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16mm Kamera




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Frage von jwd96:


Hallo liebe Slashcammer,

Ich gehöre zu der Generation die normalerweise noch nie was von chemischem Film gehört hat, sondern von Anfang an mit digitalen Kameras gefilmt hat, bis ich dann mal die alte EXA aus Opa's Keller ausgekramt habe und ein Paar Fotos gemacht habe.... das ist einfach cool.

Und jetzt möchte ich auch mal Filme mit "echtem" Film drehen.
Ich weiß, dass das nicht einfach, und vor allem teuer ist, aber ich möchte es unbedingt machen.

Was kommt bei einem Budget von 1800€ für eine 16mm Kamera+Objektiv in Frage?
Wahrscheinlich dann eine Bolex, wobei es auf Ebay auch manchmal alte Arris günstig bekommt. ?
Aber ich habe halt nicht wirklich Ahnung davon.
Die Bolex werden meistens ohne Objektiv verkauft, was ist das dann für ein Objektiv - Anschluss?

Und dann der Film. Den kann man wahrscheinlich nur direkt über Kodak beziehen, oder?
Muss der Film dann im vollständig dunklen eingelegt werden, oder reicht ein dunkler Platz? Denn ich wüsste nicht wirklich, wie man das hinkriegen soll, ohne etwas zu sehen.

Ist Super 16 eigentlich 16:9, oder auch 4:3 wie normaler 16mm Film?

Na ja, viele Fragen. Ich würde mich einfach über ein Paar Tipps freuen. Ich denke, mir bringt jede Info etwas.

Danke,
Jonas




Antwort von Jack43:

Hallo Jonas,

1800€ reichen für die Kamera und die Optik vollauf, aber Du benötigst noch einiges mehr um einen Film 16mm Film zu Drehen!

Falls Du den Schnitt und die Vertonung auch selber erledigen willst, wird es teurer, denn Du benötigst einen Filmbetrachter und eine Klebepresse. Wenn möglich nichts mit Klebestreifen, sondern zB. einen Hammann Film-Spalter. Damit bekommt man absolut perfekte und wenn gut geklebt auch sehr haltbare Klebestellen.

Willst Du den Ton direkt beim Filmen aufnehmen? Wenn ja, wird es noch ein bisschen teurer, denn dann musst Du eine Bandmaschine haben, die synchron zur Kamera läuft. das geht entweder mit Pilotton oder zB mit Perfoband und einem Impulsgeber. Google mal ein bisschen!

Falls Du keinen Ton aufnehmen willst erübrigen sich diese Geräte.

Wenn Du den Film vertonen möchtest, wir"s wieder etwas komplizierter, denn dann musst Du entweder einen 16mm Projektor haben mit dem Du die Nachvertonung machen kannst. Viel mehr als Musik oder einen Kommentar und Geräusche kriegst Du aber nicht hin, denn in der Regel hast Du nur eine Tonspur zur Verfügung!


Zwischenfrage: Möchtest Du immer noch einen 16mm Film Drehen?

Wenn ja, suche mal das Internet nach Kameras, Filmspalter, Filmbetrachtern und Projektoren ab.

hier ein Link zu einem Hammann Filmspalter:
http://cgi.ebay.de/Hammann-Filmspalter-16mm-Filme-/220756869786

Super 16 ist Breitbild und hat ein Seitenverhältnis von 1:1,66,

Ich habe während ca. 8 Jahren auf 16mm gedreht, aber nur 4:3, denn damals waren die Super 16 Geräte noch um einiges teurer als 4:3

Die "neueren" Bolex Kameras sind mit einem Bolex Bayonett ausgerüstet, ältere haben noch den sogenannten C-Mount Anschluss.
Schau auch mal hier unter 16mm Kameras, die Firma hat ne gute Auswahl und humane Preise!
http://kinotechnikrinser.de/index.php?option=com_virtuemart&page=shop.browse&category_id=213&Itemid=203&vmcchk=1&Itemid=203

Gruss, Paul

fast vergessen! eine 30 Meter Spule kann man auch ausserhalb einer Dunkelkammer oder eines Wechselsackes einlegen, denn die haben genügend Vorspann! Allerdings sollte man dies nich an der Sonne machen, sondern im Schatten!

Wieviel heute ein 16mm Umkehrfilm kostet kann ich Dir leider nicht sagen, aber billig sind sie nicht! Du musst auf Umkehrfilm Drehen, denn auf Negativ drehen kommt seeeeehr teuer!!



Antwort von Schleichmichel:

Jo, das wichtigste wurde ja schon gesagt.

Bis auf, dass es 16mm Negativ- wie Umkehrfilm bei www.wittner-cinetec.de gibt. Dort gibt es auch andere Formate (;super8), was vielleicht auch zum "sich mal an Film rantasten" besser eignet.

Sonst würde ich meine Bolex H16 SB mit Kern VarioSwitar (;Bolex Bajonett-Mount) 16-100 und das Switar 10mm (;C-Mount RX, mittels Adapter an den Bajonett Kameramount) zusammen für 700.- verkaufen.

Schnurrt wie eine Katze.

(;falls sich jemand wundert, warum ich in letzter Zeit andauernd was verkaufen will...bin umgezogen - da merkt man erst, was man alles hat und vielleicht nicht mehr braucht).



Antwort von Bischofsheimer:

Hi
Da fühle ich mich in die Zeit versetzt als ich nach div anderen Kameras mit einer Bolex H8 (; Das gleiche Modell wie 16 mm nur für Doppel 8 mm Film ) und einem Angineu Objektiv (; später dann mit einer Beaulieu Normal 8(; Super kamera)
filmte.
Ja als Zubehör braucht man sowohl bei 8mm / 16 mm einem Betrachter, in dem die bespielte Filmspule eingelegt wird und auf einem Bildschirm , wird der Film durchgezogen , dabei legt man die Schnitte fest und klebt den Schnitt mit der vorgegangenen Szene zusammen . So entsteht nach und nach ein Film .
Ist in soweit mit dem heutigen Schnitt am PC zu vergleichen, aber halt analog .



Antwort von Schleichmichel:

Quote:
aber halt analog


Linear und destruktiv nicht zu vergessen!



Antwort von jwd96:

Ich werde den Film dann digitalisieren lassen und am PC bearbeiten.
Dann ist es zwar kein echter Film mehr, aber die wunderbaren Farben, die Struktur und Körnung bleiben doch erhalten...
Ist natürlich auch nicht gerade billig, aber für ein paar Kurzfilmprojekte sollte das schon gehen.
Vor allem kann ich dann noch etwas Color Grading machen, was mich sehr fasziniert.
Wie haben die das eigentlich früher ohne PC gemacht, also die Farbkorrektur? Gab es sowas da überhaupt schon?



Antwort von Jack43:

Hi Jonas,

das ist auch eine Lösung und vor allem kannst Du so ohne grossen Geräteaufwand den Schnitt usw machen!
Aber klar gab es schon schon eine farbliche Nachbehandlung. Das nannte man Farbbestimmung, welche der Lichtbestimmer machte, hier ein Link mit vielen Infos zum Thema:

http://www.google.de/url?sa=t&source=web&cd=2&ved=0CCYQFjAB&url=http%3A%2F%2Fde.enc.tfode.com%2FFarbbestimmung&rct=j&q=FarbbestimmungbeimFilm&ei=A5DSTfKfCcnIswaUkcidCQ&usg=AFQjCNHX60hx6PwhQONNUScN37RemVF2aw&sig2=T2VwTiNv-KXE1Gd234-3pw&cad=rja

Gruss und viel Spass bei Deinem Projekt!

Paul

hier noch ein Link für die 16mm Digitalisierung:
http://www.google.de/aclk?sa=l&ai=CauNUWZHSTZPnGsawtAbR-ensD5Sit9ABnN63jBiotviDEQgAEAEgtlQoA1Cu453N-P____8BYJW6gIKYB6ABiPDB-APIAQGpAjZSA0Vkw7c-qgQWT9Cp2-YoTkSXzcA_IbVqqGkEHF6swoAFkE4&sig=AGiWqtxhY7bLuhB4B8TBF7Jj4WEP9Q12OA&ved=0CDIQ0Qw&adurl=http://www.digitalspezialist.de&rct=j&q=16mmFilmdigitalisieren&cad=rja



Antwort von Schleichmichel:

Farbbestimmung ging/geht mittels Kopierlichtern, die vor jeder Szene, bzw. vor jedem gravierenden Lichtwechsel oder Filmwechsel mittels Farbtafel/Graukarte bestimmt werden. Das sollte man auch bei Negativdreh beachten: Für jede Szene und zu beginn jedes Filmröllchens einmal eine Farbreferenz zu liefern.

Entwicklung ist relativ günstig bei www.film16.de und für Abtastungen empfehle ich www.avp-vt.de aus eigener Erfahrung. Den neuen HD-Transfer von denen habe ich noch nicht ausprobiert. Wäre nett, wenn Du berichten könntest...

Bei der Kombi Andec/Screenshot war ich nie so zufrieden. Hauptsächlich wegen der 16mm-Abtastung von Screenshot (;kann ja mal zum Vergleich was rübermailen, wenn Bedarf ist/ich Zeit hab).

Negativmaterial beziehst Du am besten direkt bei Kodak. Idealerweise bist Du Student mit Studienfach, welches wenigstens entfernt was mit Filmen zu tun hat.

Auf Umkehrfilm gibt es keinen Rabatt, und ich sehe auch gerade, dass der E100D für 16mm gerade bei Wittner aus ist. Bei Andec kostet der eine Idee mehr. Aber der E100D zieht Dir wirklich die Socken aus, wenn Du einen ordentlich gefilmten Film durch einen ordentlichen Projektor jagst.


Nochmal zu den Kameras: Bei Arri fängt der Spass erst wirklich mit einer SR2 an. Eine ST16 ist für eine MOS-Kamera, für die es keine Ersatzteile mehr gibt, zu teuer...eine BL16 hat zwar einen 1A Bildstand, aber auch ein 1A Gewicht. Das Zwischending Arriflex 16M hat die Nachteile beider Kameras vereint (;aber 1A Bildstand).

SR1 ist russisches Roulette, was man so bekommt. Man darf davon ausgehen, dass die stark gebraucht sein wird. Und wenn es eine aus französischer Fertigung ist, merkt man nicht viel vom "Silent Reflex" + sehr anfällige Elektronik.

Ab der SR2 gibt es nach wie vor Ersatzteile. Deshalb ist alles ab da an so teuer.



Antwort von jogol:

http://home.arcor.de/s.neudeck/Kam16-1.htm
In der Bucht steht ne: ECLAIR ACL SUPER-16mm. Besser genau durchlesen.
http://cgi.ebay.de/ECLAIR-ACL-SUPER-16mm-Widescreen-FILM-MOVIE-KAMERA-/160580047446?pt=Filmkameras_projektoren&hash=item2563511256



Antwort von Markus_Krippner:

wenns garnix kosten darf:

ne Krasnogorsk K3 !
Sehr simple aber effektive russische Technik.
Hat Spiegelreflex-Sucher, Belichtungsmesser eingebaut.
Läuft mit 30m Tageslichtspulen. Mit Motor zum aufziehen !
M42 Lensmount ---> große Auswahl an Optiken. Ein ZoomZoom im Glossar erklärt ist eh im Lieferumfang enthalten.
Gibts für 100-200 Euro bei ebay.

...markus :-)



Antwort von jwd96:

Danke erstmal für die vielen Tips...
So eine Krasnogorsk war für den Anfang vielleicht nicht schlecht. Mal zum ausprobieren.
Ich hab auf ebay auch welche Gefunden. Aber da steht "Bajonett" dahinter.
Das heißt die hat kein M42, sondern ein anderen Mount?



Antwort von Bernd E.:

"jwd96" wrote:
...Das heißt die hat kein M42, sondern ein anderen Mount?...

http://www.k3camera.com/k3/krasnogorsk-3-lens-mount.php



Antwort von Markus_Krippner:

Lensmount:
Ja stimmt. Da gibts dann offenbar 2 Versionen.
Meine hat jedenfalls M42 dran.

...markus :-)



Antwort von Schleichmichel:

Bei den K3s hält sich auffällig hartnäckig das Gerücht, dass jede dritte gefertigte Kamera ein Vodka-Modell ist. Genauer soll es bei vielen K3s zu Filmschlupf oder Fehltransporten kommen. Auch der Bildstand ist nicht der beste (;wobei mal das ja als Stilmittel verwenden könnte - das ist aber eigentlich schade ums Potential).

Vielleicht findest Du bei einem Händler mit Rückgaberecht mal eine K3.

Eclair ACL in S16-Ausführung sind auch mit äusserster Vorsicht zu geniessen. Erst mal muss abgeklärt werden, dass auch ein starker Motor verbaut wurde, der mit den 120m-Magazinen keine Probleme machen wird.

Grund: Die originalen waren zu schwach, da die ACL als Kompaktkamera ursprünglich nur mit 60m-Magazin bedacht wurde und bei 120m-Magazinen brennen die schnell mal durch und sorgen auch zwischendurch für Filmsalat auf der Wickelseite.

Zu Super16 bei der ACL: Es muss eine modifizierte Spiegelumlaufblende verbaut worden sein, die auch eine etwas kürzere Belichtungszeit (;144°) bedingt. Mit der Standard-Umlaufblende (;175°) kommt es zu sehr störenden Reflektionen, weil der Spiegel bei dem erweiterten Gate etwas reinstrahlt.

Und wie Du den Hellsektoren entnehmen kannst, kommst Du mit keiner auf 1/50sek für hiesige pulsierende Lichtquellen. Selbst die Eclair NPR hat zwar 180° größter Hellsektor, lässt sich aber nur in 5°-Schritten reduzieren. Also auch hier nur 1/50 bei 25fps gequartzt.

Auch hier, vielleicht hast Du sehr viel Glück und findest einen Shop mit Rückgaberecht. In München gab es mal vor langer Zeit "Cordial Film". Ich weiss nicht, ob es den Laden noch gibt oder ob er einen anderen Namen hat. Aufgeführt wird er nirgens mehr. Dort gab es zumindest ACL-1-Kameras mit starkem Motor und optimierter Blende.

Frag, wenn Du was nicht verstehst....



Antwort von Filmo:

vergeßt die Beaulieu R16 nicht,war in verschiedenen Ausführungen neben Bolex eine der beliebtesten Kameras für "Edelamateure"


http://cgi.ebay.de/Beaulieu-R16-Angenieux-12-120mm-F2-2-16mm-Filmcamera-/380333658750?pt=DE_Foto_Camcorder_Filmkameras&hash=item588da7127e

ich hatte mal eine solche,aber mit seitlich ansetzbarem Motor und drehbarem Objektivrevolver für 3 Optiken,war genial....

http://cgi.ebay.de/Beaulieu-Reflex-control-/300555449107?pt=DE_Foto_Camcorder_Filmkameras&hash=item45fa803313




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