polyesterbasis sowieso).

Dann freue dich. Mit den "neueren" Compact Kassetten geht das nicht
mehr. Meine hielten wie erwähnt so lange nicht durch.

> Diverse Kopien der Masterbänder sind mittlerweile kein Thema mehr
> (;Compact Cassette, diverse Digitalisierungen Anfang der 90er
> Jahre). Immer, wenn die nächste Technikevolution nutzbar war
> (;16Bit, 24Bit etc) endete das letzendlich dahingehend, das ich
> erneut auf die Originale zugriff. Die haben mittlerweile im
> Schnitt 45 Jahre auf dem Buckel, und ich bezweifle einfach mal,
> das irgendeine derzeit zum Einsatz kommende Speichertechnologie
> auch nur ansatzweise diese Datenkonsistenz erreicht.

(;Mini-)DV gibt es seit 1994, wenn ich das richtig sehe. Also kannst du
kaum von DV reden bei 45 Jahren Lifetime. Auf etwas anderes kann man
heutzutage aber nicht mehr aufzeichnen, außer eben HD oder
Speicherstick, wenn man einen Camcorder kauft.

> "Spätere Jahrzehnte" ist also durchaus nicht utopisch,
> entsprechende Technologie kam bereits zum Einsatz. Da bestand aber
> die Priorität noch nicht im Abverkaufen von Technik an das der
> Wegwerfmentalität anheimgesuchten Kundschaft.

Mir geht es nicht um grundsätzliches, sondern darum, daß man auch bei
DV
ein großes Erwachen haben kann wenn man Pech hat. Außerdem schrieb ich
ja, daß man heutzutage das Problem hat, daß selbst wenn der Datenträger
überlebt, man unter Umständen kein Abspielgerät mehr zur Verfügung hat,
oder sich zumindest darauf nicht verlassen sollte, daß das dann auch
nach all den Jahren noch funktioniert.

Ähnlich umständlich dürfte heutzutage ein besorgen von Daten einer
5,25"
Floppy vom Cd sein.

> Da braucht wohl in Zukunft jede Familie ihren eigenen
> Administrator.

Nicht nur in Zukunft. Du mußt nur um die Ecke zu den
Digitalfotografierern kucken...

-=(; Rainer )=-

--
Airbrush FAQ: http://www.r-wahl.de/airbrush/faq.php
Baubericht ME-109 RC-Flugmodell:
http://www.r-wahl.de/modellbau/me-109/me-109.php


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Antwort von Thomas Beyer:

Rainer Wahl schrieb:

> > Die Halbspurbänder meines Vaters, mit 19 und 38cm/s zwischen 1955
> > und 1968 aufgenommen, sind immer noch problemlos abspielbar, sogar
> > die alten Azobänder (;spätere Tapes auf Polyesterbasis sowieso).
>
> Dann freue dich. Mit den "neueren" Compact Kassetten geht das nicht
> mehr. Meine hielten wie erwähnt so lange nicht durch.

Ich habe hier noch CC von 1972, abspielbar ohne Hörkasper. Allerdings
habe ich schon damals auf frequenzverbiegende Kompandersysteme bewußt
verzichtet und lieber an der Vormagnetisierung geschraubt.

> > Diverse Kopien der Masterbänder sind mittlerweile kein Thema mehr
> > (;Compact Cassette, diverse Digitalisierungen Anfang der 90er
> > Jahre). Immer, wenn die nächste Technikevolution nutzbar war
> > (;16Bit, 24Bit etc) endete das letzendlich dahingehend, das ich
> > erneut auf die Originale zugriff. Die haben mittlerweile im
> > Schnitt 45 Jahre auf dem Buckel, und ich bezweifle einfach mal,
> > das irgendeine derzeit zum Einsatz kommende Speichertechnologie
> > auch nur ansatzweise diese Datenkonsistenz erreicht.
>
> (;Mini-)DV gibt es seit 1994, wenn ich das richtig sehe. Also kannst du
> kaum von DV reden bei 45 Jahren Lifetime. Auf etwas anderes kann man
> heutzutage aber nicht mehr aufzeichnen, außer eben HD oder
> Speicherstick, wenn man einen Camcorder kauft.

Ich reagiere auf Zuruf. Dein Einwand bezog sich auf AUDIO:

Norbert Müller:

> > > - dann noch zu Hause auf der HiFi Anlage. Auf den alten Bändern
> > >ist noch was drauf, Kindheitserinnerungen meines Sohnes.

Du:

> > Und wie? Jetzt komm mir nicht mit den Bändern um die Ecke. Wie ich eben
> > gerade darlegte, gehen die Informationen darauf auch flöten. Hält
> > vielleicht länger als eine Festplatte, aber "für spätere Jahrzehnte"
> > ist stark übertrieben.

Worauf ich den Einwurf wagte, das ich Bänder abspiele, die sehr wohl
>40 Jahre alt sind. Bei Bedarf gerne mit Fotos und WAV-Samples belegbar,
sofern Rock'n Roll der 50er Jahre keine Würgeanfälle verursacht.


> > "Spätere Jahrzehnte" ist also durchaus nicht utopisch,
> > entsprechende Technologie kam bereits zum Einsatz. Da bestand aber
> > die Priorität noch nicht im Abverkaufen von Technik an das der
> > Wegwerfmentalität anheimgesuchten Kundschaft.

> Mir geht es nicht um grundsätzliches, sondern darum, daß man auch bei
> DV
> ein großes Erwachen haben kann wenn man Pech hat.

Bei diesem Schwenk auf derzeitige DV-Kasetten gebe ich Dir recht. Das
ist keine unanfällige Längsspuraufzeichnung mehr, die magnetisierbare
Fläche hat abgenommen, die Kopfspaltmaße bedingen wesentlich höhere
Anfälligkeit auf Bandabrieb als das gute alte Audio Tape. Nochmal: Du
bezweifeltest Langlebigkeit im Audiobereich bei Tapes, ich widerprach
aufgrund eigener Erfahrungswerte.

> Außerdem schrieb ich
> ja, daß man heutzutage das Problem hat, daß selbst wenn der Datenträger
> überlebt, man unter Umständen kein Abspielgerät mehr zur Verfügung hat,
> oder sich zumindest darauf nicht verlassen sollte, daß das dann auch
> nach all den Jahren noch funktioniert.

Diese potentielle Gefahr besteht im Computersektor wesentlich mehr.
Floppy Disks, ZIP, PATA, verschiedene QIC-Steamerwildwüchse der 90er ...
Hat alles nur noch bestenfalls ein Jahrzehnt Bestand.

> Ähnlich umständlich dürfte heutzutage ein besorgen von Daten einer
> 5,25" Floppy vom Cd sein.

Noch viel besser. Datenverluste aktueller Systeme (;z.B.
Festplattencrashs ohne existentes Backup) haben schon Mannjahre an
Sourcecode vernichtet. Von "archivierten" Familienerinnerungen mal ganz
zu schweigen.

> > Da braucht wohl in Zukunft jede Familie ihren eigenen
> > Administrator.
>
> Nicht nur in Zukunft. Du mußt nur um die Ecke zu den
> Digitalfotografierern kucken...

Nun, nicht jeder ist ein Archivar. Ich schätze mal, >60% der Fotoknipser
sind die Bilder von vor vorgestern völlig egal. Sie setzen ihre
Prioritäten bei Fastfood, bspw. auf Poserfotos aus dem letzten Urlaub "I
was here", mit dem mobile phone an Arbeitskollegen und Freunde
verschickt. Dann hat der Schnappschuß seine Schuldigkeit getan und wird
nie wieder angesehen. Du kannst das beliebig auf andere Medien ausdehnen
(;Audio, Video ...).

Wenn man diese Klientel auf Datensicherheit und Backups anspricht, zuckt
diese nur mit den Schultern. Und ehrlich, diese pragmatische
Lebenseinstellung hat auch etwas für sich :) Jedem nach seiner Fasson.

MfG,
Thomas


Space


Antwort von Rainer Wahl:

Thomas Beyer schrieb am 23 Jul 2008:

> Nochmal: Du bezweifeltest Langlebigkeit im
> Audiobereich bei Tapes, ich widerprach aufgrund eigener
> Erfahrungswerte.

Ich bezweifle das, weil ich meine Audiocasetten aus den 70er und 80er
teilweise in die Tonne kloppen mußte, da sie nicht mehr brauchbar
abzuspielen waren.

Mich störte dieser Beiton des "Absolutismus", daß Audiocassetten die
Langlebigkeit in Person seien, den du ja auch gerade propagierst. Das
kann sein, muß aber nicht.

> Noch viel besser. Datenverluste aktueller Systeme (;z.B.
> Festplattencrashs ohne existentes Backup) haben schon Mannjahre an
> Sourcecode vernichtet. Von "archivierten" Familienerinnerungen mal
> ganz zu schweigen.

Genau darum geht es mir die ganze Zeit in dem Thread: Nicht blind
darauf vertrauen, daß Speichermedien und die Daten darauf ewig halten,
sondern damit rechnen, daß auch noch so sicher geglaubte Medien
frühzeitig den Löffel abgeben können. Und wenn ich dann hier lese, daß
(;(;Mini-)DV) Bänder zu bevorzugen sind, weil sie Daten langlebig halten,
dann rollen sich mir etwas die Fußnägel auf.

> Wenn man diese Klientel auf Datensicherheit und Backups anspricht,
> zuckt diese nur mit den Schultern. Und ehrlich, diese pragmatische
> Lebenseinstellung hat auch etwas für sich :) Jedem nach seiner
> Fasson.

Da gebe ich dir absolut Recht. :-)
Allerdings kommt diese Einstellung davon, daß diese Klientel, wie du so
schön formuliert hast, gar nicht um diese Problematik hier weiß.

-=(; Rainer )=-

--
Airbrush FAQ: http://www.r-wahl.de/airbrush/faq.php
Baubericht ME-109 RC-Flugmodell:
http://www.r-wahl.de/modellbau/me-109/me-109.php


Space


Antwort von Helmut Schulte:

Rainer Wahl wrote:

[Archivierung]
> gerade darlegte, gehen die Informationen darauf auch flöten. Hält
> vielleicht länger als eine Festplatte, aber "für spätere Jahrzehnte"
> ist stark übertrieben. Am umkopieren/aufrischen von Zeit zu Zeit kommt man
> da IMO kaum vorbei, egal welches Medium man wählt. Exakt das ist ja das
> Problem unserer Zeit.

Mein Fazit (;bin 78 Jahre alt) aus Erfahrung ist, dass im privaten
Bereich viel zu viel archiviert wird. Foto, Dia, Film oder was sonst
noch. "Eh - da hab ich aber 6 tausend Fotos mehr und auch schon fast
tausen RAW-Dateien auf der Platte ..."

- Später hat man doch keine Zeit mehr es sich anzusehen
oder/und andere Interessen.
- Industrie und Hadel leben gut vom privaten Archivierungswahn;-)
- Wenn man nicht mehr ist, für die Erben ist das i.d. Regel nicht
mehr interessant, auch wenn es oft für sie selbst gehortet wurde.
- Da werden jetzt, seit die Digis den Markt erobert haben, privat
tausende Fotos archiviert und die Diskussionen haben stets den
gleichen Hintergrund: private Sammelwut.
- HDDs werden immer grösser und billiger - also archivieren,
warum auch immer. Filt sinngemäss auch für CD, DVD (;DVD-RAM).
- Magnetbänder, irgend wann ab dem Beginn der Friedenszeit, auf Uher-
und Revox-Machinen bespielt, Musik (;Konzertmitschnitte) und vor
allen Textaufnahmen existieren auch heute noch irgend wo von mir.
Vor einigen Jahren waren die Bänder, grob mal hineingehört, noch
OK, nur ungewohnt im Ton, kein Stereo. allerdings wurden sie, wenn
nicht mal abgehört, umgespielt (;wae angeblich gut für die Bänder).

Ich selbst archiviere nur noch Fotos für Websites. Aus heutiger Sicht
vermutlich nicht länger als 10 Jahre.

Bespielte Video DV-Kassetten liegen nur einige Monate und werden
unregelmässig wieder überspielt und dann ab in den Müll und neu gekauft.

Farbdias 24x36 (;ja das waren etliche tausend ab 1948 und teilweise im
Laufe der Jahre ausgbleicht oder die Schicht zerfressen), die gingen vor
einigen Jahren auch in den Müll. Ich hätte dafür einen eigenen Raum
gebraucht. Niemand wollte sie im beginnenden digitalen Zeitalter haben,
auch die Kinder nicht. Warum sollte es den digitalen Fotos anders
ergehen?

Wie es der Zufall so will, (;darum hänge ich mich hier kurz ein), habe
ich gerade vor ein Paar Tagen eine Rolle 16mm s/w Negativfilm von 1943
und eine Rolle Doppel-8 s/w Positivfilm (;so von Ende der 50-er Jahre) in
die Mülltonne gesteckt.
Das Material wurde über einige Umzüge hinweg immer mitgenommen und es
sah jetzt noch verdammt gut aus (;Blechdose).

Wie schon erwähnt, die Hersteller von Hard- und Software und der Handel
verdienen gut an der privaten Sammelwut.

Dass für das berufliche Umfeld andere Prioritäten gelten ist ja klar.
Und - ich bin froh, dass ich aus diesem ganzen Dilemma das mit Macht auf
uns zukommt, heraus bin.
--

Gruss Helmut


Space


Antwort von Christian Stubbs:

Ralf Wenzel writes:

> Damit hat das Band keinen wirklichen Vorteil für mich in der Hinsicht.

Man kriegt ca. 1h Film in höchster Qualität auf ein Band für
1,50EUR. Das ist rein Platz/Geld-mäßig jetzt gerade erst am kippen, wenn
man es mit günstigen Festplatten vergleicht.

Und man kann mit nur kurzer Bandwechselpause sehr viel am Stück filmen,
wenn man genug Bänder (;und ne Steckdose) vorrätig hat.


Space



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